Freitag, Dezember 3rd, 2021

 

DMSG-Kontaktgruppe Osnabrück besucht Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen

Bild: Verwaltungsdirektor Philipp Herzog (links) begrüßt MS-Betroffene aus dem Großraum Osnabrück im Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen Bildrechte: Dr. Becker Klinikgruppe

Bei chronischen Leiden wie der Multiplen Sklerose wirken regelmäßige Reha-Aufenthalte positiv auf den Langzeitverlauf. Um den MS-Patienten/innen bei der zum Teil sehr unterschiedlich verlaufenden Erkrankung passende Konzepte bieten zu können, pflegt das Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen Kontakt zu Multiple Sklerose Selbsthilfe- und Kontaktgruppen. An einem Informationsnachmittag unter 2 G-Bedingungen fand vorletzte Woche ein reger Austausch statt.

Bad Essen 03.12.21: Am Donnerstag, den 18.11.21 veranstaltete das Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen einen Informationsnachmittag für die Osnabrücker Kontaktgruppe von der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG). Verwaltungsdirektor Philipp Herzog begrüßte die 13 MS-Betroffenen – davon einige Selbsthilfegruppenleiter/innen – aus dem Großraum Osnabrück und stellte Ihnen das Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen vor. Die Bad Essener Rehaklinik hat mit ihrer Spezialisierung auf neurologische Rehabilitation auch jahrelange Expertise zu der chronischen Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose. „Die Klinik pflegt seit Jahren einen guten Kontakt zu regionalen MS-Selbsthilfe- und Kontaktgruppen sowie zur Deutschen Multiplen Sklerose Gesellschaft. Wir freuen uns, den MS-Patienten als kompetenter Ansprechpartner zur Behandlung ihrer Erkrankung zur Seite zu stehen,“ beschreibt Philipp Herzog das Verhältnis. Die Veranstaltung fand unter 2-G-Regeln statt.

Robot-gestütztes Gangtraining, Arm- und Handrehabilitation: Klinikeigene Sonderprogramme vorgestellt
Bei einer Klinikführung mit Verwaltungsdirektor Philipp Herzog erhielten die Besucher/innen u. a. Einblicke in die Medizinische Trainingstherapie sowie Erläuterungen zu weiteren Sonderprogrammen des Dr. Becker Neurozentrums Niedersachsen. Diese können für Patienten/innen mit Multipler Sklerose hilfreich sein, wenn sie nach einem Schub unter Beeinträchtigungen leiden. Das Vector Gait & Safty-System etwa ist ein innovativer robotorgestützter Gangtrainer, der deutschlandweit bisher nur in sehr wenigen Einrichtungen verfügbar ist. Damit können Patienten/innen selbst mit stark eingeschränkter Gehfähigkeit das freie Gehen üben und Muskeln aufbauen. Zur Arm-, Hand- und Schulterrehabilitation kommen der Neofect Smart Glove und der Armeo-Spring zum Einsatz.

Besucher/innen sprechen mit Chefarzt und Sozialdienst
Der Informationsnachmittag stand ganz im Zeichen des Austauschs. So konnten die Betroffenen nach dem Vortrag „Multiple Sklerose – neue Erkenntnisse zu Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten“ von Prof. Dr. med. Tobias Leniger direkt ins Gespräch mit dem Facharzt für Neurologie und Chefarzt des Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen gehen.

Da viele MS-Patienten/innen während oder nach der Reha Beratungsbedarf zu sozialen Fragen haben – z. B. wie sie Hilfsmittel beantragen können oder zurück ins Arbeitsleben finden – trafen sie am Nachmittag auf eine Vertreterin des klinikeigenen Sozialdienstes. Philipp Herzog erläutert: „Es ist sehr wichtig für uns zu wissen, wo die Bedürfnisse der Patienten liegen. Aus diesem Grund haben wir auch eine Mitarbeiterin von unserem Sozialdienst, Frau Irina Kalmbach, eingeladen.“ Damit sollten die MS-Patienten/innen Gelegenheit bekommen, Sorgen und Erfahrungen im Zusammenhang mit einer medizinischen Reha mitzuteilen. „Für uns sind diese Informationen aus erster Hand sehr gewinnbringend“, erklärt Irina Kalmbach. Davon können wir als Mitarbeitende des Sozialdienstes in unseren künftigen Beratungen profitieren, indem wir auf bestimmte Fragen vorbereitet sind oder Wissenslücken kennen.“ Herzog ergänzt, dass vielen Erkrankten nicht bewusst sei, dass sie mit der entsprechenden medizinischen Begründung eine erneute stationäre Reha in Anspruch nehmen können, auch wenn die sonst übliche Vierjahresfrist noch nicht abgelaufen ist. „Die Mitarbeitenden des Sozialdienstes oder unseres Dr. Becker Antrags-Services können helfen, eine Rehabilitation zu beantragen.“

Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen
Das 2009 eröffnete Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen bietet, basierend auf den neuesten Erkenntnissen der Neurowissenschaften, Rehabilitation auf höchstem internationalem Niveau. Eine Rehabilitation ist möglich bei sämtlichen neurologischen Krankheitsbildern, allen voran bei dem Schlaganfall, aber auch nach neurochirurgischen Eingriffen oder langen intensivmedizinischen Behandlungen mit neurologischen Komplikationen. Dabei ist das Therapieangebot nicht nur auf die Verbesserung neurologischer Funktionsstörungen, sondern insbesondere auf die Wiedererlangung verlorener Alltagskompetenzen ausgerichtet. Aber auch Rehabilitanden außerhalb des erwerbsfähigen Alters werden im Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen nachhaltig rehabilitiert. Seit der Eröffnung neuer Therapieflächen im Oktober 2016 stehen auf mehr als 1.400 Quadratmetern Fläche Einzelphysiotherapieräume, eine großzügige Medizinische Trainingstherapie (MTT), eine teilbare Multifunktionshalle mit Boulderwand und ein Bewegungsbad zur Verfügung. Zudem wurde ein HydroJet installiert. Die MTT weist einen Lokomotionsbereich, einen Bereich für funktionales Training und einen Kardio-Fitness-Bereich auf. In der Multifunktionshalle werden umfangreiche Gruppen-/Sporttherapien auch für anspruchsvolle Trainingsformen angeboten. Besonders erwähnenswert ist das in Deutschland bisher nur sechsmal installierte Vector Gait & Safety System für ein intensives Einzel-Gangtraining. Insgesamt stehen 135 Behandlungsplätze zur Verfügung. Weitere Informationen unter www.dbkg.de/nzn

Quelle: Dr. Becker Klinikgesellschaft, 03.21.2021

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Psychische Erkrankungen immer öfter Grund für eine Reha

Der Trend zur Diagnose und Behandlung psychischer Erkrankungen setzt sich fort. So erhielten trotz Pandemie 2020 rund 10.500 Versicherte aus Berlin und Brandenburg eine Rehabilitationsleistung wegen dieses Krankheitsbilds. Häufigster Grund für eine Reha blieben Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems. Dabei werden die Rehabilitanden immer älter.

Versicherte mit Wohnsitz in Berlin und Brandenburg schlossen 2020 eine so genannte Leistung zur medizinischen Rehabilitation in 60.857 Fällen ab. Eine „Reha-Blitzlicht“ genannte Zusammenstellung der Deutsche Renten­ver­sicherung Berlin-Brandenburg ermöglicht interessante Einblicke über die Gründe, die Alters-, Diagnosen- und Branchenverteilung. Auch Unter­schie­de zwischen Berliner und Brandenburger Rehabilitanden werden beleuch­tet. Ein Mehrjahresvergleich macht deutlich, was sich geändert hat und was gleich blieb.

„Die Arbeitswelt verändert sich, die Gesellschaft altert, aber eines hat sich nicht verändert: Wir wollen dazu beitragen, dass unsere Versicherten möglichst lange berufstätig sind und bleiben, in ihrem Beruf oder, wenn das nicht mehr geht, in einem anderen, der zu ihren Wünschen und Möglichkeiten passt. Bei uns gilt: Rehabilitation vor Rente. Wir zahlen auch eine Erwerbsminderungsrente, aber das möchten wir erst tun, wenn eine Rehabilitation nicht zum Erfolg führen kann. Das ist uns ein Herzensanliegen, auch weil wir wissen, dass ein Beruf mehr ist als bloßes Geldverdienen“, sagt Sylvia Dünn, Geschäftsführerin der Deutschen Rentenversicherung Berlin-Brandenburg. „Wir bieten allen Versicherten, die einen Bedarf an Rehabilitation haben, diese an.“

Etwa eine Million Menschen erfährt jedes Jahr, dass ihr Körper und/oder ihre Psyche nicht mehr den Belastungen am Arbeitsplatz gewachsen ist, oder dass gesundheitliche Probleme ihre berufliche Neuorientierung erforderlich macht. Eine Rehabilitationsleistung der Renten­versicherung steigert die Chancen dieser Menschen erheblich. Ziel jeder Reha ist, dass sie wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren oder, wenn das aus medizinischen Gründen nicht mehr geht, in einen anderen Beruf wechseln können. Sie kann sich im Einzelfall von einer medizinischen Leistung über die Umschulung bis hin zur Hilfe bei der Wiedereingliederung ins Erwerbsleben erstrecken.

 

Quelle: Presseportal.de, 02.12.2021

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Rehaklinik Waldfrieden verstärkt ihren gynäkologischen Schwerpunkt um zwei weitere medizinische Fachkonzepte

Freiburg / Buckow, 03.12.2021 Die Rehaklinik Waldfrieden der Kur + Reha GmbH bietet zwei weitere Mutter-Kind- Maßnahmen mit gynäkologischem Schwerpunkt in Buckow an. Prävention und Rehabilitation für Mütter und ihre Kinder in der Schwangerschaft sowie Leben nach Brustkrebs.

Die Rehaklinik Waldfrieden hat einen Versorgungsvertrag für Vorsorge und Rehabilitation in der Gynäkologie und bietet eine ganzheitliche und interdisziplinäre Therapie im Rahmen von Mutter- Kind-Maßnahmen für Schwangere und für Mütter nach der onkologischen Primärbehandlung an. Neben den Müttern werden auch die Kinder umfassend pädagogisch betreut und in die Therapie mit einbezogen. Die medizinische Verantwortung liegt bei zwei Fachärzt*innen für Gynäkologie, die im Klinikalltag von Fachärzt*innen für Innere Medizin und Allgemeinmedizin unterstützt werden.

Um die gesundheitliche Lage und die Lebensperspektiven der werdenden Mütter wie der Ungeborenen insbesondere in schwierigen Schwangerschaften zu verbessern, wird im Rahmen von „Prävention und Rehabilitation in der Schwangerschaft“ indikationsgerecht ein individuell zugeschnittener Therapieplan erstellt, der laufend überprüft und fortgeschrieben wird. Der Therapiemix hilft den Frauen, die schwierige Phase der Schwangerschaft in eine positiv erlebte Zeit zu wenden. Eine hochwertige diagnostische Begleitung über Ultraschalluntersuchungen, Laborwerte, CTG etc. ist für die Schwangeren in der Fachklinik sichergestellt.

Therapeutische Elemente sind u.a. Entlastung (z.B. durch Kinderbetreuung), Schonung (z.B. durch den Milieu-Wechsel), Ruhe, Physiotherapie (Einzelgymnastik, physikalische Therapie wie z.B. Kneipp-Anwendungen), Bewegungstherapie (z.B. Schwimmen, Gymnastik, Walken), Ernährungsberatung, Beratung zur Veränderung von problematischen Lebensgewohnheiten (z.B. Rauchen, Genussmittelabusus, Strukturierung des Tagesablaufes), psychotherapeutische Beratung im Einzelfall (z.B. nach traumatisch erlebten Geburten), familientherapeutische Beratung (z.B. Übergang zur Elternschaft), themenzentrierte Gesprächskreise (z.B. Angstabbau, Stressbewältigung, Geburtsvorbereitung, zu erwartende Probleme zwischen Geschwistern und Neugeborenem, finanzielle Hilfe vor und nach der Geburt) sowie Einübung von Entspannungsverfahren (z.B. Yoga für Schwangere, PMR).

Im Fokus von „Leben nach Brustkrebs“ steht die Unterstützung für Mütter und ihre Kinder nach der Erstbehandlung. Nicht immer können die Operationen brusterhaltend durchgeführt werden. Die daraus folgenden Brustamputationen stellen Frauen vor die Aufgabe, ihren veränderten Körper wieder akzeptieren zu lernen. Es bleibt zudem die Ungewissheit, ob der Krebs endgültig besiegt ist und wie die langfristigen Auswirkungen der Akutbehandlung sind.

Mittels gezielter körperlicher und psychosozialer Behandlung werden die Patientinnen dabei unterstützt, wieder ihr Leben und das Leben ihrer Familie in den Griff zu bekommen. Durch Vorbeugen von Spätfolgen der Erstbehandlung sowie Linderung der Einschränkungen wird die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit Schritt für Schritt wieder aufgebaut. Neben der Überwindung von Ängsten und Depressionen steht die Wissensvermittlung zu Themen wie Onkologie, Ernährung und Rekonvaleszenz am Beginn der Behandlung.

Die Patientin wird so nach und nach Expertin im Umgang mit ihrer Erkrankung. Stand noch während der onkologischen Erstbehandlung das passive Erleiden und Ertragen der Therapien im Vordergrund, so geht es bei der Rehabilitationsmaßnahme zunehmend um das aktive Zurückgewinnen der Kontrolle. Die Patientin lernt ihren Heilungsprozess selbst zu gestalten, indem sie in die Lage versetzt wird, günstig auf ihre individuellen Risikofaktoren Einfluss zu nehmen. Die psychologischen und körpertherapeutischen Angebote helfen, die Erkrankung und den eigenen Körper zu akzeptieren, die Selbstwirksamkeitserwartung zu stärken und das Selbstwertgefühl wieder aufzubauen. Darüber hinaus nutzt die Rehaklinik Waldfrieden die Chance, auch die Kinder in eine Krankheitsbewältigung einzubeziehen. Diese mussten in der Akutphase der Brustkrebserkrankung häufig über lange Zeiträume auf ihre Mutter verzichten, haben selbst Ängste und häufig Schuldgefühle. Heilpädagogische und familienorientierte therapeutische Maßnahmen zeigen der Familie neue gemeinsame Wege.

Letztlich dient die Maßnahme insgesamt der Bewältigung von Krankheitsfolgen durch einen ressourcenorientierten biopsychosozialen Ansatz im Sinne der ICF.

Die Fachklinik in der Märkischen-Schweiz hat sich auf die Reha für Mütter mit gynäkologischen Indikationen und die Betreuung von schwangeren Müttern spezialisiert und ist damit deutschlandweit wahrscheinlich einzigartig im Bereich der Mutter-Kind-Kliniken. Sie bietet ausschließlich Mutter-Kind-Kuren an.

Quelle: Kur + Reha, 03.12.2021

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Klinikum Bad Bramstedt und RehaCentrum Hamburg sollen einen neuen Gesellschafter erhalten

In seiner Sitzung am 26. November 2021 hat der Vorstand der Deutschen Rentenversicherung Nord (DRV Nord) beschlossen, die Anteile am Klinikum Bad Bramstedt sowie am RehaCentrum Hamburg zu veräußern. Im nächsten Schritt wird ein geeigneter neuer Gesellschafter gesucht.

Die Regularien von Sozialversicherungsträgern wie der DRV Nord sehen eine Darlehensaufnahme nicht vor. Dies ist aber unumgänglich, um größere Investitionen vor allem in die Gebäudestruktur tätigen zu können. “Beide Häuser sind gut aufgestellt, in ihrer weiteren Entwicklung durch uns aber eingeschränkt. Im Sinne der Zukunftssicherheit suchen wir jetzt einen interessierten Gesellschafter, der entsprechend investieren kann”, sagt Volker Reitstätter, Geschäftsführer der DRV Nord. Dies erfolgt in einem strukturierten Prozess. Auf den laufenden Klinik- und Rehabetrieb hat das keinen Einfluss. Ein Verkauf der Anteile ist bis Ende 2022 geplant.

Die DRV Nord ist mit rund 71 Prozent Mehrheitsgesellschafter des Klinikums Bad Bramstedt und mit knapp 24 Prozent Minderheitsgesellschafter des daran angeschlossenen RehaCentrums Hamburg. Weitere Gesellschafter des Klinikums Bad Bramstedt sind das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (rund 17 Prozent) sowie die Stadt Bad Bramstedt (rund 12 Prozent).

Über die Deutsche Rentenversicherung Nord: 
Die Deutsche Rentenversicherung Nord (DRV Nord) mit Sitz in Lübeck ist mit ihren 24 Beratungsstellen die regionale Ansprechpartnerin in allen Fragen der Rente, Altersvorsorge, Prävention und Rehabilitation in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Die DRV Nord ist als Träger der gesetzlichen Rentenversicherung für insgesamt rund 2,3 Millionen Versicherte zuständig und zahlt knapp 1 Million Renten. Darüber hinaus betreibt sie vier eigene Rehabilitationskliniken in Aukrug, Bad Malente, auf Amrum und Sylt.

 

Quelle: DRV Nord, 02.12.2021

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Jetzt online: Reha-Zuständigkeitsnavigator der BAR

Unter reha-navi.de stellt die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e.V. (BAR) einen Online-Zuständigkeitsnavigator zur Verfügung. Dieser unterstützt bei der schnellen Suche nach einem voraussichtlich zuständigen Reha-Träger für Leistungen im Bereich Rehabilitation und Teilhabe.

In bestimmten Lebenssituationen, wie zum Beispiel im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt nach einem Schlaganfall oder einem Bandscheibenvorfall kann eine Reha-Maßnahme notwendig sein. Eine Reha-Maßnahme kann aber auch eine Umschulung bedeuten, die nach einem Unfall oder in Folge einer Erkrankung sinnvoll ist, wenn der bisherige Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Schnell stellt sich die Frage, wer in solch einem Fall die Kosten übernimmt. Wann also ist voraussichtlich die Krankenkasse zuständig, wann die Rentenversicherung, wann die Agentur für Arbeit oder ein anderer Reha-Träger? Bei diesen Fragestellungen unterstützt der Reha-Zuständigkeitsnavigator und bietet eine schnelle, digitale Möglichkeit der Orientierung.

Nicht immer ist die Frage nach der Zuständigkeit direkt zu beantworten, denn die verschiedenen Zuständigkeitsregelungen im Bereich Rehabilitation und Teilhabe sind an unterschiedlichen Stellen in den Büchern des Sozialgesetzbuches verankert. Der Reha-Zuständigkeitsnavigator unterstützt daher zum einen Fachkräfte bei Reha-Trägern und Beratungsstellen, die bei ihrer täglichen Arbeit die verschiedenen Zuständigkeitsregelungen schnell nachvollziehen und anwenden müssen.
Das von der BAR entwickelte digitale Praxis-Tool eignet sich zum anderen auch für ratsuchende Menschen, die beispielsweise gesundheitliche Beeinträchtigungen haben und sich vor dem Stellen eines Reha-Antrags informieren möchten.

Wer eine erste schnelle Orientierung über die verschiedenen Reha-Träger, Leistungsgruppen und Zuständigkeiten im Reha- und Teilhabesystem benötigt, kann sich über eine interaktiv gestaltete Tabelle informieren. Wer es etwas genauer wissen will, kann in die Hauptnavigation einsteigen und findet hier zwei Zugangsmöglichkeiten: Beim Einstieg “Schritt für Schritt” setzt die Navigation an der individuellen Lebenslage eines Menschen an: Gesundheit, Arbeit und Ausbildung, Bildung oder alltägliche Lebensführung.
Wird der “Experteneinstieg” gewählt, beginnt die Navigation direkt mit der Auswahl einer Leistung oder Leistungsgruppe für Reha und Teilhabe – z. B. Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben oder zur sozialen Teilhabe.

In der Hauptnavigation des Reha-Zuständigkeitsnavigators werden Nutzerinnen und Nutzer dann durch gezielte Fragen wie in einer Art “Interview”, zum voraussichtlich zuständigen Trägerbereich für bestimmte Reha- und Teilhabeleistungen navigiert. Mit jeder Antwort werden mögliche Zuständigkeiten weiter eingegrenzt. Im Ergebnis wird dann z. B. die Krankenkasse, die Jugendhilfe oder die Eingliederungshilfe als Trägerbereich benannt, der voraussichtlich zuständig ist.

Reha-Navi zunächst als Beta-Version online
Alle Ergebnisse, die der Reha-Zuständigkeitsnavigator liefert, beinhalten unter anderem einen Hinweis zur direkten Kontaktaufnahme mit dem jeweiligen Reha-Träger und lassen sich als PDF speichern oder ausdrucken. Bis April 2022 wird der Reha-Zuständigkeitsnavigator unter www.reha-navi.de zunächst als Beta-Version veröffentlicht.

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