Samstag, September 21st, 2019

 

Norddeutsches Zentrum für Künstliche Intelligenz in der Medizin: 10-Millionen-Euro-Förderung für KI-SIGS bewilligt

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) hat sich für die Förderung eines norddeutschen Kompetenzzentrums für Künstliche Intelligenz in der Medizin ausgesprochen. Die Universität Hamburg ist eine von vier beteiligten Universitäten. Die Fördersumme beträgt in den kommenden drei Jahren rund zehn Millionen Euro. In Hamburg sollen unter anderem intelligente Roboter für die Rehabilitation entwickelt werden.

Der Förderantrag für das Konzept „KI-Space für intelligente Gesundheitssysteme“ (KI-SIGS) wurde im August gestellt. Neben der UniTransferKlinik Lübeck als Hauptantragsteller sind die Universitäten Hamburg, Lübeck, Kiel und Bremen sowie das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) beteiligt. Unterstützung kam von den Landesregierungen in Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen. Nun wurde der Antrag bewilligt – vorbehaltlich des parlamentarischen Beschlusses über den Bundeshaushalt 2020.

KI-SIGS will den mit der Digitalisierung einhergehenden Veränderungen und Herausforderungen, die auch die Gesundheitswirtschaft, die Medizin und die Medizintechnik stark betreffen, Rechnung tragen. Intelligente Gesundheitssysteme und adaptive selbstlernende KI-Technologien bergen hier ein großes Potenzial.

Die Universität Hamburg verfügt in diesem Bereich über eine langjährige Expertise: Am Fachbereich Informatik der Universität Hamburg wurde 1987 eines der ersten Labore für Künstliche Intelligenz (LKI) Deutschlands gegründet. Im Projekt KI-SIGS werden die Hamburger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler medizinische Informationssysteme erforschen und entwickeln. „Wir freuen uns sehr, dass der Förderantrag den nächsten Schritt genommen hat, denn ein so groß aufgestellter Forschungsverbund bietet vielfältige Möglichkeiten zum Austausch und zur Kooperation“, sagt Prof. Dr. Frank Steinicke, verantwortlich für die Forschung zur Mensch-Computer-Interaktion am Fachbereich Informatik der Universität Hamburg.

Ab Anfang 2020 wird Steinicke gemeinsam mit seinem Team im Rahmen von KI-SIGS insbesondere im Bereich der intelligenten Assistenzsysteme forschen. So sollen zum Beispiel neue Arten von intelligenten Robotern und virtuellen Agenten für die Rehabilitation realisiert und erprobt werden. Darüber hinaus werden Themen wie Datenschutz und Datensicherheit im Fokus stehen.

Im Newsroom der Universität Hamburg finden Sie ein Interview mit Prof. Steinicke zu Künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen und den Projekten, die es dazu an der Universität aktuell gibt (siehe Link unten).

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Frank Steinicke
Universität Hamburg
Fachbereich Informatik
Tel.: +49 40 42883-2439, Sek.: -2544
E-Mail: steinicke@informatik.uni-hamburg.de

Weitere Informationen:
https://www.uni-hamburg.de/newsroom/forschung/2019/0919-ki-space.html Interview mit Prof. Frank Steinicke zu Künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen

 

Quelle: idw.de, 20.09.2019

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Symposium „Diabetes mellitus in der medizinischen Rehabilitation“ am 13.11.2019 in Berlin

Am 14. November 2019 findet der Welt-Diabetes-Tag statt. Gemeinsam mit dem DVGS veranstaltet die DEGEMED am Vortag ein eintägiges Symposium zum Thema „Diabetes mellitus in der medizinischen Rehabilitation“. Im Rahmen dessen wird die Stoffwechselerkrankung aus unterschiedlichen Perspektiven in den Fokus gestellt. Erfahren Sie mehr zum aktuellen Stand der Forschung auf diesem Gebiet sowie zur Versorgungspraxis und den politischen Rahmenbedingungen.

Termin

13. November 2019
09:30 bis 16:00 Uhr

Veranstaltungsort

Kaiserin Friedrich-Haus
Robert-Koch-Platz 7
10115 Berlin

Zielgruppe

Ärzte und Therapeuten

Tagungsgebühr

150 Euro

Anmeldung

http://registrierung.degemed.de/event.aspx

Programm

Moderation

Christof Lawall (DEGEMED), Angelika Baldus (DVSG)

09:30 Uhr

Anmeldung und Begrüßungskaffee

10:00 Uhr

Begrüßung
Christof Lawall, DEGEMED

10:05 Uhr

Nationale Diabetes Surveillance
Dr. Christian Schmidt (Robert-Koch-Institut)

10:40 Uhr

State of the art: Evidenz von Bewegung bei Diabetes mellitus
Prof. Dr. Gerhard Huber (DVGS)

11:10 Uhr

Kräftigungstraining und Stoffwechsel
Dr. Dennis Hamacher (Universität Magdeburg)

11:40 Uhr

Kaffeepause

12:00 Uhr

Diabetes mellitus – Versorgung in der medizinischen Reha der Deutschen Rentenversicherung (DRV)
Dr. Tanja Trefzer (DRV Bund)

12:30 Uhr

Das DMP zu Diabetes mellitus
Dr. Johannes Rückher (Gemeinsamer Bundesausschuss G-BA)

Im Anschluss

Mittagspause

14:00 Uhr

Kommunale Versorgungsangebote Diabetes mellitus
Dr. Olaf Spörkel (DDZ)

14:30 Uhr

Nationale Diabetesstrategie der Bundesregierung
Dietrich Monstadt, MdB (CDU)

15:00 Uhr

Abrechnungsfähige Versorgungsformen Bewegung bei Diabetes mellitus
Angelika Baldus (DVGS)

16:00 Uhr

Ende der Veranstaltung

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