Freitag, Oktober 11th, 2019

 

Johannesbad Gruppe unterstützt Kampagne zur Stärkung der Reha

Johannesbad Gruppe, Dr. York Dhein

„Reha. Macht’s besser!“ – mehr als 250 Rehabilitationseinrichtungen stellen Forderungen an Gesundheitspolitik und sensibilisieren Öffentlichkeit

Johannesbad Gruppe, Dr. York Dhein

Dr. York Dhein, Vorstandsvorsitzender der Johannesbad Gruppe.

BERLIN/MÜNCHEN/BAD FÜSSING. Die Rehabilitation ist das Stiefkind der Gesundheitspolitik: Reha-Einrichtungen, verordnende Ärzte und nicht zuletzt die Patienten – sie alle kämpfen tagtäglich gegen die Bürokratie der Anträge, unbegründete, intransparente Ablehnungen von Reha-Anträgen und eine zu geringe Vergütung der Reha-Maßnahmen. Nun haben sich zahlreiche Rehabilitationseinrichtungen zusammengeschlossen, um die Öffentlichkeit und die Politik aufmerksam zu machen. Daraus ist die Kampagne „Reha. Macht’s besser!“ entstanden. Die Johannesbad Gruppe unterstützt diese wie auch weitere rund 250 Reha-Einrichtungen, der Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V. (BDPK) und der Arbeitskreis Gesundheit, die gemeinsam mit der Münchener Agentur trio Group entwickelt wurde. „Die Politik sieht nicht den volkswirtschaftlichen Nutzen der Rehabilitation, die Krankenkassen schauen nur auf die Kosten. So kann das nicht weitergehen“, warnt Dr. York Dhein, Vorstandsvorsitzender der Johannesbad Gruppe und Mitglied im Vorstand des Verbands der privaten Krankenanstalten Bayern (VPKA). Er formuliert eine Forderung der Kampagne: „Reha-Einrichtungen müssen qualifizierte Fachkräfte angemessen bezahlen können.“

Mit einer Kampagnen-Website sowie über Facebook und Twitter soll vor allem die Politik aber auch eine breite Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert werden. Die zentralen Forderungen sind:

  • Verbesserung der Genehmigung: Fast jeder zweite Reha-Antrag, der keine Anschluss-Reha an einen Krankenhausaufenthalt ist, wird abgelehnt. Die Entscheidungen der Krankenkassen und der Rentenversicherungen sollen transparenter werden.
  • Höhere Vergütungssätze: Ziel ist eine leistungsgerechte Vergütung für Reha-Leistungen, die sicherstellt, dass Mitarbeiter in Reha-Einrichtungen angemessen und marktüblich bezahlt werden können.
  • Freie Wahl der Klinik bzw. des ambulanten Zentrums: Es soll erreicht werden, dass die Patienten unter den geeigneten und zugelassenen Reha-Einrichtungen frei und ohne das Tragen von Mehrkosten wählen können.

Dr. Katharina Nebel, Präsidentin des Bundesverbands Deutscher Privatkliniken e.V. und Geschäftsführende Gesellschafterin der Private Kliniken betont: „Es muss endlich Schluss damit sein, dass die Rehabilitation von der Politik links liegen gelassen wird. Das Reha- und Intensivpflege-Stärkungsgesetz, das das Bundesgesundheitsministerium auf den Weg gebracht hat, ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Dennoch gibt es nach wie vor viele Baustellen. Mit der Kampagne möchten wir auf diese aufmerksam machen.“ Thomas Bublitz, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Privatkliniken e.V. sagt: „Gemeinsam sind wir stark und mehrere Stimmen sind lauter als eine einzelne. Daher ist es so wichtig, dass sich mehr als 200 Reha-Einrichtungen zusammengefunden haben und sich an der Kampagne beteiligen.“ York Dhein fordert neben der Erhöhung der Vergütungssätze für Reha-Leistungen, dass das Wunsch- und Wahlrecht der Patienten konsequent umgesetzt wird: „Das muss ernst genommen werden. Die Patienten sollen auch unter den zugelassenen und geeigneten Vertragseinrichtungen der Rehabilitation frei wählen können, ohne dafür einen Aufpreis zahlen zu müssen.“ Häufig seien Ablehnungen nicht nachvollziehbar, oft primär finanziell motiviert. „Damit muss endlich Schluss sein“, betont der Vorstandsvorsitzende der Johannesbad Gruppe, zu der zehn Einrichtungen mit mehr als 2.500 Betten in ganz Deutschland gehören.

Die Kampagne „Reha. Macht’s besser.“ ist trägerübergreifend. Eine Teilnahme ist nach wie vor möglich. Die Kliniken und Verbände informieren mit verschiedenen Maßnahmen und Aktionen sowohl offline als auch online über die Kampagne.

Als Initiatoren der Kampagne „Reha. Macht’s besser.“ haben sich über 250 Reha-Einrichtungen sowie mehrere Verbände von Reha-Leistungserbringern zusammengeschlossen. Die Kampagne hat zum Ziel, auf die Probleme der Rehabilitation aufmerksam zu machen. Informationen zur Kampagne und den Initiatoren unter www.rehamachtsbesser.de

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„Reha. Macht’s besser!“ 
Reha-Einrichtungen starten gemeinsame Kampagne zur Stärkung der Rehabilitation

Berlin, 10. Oktober 2019

Lange Zeit war die Rehabilitation das Stiefkind der Gesundheitspolitik. Reha-Einrichtungen, verordnende Ärztinnen und Ärzte und nicht zuletzt die Patientinnen und Patienten – sie alle kämpfen tagtäglich gegen eine Antragswut, unbegründete, intransparente Ablehnungen von Reha-Anträgen und eine zu geringe Vergütung der Reha-Maßnahmen. Nun haben sich verschiedene Rehabilitationseinrichtungen zusammengeschlossen, um mehr Aufmerksamkeit auf die Rehabilitation zu lenken und die Bedingungen zu verbessern. Daraus ist die Kampagne „Reha. Macht’s besser!“ entstanden. Mehr als 250 Reha-Einrichtungen, der BDPK und der Arbeitskreis Gesundheit unterstützen die Kampagne zur Stärkung der Rehabilitation, die gemeinsam mit der Münchener Agentur trio Group entwickelt wurde. Mit einer Kampagnen-Website sowie über Facebook und Twitter soll vor allem die Politik aber auch eine breite Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert werden. Die zentralen Forderungen der Kampagne sind:

Verbesserung der Genehmigung: Fast jeder zweite Reha-Antrag, der keine Anschluss-Reha an einen Krankenhausaufenthalt ist, wird abgelehnt. Rehabilitationsleistungen müssen frühzeitig und bedarfsgerecht erbracht werden. Es sollen mehr Reha-Anträge genehmigt werden. Willkürentscheidungen der Krankenkassen bei der Bewilligung von Reha-Anträgen müssen verhindert werden.

Höhere Vergütungssätze: Ziel ist eine leistungsgerechte Vergütung für Reha-Leistungen, die sicherstellt, dass Mitarbeiter in Reha-Einrichtungen marktüblich bezahlt werden können.

Freie Klinikwahl: Es soll erreicht werden, dass die Patientinnen und Patienten unter den geeigneten und zugelassenen Reha-Einrichtungen frei und ohne das Tragen von Mehrkosten wählen können.

Dr. Katharina Nebel, Geschäftsführende Gesellschafterin der Private Kliniken Dr. Dr. med. Nebel und Präsidentin des Bundesverbands Deutscher Privatkliniken e.V.: „Es muss endlich Schluss damit sein, dass die Rehabilitation von der Politik links liegen gelassen wird. Das Reha- und Intensivpflege-Stärkungsgesetz, das das Bundesgesundheitsministerium auf den Weg gebracht hat, ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Dennoch gibt es nach wie vor viele Baustellen. Mit der Kampagne möchten wir auf diese aufmerksam machen.“

Georg Freund, erster Vorsitzender des Arbeitskreises Gesundheit, geschäftsführender Gesellschafter der Rehaklinik Küppelsmühle in Bad Orb und Mitglied im

Vorstand des BDPK: „Ich freue mich sehr über den Start der Reha-Kampagne. Hiermit möchten wir die Bedeutung der Rehabilitation für unsere Gesellschaft aufzeigen. So erspart eine gute Reha-Maßnahme häufig Pflegebedürftigkeit. Ein wichtiger Schritt zur Bekämpfung des Pflegenotstands.“

Thomas Bublitz, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Privatkliniken e.V.: „Gemeinsam sind wir stark und mehrere Stimmen sind lauter als eine einzelne. Daher ist es so wichtig, dass sich mehr als 200 Reha-Einrichtungen zusammengefunden haben und sich an der Kampagne beteiligen.“
Die Kampagne „Reha. Macht’s besser!“ ist trägerübergreifend. Eine Teilnahme ist nach wie vor möglich. Die Kliniken und Verbände informieren mit verschiedenen Maßnahmen und Aktionen sowohl offline als auch online über die Kampagne.

Weitere Infos unter: www.rehamachtsbesser.de

Quelle: BDPK e.V., 10.10.2019

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