Freitag, Mai 10th, 2019

 

Mitbestimmung in Werkstätten für behinderte Menschen gestalten – Die Umsetzung der Werkstätten-Mitwirkungsverordnung in der Diskussion

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Textlogo Forum Fragen - Meinungen -Antworten Reha- und TeilhaberechtWie verändert die neue Werkstätten-Mitwirkungsverordnung (WMVO) den Werkstattalltag? Welchen Herausforderungen begegnen Frauenbeauftragte in ihrer Arbeit? Und was bedeuten die Neuregelungen für Träger der Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)? – Die praktische Umsetzung der WMVO ist Schwerpunkt einer Online-Diskussion der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) im Mai 2019.

 

Artikel 27 der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen verpflichtet die Vertragsstaaten u. a. „… zu gewährleisten, dass Menschen mit Behinderungen ihre Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsrechte gleichberechtigt mit anderen ausüben können.“ Mit dem Bundesteilhabegesetz traten im Jahr 2017 Änderungen der WMVO in Kraft, die für Werkstatträte neben Mitwirkungsrechten auch Mitbestimmungsrechte verankern. Zudem ist in jeder Werkstatt eine Frauenbeauftragte aus den Reihen der Beschäftigten zu wählen. Trotz einer Stärkung der Werkstatträte bleiben die Regelungen der WMVO allerdings hinter der Mitbestimmung durch Betriebsräte in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes zurück.

In der öffentlichen Online-Diskussionsrunde „Mitbestimmung in Werkstätten für behinderte Menschen gestalten“ geht es ab dem 9. Mai 2019 um den Stand der Umsetzung der reformierten WMVO. Ziel ist ein Informations- und Erfahrungsaustausch, v. a. auch in rechtlichen Fragen, der Wege zu mehr Mitbestimmung in den Werkstätten aufzeigt, aber auch Barrieren benennt und aktuelle Anliegen beleuchtet.

Die Diskussion wird u. a. von den folgenden Expertinnen und Experten fachlich begleitet:

  • Konstantin Fischer, Syndikusanwalt/Referent Recht, Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e. V. (BAG WfbM)
  • Ricarda Kluge, Weibernetz e.V., Koordinatorin im Projekt „Ein Bundes-Netzwerk für Frauen-Beauftragte in Einrichtungen“
  • Almuth Meinert, Referentin für Teilhabe am Arbeitsleben, Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.
  • Hans-Günther Ritz, Fachautor und Experte für behindertenrechtliche Fragen, ehem. Hamburger Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration
  • Viviane Schachler, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Fachbereich Sozialwesen, Hochschule Fulda
  • -Prof. Dr. Mario Schreiner, Lehrstuhl für Rehabilitationspädagogik,
    Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
  • Jürgen Thewes, Vorstand Werkstatträte Deutschland e. V.
  • Dr. Gudrun Wansing, Rehabilitationssoziologie und berufliche Rehabilitation, Humboldt-Universität zu Berlin

Interessierte können sich bereits jetzt im Online-Forum „Fragen – Meinungen – Antworten“ unter https://fma.reha-recht.de anmelden und im Diskussionszeitraum vom 9. bis 29. Mai 2019 Fragen stellen, von ihren Erfahrungen berichten oder auf die Beiträge anderer Teilnehmender antworten. Dabei sind nicht nur Fakten, sondern auch Meinungen gefragt. Die wesentlichen Inhalte der Diskussion werden anschließend in einem Fachbeitrag zusammengefasst und im Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht veröffentlicht.

Weitere Informationen finden Sie unter https://fma.reha-recht.de/

Die Pressemitteilung in Leichter Sprache: Mitbestimmung in Werkstätten für behinderte Menschen

Über die DVfR

Die DVfR ist die einzige Vereinigung in Deutschland, in der die Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation und selbstbestimmter Teilhabe.

Über Reha-Recht.de

Das Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht unter www.reha-recht.de dient als Plattform für die Verbreitung der nicht hinreichend bekannten, zuletzt durch das Bundesteilhabegesetz geänderten Rechtsnormen v. a. des SGB IX. Hierzu werden die aktuelle Rechtsprechung und Verwaltungspraxis sowie Gesetzgebungsprozesse analysiert und kommentiert. Der juristischen Fachöffentlichkeit und Akteuren in Betrieben, Institutionen und Verbänden steht damit ein Forum für den interdisziplinären Austausch zu Rechtsfragen zur Verfügung. Ziel ist es, die Anwendung und Weiterentwicklung des Rehabilitations- und Teilhaberechts zu unterstützen.

Kontakt

Steffen Heidt

Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e. V. (DVfR)

Tel.: 06221 / 18 79 01-22

E-Mail: s.heidt@dvfr.de

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„Schmerz(psycho)therapie – kontrovers?!“

21. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychologische Schmerztherapie und -forschung am 17. und 18. Mai 2019 an der Justus-Liebig-Universität Gießen

Wie digital kann, soll oder gar muss die Schmerztherapie bzw. Schmerzpsychotherapie werden? Welche Therapie eignet sich für welche Patientinnen und Patienten? In Zeiten von Evidenzbasierung und Ökonomisierung im Gesundheitswesen gewinnt das Spannungsfeld zwischen wissenschaftlich belegten Erkenntnissen, praktischem Nutzen und klinischem Entscheiden an Bedeutung. Mit ihren Anfängen in den 1970er-Jahren hat die Schmerz(psycho)therapie inzwischen eine beachtliche Tradition, stellt aber die wissenschaftlichen Erkenntnisse immer wieder neu auf den Prüfstand und passt sich den stetig neuen Anforderungen und geänderten Rahmenbedingungen an. Auf der 21. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychologische Schmerztherapie und -forschung (DGPSF) stehen verschiedene, bisweilen kontrovers diskutierte Fragen und Entwicklungen rund um die Schmerzpsychotherapie und Schmerztherapie im Fokus. Die DGPSF-Tagung unter dem Motto „Schmerz(psycho)therapie – kontrovers?!“ findet am 17. und 18. Mai 2019 an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) statt.

Die Psychologischen Schmerztherapeutinnen und Schmerztherapeuten, Psychologinnen und Psychologen sowie Schmerzwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler beschäftigen sich auf der Jahrestagung beispielsweise mit der weiteren Entwicklung von kognitiv-verhaltenstherapeutischen Behandlungsansätzen bei Schmerz, aber auch mit der Rolle von E-Health-Angeboten. Dieses Thema soll im Rahmen einer Podiumsdiskussion aus der Perspektive von E-Health-Expertinnen und -Experten, Krankenkassen sowie Patientinnen und Patienten kritisch erörtert werden.

Ein weiterer Schwerpunkt der Tagung wird die multimodale Schmerz(psycho)therapie zwischen Anspruch und Wirklichkeit sein. Der Ansatz der multimodalen Schmerztherapie geht von einer kombinierten Schmerzbehandlung aus, die eine interdisziplinäre (psychiatrische, psychosomatische oder psychologische) Behandlung von Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzzuständen umfasst. Zudem sollen die Breite von psychotherapeutischen Ansätzen in der Schmerztherapie sowie die Vielfalt der Patientinnen und Patienten mit unterschiedlichen Schmerzerkrankungen oder auch kulturellem Hintergrund beleuchtet werden.

In ihrem Festvortrag widmet sich Prof. Amanda de Williams, London, UK dem Thema der psychologischen Schmerztherapie und ihrer weiteren Entwicklung. Prof. Dr. Harald Baumeister, Ulm, greift in seinem Festvortrag das Thema „Online-gestützte Schmerztherapie“ auf. Neben verschiedenen Symposien werden Workshops zu Themen der therapeutischen Weiterbildung angeboten; aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse werden als Posterpräsentationen vorgestellt. Ein besonderes Highlight ist die Vergabe von zwei Nachwuchspreisen für wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Schmerzpsychotherapie und -forschung in der Kategorie „Abschlussarbeiten“ sowie der Kategorie „Dissertation“.

Termin
21. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychologische Schmerztherapie und
-forschung am 17. und 18. Mai 2019 (Auftakt am 17. Mai um 10.30 Uhr)
Veranstaltungsort: Aula, Universitätshauptgebäude, Ludwigsplatz 23, 35390 Gießen
Tagungsbüro: Eingangshalle im Universitätshauptgebäude

Die 1607 gegründete Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) ist eine traditionsreiche Forschungsuniversität, die rund 28.000 Studierende anzieht. Neben einem breiten Lehrangebot – von den klassischen Naturwissenschaften über Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, Gesellschafts- und Erziehungswissenschaften bis hin zu Sprach- und Kulturwissen¬schaften – bietet sie ein lebenswissenschaftliches Fächerspektrum, das nicht nur in Hessen einmalig ist: Human- und Veterinärmedizin, Agrar-, Umwelt- und Ernährungswissenschaften sowie Lebensmittelchemie. Unter den großen Persönlichkeiten, die an der JLU geforscht und gelehrt haben, befindet sich eine Reihe von Nobelpreisträgern, unter anderem Wilhelm Conrad Röntgen (Nobelpreis für Physik 1901) und Wangari Maathai (Friedensnobelpreis 2004). Seit dem Jahr 2006 wird die Forschung an der JLU kontinuierlich in der Exzellenzinitiative bzw. der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern gefördert.

 

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Christiane Hermann
Abteilung Klinische Psychologie & Psychotherapie, JLU Gießen
Otto-Behaghel-Str. 10F
35394 Gießen
Telefon: 0641/99 26081
E-Mail: Christiane.Hermann@psychol.uni-giessen.de

Weitere Informationen:
http://www.dgpsf-tagung.de
http://www.dgpsf.de
http://www.uni-giessen.de/fbz/fb06

Quelle: idw.de, 10.05.2019

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Neue Jobchancen über berufliche Rehabilitation – Beratung am weißen BARKAS in Halle

Der weiße BARKAS ist als Infomobil des BFW Leipzig in Sachen Beratung zur beruflichen Rehabilitation in Halle unterwegs. © A. Starke, BFW Leipzig

Der weiße BARKAS ist als Infomobil des BFW Leipzig in Sachen Beratung zur beruflichen Rehabilitation in Halle unterwegs. © A. Starke, BFW Leipzig

Am 14. Mai 2019 ist Halle die erste Station für das Infomobil des Berufsförderungswerkes Leipzig (BFW Leipzig). Dann startet der weiße BARKAS der Leipziger Bildungseinrichtung zu seiner Infomobiltour durch Mitteldeutschland mit Informationen zur beruflichen Rehabilitation.

Von 9.00 bis 14.00 Uhr wird das Team aus dem BFW Leipzig für Gespräche am weißen BARKAS auf dem Marktplatz (vor dem New Yorker) der Salzstadt Halle (Saale) zur Verfügung stehen. Dann können Menschen, die nach langer Krankheit oder Unfall eine neue Perspektive für die Rückkehr in Arbeit suchen, ihre Fragen an Corinna Schulze vom Beraterteam des BFW Leipzig stellen. „Auf unserer Infomobiltour haben wir erfahren, wie wichtig es ist, vor Ort mit den Interessenten über die Zugangswege und Möglichkeiten einer beruflichen Rehabilitation zu sprechen“, erläutert Corinna Schulze. „So können wir bereits auf erste Fragen eingehen und uns die Fälle etwas genauer anschauen.“

„Seit nunmehr acht Jahren gehen wir auf diese Infomobiltour durch Mitteldeutschland“, ergänzt Corinna Schulze. „Die Infomobiltour erweitert in den Frühjahrs- und Sommermonaten das Beratungsangebot als Vorort-Service, wenn Interessenten nicht zur monatlichen Informationsveranstaltung nach Leipzig oder zur Beratung in eine unserer Außenstellen kommen können.“

Das Angebot reicht von Umschulungen und Weiterbildungen im kaufmännischen und gewerblich-technischen Bereich bis hin zu verschiedenen Vermittlungsmaßnahmen, um die Teilnehmer auf ihren Weg zurück in Arbeit vorbereitet.

„Mit unseren Bildungsangeboten haben wir uns an den Erfordernissen des aktuellen Arbeitsmarktes ausgerichtet“, betont Corinna Schulze. „Dadurch können die Unternehmen in der Region sichergehen, gut ausgebildete Fachkräfte in den Absolventen des BFW Leipzig zu finden.“ Die Bereitschaft der Rehabilitanden zum beruflichen Neuanfang und die Lebenserfahrung aus den vorhergehenden Tätigkeiten sind wichtige Argumente, um schnell in ein Unternehmen integriert zu werden. Diese Erfahrungen und die hohen Vermittlungsquoten auf dem Arbeitsmarkt zeigen, dass viele Unternehmenslenker genau auf diese Werte bauen.

 

Nach Halle wird Chemnitz die nächste Station der Infomobiltour sein. Dort hält der weiße BARKAS am 12. Juni 2019. Insgesamt werden in diesem Jahr fünf Standorte in Sachsen und Sachsen-Anhalt angefahren. Interessenten können weitere Informationen auf dieser Seite einsehen:
https://www.bfw-leipzig.de/angebote/beratung/infomobiltour.

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

Schlagworte:

BFW Leipzig, Berufliche Rehabilitation, Infomobiltour, BARKAS, Beratung, Wege in Arbeit, Halle (Saale)

BFW Leipzig

Seit über 25 Jahren ist das Berufsförderungswerk Leipzig als Spezialist auf dem Gebiet Teilhabe am Arbeitsleben (berufliche Rehabilitation) tätig. Hier werden Menschen ausgebildet und bedarfsorientiert unterstützt, die durch Krankheit oder Unfall aus dem gewohnten Arbeitsleben scheiden mussten. Mit individuellen Erprobungs-, Qualifizierungs- und Integrationsmaßnahmen werden neue Möglichkeiten für den Weg zurück ins Arbeitsleben angeboten. Die Angebote als überregionaler Dienstleister auf den Gebieten Beratung, Diagnostik und Assessment, Qualifizierung, Prävention und Rehabilitation stehen neben der Hauptstelle in Leipzig in den Außenstellen in Brand-Erbisdorf, Chemnitz und Döbeln zur Verfügung. Ein berufliches Trainingszentrum, das BTZ Leipzig, ergänzt das Angebot speziell für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Die vielfältigen Leistungen sind ein wichtiger Beitrag nicht nur um Menschen wieder in den Arbeitsprozess zurückzuführen, sondern diese tragen auch durch die Orientierung am Arbeitsmarkt zur Lösung des Fachkräftemangels in der Wirtschaft bei. Darüber hinaus werden an der Bildungseinrichtung verschiedene Kurse der beruflichen Weiterbildung angeboten.

Weitere Informationen und Bildmaterial:

Berufsförderungswerk Leipzig gemeinnützige GmbH
Michael Lindner
Leiter PR | Unternehmenskommunikation
Georg-Schumann-Straße 148
04159 Leipzig
Tel.: 0341 | 9175120
Fax: 0341 | 917563120
E-Mail: presse@bfw-leipzig.de
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