Sonntag, August 5th, 2018

 

Zertifiziert: Dr. Becker Klinik Möhnesee ist optimale Klinik für herzkranke Diabetiker

Die Dr. Becker Klinik Möhnesee bietet herzkranken Diabetikern eine ganzheitliche Betreuung und Versorgung.

Möhnesee. Die Dr. Becker Klinik Möhnesee darf sich über eine weitere Auszeichnung freuen: Sie wurde von der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen e.V. (DGPR) und der Stiftung „Der herzkranke Diabetiker“ (DHD) als “Anschlussheilbehandlungs-Klinik für herzkranke Diabetiker” zertifiziert.

Abgestimmte Behandlung steigert Lebenserwartung

Die Dr. Becker Klinik Möhnesee ist auf kardiologische, psychokardiologische und psychosomatische Rehabilitation spezialisiert. Um ihren Patienten/innen auch in puncto Diabetes eine umfassende Behandlung garantieren zu können, kooperiert sie bereits seit vielen Jahren eng mit der Abteilung Diabetologie des Marienkrankenhauses Soest. Im Rahmen dieser bewährten Zusammenarbeit finden unter anderem regelmäßige gemeinsame Fallkonferenzen statt. „Für Diabetiker ist es wichtig, dass sie nach einem Herzereignis bzw. einem operativen Eingriff am Herzen in der anschließenden Reha sowohl kardiologisch als auch diabetologisch gut betreut werden“, sagt Dr. med. Rainer Schubmann, Chefarzt Kardiologie und Psychokardiologie der Dr. Becker Klinik Möhnesee. „Nur so kann die Behandlung nachhaltig wirksam sein und die Lebenserwartung betroffener Patienten gesteigert werden.“

Das Zertifikat zur Anschlussheilbehandlung herzkranker Diabetiker wurde 2008 von der DGPR und der Stiftung DHD entwickelt. Mit dessen Hilfe will man Patienten/innen, Kostenträgern und Ärzten/innen die Suche nach geeigneten Reha-Kliniken erleichtern. Ausgezeichnet werden solche Einrichtungen, die entsprechende Voraussetzungen erfüllen – beispielsweise eine abgestimmte Behandlung von Kardiologen/innen und Diabetologen/innen im Team sowie anwesende Ernährungsfachkräfte und speziell geschultes Pflegepersonal.

Dr. Becker Klinik Möhnesee

Die Dr. Becker Klinik Möhnesee ist auf kardiologische und psychosomatische Rehabilitation spezialisiert. 2.500 Patienten werden jährlich in der nordrhein-westfälischen Klinik auf höchstem medizinischem Niveau versorgt. Mit dem 2007 gegründeten Zentrum für Psychokardiologie gehört die Dr. Becker Klinik Möhnesee außerdem zu den Vorreitern dieser Spezialdisziplin der Medizin. Weitere Informationen unter www.dbkg.de/klinik-moehnesee

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Waldburg-Zeil Fachkliniken Wangen: Versorgung vom Patienten her denken und leben

Wangen – Die Jubilarin habe ihre Hausaufgaben gemacht – mit diesem Lob für die kontinuierliche Investitionen des Trägers Waldburg-Zeil Kliniken, das große Engagement aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die hohe medizinische Qualität des Spezialkrankenhauses bedachten alle Grußwortredner das Geburtstagskind. Ein Festakt bildete am Freitag, dem 13. Juli, den Auftakt zu den dreitägigen Feierlichkeiten anlässlich des 90jährigen Bestehens der Fachkliniken Wangen.

Manne Lucha, Minister für Soziales und Integration in Baden-Württemberg, unterstrich die modernen und zeitgemäßen Strukturen in Wangen und das Bestreben aller, sektorenübergreifend zu agieren. Dr. Gundula Roßbach, Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, beschrieb das neue Gewicht, das Kinder- und Jugendreha seit  der Verabschiedung des Flexirentengesetzes erhalten habe. Sie hob die besondere Rolle hervor, die die Fachkliniken Wangen für die Akzeptanz der Rehabilitation für Kinder und Jugendliche gespielt haben und spielen. Jede Indikation sei es nun wert, mit einer Reha behandelt zu werden, freute sich die Präsidentin der DRV. Damit haben Kinder und Jugendliche eine echte Chance auf Teilhabe, auf ein erfülltes Schul-, Berufs- und Privatleben. Den Mut der Wangener Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte, neue Wege zu beschreiten, stellte auch Andreas Schwarz, Geschäftsführer der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg, in den Mittelpunkt seines Grußwortes. Seite an Seite habe man mit Wangen als Flaggschiff der Kinderreha gemeinsame politische Kampagnen entwickelt. Dr. Christopher Hermann, Vorstandvorsitzender der AOK Baden-Württemberg, thematisierte noch einmal, dass der Focus in Deutschland im 21. Jahrhundert auf Rehabilitation, Prävention und Digitalisierung liegen müsse. Wangen sei ein Vorbild, wie man die Dinge voranbringe.

“Wir müssen im ländlichen Raum nicht alles machen, aber das, was wir machen, müssen wir gut machen.“ 

Den Gedanken des Vorbildes griffen auch die Teilnehmer der Podiumsdiskussion auf, die SZ-Wirtschaftsredakteur Andreas Knoch moderierte. Dr. Jan-Ove Faust, Direktor Medizin und Pflege der Oberschwabenklinik, lobte die Zusammenarbeit mit den Fachkliniken Wangen. Komplex und herausfordernd sei die Pneumologie – deshalb nutze man Kompetenz und Fachlichkeit des Lungenzentrums zum Beispiel in einer gemeinsamen pneumologischen Sprechstunde, im Kompetenzzentrum Lungenrundherde und vielen anderen unspektakuläreren, für den Patienten jedoch oft lebenswichtigen Punkten der Zusammenarbeit. Auch Prof. Tobias Dechow von Onkonet zeigte sich zufrieden mit dem unkomplizierten Miteinander. Er verwies auf das hohe fachliche Niveau, das Patienten dadurch zugutekäme: „Wir müssen im ländlichen Raum nicht alles machen, aber das, was wir machen, müssen wir gut machen.“

Dass sie ihre Sache tatsächlich gut machen, zeigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Tag der offenen Tür.  Sie ließen hochkomplizierte Spezialmedizin an vielen Orten im Lungenzentrum Süd-West, in der Neurologie wie auch in der Rehabilitationsklinik für Kinder und Jugendliche für die mehr als 1000 Gäste erlebbar werden. Viele Besucher hörten zum ersten Mal, warum die Beatmungsmedizin und das so genannte Weaning immer wichtiger werden. Beruhigend zu wissen, dass in Wangen eines der größten zertifizierten Zentren für Beatmungsentwöhnung steht. Andere informierten sich in Fachvorträgen zum Beispiel über die lebensbedrohlichen Hintergründe des Schnarchens oder ließen sich von dem Team der Ernährungsberatung erläutern, warum es sich lohnt, immer wieder seine Ernährungsgewohnheiten unter die Lupe zu nehmen. Und manchmal traf man Mitarbeiter auf sozusagen fachfremden Stationen, die schon längst mal wissen wollten, womit sich die Kollegen aus dem Nachbargebäude beschäftigen. Gar nicht so selbstverständlich, alle Fachbereiche zu kennen in diesem 400-Betten-Haus mit seinen 800 Mitarbeitern!

Spaß hatten die Besucher nicht nur bei ungewöhnlichen Aktionen wie der Reise eines Tiefkühlhähnchens durch das 3D-CT oder der Gummibärchen-Bronchoskopie. größere und kleinere Kinder tobten im Abenteuerland, hielten den Atem an bei den Vorführungen im Hochseilgarten oder beim Bungeejumping. Viele staunten, dass Schulunterricht für alle Altersstufen und Schularten selbstverständlich mit zu einem Rehaaufenthalt in Wangen gehört. Auf großes Interesse stießen sowohl die neu gebauten Station im Haupthaus, die am Freitag eröffnet wurde, als auch die ebenso neuen Apartment für Kinder mit ihren  Begleitpersonen.

Die Türen stehen Patienten stets offen – und die Herzen noch weiter

Einen kleinen Blick in die zurückliegenden 90 Jahre konnten Interessierte in alten Fotoalben, präsentiert vom Seelsorgeteam, in der Kapelle werfen. Und mancher Besucher hatte eigene Erinnerungsstücke aus der Zeit der Kinderheilstätte dabei. So fand an diesem Festwochenende alles seinen Raum: die Würdigung der Vergangenheit und der heutigen Leuchttürme des Spezialkrankenhauses, die Vielfalt der Hightech-Medizin und die Tradition. Das Motto der Eröffnung 1928 ist das Motto der Fachkliniken Wangen von heute. Die Türen stehen Patienten stets offen – und die Herzen noch weiter.

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