Freitag, August 13th, 2021

 

Bessere Rehabilitation durch digitale Technologien

St. Pölten – Der wachsende Anteil pflegebedürftiger älterer Menschen und chronisch Erkrankter setzt die Gesundheitssysteme weltweit unter Druck. Das internationale Projekt DIRENE mit Partnerhochschulen aus Finnland, Deutschland, Griechenland und den Balearen in Kooperation mit der Fachhochschule St. Pölten baut digitale Kompetenzen von Lehrenden, Studierenden und Therapeut*innen im Bereich der Rehabilitation aus, um unsere Gesundheitssysteme für die Zukunft zu wappnen.

Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass im Jahr 2050 über 2 Milliarden Menschen eines oder mehrere medizinische Assistenzsysteme vorübergehend oder dauerhaft verwenden werden. Um diesen Anforderungen gewachsen zu sein, ist es notwendig medizinische Versorgung, Therapie und Rehabilitation neu zu denken.

Digitale Technologien können einen Beitrag dazu leisten, die Qualität in der Rehabilitation langfristig zu sichern. Über Online-Termine kann Rehabilitation mobil und über lange Distanzen erfolgen. Über die Bewegung der Augen gesteuert kann beispielsweise ein Computer das Schreiben oder Sprechen übernehmen.

“Ein Weg ist, digitale Technologien wie Alexa vermehrt zu nutzen. Damit Gesundheits- und Sozialberufe diese in der Rehabilitation von Klient*innen kompetent anwenden können, benötigen sie allerdings unterstützende Lernangebote. Auch die Covid-19-Pandemie zeigte den Bedarf an Personen mit Kenntnissen in digitalen Technologien auf”, sagt FH-Dozentin und Physiotherapeutin Anita Kidritsch vom Institut für Gesundheitswissenschaften der FH St. Pölten.

Digital unterstützt zur besseren Rehabilitation
Das Projekt DIRENE unterstützt Expert*innen im Gesundheitsbereich, einschlägige Kenntnisse zu erwerben. “Das erfordert zuverlässiges, evidenz-basiertes Lehrmaterial sowie Anleitungen und Hilfe, um digitale Technologien nutzbringend in Rehabilitation und Pflege zu integrieren. Es braucht nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch die Fähigkeit dieses Wissen in die Praxis überzuführen und an die jeweiligen Anforderungen anzupassen”, erklärt Kidritsch.

Damit der Wissensaustausch auf möglichst breiter Ebene stattfindet und Anwendungsbeispiele und neue Ideen ein großes Publikum erreichen, sind laut Kidritsch länderübergreifende Kooperationen unverzichtbar. An die 300 Expert*innen sind in das Projekt DIRENE involviert, um ihre Expertise einzubringen. Auch Partner*innen aus afrikanischen Ländern sind beteiligt.

Handbuch, Online-Kurs und Studienmodul
Das Projekt lotet zunächst aus, wie in der Rehabilitation digitale Technologien das Wohl der Patient*innen verbessern können, z.B. durch Apps, die Nahrungsaufnahme oder physische Aktivität aufzeichnen. In einem weiteren Schritt definiert das Projekt die größten Kompetenzlücken und mögliche Barrieren. Daraus lässt sich ableiten, wie Lernprozesse gestaltet sein müssen, damit digitale Technologien in der Rehabilitation dauerhaft erfolgreich angewendet werden können.

Die gewonnenen Erkenntnisse bilden dann die Grundlage für ein Handbuch und ein Studienmodul, das frei verfügbare Lernmaterialen für Lehrende und Studierende bietet. Zudem entwickelt das Projektteam ein mobiles Lernmodul für alle jene im Gesundheitssektor, die sich für die Anwendung digitaler Technologien in der Rehabilitation interessieren.

Projekt DIRENE – Aufbau von Kompetenzen und Fähigkeiten für eine neue Ära der personenzentrierten und mobil gesteuerten digitalen Rehabilitation
Das Projekt wird von der EU im Rahmen der Förderschiene Erasmus+ unterstützt. Partnerinstitutionen im Projekt sind die finnische JAMK University of Applied Sciences (Projektleitung), hsg Bochum – Hochschule für Gesundheit, University of West Attica und die University of the Balearic Islands.

https://research.fhstp.ac.at/projekte/direne-aufbau-von-kompetenzen-und-faehigkeiten-fuer-eine-neue-aera-der-personenzentrierten-und-mobil-gesteuerten-digitalen-rehabilitation

Über die Fachhochschule St. Pölten
Die Fachhochschule St. Pölten ist Anbieterin praxisbezogener und leistungsorientierter Hochschulausbildung zu den Themen Medien, Wirtschaft, Digitale Technologien, Informatik, Security, Bahntechnologie, Gesundheit und Soziales. 26 Studiengänge und zahlreiche Weiterbildungslehrgänge bieten ca. 3.500 Studierenden eine zukunftsweisende Ausbildung. Neben der Lehre widmet sich die FH St. Pölten intensiv der Forschung. Die wissenschaftliche Arbeit erfolgt zu den oben genannten Themen sowie institutsübergreifend und interdisziplinär. Die Studiengänge stehen in stetigem Austausch mit den Instituten, die laufend praxisnahe und anwendungsorientierte Forschungsprojekte entwickeln und umsetzen. Das Projekt DIRENE wird durch das Institut für Gesundheitswissenschaften koordiniert.

25 Jahre FH St. Pölten – 25 Ideas for Future
Die Fachhochschule St. Pölten feiert im Herbst 2021 das 25-jährige Bestehen – und richtet den Blick zu diesem Anlass explizit in die Zukunft: Über 25 Wochen lang präsentiert die FH St. Pölten 25 innovative Zukunftsideen von Studierenden, Lehrenden und Mitarbeiter*innen und gibt so einen Einblick in ihre große inhaltliche Bandbreite und Innovationskraft. Das Finale bildet eine Ideenvernissage im Rahmen der Eröffnung des Campus St. Pölten im Oktober. Die aktuellen Zukunftsideen und weitere Informationen finden Sie hier: http://www.fhstp.ac.at/25jahre

Informationen und Rückfragen:
Mag. Mark Hammer
Fachverantwortlicher Presse
Marketing und Unternehmenskommunikation
T: +43/2742/313 228 269
M: +43/676/847 228 269
E: mark.hammer@fhstp.ac.at
I: https://www.fhstp.ac.at/de/presse

Quelle: pressetext.com, 13.08.2021

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Rehaklinik Sonnhalde übergibt DEGEMED-Staffelstab an Bundestagsabgeordneten Thorsten Frei

v.l.n.r. Manuela Hahn (Kaufmännische Leiterin Rehaklinik Sonnhalde), Dr. Constanze Schaal (Geschäftsführerin RehaZentren Baden-Württemberg und Vorstandsvorsitzende der DEGEMED), Martin Vierl (Chefarzt Rehaklinik Sonnhalde), Joachim Kienzle (Alternierender Aufsichtsratsvorsitzender RehaZentren Baden-Württemberg) und MdB Thorsten Frei. (Foto: RehaZentren Baden-Württemberg)

Ein signalroter Staffelstab wurde am Dienstag, 10. August, in der Rehaklinik Sonnhalde an den Bundestagabgeordneten Thorsten Frei übergeben. Das Symbol der Aktion «Reha-Zukunftsstaffel 2021» reichte die Donaueschinger Klinikleitung gemeinsam mit Dr. Constanze Schaal (Geschäftsführerin der RehaZentren Baden-Württemberg und Vorstandsvorsitzende der DEGEMED) und Joachim Kienzle (Alternierender Aufsichtsratsvorsitzender der RehaZentren Baden-Württemberg) weiter. Initiiert wurde die Kampagne durch die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation / DEGEMED.

«Erkrankungen des Bewegungsapparates oder chronische Schmerzen sind für die Betroffenen nicht nur belastend, sie können auch gravierende Auswirkungen auf den Arbeitsalltag haben und schlimmstenfalls zum Verlust der Arbeitsfähigkeit führen. Damit dieser «Worst Case» möglichst ausgeschlossen werden kann, bieten wir hier in der Rehaklinik Sonnhalde medizinische Prävention, Rehabilitation und Nachsorge auf hohem medizinischem und therapeutischem Niveau», erklärte Chefarzt Martin Vierl dem CDU-Bundestagsabgeordneten Thorsten Frei gleich zu Beginn des Besuchs auf dem Donaueschinger Schellenberg.

Wie eine erfolgreiche Behandlung abläuft und welche vielfältigen Möglichkeiten die moderne Rehabilitationsmedizin bietet, präsentierte Chefarzt Martin Vierl dem Gast aus der Bundespolitik auf einer corona-konformen Führung durch die verschiedenen Abteilungen der Klinik. Dieser Rahmen bot auch die Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch mit einem Patienten der Klinik, der aus erster Hand von seinen positiven Erfahrungen berichtete.

Im anschließenden Round-Table Gespräch nutzten Chefarzt Martin Vierl und die Kaufmännische Leiterin Manuela Hahn gemeinsam mit Dr. Constanze Schaal (Geschäftsführerin der RehaZentren Baden-Württemberg und Vorstandvorsitzende der DEGEMED) und dem Alternierenden Aufsichtsratsvorsitzenden Joachim Kienzle die Gelegenheit, Thorsten Frei neben vielen weiteren Themen auch die besonderen Bedingungen vor Augen zu führen, unter denen die Behandlung seit Pandemiebeginn abläuft. «Wir haben uns den Herausforderungen gestellt und leben das Motto «Reha ist wichtig und sicher – auch in der Pandemie». Dass dies möglich ist, verdanken wir unserem sehr gut funktionierenden Hygiene- und Sicherheitskonzept aber insbesondere auch dem hohen Engagement und der Professionalität aller unserer Mitarbeitenden», so Martin Vierl und Manuela Hahn.

Dr. Constanze Schaal hob die herausragende Bedeutung der Rehabilitationseinrichtungen hervor: «Gerade in der Pandemie-Zeit haben die Rehabilitationseinrichtungen deutschlandweit ihre Systemrelevanz eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Unter herausfordernden Bedingungen halten Rehakliniken die Regelversorgung aufrecht und sichern damit die Versorgung akut und chronisch kranker Menschen. Darüber hinaus stehen sie in den kritischen Phasen der Pandemie als Ersatzkrankenhäuser bereit und halten damit den Akuthäusern bei Bedarf den Rücken frei», erklärte die DEGEMED-Vorstandsvorsitzende. «Und es zeigt sich sehr deutlich, dass uns die Corona-Pandemie noch lange begleiten wird. Die Zahl der Post- und Long-Covid-Patienten, die eine entsprechende rehabilitationsmedizinische Behandlung benötigen, steigt täglich an. Von Seiten der Leistungserbringer verfügen wir über entsprechende Therapieprogramme, die aber auch finanziert werden müssen. Im gemeinsamen Dialog mit Politik und Kostenträgern müssen wir uns dieser zusätzlichen Herausforderung stellen und gemeinsam Lösungswege finden. Mit dem aktuellen Reha-Budget werden wir schnell an unsere Grenzen stoßen» so Dr. Schaal weiter.

Für den Bundestagabgeordneten Thorsten Frei erfüllen medizinische Prävention, Rehabilitation und Nachsorge auch abseits der Pandemie eine gleichermaßen gesellschaftlich und volkswirtschaftlich wichtige Aufgabe: «Gerade im Hinblick auf die demographische Entwicklung in unserem Land spielen die medizinischen und therapeutischen Angebote der Reha-Einrichtungen eine zentrale Rolle. Dank ihrer Hilfe finden viele Patientinnen und Patienten erfolgreich zurück in ihr bisheriges Leben, und erhalten ein nachhaltiges Plus an Lebensqualität. Jede einzelne Arbeitskraft, die erhalten werden kann, zählt und wir erhalten damit jeden Euro, den wir in die medizinische Rehabilitation investieren, mehrfach zurück. Somit gehört das Rehabilitationswesen nicht nur zu den tragenden Säulen des deutschen Gesundheitssystems, sondern auch unserer Gesellschaft und Volkswirtschaft. Damit diese Leistungen auch zukünftig erfolgreich erbracht werden können, ist die öffentliche und politische Unterstützung unerlässlich. Dies ist mir ein großes Anliegen und dementsprechend freue ich mich sehr, dass ich heute die «Reha-Zukunftsstaffel 2021» übernehmen konnte.»

Hintergrund
Im April 2021 startete die Aktion «Reha-Zukunftsstaffel 2021» der DEGEMED.
Im Superwahljahr will sie Politiker*innen vermitteln, was Reha-Einrichtungen benötigen, um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein. Deutschlandweit übergeben Reha-Einrichtungen regionalen Politiker*innen den Staffelstab verbunden mit Informationen und Forderungen der Branche. Die Aktionen werden verstärkt über die Sozialen Medien kommuniziert.

Rehaklinik Sonnhalde
Die Rehaklinik Sonnhalde ist eine Fachklinik für Orthopädie und Innere Medizin. Sie gehört zur Gruppe der RehaZentren Baden-Württemberg, welche 2007 aus dem Zusammenschluss der Rehakliniken der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg entstanden ist. Heute gehören dazu acht Kliniken in Baden-Württemberg und eine in Bayern an den Standorten Baden-Baden, Bad Mergentheim, Bad Kissingen, Donaueschingen, Glottertal, Heidelberg, Isny und Nordrach.
Weitere Informationen: www.rehaklinik-sonnhalde.de

Kontakt:
RehaZentren Baden-Württemberg
Jörg Skupin, Referent Public Relations
E-Mail: j.skupin@rehazentren-bw.de
Tel.: 0711. 6994 639 20

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Noch freie Plätze! BAR-Seminar zur ICF im Berufsalltag

Die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) basiert auf dem bio-psycho-sozialen Modell der Weltgesundheitsorganisation und stellt eine einheitliche und standardisierte, internationale Systematik zur Beschreibung von Gesundheit bzw. Gesundheitszuständen zur Verfügung. Die ICF und das bio-psycho-soziale Modell sind zentrale Grundlagen für die sozialmedizinische Begutachtung und für die individuelle Bedarfsermittlung. Durch das BTHG haben beide eine enorme Stärkung ihres Anwendungsbereiches erfahren. Für die alltägliche Arbeit im Themenspektrum Rehabilitation ist die ICF somit unerlässlich.

Ziel des Seminars
In unserem Seminar lernen Sie die Grundkonstruktion des bio-psycho-sozialen Modells und der ICF kennen und machen sich mit dieser „Philosophie“ vertraut. Dabei stehen die Nutzungsmöglichkeiten des Modells und der Klassifikation sowie der Transfer in den Berufsalltag im Fokus. Im erweiterten praktischen Teil des Seminars erarbeiten Sie anhand von Fallbeispielen mit Hilfe des bio-psycho-sozialen-Modells und der ICF exemplarische Hilfekonzepte. Der inhaltliche Fokus liegt hierbei auf psychischen Erkrankungen.

Inhalte

  • „Das bio-psycho-soziale Modell
  • „Klassifikation und Grundphilosophie der ICF
  • „Praxisbeispiele für konkrete Nutzungsmöglichkeiten

27.-28.09.2021 | Münster | Teilnahmegebühr 250 € | Weitere Informationen und die Möglichkeit zur direkten Anmeldung finden Sie auf der BAR-Website.

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BAR Online-Seminar: Einführung in die Bedarfsermittlung

Eine individuell zugeschnittene, umfassende und unter den Reha-Trägern abgestimmte Bedarfsermittlung ist zentral für das Planen und Erreichen von Teilhabezielen und für eine erfolgreiche Rehabilitation. Dies geht aus den konkreten Vorschriften im Teil 1 SGB IX hervor und soll so umgesetzt werden. Eine umfassende Bedarfsermittlung ist komplex: Die Biografie des Leistungsberechtigten, seine Gesundheitsprobleme und deren Auswirkungen auf die Körperfunktionen und -strukturen sowie auf Aktivitäten und Teilhabe gehören genauso dazu, wie relevante Kontextfaktoren, Kompetenzen und individuelle Ziele des Leistungsberechtigten.

Ziel des Online-Seminars
In diesem Seminar lernen Sie die Bedarfsermittlung als Phase im Reha-Prozess kennen. Zudem erhalten Sie einen Überblick zu den Instrumenten der Bedarfsermittlung.

Geplante Inhalte

  • „Rechtliche Grundlagen der Bedarfsermittlung„
  • Funktionsbezogene Bedarfsermittlung
  • Aspekte des bio-psycho-sozialen Modells
  • Bedarfsermittlungsinstrumente

28.10.2021 | Online | Teilnahmegebühr 39 € | Weitere Informationen und die Möglichkeit zur direkten Anmeldung finden Sie auf der BAR-Website.

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