Montag, Dezember 14th, 2020

 

Hefte aus der Reihe „Das bietet mir die Reha“ der ARGE Krebs wieder erhältlich

Die drei Broschüren aus der Reihe „Das bietet mir die Reha“ der Arbeitsgemeinschaft für Krebsbekämpfung wurden neu aufgelegt. Damit werden Krebspatientinnen und -patienten Einblicke in die jeweiligen Angebote, die sie in einer Reha-Einrichtung erwarten, gegeben.

Ärztliche Betreuung
Um den individuellen Bedarf festzustellen, beginnt jede Rehabilitation mit dem Aufnahmegespräch und der Eingangsuntersuchung. Auf Basis der Ergebnisse und vorliegender medizinischer Unterlagen über die bisherige Behandlung legt die Ärztin oder der Arzt gemeinsam mit Ihnen die Reha-Ziele fest. Was dabei im Einzelnen berücksichtigt wird, erläutern wir in der Broschüre „Ärztliche Betreuung/medizinische Behandlung“.

Ernährungstherapie
Der Therapieplan wird individuell angepasst. Dabei ist Ihr körperlicher, psychischer, sozialer und beruflicher Hilfsbedarf ausschlaggebend. Vielleicht haben Sie infolge Ihrer Krebserkrankung und -behandlung Ernährungsprobleme? Um deren Auswirkungen minimieren zu können, stehen Ihnen in der Reha-Einrichtung Fachleute zur Seite. Aus welchen Bausteinen ihr Angebot besteht, lesen Sie in der Broschüre „Ernährungstherapie“.

Stomatherapie
Wichtigstes Reha-Ziel für Stomaträger/innen ist es, das Stoma optimal und eigenständig zu versorgen und in Alltagssituationen gut zurecht zu kommen. In ausgewiesenen Kliniken werden sie dabei von einer Stomatherapeutin oder einem Stomatherapeuten und qualifiziertem Pflegepersonal betreut und angeleitet. Welche Themen dabei behandelt werden, erläutern wir in der Broschüre „Stomatherapie“.

Die überarbeiteten Broschüren stehen ab sofort zum Download im PDF-Format bereit. Auf Bestellung verschicken wir auch kostenlose Druckexemplare.

Aus der Reihe „Das bietet mir die Reha“ sind außerdem fogende Titel erhältlich:

  • Allgemeine Gesundheitsvermittlung
  • Ergotherapie
  • Logopädie
  • Physiotherapie
  • Psychologie
  • Soziale Hilfestellung

Broschüren auf einen Blick

Quelle: ARGE Krebs, 14.12.2020

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Besser durch die COVID-19-Pandemie dank psychosomatischer Rehabilitation

Wissenschaftliche Studie der Celenus Kliniken beleget die besondere Notwendigkeit derReha in Zeiten der Corona-Krise

Die Pandemie belastet immer mehr Menschen und wirkt sich zunehmend stärker auf das soziale Zusammenleben aus. Mögliche Einschränkungen durch soziale Isolation wie Quarantäne, Ausgangsbeschränkungen oder Kontaktsenkungen können Menschen psychisch gefährden und psychische Belastungen nach sich ziehen. Bereits psychisch Erkrankte können eine Verstärkung der bereits vorhandenen Erkrankung erleben. Auch in der Rehabilitation werden höher belastete Patienten beobachtet.

Wissenschaftliche Studie untersucht Auswirkungen der zusätzlichen Belastungen und aktuellen Reha-Bedingungen
Aus diesem Grund führt die Celenus Gruppe in Kooperation mit der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg eine Studie zu Auswirkungen der Corona-Pandemie auf diePsychosomatische Rehabilitation durch. Ein wesentlicherBestandteil dieser Studie besteht in einer spezifischen Patientenbefragung. Der durch Experten konzipierteFragebogen betrachtet dabei drei Hauptbereiche: 1. Corona-bedingte Erfahrungen (z.B. häusliche Quarantäne), 2. Corona-spezifischen Belastungen (z.B. durch Isolation oder Trennung von Familienangehörigen), 3. Erleben und Wahrnehmen derRehabilitation während der Pandemie (z.B. Verständnis für Schutzmaßnahmen in der Klinik).

„Wir möchten im Rahmen dieser wissenschaftlichen Studie sowohl mehr über die zusätzlichen Belastungen unserer Patienten durch die Pandemie als auch über die Akzeptanz derInfektionsschutzmaßnahmen in unseren Häusern erfahren. Wie erleben sie die Rehabilitation? Besteht der Bedarf, die Behandlungsangebote gegebenenfalls anzupassen? Diese Kernfragen wollen wir mithilfe der Untersuchung beantworten können“, sagt Manfred Rundel, Leiter Qualität und Organisationsentwicklung der Celenus-Kliniken.

Erste Ergebnisse bestätigen besonderen Bedarf der psychosomatischen Reha in Pandemiezeiten
Über 1.200 Patienten in der psychosomatischen Reha nahmen bisher an der Befragung teil. Erste Ergebnisse bestätigen die höhere Belastung der Patienten durch die Corona-Situation sowie der erhöhte Bedarf einer Rehabilitation in Zeiten der Pandemie. Ein Großteil der Patienten kann sich mit den durchgeführten Infektionsschutzmaßnahmen gut arrangieren und empfindet sie außerdem als angemessen. Nach aktuellem Stand ist die psychosomatische Rehabilitation während der COVID-19-Pandemie äußerst wichtig. Sie wird nicht nur als besonders geschützt, sondern auch als notwendig und wirksam wahrgenommen.

Celenus-Kliniken
Die deutschlandweiten Celenus-Kliniken sind auf unterschiedliche Fachgebiete der medizinischen Rehabilitation spezialisiert – von der psychosomatischen und psychiatrischen Rehabilitation über die neurologische, orthopädische, kardiologische und onkologische Reha sowie die rehabilitierende Behandlung von Schmerz- und Stoffwechsel-Erkrankungen. Mehr Informationen finden Sie unter https://www.celenus-kliniken.de/

 

Quelle: Celenus Kliniken, 14.12.2020

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KI.ASSIST: Neue Website und Arbeitsgruppe Ethik gestartet

Logo des Projektes KI.ASSIST

Logo des Projektes KI.ASSISTErweiterter Webauftritt des Verbundprojektes geht online – Start der Arbeitsgruppe „Ethik, KI & Menschen mit Behinderung“

Im Projekt KI.ASSIST – Assistenzdienste und Künstliche Intelligenz (KI) für Menschen mit Schwerbehinderung in der beruflichen Rehabilitation – wird in sogenannten Lern- und Experimentierräumen erstmals systematisch untersucht, wie Menschen mit Behinderung in der Arbeitswelt vom Einsatz KI-basierter Assistenzsysteme profitieren können. Die neu gestaltete barrierearme Website informiert ab sofort alle am Projekt Interessierten umfassend und aktuell. Darüber hinaus hat die Arbeitsgruppe „Ethik, KI & Menschen mit Behinderung” ihre Arbeit aufgenommen.

Mit zeitgemäßem Design und einer großen Nutzerfreundlichkeit ist die Online-Präsenz des Verbundprojekts KI.ASSIST neu gestartet. Besucherinnen und Besucher finden auf der barrierearmen  Website www.ki-assist.de nun detaillierte und aktuelle Informationen rund um das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Ausgleichsfonds geförderten Forschungsprojekt. Im Bereich „Meine Story“ kommen Menschen mit Behinderung, Ausbilder und Fachkräfte in Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation zu Wort und teilen ihre Erfahrungen mit Assistenzsystemen.

Die Website gibt laufend Einblicke in die sich entwickelnden Lern- und Experimentierräume und informiert über neue Erkenntnisse im Forschungsprojekt. Zudem soll der neu gestaltete Onlineauftritt für verschiedene Zielgruppen Informationen zu möglichen KI-basierten Assistenztechnologien bereitstellen. Damit wird die Entwicklung, Einführung und der Einsatz Künstlicher Intelligenz für Menschen mit Behinderung unterstützt. Ein interner Bereich bietet zudem allen am Projekt beteiligten Akteuren Möglichkeiten der digitalen Vernetzung.

Der Webauftritt stellt ein zentrales Element einer umfassenderen Dialogplattform dar, für die der Bundesverband Deutscher Berufsförderungswerke (BV BFW) die Federführung innehat. Mit Informations-, Dialog- und Partizipationsformaten sollen ganz unterschiedliche Gruppen erreicht werden: von Menschen mit Behinderung, über Experten aus Wissenschaft und Praxis bis hin zur breiteren Öffentlichkeit.

„Im Vordergrund steht bei der Dialogplattform der Austausch um die Potenziale von Künstlicher Intelligenz für die Gestaltung einer inklusiven Arbeitswelt. Wichtig ist uns der kontinuierliche Ergebnistransfer in Politik, KI- und Teilhabe-Forschung und die Praxis der beruflichen Rehabilitation“, erläutert Barbara Lippa, Projektreferentin beim BV BFW und Verantwortliche für das Cluster Dialogplattform.

Arbeitsgruppe „Ethik, KI & Menschen mit Behinderung“ gestartet
Im Rahmen des Projekts KI.ASSIST werden auch ethische Fragestellungen u. a. zu Chancen, Risiken und Grenzen von Künstlicher Intelligenz für Menschen mit Behinderung untersucht. Die vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) Berlin geleitete Arbeitsgruppe „Ethik, KI & Menschen mit Behinderung“ bündelt das Wissen von Akteuren aus den Bereichen der Inklusion bzw. Beruflichen Rehabilitation, der Ethik und der Künstlichen Intelligenz. Hier arbeitet das DFKI mit dem Projektpartner Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e. V. zusammen.

Ausgehend von praktischen Erfahrungen in den Lern- und Experimentierräumen werden konkrete Empfehlungen zu den Themen digitale Ethik und digitale Verantwortung entwickelt. Dabei soll u. a. der aktuelle Diskurs um die Perspektive von Menschen mit Behinderung erweitert werden. Die interdisziplinäre Arbeitsgruppe wird das Projekt begleiten und beraten. Im Ergebnis soll ein White Paper entstehen, das über ethische Fragestellungen, Chancen und Risiken sowie Leitlinien für KI für Menschen mit Behinderung aufklärt.

Über das Projekt KI.ASSIST
im Projekt KI.ASSIST wird an zehn Standorten bundesweit in sogenannten Lern- und Experimentierräumen erprobt und erforscht, wie KI-basierte Technologien Menschen mit Behinderung in Bildungs- und Arbeitsprozessen und insgesamt bei der Teilhabe am Arbeitsleben unterstützen können. Das Projektkonsortium setzt sich aus dem Bundesverband Deutscher Berufsförderungswerke (BV BFW) als Antragsteller für das Netzwerk berufliche Rehabilitation (NbR) und Projektkoordinator, der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke e.V. (BAG BBW), der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e.V. (BAG WfbM) und dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) zusammen. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) fördert KI.ASSIST aus Mitteln des Ausgleichfonds von April 2019 bis März 2022.

Weitere Informationen unter https://www.ki-assist.de
Pressemitteilung_KI-ASSIST_Neue_Website_Arbeitsgruppe_Ethik


Ihre Ansprechpartnerin
Dr. Susanne Bartel
Leiterin Forschung & Entwicklung und Projektleiterin KI.ASSIST
Bundesverband Deutscher Berufsförderungswerke e. V.
Geschäftsstelle
Knobelsdorffstraße 92 · 14059 Berlin
Telefon 030 3002-1252 · Telefax 030 3002-1256
s.bartel@bv-bfw.de
www.bv-bfw.de
twitter.com/bv_bfw

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Positionspapier der DVfR zur medizinischen Rehabilitation vor und bei Pflege

Logo Deutsche Vereinigung für Rehabilitation DVfRViele Pflegebedürftige könnten mit medizinischer Rehabilitation eine bessere soziale Teilhabe erreichen. Häufig wird aber kein Antrag gestellt oder zu spät oder es fehlen die passenden Reha-Angebote in Wohnortnähe. Der Fachausschuss „Rehabilitation vor/bei Pflegebedürftigkeit“ der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation e. V. (DVfR) analysiert in einem Positionspapier bestehende Hemmnisse beim Zugang zur Rehabilitation und unterbreitet Lösungsvorschläge für eine bedarfsgerechte Rehabilitation dieser Personengruppe.

Die Zahl pflegebedürftiger Menschen steigt seit Jahren stark an, während Rehabilitationsleistungen zur Vermeidung oder zur Verminderung von Pflegebedarf stagnieren. In der aktuellen Versorgungspraxis wird das gesetzlich verankerte Prinzip „Rehabilitation vor Pflege“ nicht hinreichend durchgesetzt. Dabei umfasst der gesetzliche Anspruch auf Rehabilitation nicht nur die Beeinflussung der Pflegebedürftigkeit, sondern auch und gerade das Ziel der selbstbestimmten Teilhabe.

Daher rückt das Positionspapier der DVfR „Medizinische Rehabilitation vor und bei Pflege – Personenkreis, Situation und Lösungsvorschläge“ nach einer ausführlichen Problemanalyse in den Fokus, wie Pflegebedürftigkeit durch gezielte Strategien vermieden oder vermindert und die Teilhabe pflegebedürftiger Menschen am Leben in der Gesellschaft gefördert werden kann. Die DVfR geht davon aus, dass weniger Menschen pflegebedürftig werden oder bleiben, wenn geeignete Strukturen, präventive Ansätze und optimierte Prozesse der medizinischen Rehabilitation für diesen Personenkreis zur Verfügung stehen.

Zu den Lösungsansätzen zählt eine konzeptionelle Weiterentwicklung einer teilhabe­orientierten Pflege, insbesondere auch in der stationären und in der Kurzzeitpflege. Die DVfR fordert zudem einen Ausbau der Angebotsstruktur in der Rehabilitation vor und bei Pflege­bedürftigkeit, damit regional mehr bedarfsgerechte bzw. indikationsspezifische Reha-Angebote zur Auswahl stehen, vor allem ambulant und mobil tätige Einrichtungen.

Um die Qualität der Prozesse von der Identifizierung des Reha-Bedarfs über das Antragsverfahren bis zur Umsetzung und Nachsorge zu verbessern, schlägt die DVfR spezifische Maßnahmen entlang der gesamten Versorgungskette und an verschiedenen Schnittstellen (Vertragsärzte, Krankenhäuser, Rehabilitationseinrichtungen, Pflegeeinrichtungen und -dienste, Pflegekassen und Krankenkassen) vor. Da das medizinische Personal eine Schlüsselrolle bei der Einleitung von Reha-Verfahren einnimmt, muss die Rolle der Rehabilitation in der ärztlichen Aus-, Weiter- und Fortbildung besser vermittelt werden.

Entscheidend ist auch die Einstellung der pflegebedürftigen Menschen zu einer Rehabilitation. Dass Pflegebedürftigkeit nicht als gegebener Zustand angesehen wird, sondern als veränderbar bzw. verbesserbar, müsse als eine wichtige Sichtweise bei Betroffenen, Angehörigen und Bezugspersonen gefördert werden.

Weitere Informationen:
Positionspapier der DVfR zur medizinischen Rehabilitation vor und bei Pflege – Personenkreis, Situation und Lösungsvorschläge

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