Donnerstag, September 27th, 2018

 

Bundesrat mahnt an Pflegekräfte in Rehabilitationseinrichtungen bei der Pflegereform zu berücksichtigen

Das Gebäude des Bundesrates © Bundesrat

Am vergangenen Freitag hat der Bundesrat nach der parlamentarischen Sommerpause in seiner 970. Sitzung 106 Tagesordnungspunkte – 113 Vorlagen – 55 Reden – absolviert.

Unter Top 34 hat sich der Bundesrat zum Sofortprogramm Pflege der Bundesregierung geäußert und zahlreiche Änderungen vorgeschlagen. Er begrüßte dabei die geplante Entlastung der Pflegekräfte durch eine bessere Personalausstattung und bessere Arbeitsbedingungen bausdrücklich. Seiner Ansicht nach muss das Sofortprogramm Pflege auch für Rehabilitationseinrichtungen gelten, denn dort sind die Pflegekräfte genauso belastet wie in Krankenhäusern und Pflegeinrichtungen. Blieben Reha-Kliniken weiter außen vor, dann sei zu befürchten, dass Pflegekräfte aus diesem Bereich in die besser gestellten Krankenhäuser und stationären Pflegeeinrichtungen abwanderten, warnen die Länder.

Die Stellungnahme der Länder wird nun über die Bundesregierung in das Bundestagsverfahren eingebracht.

Im Original heisst es in der Beschlussdrucksache hierzu: “Die Pflegekräfte in den Rehabilitationseinrichtungen sind ähnlichen Belastungen ausgesetzt wie Pflegekräfte in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Der vorliegende Gesetzentwurf trägt jedoch nur der Stärkung der bedarfsgerechten Ausstattung der medizinischen Behandlungspflege in Krankenhäusern und stationären Pflegeeinrichtungen Rechnung. Es steht zu befürchten, dass sich in der Folge die Personalprobleme in den Rehabilitationseinrichtungen durch Abwanderung der Pflegekräfte in Krankenhäuser und stationäre Pflegeeinrichtungen noch verschärfen werden. Vor diesem Hintergrund sollten die Rehabilitationseinrichtungen im „Sofortprogramm Pflege“ ebenfalls Berücksichtigung finden.”

Wir berichteten zum Thema:

 

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Exklusive Einblick in die Klinik am Park Bad Lippspringe für FSJler

Dr. Andrej Volkon und Ulrike Dürdodt (v. r.) freuten sich über den Austausch in der Klinik am Park in Bad Lippspringe. (Foto: Heiko Appelbaum)

Suchtbiografien als Augenöffner

Die Patientinnen und Patienten der Klinik am Park in Bad Lippspringe, einer Klinik für Abhängigkeitserkrankungen, haben sehr individuelle Suchtbiografien.
In der Reha-Klinik werden erwachsene Frauen und Männer aufgenommen, die unter Pathologischem Glücksspielen, Alkohol- oder Medikamentenabhängig leiden. Begleit- und Folgeerkrankungen, wie Persönlichkeitsstörungen, Depressionen und Angsterkrankungen werden mit behandelt.
Es waren ungeschminkte Einblicke, die jetzt einige Patienten einer Gruppe junger Menschen gaben. Die Gäste absolvieren derzeit über den IN VIA Diözesanverband Paderborn für Mädchen- und Frauensozialarbeit e.V. ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) und besuchen in diesem Rahmen soziale Einrichtungen, um Informationen über Berufsbilder zu erlangen.
Dr. Andrej Volkon, Leitender Oberarzt in der Klinik am Park, freute sich über das Interesse der FSJler: “Wir setzen im Rahmen unserer Informationsarbeit auf den offenen Dialog. Davon profitieren beide Seiten: Gäste und Patienten.”
Die Besuchergruppe wurde seitens IN VIA von der Seminarleiterin Ulrike Dürdodt begleitet. Sie begrüßte das außergewöhnliche Praxiselement und lobte das große Interesse am beiderseitigen Austausch.
Die Klinik für Abhängigkeitserkrankungen des Medizinischen Zentrums für Gesundheit wird von der Chefärztin Dr. Regina von Einsiedel geleitet und hat 70 Betten.

www.medizinisches-zentrum.de
www.inviadiv-paderborn.de

 

Kontakt für Rückfragen:
Heiko Appelbaum
-Pressesprecher-
Medizinisches Zentrum für Gesundheit GmbH
MZG-Westfalen
Peter-Hartmann-Allee 1
33175 Bad Lippspringe
Tel.: 05252/95-1038
E-Mail: h.appelbaum@medizinisches-zentrum.de
www.medizinisches-zentrum.de

 

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Qualitätskongress von DEGEMED und Fachverband Sucht

Wettbewerbsfähigkeit der Reha-Branche hängt vom Wissensmanagement ab!

Berlin, 27.09.2018. Mit über 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern startet heute der Gemeinsame Qualitätskongress von DEGEMED und Fachverband Sucht (FVS) in Berlin. Ein Schwerpunkt der zweitägigen Veranstaltung ist das Thema „Wissen der Einrichtung“. Effektives Wissensmanagement wird bei Anbietern der Gesundheitswirtschaft immer bedeutender. Die neue DIN ISO 9001 misst ihm deutlich höheres Gewicht als früher zu.

„Die Kompetenz der Mitarbeiter ist die wichtigste Ressource der Reha-Einrichtungen. In nahezu allen Gesundheitsberufen herrscht aber akuter Fachkräftemangel. Die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Reha-Branche hängt daher entscheidend davon ab, dass wir das Wissen der Einrichtungen und die Kompetenzen der Mitarbeiter erhalten“, erläutert DEGEMED-Geschäftsführer Christof Lawall am Donnerstag in Berlin. DEGEMED und FVS haben daher ein neues Produkt entwickelt, dass auf dem Qualitätskongress erstmals vorgestellt wird: „Als Marktführer im Qualitätsbereich ist es unser Auftrag, unsere Reha-Einrichtungen beim Wissensmanagement bestmöglich zu unterstützen. Unsere neue Wissensmatrix wird vielen Reha-Einrichtungen dabei helfen, sich mit dem Thema strukturiert und praxisnah auseinander zu setzen“, erklärt Lawall.

Eröffnet wird der Qualitätskongress von Werner Lobinger, der als Mitglied des Deutschen Normenausschusses für Qualitätsmanagement über Hintergründe und Absichten der Autoren bei der Überarbeitung der DIN ISO 9001 informiert. Ein weiterer Schwerpunkt am ersten Kongresstag ist der Datenschutz in Reha-Einrichtungen und die Folgen der neuen EU-Verordnung (EU-DSGVO), die im Mai in Kraft getreten ist. Am Freitag berichten Vertreter der Deutschen Rentenversicherung Bund und der AOK Nordost von ihren Erfahrungen mit den Qualitätsdialogen zwischen Leistungsträgern und Reha-Einrichtungen. Weiterhin stehen das Entlassmanagement der gesetzlichen Krankenkassen und die Pläne der DRV Bund für eine Belegungssteuerung nach Qualitätskriterien auf der Tagesordnung.

Der Qualitätskongress, der gemeinsam von DEGEMED und FVS einmal im Jahr ausgerichtet wird, zählt bundesweit zu den größten Veranstaltungen im Bereich Qualitätspolitik und Qualitätsmanagement in der Rehabilitation. Über 300 Reha-Einrichtungen in ganz Deutschland nutzen das Qualitätsmanagementsystem nach DEGEMED und FVS. Es ist damit mit deutlichem Abstand das System mit der größten Verbreitung. Der Kongress hat sich in den letzten Jahren zur zentralen Informationsplattform für Reha-Einrichtungen und Experten der Leistungsträger und aus der Wissenschaft entwickelt. Er richtet sich an Qualitätsmanagementverantwortliche in Kliniken und an alle, die sich für das Thema Qualitätsmanagement in der Rehabilitation interessieren.

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