Donnerstag, Oktober 17th, 2019

 

Nach der psychosomatischen Reha den Alltag meistern

Im Rahmen des Nachsorgeangebots Psy-RENA werden in kleinen Gesprächsgruppen gemeinsam verschiedene Themen wie Stressbewältigung, Problemlösungskompetenzen und Selbstfürsorgestrategien besprochen.
Bildrechte: Dr. Becker Klinikgruppe

Um ehemalige psychosomatische Patienten/innen aus Ostfriesland besser durch die Zeit nach ihrer Reha zu begleiten, bietet die Dr. Becker Klinik Norddeich seit Anfang Oktober psychosomatische Nachsorge für Betroffene aus der Umgebung an.

Norddeich, 15.10.2019. Kehrt man nach einer mehrwöchigen psychosomatischen Reha wieder nach Hause zurück, ist die Gefahr groß, in alte Muster zurückzufallen. Die während der Reha erlernten Methoden gegen Konflikte, Stress und Depressivität sind schnell wieder vergessen, wenn einen der Alltag einholt – und die Erfolge der Reha sind ebenso schnell wieder dahin. Damit genau das nicht passiert, können Patienten/innen nach der Reha Nachsorge-Programme in ihrer Wohnortnähe in Anspruch nehmen. Diese unterstützen sie mit psychotherapeutischen Gruppensitzungen dabei, das während der Reha Gelernte zu festigen, im Alltag erfolgreich umzusetzen und so auch in gewohnter Umgebung nachhaltig zu gesunden.

Neues Nachsorge-Angebot in der Dr. Becker Klinik Norddeich
Eines dieser Nachsorge-Programme ist Psy-RENA (Psychosomatische Reha-Nachsorge). Psy-RENA ist ein Angebot der Deutschen Rentenversicherung (DRV) und steht erwerbsfähigen Patienten/innen nach einer stationären oder ganztägig ambulanten psychosomatischen Reha zur Verfügung. Ab Oktober wird Psy-RENA auch in der Dr. Becker Klinik Norddeich angeboten. „Qualitative Nachsorge nach einer psychosomatischen Reha ist unglaublich wertvoll“, sagt Bernd Hamann, Verwaltungsdirektor der Dr. Becker Klinik Norddeich. „Gerade in ländlicheren Gebieten ist das Angebot aber häufig überschaubar. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, das Nachsorge-Angebot in der ostfriesischen Region zu erweitern und den Menschen somit die Möglichkeit zu bieten, ihre Reha-Erfolge nachhaltig zu sichern.“

Rückkehr in den Alltag gemeinsam meistern
Das Konzept von Psy-RENA ist simpel: In bis zu 25 wöchentlichen Gruppensitzungen mit weiteren Betroffenen und einer psychologischen Psychotherapeutin bzw. einem psychologischen Psychotherapeuten werden verschiedene Themen besprochen, beispielsweise Stressbewältigung, Problemlösungskompetenzen und Selbstfürsorgestrategien. Da die 90-minütigen Therapiesitzungen in kleinen Gruppen von maximal zehn Teilnehmern/innen stattfinden, findet jede/r Raum, auch individuelle Anliegen einzubringen.

„Nach einer psychosomatischen Reha fällt die Rückkehr in den Alltag oft schwer“, weiß Frau Francis Meenen, Psychologische Psychotherapeutin in der Dr. Becker Klinik Norddeich, die die Nachsorgegruppen vor Ort anbieten wird. „Nachsorge dient vor allem dazu, die Schwierigkeiten, die eine Rückkehr ins gewohnte Umfeld mit sich bringen kann, gemeinsam zu reflektieren und zu meistern. Die Gruppensitzungen können dabei unterstützen, dauerhaft eine neue Haltung zu gewinnen und sich von alten, ungünstigen Verhaltensmustern zu verabschieden. Ich freue mich darauf, das künftig mit Betroffenen in unserer Klinik anzugehen!“ der in der Rehabilitation begonnene therapeutische Prozess wohnortnah fortgesetzt werden.

Das neue Angebot der Dr. Becker Klinik Norddeich kann von ehemaligen psychosomatischen Patienten/innen aus der Region in Anspruch genommen werden – unabhängig davon, in welcher Klinik sie ihre psychosomatische Reha abgeschlossen haben. Bei Fragen steht Frau Francis Meenen unter fmeenen@dbkg.de zur Verfügung.

Dr. Becker Klinik Norddeich
Die Dr. Becker Klinik Norddeich ist eine Einrichtung für orthopädische und psychosomatische Rehabilitation. Insgesamt behandeln die rund 150 Mitarbeiter/innen unterschiedlicher Fachrichtungen über 3.800 Patienten/innen jährlich. Direkt an der Nordsee in attraktiver Lage, bietet die Klinik den Patienten wirksame Therapie und Regeneration in einem einzigartigen Klima. Die gesundheitsfördernde, immunstimulierende Meeresluft mit ihrem hohen Feuchtigkeits-, Jod- und Salzgehalt unterstützt dabei durch die Aktivierung von Selbstheilungskräften den Gesundungsprozess. Die Dr. Becker Klinik Norddeich bietet Rehabilitationsleistungen für Patienten/innen aller Kassen und Rentenversicherer sowie für Privatpatienten/innen, Beihilfeempfänger/innen und Selbstzahler/innen an. www.dbkg.de/klinik-norddeich

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„Kann man leben mit Tinnitus?“ – Seminar der DTL-Selbsthilfegruppe „Tinnischluss“ Reinbek anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens am 1. November 2019

Die Selbsthilfegruppe Reinbek feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen mit einem Seminar. Zweiter von rechts: Gruppensprecher Reinhardt Jennerjahn. Foto: SHG Reinbek.

(Reinbek, Oktober 2019) Die Selbsthilfegruppe „Tinnischluss“ Reinbek feiert in diesem Jahr bereits ihr zehnjähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass richtet sie in Zusammenarbeit mit der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. (DTL) am Freitag, 1. November 2019 eine Vortragsveranstaltung zum Thema „Kann man leben mit Tinnitus?“ aus, die in der Aula der Pflegeschule im Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift, Hamburger Straße 41 in 21465 Reinbek stattfindet. Beginn ist um 17.00 Uhr.

Das Seminar zum zehnjährigen Bestehen der Selbsthilfegruppe „Tinnischluss“ steht unter dem Motto „Kann man leben mit Tinnitus?“– eine Frage, die die Mitglieder der Gruppe eindeutig mit „Ja, das können wir!“ beantworten. Doch das war nicht immer so. Bei Gruppengründer Reinhardt Jennerjahn aus Glinde trat der Tinnitus erstmals 1996 auf – seitdem ging das quälende Ohrgeräusch nicht mehr weg. Verzweifelt suchte er über Jahre vergeblich nach Hilfe. Während einer stationären Behandlung erfuhr er von der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. Hier traf er Menschen, die von dem gleichen Leiden betroffen waren, und fand Verständnis und Rat. Reinhardt Jennerjahn fasste neuen Mut und wollte selbst anderen helfen. Seit vielen Jahren schon engagiert er sich ehrenamtlich bei der Deutschen Tinnitus-Liga e. V. – als Sprecher der Selbsthilfegruppe „Tinnischluss“ in Reinbek sowie als Mitglied des DTL-Vorstandes.

Um anderen Betroffenen Mut zu machen und ihnen wichtige Informationen über Tinnitus sowie Hilfe im Umgang mit dem quälenden Ohrgeräusch zu bieten, hat die Selbsthilfegruppe ein Seminar organisiert, das am Freitag, den 1. November 2019 in Reinbek stattfindet. Reinhardt Jennerjahn moderiert die Veranstaltung und gibt zur Einleitung einen Überblick zu „Mythen und Fakten über Tinnitus“.

Im Anschluss referieren der DTL-Vorstandsvorsitzende Volker Albert und Edith Baillieu über „Schwerhörigkeit im Familienleben“ – ein Konfliktfeld, das sie selbst aus eigener Erfahrung kennen und über das sie deshalb sehr treffend Aufschluss geben können. Mykola Fink, Leitender Psychologe der Schön Klinik Bad Bramstedt, erläutert in seinem Vortrag über „Resilienz bei Tinnitus“, wie man die notwendige seelische Widerstandskraft im Umgang mit den belastenden Ohrgeräuschen erwirbt.

Über „Neues aus Wissenschaft und Forschung“ berichtet M.Sc.-Psych. Antonia Sieveking vom Tinnituszentrum Charité – Universitätsmedizin Berlin. Prof. Dr. med. Gerhard Goebel, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der DTL, erklärt in seinem Vortrag „Sinn und Unsinn in der Tinnitus-Behandlung“, welche Therapien sinnvoll sind und welche nicht. Die Zuhörer erhalten so einen Überblick, um angesichts der vielen als Erfolg versprechend beworbenen Therapien „die Spreu vom Weizen trennen“ zu können.

Im Anschluss an die Vorträge besteht die Möglichkeit, Fragen an die Referenten zu stellen. Die Teilnehmer können sich außerdem über die in Reinbek ansässige DTL-Selbsthilfegruppe „Tinnischluss“ informieren.

Die Veranstaltung in der Aula der Pflegeschule im Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift am 1. November 2019 beginnt um 17.00 Uhr und endet um ca. 20.00 Uhr; Einlass ist ab 16.30 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Eintritt beträgt 6 Euro, für DTL-Mitglieder 3 Euro.

Kontakt:
DTL-Selbsthilfegruppe „Tinnischluss“ Reinbek
Reinhardt Jennerjahn
E-Mail: r.jennerjahn45@gmail.com
Telefon: 040 713 25 20

Über die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)
Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) vertritt als gemeinnützige Selbsthilfeorganisation die Interessen der Patienten mit Tinnitus, Hörsturz, Hyperakusis und Morbus Menière sowie ihrer Angehörigen. Rund 12.000 Mitglieder machen die DTL zum größten Tinnitus-Zusammenschluss in Europa und zum anerkannten Partner des Gesundheitswesens in Deutschland. Über 800 Fachleute gehören der DTL als Partner und fördernde Mitglieder an, darunter renommierte Wissenschaftler, HNO-Ärzte, Ärzte weiterer Disziplinen, Hörakustiker, Psychologen und Therapeuten. Außerdem werden rund 80 Selbsthilfegruppen in Deutschland durch die DTL betreut. Gegründet wurde die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. 1986 in Wuppertal.

Weitere Informationen: www.tinnitus-liga.de

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