Freitag, September 7th, 2018

 

Entlassmanagement für GKV-Rehabilitanden

DEGEMED begrüßt Eröffnung des Schiedsamtsverfahrens

Versicherte, die eine von ihrer Krankenkasse genehmigte stationäre Rehabilitation antreten, haben Anspruch auf ein Entlassmanagement. Die Verhandlungen einer entsprechenden Rahmenvereinbarung sind jedoch gescheitert. Die beteiligten Verbände der Leistungserbringer, zu denen die DEGEMED gehört, haben deshalb gemeinsam mit dem GKV-Spitzenverband das Bundesschiedsamt angerufen.

„Wir begrüßen den Gang vor das Bundesschiedsamt und versprechen uns von diesem Schritt zeitnahe Planungssicherheit für Einrichtungen und Patienten der medizinischen Rehabilitation“, erklärt DEGEMED-Geschäftsführer Christof Lawall.
Die rechtlichen Grundlagen für das Entlassmanagement sind bereits im Sommer 2015 mit dem Gesetz zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) eingeführt worden. Die Details sollten die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der GKV-Spitzenverband unter Beteiligung der maßgeblichen Verbände auf Bundesebene in einem Rahmenvertrag regeln.

Im Dezember vergangenen Jahres hatten die beteiligten Verbände die mehr als zwei Jahre andauernden Verhandlungen für gescheitert erklärt. Grund war der Widerstand der Krankenkassen gegen eine Vergütung des Mehraufwands, der den Reha-Einrichtungen durch das Entlassmanagement entsteht. „Zusätzliche Leistungen müssen auch bezahlt werden“, erläutert Lawall die Forderung der Reha-Verbände nach einer entsprechenden Klausel im Rahmenvertrag. „Die Vergütungssätze der Krankenkassen liegen schon heute weit unter dem tatsächlichen Bedarf. Mit dem Schritt, das Schiedsamt anzurufen, setzen wir auf eine faire Lösung im Sinne unsere Mitglieder und der Rehabilitanden.“

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Schultüte zur Begrüßung: Kooperation gibt Pflege-Azubis neue Möglichkeiten im Rahmen der praktischen Ausbildung

In Deutschland fehlt es an Pflegepersonal. Der Fachkräftemangel wirkt sich auch auf Reha-Kliniken aus. Strategien zur Mitarbeitergewinnung und -bindung sind gefragt! Da eine Reha-Klinik nicht selbst Pflegepersonal ausbilden darf, geht man in der Knappschafts-Klinik Bad Driburg den Weg der Kooperation mit Krankenpflegeschulen, deren Träger Krankenhäuser aus der Region sind.
Die Schwerpunktklinik für kardiologische Rehabilitation kooperiert bereits seit 2011 mit der Krankenpflegeschule des Klinikum Weser-Egge mit insgesamt 859 Betten an vier Standorten im Kreis Höxter. Die Kooperation mit Krankenpflegeschulen wurde ausgeweitet und mit dem Bildungszentrum St. Johannisstift ergänzt. Die Stiftung St. Johannisstift betreibt u.a. das Ev. Krankenhaus St. Joannisstift mit 213 Betten in Paderborn.
Mit dem Praxiseinsatzort in der Knappschafts-Klinik bietet das St. Johannisstift den Azubis der Gesundheits- und Krankenpflege eine Chance, berufliche Einblicke und Erfahrungen in einer Rehaklinik mit Schwerpunkt Kardiologie (Herzmedizin) und Angiologie (Gefäßmedizin) zu sammeln. In der Knappschafts-Klinik werden Patienten mit Erkrankungen des Herz- und Kreislaufsystems wie koronarer Herzkrankheit, Herzklappenerkrankungen, arteriellen Verschlusskrankheiten oder Bluthochdruck, sehr häufig im Rahmen von Anschlussheilbehandlungen nach Herz- und Gefäßoperationen und nach Herzinfarkten behandelt.
Im Rahmen der dreijährigen Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege sind die Azubis zum Großteil im Krankenhaus auf den unterschiedlichen Stationen tätig. Zudem gibt es weitere Praxiseinsätze von vier bis sechs Wochen bei Kooperationspartnern wie der Knappschafts-Klinik in der Region. „Damit ermöglichen wir den Azubis, die Vielfalt ihrer späteren Aufgaben oder Arbeitgeber als Gesundheits- und Krankenpfleger ganz konkret zu erleben.“, erläutert Dirk Lau, Leitung der Krankenpflegeschule St. Johannisstift.

„Wir freuen uns sehr, dass wir als Knappschafts-Klinik nun auch mit dem St. Johannisstift zusammenarbeiten und so einen Beitrag für eine optimale Pflegeausbildung unter Einbezug der ganzheitlichen und individuellen Pflege in der Rehabilitation leisten können.“, fügt Alexander Schunicht, Verwaltungsleiter Knappschafts-Klinik, hinzu. Die Einsätze werden von der Schulleitung geplant und ermöglichen einen breit gefächerten Einblick in die praktischen Arbeitsfelder einer Pflegekraft in einer Reha-Klinik. Praxisanleiter/innen in der Knappschafts-Klinik helfen den Schülern, das vermittelte Wissen in der Pflegepraxis einzuüben, zu reflektieren und selbstständig anzuwenden. Pflegedienstleitung Annette Baacke ergänzt: „Gut ausgebildetes und qualifizierte Pflegefachkräfte sind uns wichtig, um den alltäglichen Anforderungen und Bedürfnissen unserer Patienten kompetent und den medizinischen Herausforderungen ständig auf aktualisiertem, höchsten Niveau begegnen zu können. Die Krankenpflege leistet einen wesentlichen Beitrag zu einer erfolgreichen Rehabilitation. Die therapeutische Pflege dient dazu, den Patienten zu aktivieren und seine Selbstständigkeit soweit wie möglich wiederherzustellen und hat die Aufgabe, eine individuelle, ganzheitliche pflegerisch-therapeutische Versorgung umzusetzen.“

Kooperation zwischen dem Bildungszentrum St. Johannisstift und der Knappschafts-Klinik Bad Driburg

Bild (von links)
Freuen sich sehr über die Kooperation im Rahmen der praktischen Ausbildung, Annette Baacke, Pflegedienstleitung Knappschafts-Klinik, Bianca Mönnekes, Praxisanleiterin und Krankenschwester Knappschafts-Klinik, Martina Kösters, Pflegeschülerin St. Johannisstift, Dirk Lau, Leitung Krankenpflegeschule St. Johannisstift, Alexander Schunicht, Verwaltungsleitung Knappschafts-Klinik

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