Donnerstag, März 7th, 2019

 

Rehabilitation von Querschnittgelähmten: Exoskelett für neues Lebensgefühl

Seit einem Rollerunfall ist Thorsten Röhrmann querschnittsgelähmt, nun kann er neben dem Rollstuhl auch ein modernes Exoskelett in seinem Alltag nutzen. Röhrmann spaziert mit seiner Ehefrau, Physiotherapeut Morten Krause und dem Familienhund Paula durch die Nachbarschaft. Quelle: obs/BG ETEM – Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse/Felix Schmitt

Seit einem Unfall auf dem Arbeitsweg saß Thorsten Röhrmann als Querschnittgelähmter im Rollstuhl, bis das Unmögliche wahr wurde: Endlich wieder stehen und gehen können. Doch der Weg zum eigenen Exoskelett ist sehr aufwendig. Sowohl medizinische als auch mentale Voraussetzungen müssen beim Patienten gegeben sein.

“Nach 21 Jahren zum ersten Mal wieder zu stehen und den Körper zu spüren, das war ein einmaliges Erlebnis. Das kann man gar nicht in Worte fassen, weil man so überwältigt ist in dem Moment. Ich war einfach happy und wollte gar nicht mehr raus aus dem Gerät”, so Thorsten Röhrmann nach seinem ersten Probetraining in einer Physiotherapiepraxis.

Seit dem Unfall wird Röhrmann von der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) betreut. Die BG ETEM kümmert sich um die gesamte Heilbehandlung und zahlt eine Rente. “Das Exoskelett dient dem Ausgleich von Einschränkungen, die durch den Unfall entstanden sind”, erläutert Mathias Wolf, der sich bei der BG ETEM um Thorsten Röhrmann kümmert.

Nicht jeder ist geeignet

Zunächst musste aber geklärt werden, ob Thorsten Röhrmann überhaupt für ein Exoskelett geeignet ist. Entscheidend sind dafür unter anderem die Ausprägung der Rumpfmuskulatur, die Armkraft und Funktionalität der Arme sowie die Trainingsbereitschaft. Für Röhrmann befürworteten die Ärzte den Einsatz eines Exoskeletts.

Als nächster Schritt folgte eine dreimonatige Trainingseinheit. In dieser Phase zeigt sich auch, ob jemand die psychische Stabilität aufbringt, das harte Training für die Nutzung des Systems durchzuziehen. Thorsten Röhrmann hat durchgehalten und hält bis heute durch: Jede Woche trainiert Thorsten Röhrmann viermal für insgesamt sieben Stunden.

Spannende Geschichte

Der komplette Artikel “Mit Exoskelett ist er der Größte” ist nachzulesen in etem – Magazin für Prävention, Rehabilitation und Entschädigung, 1.2019 der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) unter http://etem.bgetem.de/1.2019.

Hintergrund BG ETEM

Die BG ETEM ist die gesetzliche Unfallversicherung für rund 3,8 Millionen Beschäftigte in gut 200.000 Mitgliedsbetrieben. Sie kümmert sich um Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in den Mitgliedsbetrieben sowie um Rehabilitation und Entschädigung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten. Für ihre Mitgliedsunternehmen übernimmt die BG ETEM die Haftung für die gesundheitlichen Folgen von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten gegenüber den Beschäftigten und stellt diese auch untereinander von der Haftung frei.

Pressekontakt:

Christian Sprotte
Pressesprecher
Telefon 0221 3778-5521
Telefax 0221 3778-25521
Mobil 0175 260 73 90
E-Mail sprotte.christian@bgetem.de

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therapie Leipzig startete mit politischer Diskussion

Gelungener Auftakt: Ein gesundheitspolitisches Symposium mit rund 350 Besucherinnen und Besuchern bildete am 7. März 2019 den Rahmen für den 10. Geburtstag der therapie Leipzig – Fachmesse mit Kongress für Therapie, Medizinische Rehabilitation und Prävention. Gesundheitsexperten der Leistungs- und Heilmittelerbringer diskutierten mit zwei Bundestagsabgeordneten der Regierungskoalition politische Vorhaben für Gesundheit und Pflege in der verbleibenden Legislaturperiode und stellten sich zahlreichen Fragen des Publikums aus ganz Deutschland.

Unter dem Motto „Erwartungen an die Gesundheitspolitik 2019 – 2021“ sprachen im Leipziger Congress Center Sabine Dittmar, MdB, Gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Alexander Krauß, MdB, Mitglied der CDU/CSU Bundestagsfraktion und Mitglied im Gesundheitsausschuss des Bundestages, Joscha Brunßen, Vorstandsvorsitzender Bundesverband ambulanter Rehazentren (BamR), Christof Lawall, Geschäftsführer Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation (DEGEMED), Ute Repschläger, Vorsitzende Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) und Dirk van den Heuvel, Geschäftsführer Bundesverband Geriatrie, über die Pläne der Regierungsparteien in der laufenden Wahlperiode und deren Bedeutung für die Gesundheitsbranche.

(Foto: DEGEMED)

Weitere Fotos zum Download, Bildunterschriften und O-Töne finden Sie auf der Website der DEGEMED.

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Seminar: Koordinierte Planung der Teilhabe, Prozessqualität und Dokumentation

Trägerübergreifende Koordinierung der vielschichtigen Teilhabebedarfe für Leistungsberechtigte ist ein wesentliches Anliegen des Teil 1 SGB IX. Die Vorgaben des BTHG zur Kommunikation, Dokumentation und Berichterstattung im Reha-Prozess müssen nun innerhalb der Verfahren bei sehr unterschiedlichen Rehabilitationsträgern umgesetzt werden.

In diesem Seminar lernen Sie, welche Punkte nach Kapitel 4 Teil 1 SGB IX bei einer umfassenden Bedarfsfeststellung und Teilhabeplanung beachtet und dokumentiert werden müssen. Dabei werden ausgewählte Aspekte des Reha-Prozesses erläutert und auf die konkrete Umsetzung der Teilhabeplanung bezogen. Zudem erhalten Sie Hinweise, wie Sie für eine qualitativ saubere Erfassung der nach § 41 SGB IX geforderten Kennzahlen für den Teilhabeverfahrensbericht sorgen.

Zielgruppe

Prozessverantwortliche Fachkräfte der Reha-Träger und Integrationsämter, die die umfassende Bedarfsfeststellung, die Teilhabeplanung und die Datenerfassung für den Teilhabeverfahrensbericht umsetzen. Grundkenntnisse des SGB IX Teil 1 werden vorausgesetzt.

22.05.2019 | Frankfurt | Teilnahmegebühr 110 € | Weitere Informationen und die Anmeldung finden Sie unter folgendem Link >> Koordinierte Planung der Teilhabe

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Seminar: Die Aufgaben des leistenden Rehabilitationsträgers nach dem SGB IX

„Ein Antrag für alle Leistungen“ und „Leistungen wie aus einer Hand“ – so fordert es das BTHG und verankert dazu konkrete Vorschriften. In diesem Zusammenhang wurde der „leistende Reha-Träger“ eingeführt (§14 Abs. 2 Satz 1 SGB IX), dem ganz bestimmte Verantwortlichkeiten übertragen werden: Seine Hauptaufgabe ist, einen reibungslosen Reha-Prozess im Sinne des Leistungsberechtigten zu gewährleisten. Dafür hat er Zuständigkeiten zu prüfen, Fristen einzuhalten sowie Aufgaben und Leistungen zu koordinieren. Hierfür sind Kenntnisse über andere Trägerbereiche und deren Leistungen sowie eine gute Netzwerkarbeit von elementarer Bedeutung.

In diesem Seminar lernen Sie die Aufgaben des „leistenden Reha-Trägers“ kennen, um Sicherheit in der Anwendung der neuen Vorschriften zu erlangen.

Zielgruppe

Verantwortliche bei Trägern, Organisationen, Institutionen und Kommunen, die sich mit strategisch-konzeptionellen Fragen befassen, die Umsetzung der neuen Vorschriften in die Praxis begleiten und bereits über Vorkenntnisse im SGB IX und den Neuregelungen durch das BTHG verfügen.

08.05.2019 | Leipzig | Teilnahmegebühr 110 € | Weitere Informationen und die Anmeldung finden Sie unter folgendem Link >> Aufgaben Leistender Reha-Träger

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11. Business-Dinner Reha/Networking-Dinner (Veranstalter Softsolution International)

Veranstaltungshinweis

Datum: Montag, 15.04.2019
Ort: Hotel Adlon Kempinski, Unter den Linden 77, 10117 Berlin
Beginn: Aperitif: 16:30 Uhr, Podiumsdiskussion mit Impuls-Statements ab 17:00 Uhr mit anschließendem Buffet mit Gelegenheit zum „Netzwerken“, Sie sind unsere Gäste.

Thema: „Qualitäts – Wettbewerb in der Reha!“

Podiumsdiskussion mit Impuls-Statements:

Alexander Gunkel, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)
Stellenwert und Nutzen der Rehabilitation aus Arbeitgebersicht.

Gundula Roßbach, Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV)
Die DRV ist Vorreiter i.S. qualitätsgesteuerte Rehazuweisung!

Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland
Das Wunsch- und Wahlrecht der Rehabilitanden ist uns wichtig!      

Dr. med. Ulrich Mauerer, Vorsitzender des Vorstands der Medical Park Kliniken,
Was Erwerbstätige von Hochleistungssportlern in der Reha lernen können!

Dr. oec. HSG Willy Oggier, Gesundheitsökonom aus der Schweiz
Wie diskutiert man in der Schweiz derzeit das Reha-Geschehen?

Thomas Bublitz, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Privatkliniken, BDPK
Innovation und gute Rehaqualität haben ihren Preis!

Moderation:
Hubert Seiter, 1. Direktor der DRV Baden Württemberg a.D.

Anmeldung:
Anmeldung bitte an folgende Email-Adresse: business-dinner@softsolution.de

Kontaktdaten:
Priska Stamm, 07738 6969 600, E-Mail: pstamm@softsolution.de
Ute Schalles, 07738 6969 605, E-Mail: uschalles@softsolution.de

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HOY-REHA vergibt erneut Stipendium

Zum zweiten Mal werden Auszubildende und Studenten in Gesundheitsberufen gefördert / Bewerbungen sind bis 14. Juni 2019 möglich

Hoyerswerda, 07. März 2019 Das HOY-REHA-Stipendium geht in die zweite Runde. Ab sofort kann sich jeder, der 2019 eine Ausbildung oder ein Studium als Physiotherapeut, Ergotherapeut oder Masseur beginnt, darum bewerben. Dies gilt auch für Schüler und Studenten, die sich bereits in der Ausbildung befinden.

Der oder die Gewinner erhalten ab Oktober ein Jahr lang finanzielle Unterstützung durch die HOY-REHA GmbH. Damit werden u.a. die Schul- bzw. Studiengebühren beglichen.

„Wer sich für einen Gesundheitsberuf entscheidet, sollte nicht dafür zahlen müssen“, sagt HOY-REHA-Geschäftsführer Christian Kühne. „Wir befürworten daher einen Wandel vom rein schulischen zum klassisch-dualen LehrverhältnisMediathek. Als Zwischenlösung verringert unser Stipendium derzeitige Hürden beim Erlernen des Wunschberufs.“

Bewerbungsfrist endet am 14. Juni 2019

Das HOY-REHA-Stipendium ist an keine feste Berufsschule oder Universität gebunden. Es gilt beispielsweise für die Bildungsstätte für Medizinal- und Sozialberufe Hoyerswerda (BMS), die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) oder die WAD Bildungsakademie Dresden. Bis 14. Juni 2019 können Bewerbungen in der HOY-REHA Tagesklinik für Rehabilitation & Prävention eingereicht werden.

Im Sommer 2018 wurde das Stipendium erstmalig verliehen. Damals haben mit Christian Michling und Nicki Mudra (beide aus Hoyerswerda) sowie Franziska Baier (Senftenberg) und Sophie Eisenächer (Staßfurt) gleich vier Bewerber überzeugt. Sie lernen an der BMS Hoyerswerda bzw. studieren an der BTU Senftenberg (Eisenächer).

Weitere Informationen zum HOY-REHA-Stipendium bietet der folgende Link:
www.hoy-reha.de/stipendium

 

 

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Psychisch Krank und doch in Arbeit integriert – 2 Jahre BTZ Chemnitz

Sebastian Kreschnak, Personalberater im BTZ Chemnitz. © M. Lindner, BFW Leipzig
Sebastian Kreschnak, Personalberater im BTZ Chemnitz. © M. Lindner, BFW Leipzig

Sebastian Kreschnak, Personalberater im BTZ Chemnitz. © M. Lindner, BFW Leipzig

Seit zwei Jahren bietet das Berufliche Trainingszentrum Chemnitz (BTZ Chemnitz) Maßnahmen für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen an. Ziel ist es, die Betroffenen wieder erfolgreich auf dem ersten Arbeitsmarkt zu integrieren.  

Über ein erfolgreiches Angebot im BTZ Chemnitz, das Berufliche Training, sprachen wir mit dem Fachbereichsleiter Marko Daubitz und.

Für wen ist das Berufliche Training gedacht und mit welchen Krankheitsbildern kommen die Teilnehmer zu Ihnen?

Kreschnak: Am Beruflichen Training nehmen Menschen mit verschiedenen psychischen oder neurologischen Beeinträchtigungen teil. Die Betroffenen haben oft Suchterkrankungen, Psychosen, affektive Störungen, Angst- und Belastungsstörungen oder Persönlichkeitsstörungen.

Unser Hauptziel ist die Wiedereingliederung in Arbeit. Dabei bauen wir auf bereits erzielte Erfolge hinsichtlich der Krankheitsbewältigung auf. In der Regel sollen unsere Teilnehmer für eine Belastbarkeit im Arbeitsalltag von mindestens 6 Stunden pro Tag fitgemacht werden.

Wie sieht die konkrete Unterstützung im BTZ Chemnitz für die Betroffenen bei der Rückkehr in Arbeit aus?

Kreschnak: Die Teilnehmer werden von einem Team aus Ausbildern, Trainern, Ergotherapeuten, Psychologen und Personalberatern während des Beruflichen Trainings begleitet. Es ist ein Prozess der intensiven Auseinandersetzung mit den eigenen Potentialen, um die Stärken der Teilnehmer zu erkennen und dort den Ansatz zu finden, um beispielsweise die EDV-Kenntnissen sowie schulischen Grundlagenkenntnissen zu vermitteln oder aufzufrischen. Und ganz wichtig ist das umfassende Bewerbungstraining.

Ebenso findet eine sukzessive und an den Bedarfen der Teilnehmer orientierte psychologische Begleitung in Form von Trainings und Gesprächen statt.

Weiterhin absolvieren sie ein arbeitsplatzbezogenes Training von Schlüsselqualifikationen an entsprechenden Trainingsplätzen.

Die mehrmonatigen betrieblichen Lernphasen (ähnlich einem Betriebspraktikum) direkt beim Arbeitgeber sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Maßnahme. Hier besteht die Möglichkeit berufliche Zielvorstellungen endgültig zu festigen und auf eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hinzuarbeiten. Gegebenenfalls finden arbeitsplatzbezogene Weiterbildungen statt.

Gibt es „Rückschläge“ und wie gehen Sie damit um?

Kreschnak: Durch unvorhergesehene gesundheitliche Probleme, die aus dem Krankheitsbild der Teilnehmer erwachsen, müssen wir manchmal die Maßnahme flexibel gestalten. Nach erfolgter Genesung gelingt uns meistens in Absprache mit allen Beteiligten eine schnelle Rückkehr zur vollen Belastbarkeit und die Einbindung in das Berufliche Training. Andernfalls unterstützen wir die Teilnehmer und ihren Leistungsträger gern bei der Erarbeitung alternativer Ideen.

Wenn die Integration ins Berufsleben nicht während der Maßnahme gelingt, organisieren wir bei uns im BTZ Chemnitz eine intensive Nachbetreuung bis zu einer späteren Vermittlung in Arbeit.

Marko Daubitz, Fachbereichsleiter BTZ Chemnitz © A.Starke, BFW Leipzig

Marko Daubitz, Fachbereichsleiter BTZ Chemnitz © A.Starke, BFW Leipzig

Auf welche Erfolge können Sie mit BTZ Chemnitz zurückblicken?

Daubitz: Wir haben in den letzten zwei Jahren eine überdurchschnittliche Vermittlungsquote von ca. 70% durch das Berufliche Training erreichen können. Allgemein konnten wir am BTZ Chemnitz einen kontinuierlichen Zuwachs der Teilnehmerzahlen verzeichnen. Aufgrund dessen haben wir uns räumlich und personell erweitern. Und wir haben mit dem Berufliches Basistraining (BBT) ein neues Angebot einführen können. Erstmals konnten wir in 2018 insgesamt 20 Teilnehmer in dieser Maßnahme begrüßen. Dies übertraf bei Weitem unsere Erwartungen und hat uns personell und organisatorisch vor Herausforderungen gestellt. Die Kolleginnen und Kollegen vor Ort haben diese gut und mit hohem Einsatz bewältigt. Dadurch konnten wir diese neue Maßnahme am Markt etablieren.

Eine fast 80-prozentige Steigerung war in der Berufsfindung/Arbeitserprobung lang zu verzeichnen. Das ist einerseits einer deutlich gestiegenen Zahl an Teilnehmern und andererseits der Einführung dieses 6-wöchigen Assessments zuzuschreiben. Aus dieser Zunahme resultiert auch eine stärkere Zuweisung in das berufliche Training in 2019. Somit gehen wir auch dieses Jahr von einer sehr positiven Entwicklung in Chemnitz aus.

Werden Sie das BTZ Chemnitz weiter ausbauen?

Daubitz: Es wurde eine engere Zusammenarbeit mit psychiatrischen Kliniken – wie z.B. mit dem Klinikum Chemnitz – vereinbart. Zusätzliche fokussieren wir uns auf den Ausbau des niederschwelligen BBT Angebotes, als Vorbereitung zum Beruflichen Training.

Zur Erweiterung der Angebote gehört auch ein breiteres Portfolio an psychosozialen Kursangeboten, welche wir vergleichbar mit unserem Beruflichen Trainingszentrum in Leipzig umgesetzt werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Stärkung der Jugendmaßnahmen am BTZ Chemnitz.

Im Bezug auf das BT gilt es die hohe Qualität zu festigen und die erreichte Integrationsquote als dauerhaften Maßstab zu sehen, welches ein hohes Maß an Professionalität und Engagement fordert.

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Erstellt: Michael Lindner/BFW Leipzig

Schlagworte:

BFW Leipzig, Berufliche Rehabilitation, Teilhabe am Arbeitsleben, Berufliches Trainingszentrum Chemnitz, BTZ Chemnitz, Berufliches Training, Berufliches Basistraining

BFW Leipzig

Seit über 25 Jahren ist das Berufsförderungswerk Leipzig als Spezialist auf dem Gebiet Teilhabe am Arbeitsleben (berufliche Rehabilitation) tätig. Hier werden Menschen ausgebildet und bedarfsorientiert unterstützt, die durch Krankheit oder Unfall aus dem gewohnten Arbeitsleben scheiden mussten. Mit individuellen Erprobungs-, Qualifizierungs- und Integrationsmaßnahmen werden neue Möglichkeiten für den Weg zurück ins Arbeitsleben angeboten. Die Angebote als überregionaler Dienstleister auf den Gebieten Beratung, Diagnostik und Assessment, Qualifizierung, Prävention und Rehabilitation stehen neben der Hauptstelle in Leipzig in den Außenstellen in Brand-Erbisdorf, Chemnitz und Döbeln zur Verfügung. Ein berufliches Trainingszentrum, das BTZ Leipzig, ergänzt das Angebot speziell für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Die vielfältigen Leistungen sind ein wichtiger Beitrag nicht nur um Menschen wieder in den Arbeitsprozess zurückzuführen, sondern diese tragen auch durch die Orientierung am Arbeitsmarkt zur Lösung des Fachkräftemangels in der Wirtschaft bei. Darüber hinaus werden an der Bildungseinrichtung verschiedene Kurse der beruflichen Weiterbildung angeboten.

Weitere Informationen und Bildmaterial:

Berufsförderungswerk Leipzig gemeinnützige GmbH
Michael Lindner
Leiter PR | Unternehmenskommunikation
Georg-Schumann-Straße 148
04159 Leipzig
Tel.: 0341 | 9175120
Fax: 0341 | 917563120
E-Mail: presse@bfw-leipzig.de
Internet: https://www.bfw-leipzig.de/presse

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Mobile Rehabilitation als Türöffner für die Teilhabe in Pflegeheimen

Die Teilhabeförderung für pflegebedürftige Menschen durch Mobile Rehabilitation stand im Mittelpunkt des Symposiums „Teilhabe Pflege(n) – Wege zur Selbstbestimmung und Teilhabe im Pflegeheim“, das die Bundesarbeitsgemeinschaft Mobile Rehabilitation (BAG MoRe) am 25. Januar 2019 in Berlin durchgeführt hatte. Die Tagung fand in Kooperation mit der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR), der Diakonie Deutschland, dem ISO-Institut Saarbrücken und dem Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaften der Universität Halle statt.

Über 60 Expertinnen und Experten erörterten die Ergebnisse des Forschungsprojekts des Bundesministeriums für Gesundheit zum Rehabedarf und zur Mobilen Geriatrischen Rehabilitation in stationären Pflegeeinrichtungen und trugen damit zum Praxistransfer der Ergebnisse bei. Bei der Mobilen Rehabilitation (MoRe) werden ambulante aufsuchende Rehabilitationsleistungen durch ein interdisziplinäres Team in der Häuslichkeit bzw. im Pflegeheim des Rehabilitanden erbracht. Das soziale Umfeld und Angehörige können so in die Rehabilitation unmittelbar einbezogen und soziale Teilhabe erweitert werden. Bei dem 2018 abgeschlossenen Forschungsprojekt war ein durchschnittlicher Rehabilitationsbedarf bei ca. 22 Prozent der Pflegeheimbewohner festgestellt worden. Die Studie belegte u.a., dass durch MoRe nachhaltig deutliche Verbesserungen der Körperfunktionen und der Teilhabe erreicht werden können.

„Ganz überwiegend wünschen sich Pflegeheimbewohner mit einem festgestellten Rehabilitationsbedarf eine Mobile Reha in ihrem persönlichen Umfeld“, erläuterte Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, Vorsitzender der BAG MoRe und der DVfR. Trotz des großen Bedarfs und des nachgewiesenen Erfolges gibt es deutschlandweit jedoch lediglich 16 Einrichtungen für Mobile Geriatrische Reha sowie zwei weitere MoRe-Einrichtungen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums erörterten in Vorträgen und einer Podiumsdiskussion die Schwierigkeiten bei der Umsetzung der MoRe in Pflegeeinrichtungen. Neben der ungenügenden Bedarfsdeckung wurde als ein weiteres Problem die Konzeption der Pflegeeinrichtungen als überwiegend geschlossene Institutionen mit pflegeorientierten Organisationsstrukturen und vereinheitlichten Arbeitsabläufen identifiziert, die den Bedürfnissen der Bewohner nach selbstbestimmtem Wohnen und Teilhabe nicht gerecht werden. Da Mobile Reha aber auf ein unterstützendes soziales Umfeld zur Realisierung der selbstbestimmten Teilhabe angewiesen ist, stößt diese in Pflegeheimen oft an ihre Grenzen. In der Diskussion erörterten die Expertinnen und Experten mögliche Ansatzpunkte für Veränderungen in Pflegeeinrichtungen, um Teilhabe zu ermöglichen: Aufgabe der Pflegeheime sollte sein, lebenswerte Wohnwelten mit Möglichkeiten zur selbstbestimmten Teilhabe zu schaffen, z. B. durch Trennung von Wohnen und Pflege. Es müsse sichergestellt werden, dass Bewohner die Entscheidungshoheit über ihre Angelegenheiten im Sinne der Selbstbestimmung behalten und ihre individuellen Teilhabewünsche artikulieren und umsetzen können. Darauf bezogen sollten die Strukturen und Prozessabläufe in der Einrichtung organisiert werden. Außerdem sollten nach Möglichkeit die Angehörigen für Teilhabebelange verantwortlich eingebunden werden. Für den besseren Zugang zur Rehabilitation sei es außerdem erforderlich, das Reha-Antragsverfahren zu vereinfachen.

Die demographische Entwicklung mit stark zunehmender Zahl pflegebedürftiger Menschen und dem gleichzeitigen Mangel an Pflegefachkräften stellt eine große Herausforderung dar, für die Lösungen notwendig sind. Die Verbesserung der Rehabilitation pflegebedürftiger Menschen, auch in Pflegeeinrichtungen, durch Mobile Rehabilitation ist dafür ein zielführender Ansatz.

Lesen Sie hier den ausführlichen Veranstaltungsbericht.

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Ein gemütlicher Empfang

Die umgestaltete Eingangshalle der Dr. Becker Klinik Norddeich lädt zum Verweilen ein.

Die Eingangshalle der Dr. Becker Klinik Norddeich erstrahlt nach vier Monaten Umbau in neuem Glanz. 275.000 € hat die Klinikgruppe in die Umgestaltung der Räumlichkeiten investiert. Patienten/innen und Mitarbeiter/innen sind begeistert vom Ergebnis.

Norddeich, 06.03.2019. Mit einem gemütlichen Lounge-Bereich, einer Erweiterung der Rezeption und einer komplett neuen Möblierung ist der Umbau der Eingangshalle  der Dr. Becker Klinik Norddeich abgeschlossen. Seit November 2018 war der Empfangsbereich in zwei Bauabschnitten renoviert worden. 275.000 € hat die Klinik in die Neugestaltung investiert. Ein Highlight des Umbaus ist die Decke, deren Beleuchtung nun in drei Licht-Szenarien programmierbar ist.

Neue Aufenthaltsqualität

„Wir wollten unsere Eingangshalle einladender gestalten und unseren Patienten eine neue Aufenthaltsqualität bieten – das ist uns gelungen“, freut sich Verwaltungsdirektor Bernd Hamann. „Die neue Eingangshalle kommt sehr gut an, bei Patienten und Mitarbeitern.“

Mit Ohrensesseln und dunklen Farben lädt der neu geschaffene Lounge-Bereich mit Blick auf den Deich nun zum Zurückziehen und  Entspannen ein. „Wir arbeiten in allen neun Dr. Becker Kliniken nach den Leitlinien von Healing Architecture. Das heißt, wir achten darauf, den Genesungsprozess der Patienten durch z.B. besondere Farben, Lichtverhältnisse, Ruhebereiche oder einen schönen Blick zu unterstützen“, erläutert Christine Neuhaus, leitende Architektin der Dr. Becker Klinikgruppe. „Das haben wir nun auch in Norddeich beim Umbau der Eingangshalle berücksichtigt.“

Mitarbeiteranregungen berücksichtigt

Neben den Patienten/innen haben auch die Mitarbeiter/innen vom Umbau profitiert. Ihre Wünsche wurden bei der Renovierung der Rezeption berücksichtigt: „Unsere Mitarbeiter haben Vorschläge und Wünsche an uns herangetragen, welche baulichen Maßnahmen ihre Arbeit angenehmer gestalten könnten“, erklärt Verwaltungsdirektor Hamann. „Diese Anregungen haben wir gerne mit aufgenommen und umgesetzt“. So sei der Empfangsbereich erweitert und mehr Lagerfläche für Pakete und Patientengepäck geschaffen worden.

Dr. Becker Klinik Norddeich

Die Dr. Becker Klinik Norddeich ist eine Einrichtung für orthopädische und psychosomatische Rehabilitation. Insgesamt behandeln die rund 150 Mitarbeiter/innen unterschiedlicher Fachrichtungen über 3.800 Patienten/innen jährlich. Direkt an der Nordsee in attraktiver Lage, bietet die Klinik den Patienten wirksame Therapie und Regeneration in einem einzigartigen Klima. Die gesundheitsfördernde, immunstimulierende Meeresluft mit ihrem hohen Feuchtigkeits-, Jod- und Salzgehalt unterstützt dabei durch die Aktivierung von Selbstheilungskräften den Gesundungsprozess. Die Dr. Becker Klinik Norddeich bietet Rehabilitationsleistungen für Patienten/innen aller Kassen und Rentenversicherer sowie für Privatpatienten/innen, Beihilfeempfänger/innen und Selbstzahler/innen an. www.dbkg.de/klinik-norddeich

 

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