42 Gespräche mit 84 Politiker:innen: Dr. Becker Klinikgruppe findet viel Gehör für ihre Forderung nach einem Rehazukunftspakt

Veröffentlicht am 23.09.2021 23:59 von Redaktion rehanews24

Bild: Michael Schiffgen, Geschäftsleitungsmitglied der Dr. Becker Klinikgruppe (2. von links) übergibt den Rehazukunftspakt an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn; Bildrechte: Dr. Becker Klinikgruppe

Medizinische Rehabilitationseinrichtungen spielen eine wichtige Rolle im deutschen Gesundheitssystem. Jährlich erhalten in 1.112 Vorsorge- und Rehaeinrichtungen 1,7 Mio. Patient:innen Hilfe nach Erkrankungen wie z. B. Schlaganfall, Hüft-OP, Herzinfarkt, Depression oder aktuell bei Long-COVID. Viele von ihnen können erst nach ihrer Reha wieder am sozialen und beruflichen Leben teilnehmen. Trotz dieser wichtigen Aufgabe wird die medizinische Rehabilitation bis heute in der Gesundheits- und Arbeitspolitik nicht konsequent mitgedacht – mit weitreichenden Folgen. Die Dr. Becker Klinikgruppe engagiert sich seit Jahren für mehr politische Unterstützung für die Belange der Reha. Mit ihrer jüngsten Offensive, dem „Rehazukunftspakt“, informierte sie jetzt kurz vor der Bundestagswahl 84 Politiker:innen auf Landes- und Bundesebene. 

Köln, 23.09.21: Fachkräftemangel, Digitalisierungsstau, zu große bürokratische Hürden bei der Antragsstellung – die Rehabranche steht vor großen Herausforderungen. Diese zu lösen setzt die Unterstützung der Politik voraus. Die Dr. Becker Klinikgruppe hat mit ihren Mitarbeitenden im Vorfeld der Bundestagswahl an ihren insgesamt acht Standorten in ganz Deutschland über 40 Gespräche mit Politiker:innen geführt. „Alle Parteien, welche wir über die Rehabilitation informieren wollten, sind unseren Einladungen gefolgt: SPD, CDU, FDP, Die Linke und das Bündnis 90/Die Grünen. Mit 42 Terminen und 84 Personen, die wir treffen konnten, haben wir einen sehr interessanten und wertvollen Austausch auf breiter Basis erreicht,“ so Dr. Ursula Becker, Geschäftsführerin Klinikgruppe.

Rehazukunftspakt-Forderungen erreichen Bundesgesundheitsminister Spahn
Bei ihrem Besuch in den Rehakliniken mit psychosomatischen, neurologischen, kardiologischen und orthopädischen Ausrichtungen hatten die Politiker:innen Gelegenheit, die Reha vor Ort kennenzulernen. Geschäftsführung, Verwaltungsdirektor:innen und Chefärzt:innen gingen offen mit ihnen über bürokratische Hindernisse bei ihrer Arbeit in den Dialog. Symbolisch wurde den Gästen der „Rehazukunftspakt“ übergeben – eine Zusammenstellung mit Hintergrundinformationen und den Forderungen an die Politik. Neben der Forderung nach einem konsequenten Mitdenken der Reha in der Gesundheitspolitik sind die Stärkung der Patientensouveränität und der Wegfall der Bestimmung der Rehaklinik durch die Krankenkassensachbearbeiter wesentliche Punkte des Rehazukunftspakts. Ferner ist die Zulassung der Rehaeinrichtungen als Ausbildungsträger für medizinisches Personal elementar wichtig, damit die Rehabilitation auch künftig dafür sorgen kann, Menschen in Arbeit zu halten und Pflegebedürftigkeit zu verhindern. Diese Positionen nahm auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn von Michael Schiffgen, Geschäftsleitungsmitglied der Dr. Becker Klinikgruppe, entgegen.

Reha-Fachleute müssen in Ministerien vertreten sein 
Viel Bewusstsein für die Reha und viel Aufklärung über gesetzliche Notwendigkeiten konnte durch die Gespräche geschaffen werden. Dass es eine ständige Vertretung der Rehabilitation in den relevanten Behörden und Ministerien geben muss, konnte in vielen Gesprächen als Konsens herausgearbeitet werden. „Aktuell wird die medizinische Rehabilitation schlichtweg nicht mitgedacht. Nur vier von 16 Länder haben Rehareferate in ihren Gesundheits- und Arbeitsministerien. Im Organigramm des Bundesministeriums für Gesundheit gibt es keine Verortung der medizinischen Rehabilitation“, erläutert Bastian Liebsch, Geschäftsführer Klinikgruppe. Ohne eindeutige personelle Zuständigkeit habe die medizinische Rehabilitation keine Vertretung und Relevanz, wenn es um ihre Weiterentwicklung geht. „Es reicht nicht, Gesetze und Rahmenempfehlungen für Krankenhäuser nachträglich auf die Reha zu übertragen,“ so Bastian Liebsch. Die Folge sei oftmals ein aufwendiges Nachsteuern, weil diese Übertragung in der Praxis nicht durchführbar sei. Der Rehazukunftspakt fordert daher: Die medizinische Rehabilitation muss dringend als eigenständige Säule des Gesundheitswesens wahrgenommen und zukunftsorientiert weiterentwickelt werden.

„Es lohnt sich, für die Reha zu kämpfen“
„Die Reha ist in einer älter werdenden Gesellschaft und bei dem zunehmenden Fachkräftemangel ein wirkungsvolles Instrument der Politik, um Erwerbsfähigkeit zu erhalten, Pflegebedürftigkeit zu vermeiden und Teilhabe zu fördern. Das muss die Politik immer im Hinterkopf behalten“, führt Dr. Ursula Becker zur Bedeutung der Rehabilitation aus. Auch für die vielen von Long-COVID bzw. dem POST-COVID-Syndrom Betroffenen und die durch die Pandemie psychisch schwer belasteten Patient:innen sei die Rehabilitation aktuell eine wichtige Versorgungsleistung, um den Weg zurück ins Leben zu finden. „Daher lohnt es sich, für die Reha zu kämpfen und wir freuen uns, dass wir viele interessante Gespräche mit politischen Vertretern führen durften“, so Becker.

Dr. Becker Klinikgruppe
Die Dr. Becker Klinikgruppe ist ein inhabergeführtes mittelständisches Familienunternehmen mit Hauptsitz in Köln. Deutschlandweit betreibt die Klinikgruppe acht Rehabilitationseinrichtungen mit den Indikationen Orthopädie, Neurologie, Kardiologie und Psychosomatik sowie drei ambulante Therapiezentren. Mehr Informationen unter: www.dbkg.de

 

Quelle: Dr. Becker Klinikgruppe, 23.09.2021

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