Donnerstag, September 12th, 2019

 

Reha-Versorgung: Wahlrecht der Patienten konsequenter stärken

Foto: © Jens Jeske für kkvd

Das Bundesministerium für Gesundheit berät heute mit den Verbänden über seinen Entwurf des Reha- und Intensivpflege-Stärkungsgesetzes (RISG). Der Katholische Krankenhausverband Deutschlands e. V. (kkvd) begrüßt die darin enthaltenen Verbesserungen bei der Reha-Versorgung. Er fordert zugleich, dass Patienten nicht mit Kosten belastet werden dürfen, wenn sie von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen und sich für eine andere, von den Kassen zugelassene Reha-Einrichtung entscheiden.

Ingo Morell, stellvertretender Vorsitzender des kkvd: „Es ist gut, dass das Ministerium nun auch die Probleme in der Reha-Versorgung angeht. Denn hier wird ein großer Beitrag geleistet, um Pflegebedürftigkeit zu vermeiden. Der Entwurf enthält wichtige Verbesserungen. Doch das Recht der Patienten, eine Reha-Klinik selbst auszuwählen, muss konsequenter gestärkt werden. Da greift der Gesetzentwurf noch zu kurz. In der Praxis geben die Krankenkassen den Patienten die Einrichtungen vor. Entscheidet sich der Patient aber für eine andere Reha-Klinik, muss er einen Teil der Kosten selbst tragen. Wie die Kassen diese Mehrkosten berechnen, ist weitgehend intransparent.“

Laut Entwurf des Reha- und Intensivpflege-Stärkungsgesetzes soll dieser Kostenanteil der Patienten künftig um 50 Prozent reduziert werden.

Ingo Morell weiter: „Das ändert wenig daran, dass Patienten mit niedriger Rente oder geringem Einkommen faktisch keine Wahl haben, wenn sie sich den Kostenanteil nicht leisten können. Alle von den Kassen zugelassenen Reha-Einrichtungen garantieren eine wirtschaftliche Versorgung. Bei diesen Kliniken sollte die Eigenbeteiligung von Patienten, die ihr Wahlrecht ausüben, daher vollständig entfallen.”

Zudem begrüßt der Katholische Krankenhausverband Deutschlands, dass auch bei Reha-Einrichtungen künftig tarifliche und auf dem kirchlichen Arbeitsrecht basierende Vergütungen von den Kassen nicht als unwirtschaftlich abgelehnt werden dürfen. So werden Reha-Einrichtungen, die ihre Mitarbeiter angemessen entlohnen, in den Vergütungsverhandlungen mit Krankenkassen gestärkt.

Die gemeinsame Stellungnahme des Deutschen Caritasverbands (DCV) und des Katholischen Krankenhausverbands Deutschlands (kkvd) zum Referentenentwurf des RISG als Download im PDF-Format.

 

Quelle: kkvd.de, 13.09.2019

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Themenvielfalt beim 19. Osteoporose-Tag in der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik

In der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik wurden Betroffene über die neuesten Behandlungsmethoden von Osteoporose informiert.

Jedes Jahr lädt die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik Interessierte und Betroffene zum Austausch über Osteoporose ein. Das Event erfreut sich größter Beliebtheit: Bereits zum wiederholten Mal konnten über 150 Teilnehmer/innen begrüßt werden. Im Fokus standen in diesem Jahr neue Behandlungsansätze der Osteoporose und der Zusammenhang zwischen HIV und Osteoporose.

Nümbrecht, 11.09.2019: Die Patienten/innen umfassend informieren und damit befähigen, besser mit der Erkrankung umgehen zu können: Das ist das Ziel des Nümbrechter Osteoporose-Tages, den die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik jährlich veranstaltet. Bei Betroffenen ist dieses Angebot äußerst beliebt: Mit weit über 150 Besucher/innen wurde beim Osteoporose-Tag in der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik am vergangenen Samstag erneut eine hohe Beteiligung verzeichnet.

Befähigung der Patienten/innen
„In Deutschland gibt es über 6 Millionen Menschen, die an Osteoporose erkrankt sind. Wir als osteologisches Schwerpunktzentrum möchten unseren Beitrag dazu leisten, dass Betroffene regelmäßig auf dem neuesten Forschungsstand sind“, erklärt Prof. Dr. Klaus M. Peters, Chefarzt Orthopädie in der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik. Im Rahmen der Vorträge wurden unter anderem die Behandlung mit neuen Medikamenten und Therapieansätzen vorgestellt. Ein Schwerpunktthema war der Zusammenhang zwischen Diabetes mellitus und Osteoporose sowie Behandlungsstrategien bei durch die Erkrankung bedingten Wirbelkörperfrakturen. Hier stellen sich Patienten/innen häufig die Frage, wann eher eine konservative oder wann eine operative Behandlung zielführend ist.

HIV-Erkrankung fördert Osteoporose
Traditionell startete der Osteoporose-Tag in der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik mit einem fachlichen Austausch von osteologischen Experten/innen am Vormittag. Über 50 Mediziner/innen waren nach Nümbrecht gekommen, um neueste Forschungsergebnisse zu diskutieren. Ein Schwerpunkt lag dabei auf dem Einfluss einer HIV-Infektion auf den Knochenstoffwechsel. Dabei können sowohl die HIV-Infektion selbst als auch die antivirale Therapie eine Osteoporose auslösen.

Weltosteoporose-Tag am 12.10.2019
Prof. Dr. Peters lud alle Beteiligten auch dazu ein, am Weltosteoporose-Tag am 12.10.2019 im Forum Leverkusen teilzunehmen. Der Weltosteoporose-Tag wird vom Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose e.V. veranstaltet  und in diesem Jahr von Prof. Dr. Peters als Tagungspräsident geleitet. Dort wird der fachliche Austausch fortgesetzt. Zudem werden für Patienten/innen umfangreiche Informationen zur Verfügung gestellt.

Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik
Die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik ist seit über 20 Jahren auf Rehabilitationsmaßnahmen in den Bereichen Neurologie, Orthopädie und Osteologie spezialisiert. Sie verfügt außerdem über eine interdisziplinäre neuro-orthopädische Station sowie eine Station mit 20 neurologisch-neurochirurgischen Frührehabetten. Insgesamt behandelt die Klinik pro Jahr durchschnittlich 3.900 Rehabilitanden/innen und beschäftigt rund 320 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen am Standort Nümbrecht im Bergischen Land. Die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik gehört mit acht weiteren Rehabilitationskliniken zur Dr. Becker Klinikgruppe. Das inhabergeführte Familienunternehmen mit Hauptsitz in Köln hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Rehabilitation des 21. Jahrhunderts zu gestalten. www.dbkg.de/rhein-sieg-klinik

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„Gesundheit erleben“ in der Maternus-Klinik: Tag der offenen Tür am 22. September 2019

Am Sonntag, den 22. September 2019, findet in der Maternus-Klinik in der Zeit von 11 bis 17 Uhr ein Tag der offenen Tür statt. Unter dem Motto „Gesundheit erleben“ erwartet die Besucher ein informatives und buntes Programm.

Die Fachärzte der Klinik halten Vorträge zu den Themen Rückenschmerzen, Herzinfarkt und Parkinson und informieren über effiziente Therapien. Das Ernährungsteam gibt Einblicke unter anderem in die Zubereitung von Speisen mit alten Getreidesorten und macht auf die Risiken des Zuckergehaltes in Lebensmitteln und Speisen aufmerksam. Anhand eines Erlebnisparcours können die Gäste das vielfältige Therapieangebot der Maternus-Klinik kennenlernen. Das Team der Bewegungstherapie bietet Kraft-, Gleichgewichts- und Geschicklichkeitstests an. Alle aktiven Interessierten kommen bei den Mit-Mach-Angeboten der Sporttherapeuten und der Trainer des Kneipp-Vereins auf ihre Kosten: Flexibar, Zumba, Selbstverteidigung und Aroha werden an diesem Tag als 15minütige Schnupperkurse angeboten. Das Pflegepersonal führt an diesem Tag Blutdruck- und –zuckermessungen durch. Die kleinen Gäste können sich beim Kinderschminken in ihr Lieblingstier, in eine Prinzessin oder den Kinderhelden verwandeln lassen.

Selbstverständlich ist am Tag der offenen Tür auch für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt. Alle Interessierten sind eingeladen „Gesundheit zu erleben“ und die Maternus-Klinik und das gesamte Team kennenzulernen.

Die Maternus-Klinik für Rehabilitation mit insgesamt 540 Betten gehört, neben einer weiteren Rehabilitationsklinik in Cham sowie 20 Senioren- und Pflegeeinrichtungen bundesweit, zur MATERNUS-Gruppe mit Sitz in Berlin. Weitere Informationen unter www.maternus-klinik.de.

Daten zur MATERNUS-Klinik
Ansprechpartnerin:
Martina Nentwich
Marketing-Abteilung
Am Brinkkamp 16
32545 Bad Oeynhausen
Tel.: 0 57 31/85 82 46
E-Mail: martina.nentwich@maternus.de

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Dr. Becker Unternehmensgruppe investiert in Münchner Startup ibindo, den virtuellen Liebeskummer-Coach

Quelle:: ibindo.com

Köln/München, 11.09.2019: Im Zuge der Weiterentwicklung des Produktportfolios von ibindo geben die zwei Gründer und Geschäftsführer Melanie Walter und Michael Nigsch eine Seed-Finanzierungsrunde durch die Dr. Becker Unternehmensgruppe bekannt. Der virtuelle Liebeskummer-Coach ibindo für Menschen, die von ihrem Partner verlassen wurden, ist unter www.ibindo.com verfügbar und hat bereits über 15.000 Menschen geholfen.

ibindo hilft Menschen mit Liebeskummer
Liebeskummer ist für die Betroffenen eine schwierige Phase, insbesondere bei Jugendlichen kann er zu Depression oder Selbstmordgedanken führen. Mit täglichen Konversationen, psychoedukativem Content und Skill-Übungen unterstützt der Chatbot ibindo Betroffene. „Bei der Weiterentwicklung von ibindo konnten wir jetzt schon von der Expertise der psychosomatischen Kliniken der Dr. Becker Unternehmensgruppe profitieren, ich freue mich sehr auf die weitere Zusammenarbeit!”, kommentiert Melanie Walter das Investment.

Investor mit wertvoller Expertise
Von ihrer Geschäftsidee konnten die Gründer die Dr. Becker Unternehmensgruppe überzeugen, die das Unternehmen mit einem sechstelligen Betrag ausstattete. „Mit der Dr. Becker Unternehmensgruppe haben wir eine großartige Kombination aus therapeutischem Know-How, Erfahrung mit Investments in Start-Ups und Reputation im eHealth-Bereich gewinnen können. Schon nach wenigen Monaten der Zusammenarbeit profitieren wir immens vom Wissen und dem Netzwerk unseres Partners”, kommentiert Michael Nigsch, Mitgründer von ibindo, die Zusammenarbeit. „Ich sehe große Wachstumschancen für virtuelle Coaches im Gesundheitswesen”, kommentiert Dr. Petra Becker, Geschäftsführerin der Dr. Becker Unternehmensgruppe. „Die Erfahrungen mit ibindo sollen in weitere Produkte mit therapeutischer Wirksamkeit für unsere Patienten einfließen.”

Dr. Becker Unternehmensgruppe:
Seit 40 Jahren steht der Name Dr. Becker für qualitätsgesicherte Dienstleistungen rund um das wichtigste Gut, das der Mensch besitzt: seine Gesundheit. Mit insgesamt neun Dr. Becker Kliniken für ambulante und stationäre Rehabilitation für die Indikationen Orthopädie, Neurologie, Kardiologie und Psychosomatik, den Dr. Becker PhysioGyms, drei an die Rehakliniken angegliederte Therapiezentren, das mittelständische, inhabergeführte Unternehmen für alle Lebens- und Altersphasen des Menschen individuelle Gesundheits-, Präventions- und Versorgungsangebote bereit.

Über ibindo:
Ibindo ist ein Chatbot auf der Facebook-Messenger Plattform, der Menschen mit Liebeskummer hilft. Ein 30 Tage Programm, basierend auf Elementen aus der sogenannten Dialektisch-Behavioralen Therapie sowie der systemischen Therapie. Die Konversation mit dem Chatbot hilft gegen Stress während der schlimmsten Zeit und über negative Gefühle wie Trauer oder Verzweiflung hinwegzukommen. Die therapeutische Wirksamkeit wurde in einer Studie zusammen mit der PFH Göttingen positiv bewertet.

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Die DEGEMED benennt wichtige Verbesserungen am Gesetzentwurf zur Stärkung der Rehabilitation und Intensivpflege (RISG) in der Verbändeanhörung

Konsens unter den anwesenden Verbänden bestand in der insgesamt positiven Bewertung des Gesetzentwurfes für die Rehabilitation im Zuständigkeitsbereich der Krankenkassen. Unstrittig ist aber auch, dass an zentralen Regelungsvorschlägen nachgesteuert werden muss.

Aus Sicht der DEGEMED sind dies im Wesentlichen:

  1. Rahmenverträge statt Rahmenempfehlungen. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass verbindliche Rahmenempfehlungen bei Versorgungs- und Vergütungsverträgen mehr Transparenz und Rechtsverbindlichkeit herstellen sollen. Wirklich rechtsverbindlich aber sind nur echte Rahmenverträge.
  2. Gleichstellung der Zugänge für alle Indikationen. Vorgesehen ist, dass Krankenkassen vertragsärztlich verordnete geriatrische Rehabilitationen nicht mehr ablehnen können. Dieser Regelungsvorschlag ist richtig, muss aber für alle Indikationen gelten.
  3. Ausweitung der Berichtspflicht. Es wird eine Berichtspflicht des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung über Erfahrungen und Bearbeitungspraxis in der geriatrischen Rehabilitation gegenüber dem Deutschen Bundestag eingeführt. Dieser Bericht sollte dringend auf alle Indikationen ausgedehnt werden und den Fachverbänden der Rehabilitation zur Stellungnahme vorgelegt werden. Dieser Bericht kann für den Gesetzgeber ein wichtiges Instrument sein, um zukünftigen Regelungsbedarf schnell und zuverlässig zu erkennen.

„Wir haben die Positionen unserer Mitgliedskliniken gegenüber dem Bundesgesundheitsministerium erfolgreich vertreten“, so Christof Lawall im Fazit nach der Anhörung. „Wir werden uns auch im parlamentarischen Verfahren für bessere Zugänge der Leistungsberechtigten, mehr Transparenz bei den Verträgen und eine Verbesserung der Vergütung einsetzen“, verspricht Lawall.

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