An der Seite der Patienten

Veröffentlicht am 11.05.2021 17:52 von Redaktion rehanews24

Pflegedienstleiterin Svea Jäkel ist mit ihrem 30-köpfigen Pflegeteam Teil eines multiprofessionellen Behandlungsteams.
Bildnachweis: Peter Hamel

Pflegekräfte in der Reha begleiten den Neuanfang über Wochen und sind Ansprechpartner Nummer 1 für die Patienten – das unterscheidet ihre Arbeit deutlich von den pflegerischen Aufgaben in einem Krankenhaus.

Bad Essen, 10.05.2021. Um die Pflegekräfte und ihre tägliche Arbeit für die Patienten ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, findet jährlich am 12. Mai der internationale Tag der Pflege statt. Zurückzuführen ist der Tag auf die Begründerin der modernen westlichen Krankenpflege Florence Nightingale. Die Vielfalt des Berufs „Gesundheits- und Krankenpfleger“, wie er heutzutage heißt, ist Vielen gar nicht bewusst. So unterscheidet sich beispielsweise der pflegerische Alltag der Pflegenden in einer Rehabilitationseinrichtung deutlich von den Aufgaben der Pflege auf der Station eines Krankenhauses.

Pflege in der Reha
An den Paracelsus Reha-Kliniken in Bad Essen arbeiten rund 30 examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger als Teil eines multiprofessionellen Teams. Das Pflegeteam ist ein wichtiger, stützender Baustein einer erfolgreichen Rehabilitation. Dass die Arbeit als Pflegekraft in einer Rehabilitationseinrichtung sich wesentlich von der Arbeit in einer Akutklinik unterscheidet, wird schnell deutlich, wenn man bedenkt, dass Patienten, die eine stationäre Reha absolvieren, in der Regel nicht bettlägerig sind. Und statt einigen Tagen bleiben Reha-Patienten in Bad Essen bis zu 15 Wochen in der Reha-Klinik.

Besonderheiten im Pflegebereich einer Reha
„Die Arbeit im Pflegedienst der Berghofklinik ist geprägt von einem geringeren Patientenwechsel, sodass wir jeden einzelnen Patienten kennen und ein Miteinander entsteht. Gemeinsam mit den Patienten erleben wir viele Hochs und Tiefs. Umso schöner ist es, wenn wir sie am Ende der Therapie gestärkt entlassen können“, erklärt stellvertretend für ihr Team die Pflegedienstleitung der Suchtfachklinik Svea Jäkel. Die Arbeit sei im Vergleich zum Akutbereich entspannter und intensiver zugleich. „Wir haben einfach Zeit, uns um unsere Patienten zu kümmern. Hinzu kommt, dass viele meiner KollegInnen die körperlich anspruchsvolle Arbeit im Akutbereich nicht mehr leisten können. Sie möchten ihren Beruf als Krankenschwester aber bis zur Rente ausüben. Dann bietet sich ein Wechsel in die Pflege einer Rehaklinik an“, fügt Jäkel hinzu. Beim ein oder anderen sei zudem der Antrieb, eine andere Fachrichtung kennenzulernen, ausschlaggebend für den Wechsel in den Reha-Bereich.

Emma Schwarz, Pflegedienstleitung der Wiehengebirgsklinik, und ihr Team erleben insbesondere die Begleitung der Patienten auf ihrem Weg in eine zufriedene Abstinenz als lohnend in ihrer täglichen Arbeit. Wenn die Patienten die Abstinenz dann auch halten könnten, sei es eine schöne Bestätigung für ihre Arbeit. Hinzu komme, so Schwarz, dass sich der Arbeitsalltag und der Tätigkeitsbereich total abwechslungsreich gestalte. „Unser Patientenklientel ist ein Querschnitt durch die Gesellschaft“. Ergänzend betont sie, dass das gesamte Klinikteam für die Therapie der Patienten gut zusammenwirke, wie einzelne Zahnräder. Es herrsche ein guter Zusammenhalt innerhalb des Teams und eine familiäre Atmosphäre. Da könne man sich einfach wohlfühlen.

Das Pflegeteam der Wittekindklinik betont insbesondere, dass der Unterschied zum Akutbereich sei, dass die Patienten keine Unterstützung bei der Grundpflege benötigen würden und sie sich selbst versorgen könnten. Dennoch sei man erste Anlaufstelle für die Patienten bei Fragen oder wenn sie Unterstützung benötigen. „Bei Sorgen und Nöten finden sie bei uns immer ein offenes Ohr“, ergänzt das Team. „Besonders gefällt uns, dass wir Menschen dabei begleiten können, ihre Lebensfreude wiederzufinden. Es ist schön zu erleben, wenn die Patienten am Ende der Therapie von einem Neuanfang sprechen und dankbar sind.“ Untereinander pflege man eine kommunikative Teamarbeit und ein gutes Miteinander, von dem letztendlich die Patienten profitieren würden.

Rehabilitationskompetenz bei Paracelsus
In bundesweit zehn Paracelsus-Rehakliniken können Patienten von qualitativ hochwertigen Rehabilitationsmaßnahmen profitieren. Die Kliniken bieten Behandlungsmöglichkeiten für eine breite Palette von Erkrankungen an, darunter auch psychische und psychosomatische Leiden. Ein großes Spektrum an spezialisierten Fachkräften von Ärzten über Therapeuten bis zu Pflegekräften in den Schwerpunktfachbereichen Onkologie, Orthopädie, Psychosomatik und Sucht, aber auch in der Kardiologie und Pneumologie sind in den Reha-Kliniken von Paracelsus vertreten.

Wachsender Behandlungsbedarf
Alle Paracelsus Reha-Kliniken zeichnen sich durch einen ganzheitlichen Behandlungsansatz aus, der nicht nur den medizinischen Gründen einer Erkrankung nachgeht, sondern auch seelische und soziale Aspekte gleichermaßen berücksichtigt. Insbesondere vor dem Hintergrund der anhaltenden Corona-Pandemie kommt der Qualitäts-Rehabilitation und dem steigenden Bedarf einer Rehabilitationsbehandlung eine bedeutende Rolle zu. Die Leistung der Rehabilitation und die Versorgung der rehabilitationsbedürftigen Patienten aufrechtzuerhalten sind unverzichtbare Säulen des Gesundheitssystems. Paracelsus verfolgt strenge Hygienestandards, um dem wachsenden Therapiebedarf gerecht zu werden und Behandlungen weiterhin durchführen zu können.

Quelle: Paracelsus-Kliniken Bad Essen, 11.05.2021

Print Friendly, PDF & Email

Aufrufe: 32






Ähnliche Nachrichten

  • Stressreduktion und psychische Gesundheit evaluiert