Dienstag, Juni 19th, 2018

 

Ab 19. Juni online Fragen zur SBV-Wahl stellen und in Expertenrunde diskutieren

Die Schwerbehindertenvertretung (SBV) ist ein wichtiger Wegbereiter für Inklusion am Arbeitsplatz. Doch in vielen Betrieben und Dienststellen mit schwerbehinderten und gleichgestellten Beschäftigten gibt es sie nicht. Im Herbst finden deutschlandweit die turnusgemäßen SBV-Wahlen statt. Fragen zur Wahl der SBV können ab 19. Juni 2018 im Online-Forum „Fragen – Meinungen – Antworten zum Rehabilitations- und Teilhaberecht“ gestellt und mit Experten erörtert werden. Die Online-Diskussion dauert etwa drei Wochen und richtet sich an Vertrauenspersonen und ihre Stellvertreter/-innen, schwerbehinderte und gleichgestellte Beschäftigte, Betriebs- und Personalräte sowie Praktiker/-innen, bspw. in Personalabteilungen, Verbänden und Integrationsämtern.

Die SBV fördert die Eingliederung schwerbehinderter Menschen in Betrieben oder Dienststellen, vertritt ihre Interessen und steht ihnen beratend zur Seite. Sie überwacht die Einhaltung des geltenden Rechts, geht Anregungen oder Beschwerden nach und ist vom Arbeitgeber vor einer Kündigung von schwerbehinderten Beschäftigten zu informieren und anzuhören. Trotz ihrer wichtigen Rolle ist die SBV nicht in allen Betrieben oder Dienststellen mit mindestens fünf schwerbehinderten Beschäftigten eine Selbstverständlichkeit. Das kann verschiedene Ursachen haben.

Mitunter sind die formalen Abläufe der SBV-Wahl eine große Herausforderung. Welches Wahlverfahren ist vorzubereiten? Wie sind die getrennten Wahlgänge für Vertrauenspersonen und ihre Stellvertreter/-innen durchzuführen? Welche Fristen sind zu beachten? Und wer unterstützt die Wahlvorstände dabei, die Barrierefreiheit der Wahl sicherzustellen?

Ab 19. Juni 2018 ist das Online-Forum unter http://fma.reha-recht.de für „Fragen zur Wahl der Schwerbehindertenvertretung“ freigeschaltet. Interessierte können sich anmelden, sofort Fragen stellen und Beiträge schreiben. Folgende Experten werden die Online-Diskussion begleiten:

  • Nils Bolwig (Gewerkschaftssekretär/Vorstand IG Metall, Frankfurt)
  • Prof. Franz Josef Düwell (Vorsitzender Richter a. D. am Bundesarbeitsgericht und Honorarprofessor an der Universität Konstanz)
  • Prof. Dr. Wolfhard Kohte (Zentrum für Sozialforschung Halle e. V. an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg),
  • Ass. iur. Matthias Liebsch (Zentrum für Sozialforschung Halle e. V. an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)
  • Rolf Milting (Vertrauensperson schwerbehinderter Menschen, Kühne + Nagel, Hamburg, Verbandsmitglied VERDE Verband der Vertrauenspersonen in Deutschland e. V.)

Die Diskussion wird anschließend in einem Fachbeitrag zusammengefasst und im Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht unter www.reha-recht.de veröffentlicht.

Über die DVfR

Die DVfR ist die einzige Vereinigung in Deutschland, in der Vertreterinnen und Vertreter aller Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation, Teilhabe und Selbstbestimmung.

Über Reha-Recht.de

Das Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht unter www.reha-recht.de dient als Plattform für die Verbreitung der nicht hinreichend bekannten, zuletzt durch das Bundesteilhabegesetz geänderten Rechtsnormen v. a. des SGB IX. Hierzu werden die aktuelle Rechtsprechung und Verwaltungspraxis sowie Gesetzgebungsprozesse analysiert und kommentiert. Der juristischen Fachöffentlichkeit und Akteuren in Betrieben, Institutionen und Verbänden steht damit ein Forum für den interdisziplinären Austausch zu Rechtsfragen zur Verfügung. Ziel ist es, die Anwendung und Weiterentwicklung des Rehabilitations- und Teilhaberechts zu unterstützen.

Ansprechpartner

Steffen Heidt
Koordination Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht

Tel.: 06221 / 18 79 01-22
E-Mail: s.heidt@dvfr.de

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Stationsäquivalente psychiatrische Behandlung: Gemeinsame Eckpunkte für eine bedarfsgerechte Versorgung

Die DGPPN hat gemeinsam mit 19 weiteren Fachgesellschaften und Verbänden ein Eckpunktepapier zur stationsäquivalenten psychiatrischen Behandlung (StäB) veröffentlicht. Nachdem die Einführung der StäB aus Sicht der DGPPN bereits einen wichtigen Meilenstein für eine patientenorientierte, bedarfsgerechte Versorgung markierte, soll das Eckpunktepapier nun als Hilfestellung für den Behandlungsalltag dienen und die Kooperation der ambulanten und stationären Leistungserbringer fördern.

Mit der Einführung des Gesetzes zur Weiterentwicklung der Versorgung und Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen (PsychVVG) und der damit verbundenen stationsäquivalenten psychiatrischen Behandlung (StäB) gemäß § 115d SGB V haben Krankenhäuser mit Pflichtversorgung seit 01.01.2018 die Möglichkeit, eine komplexe, aufsuchende, zeitlich begrenzte Behandlung durch ärztlich geleitete, multiprofessionelle Teams im privaten Lebensumfeld der Patienten zu erbringen.

Mit einem gemeinsamen Eckpunktepapier haben nun unter Moderation der DGPPN 20 Fachgesellschaften und Verbände Kriterien für diese an eine StäB gebundene, strukturierte und sektorenübergreifende Zusammenarbeit entwickelt. Es beinhaltet Kriterien, die aufzeigen, wie die neuen Behandlungsmöglichkeiten unter Einbezug der vor Ort bestehenden Versorgungsstrukturen effektiv und optimal gestaltet werden können. „Wir sehen in der stationsäquivalenten Behandlung eine große Chance, für eine bedarfsgerechte Versorgung von Menschen mit insbesondere schweren psychischen Erkrankungen“, kommentiert Professor Arno Deister, Präsident der DGPPN, die neue gesetzliche Regelung. „Erwiesenermaßen erreichen wir die bestmöglichen Therapieziele, wenn wir ausgehend vom Patienten und seinen Bedürfnissen eine passgenaue Versorgung anbieten.“

Dazu ergänzt Dr. Iris Hauth, Past President der DGPPN: „Wir sehen hier einen klaren Handlungsauftrag, uns gemeinsam mit den Verbänden der stationären und ambulanten Leistungserbringer für eine verbindliche Zusammenarbeit aller am Behandlungsprozess beteiligten Gruppen einzusetzen. Mit diesem Ziel soll das Eckpunktepapier die wichtigen Impulse aus dem PsychVVG weiterführen und als Empfehlung für die Beteiligten vor Ort dienen.“

In vielen Regionen in Deutschland besteht bereits eine Kultur der vernetzten Kooperation aller stationären und ambulanten Leistungserbringer. Im Interesse der Hilfesuchenden sollen die im Eckpunktepapier beschriebenen Kriterien auch dazu beitragen, Doppelstrukturen und Aufspaltungen des Versorgungssystems soweit wie möglich zu vermeiden bzw. abzubauen.

Das Eckpunktepapier ist eine gemeinsame Initiative von:

Berufsverband Deutscher Nervenärzte e. V. (BVDN)
Berufsverband Deutscher Psychiater e. V. (BVDP)
Bundesarbeitsgemeinschaft Gemeindepsychiatrischer Verbünde e. V. (BAG GPV)
Bundesdirektorenkonferenz e. V. (BDK)
Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e. V. (BFLK)
Bundesinitiative Ambulante Psychiatrische Pflege e. V. (BAPP)
Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen e. V. (BApK)
Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e. V. (BeB)
Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener e. V. (BPE)
Bundesweites Netzwerk Sozialpsychiatrischer Dienste
Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie e. V. (CBP)
ChefärzteInnen der Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie an Allgemeinkrankenhäusern (ackpa)
Dachverband Gemeindepsychiatrie e. V.
Deutsche Fachgesellschaft Psychiatrische Pflege e. V. (DFPP)
Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie e. V. (DGGPP)
Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V. (DGPPN)
Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie e. V. (DGSP)
Deutsche PsychotherapeutenVereinigung e. V. (DPtV)
Diakonie Deutschland e. V.
Lehrstuhlinhaber für Psychiatrie und Psychotherapie e. V. (LIPPs)
Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V.

Zum vollständigen Eckpunktepapier

Kontakt
DGPPN-Pressestelle
Reinhardtstraße 27 B
10117 Berlin
Telefon: 030 2404772-11
pressestelle@dgppn.de

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DDG und diabetesDE fordern konkrete Ausgestaltung der nationalen Diabetesstrategie auf Länderebene

Gesundheitsministerkonferenz muss Diabetes als länderübergreifende Herausforderung begreifen

Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) und diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe appellieren anlässlich der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) an die Länder, gemeinsam konkrete Maßnahmen zur strukturierten Verbesserung der Versorgung von Diabetespatienten einzuleiten.

„Der Koalitionsvertrag auf Bundesebene legt eine nationale Diabetes-Strategie fest. Die Länder sollten ihre Anstrengungen zur Umsetzung gemeinsam koordinieren, damit kein Flickenteppich entsteht“, so Professor Dr. med. Dirk Müller-Wieland, Präsident der DDG. „Auf der Agenda der GMK für 2018 stehen die sektorenübergreifende Versorgung, Prävention und Patientenorientierung. Diese Kernthemen nennt auch der Koalitionsvertrag, sie müssen jetzt mit Leben gefüllt werden – sowohl im Hinblick auf die nationale Diabetesstrategie, als auch auf die Überarbeitung des Präventionsgesetzes“, sagt Dr. med. Jens Kröger, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe.

Diabetes muss als eine länderübergreifende Herausforderung verstanden werden. Diese chronische Krankheit breitet sich in Deutschland rasch aus. Fast sieben Millionen Menschen sind betroffen, und jeden Tag kommen fast 1.000 Neuerkrankte hinzu. Dabei zeigen sich bezüglich der Prävalenz des Typ-2-Diabetes in den einzelnen Bundesländern gravierende Unterschiede. Auf der Basis vertragsärztlicher Abrechnungen aller gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland lag die standardisierte Prävalenz im Osten Deutschlands im Jahr 2015 mit 11,6 Prozent deutlich über der Schätzung in Westdeutschland mit 8,9 Prozent. Spitzenwerte von über 12 Prozent fanden sich in den nordöstlichen Bundesländern, im Saarland und großen Teilen von Baden-Württemberg. Ähnliche regionale Unterschiede mit einem deutlichen Nord-Ost/Süd-Gefälle finden sich auch hinsichtlich der Verbreitung von Prädiabetes, einer Vorstufe von Diabetes, und unentdecktem Diabetes.

Die unterschiedliche Prävalenz zeigt, dass die Versorgungsstrukturen dem jeweiligen Bedarf angepasst werden müssen. Um jedoch genau herauszufinden, wie die Versorgungsqualität in den einzelnen Bundesländern verbessert werden kann, ist eine Vernetzung vorhandener, partieller Diabetes-Register und langfristig der gemeinsame Aufbau eines nationalen Diabetes-Registers notwendig. Zwei bereits etablierte deutschlandweite Diabetesregister sind die „Diabetes-Patienten-Verlaufsdokumentation“ (DPV) sowie die „Diabetes-Versorgungs-Evaluation“ (DIVE). Die Verbindung dieser Datenbanken bietet eine für Deutschland einzigartige Basis, mehr Transparenz über die gesundheitliche Versorgung von Menschen mit Diabetes in Deutschland herzustellen. Die Versorgungsforschung kann anhand dieser Daten Informationen aus der Versorgungsroutine, die über Verschreibungs- oder Kassendaten hinausgehen, sammeln und auswerten. „In Skandinavien gibt es eine gesetzliche Vorgabe, Erkrankungsverläufe und deren Behandlung lückenlos zentral zu erfassen. Dies könnte auch hierzulande Millionen von Patienten helfen, eine wirksamere Versorgung zu erhalten“, so Professor Dr. med Baptist Gallwitz, Mediensprecher der DDG.

Die Zahl der Neuerkrankungen von Diabetes-Typ-2 langfristig zu senken, kann hingegen nur mit flächendeckender Verhältnisprävention gelingen. Die Maßnahmen müssen die Verhältnisse, in denen wir leben, gesünder machen. Besonders Kinder und Jugendliche sowie Menschen, die für Gesundheitsinformationen schwer zugänglich sind, würden langfristig von Verhältnisprävention profitieren. „Hier fordern wir beispielsweise seit Jahren, dass sich die Länder zu den einheitlichen Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für KiTa- und Schulernährung verpflichten. Hier sollten die Minister der GMK gemeinsam mit der Kultusministerkonferenz eine verbindliche Regelung abstimmen“, erklärt Müller-Wieland.

Schließlich müssten vor allem die Betroffenen in den Fokus genommen werden: „Eine konsequente Patientenorientierung, wie sie nun im Koalitionsvertrag für alle gesundheitspolitischen Entscheidungen gefordert wird, impliziert die Berücksichtigung originärer Patientenbewertung von Versorgungsleistungen sowie ein Mitbestimmungsrecht von Patienten in allen Gremien, die versorgungsrelevante Entscheidungen treffen“, so Kröger. „Wir erwarten deshalb von der Koalition, dass Patientenorganisationen in die Konzeptionierung der nationalen Diabetesstrategie einbezogen werden“, so der Hamburger Diabetologe.

Quelle zur Epidemiologie des Diabetes in Deutschland im Gesundheitsbericht Diabetes 2018:
https://www.diabetesde.org/system/files/documents/gesundheitsbericht_2018.pdf

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Jetzt bewerben für die DDG Medienpreise 2018!
Die DDG schreibt in diesem Jahr vier Medienpreise aus, die mit insgesamt 6.000 Euro dotiert sind. Eingereicht werden können Artikel (Print und Online), Fernseh- und Hörfunk-Beiträge sowie Websites, Blogs oder You-Tube-Videos (für die neue Kategorie „Online-Sonderpreis“), die zwischen dem 1. August 2017 und dem 31. Juli 2018 publiziert wurden. Einsendeschluss ist der 31. Juli 2018. Weitere Informationen zur Ausschreibung auf der DDG Webseite: https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/presse/medienpreis-der-ddg/medienp…
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Über die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG):
Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) ist mit mehr als 9.000 Mitgliedern eine der großen medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften in Deutschland. Sie unterstützt Wissenschaft und Forschung, engagiert sich in Fort- und Weiterbildung, zertifiziert Behandlungseinrichtungen und entwickelt Leitlinien. Ziel ist eine wirksamere Prävention und Behandlung der Volkskrankheit Diabetes, von der mehr als sechs Millionen Menschen in Deutschland betroffen sind. Zu diesem Zweck unternimmt sie auch umfangreiche gesundheitspolitische Aktivitäten.

Kontakt für Journalisten:
Pressestelle DDG
Kerstin Ullrich
Postfach 30 11 20, 70451 Stuttgart
Tel.: 0711 8931-641, Fax: 0711 8931-167
ullrich@medizinkommunikation.org

Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG)
Geschäftsstelle
Katrin Bindeballe
Albrechtstraße 9, 10117 Berlin
Tel.: 030 3116937-24, Fax: 030 3116937-20
bindeballe@ddg.info
http://www.ddg.info

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diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe ist eine gemeinnützige und unabhängige Organisation, die Menschen mit Diabetes, Diabetesberater, Ärzte und Forscher vereint. Gemeinsam schaffen wir Öffentlichkeit für das Thema und vertreten die Interessen der Menschen mit Diabetes. Wir setzen uns für eine bessere Prävention, Versorgung und Forschung im Kampf gegen die Volkskrankheit Diabetes ein. Die Krankheit breitet sich auch in Deutschland rasch aus. 6 Millionen Menschen sind in Behandlung, und jeden Tag kommen fast 1000 Neuerkrankte hinzu.

Gegründet wurde diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) www.ddg.info und dem Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD) www.vdbd.de. Die Selbsthilfe ist innerhalb von diabetesDE durch die selbstständige Selbsthilfeorganisation Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) www.ddh-m.de vertreten.

Spendenkonto 60 60, Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 100 20 500)

diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe
Nicole Mattig-Fabian (Geschäftsführung)
Albrechststraße 9
10117 Berlin
Tel.: +49 (0)30 201677-12
Fax: +49 (0)30 201677-20
E-Mail: mattig-fabian@diabetesde.org

http://www.diabetesde.org
http://www.deutsche-diabetes-hilfe.de

Pressestelle diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe
Julia Hommrich
Pf 30 11 20, 70451 Stuttgart
Tel.: +49 (0)711 8931-423
Fax: +49 (0)711 8931-167
E-Mail: hommrich@medizinkommunikation.org

Weitere Informationen:
http://www.ddg.info
http://www.diabetesde.org

 

Quelle: https://idw-online.de/de/news697809, 19.06.2018

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BDPK-Bundeskongress 2018: Europäische Gesundheitssysteme im Vergleich

Branchentreff von Kliniken in privater Trägerschaft widmete sich in Vorträgen und Diskussionen den Stärken und Schwächen der Gesundheitsversorgung in Europa

Berlin, 18. Juni 2018 – Mit klaren Forderungen eröffnete BDPK-Präsidentin Dr. Katharina Nebel den Branchentreff des Verbandes am 13. Juni 2018 in Berlin. Den amtierenden Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) forderte Nebel auf, das Sofortprogramm Pflege sinnvoll zu ergänzen. Der Fixkostendegressionsabschlag soll gestrichen, der Zugang zu Leistungen der medizinischen Rehabilitation verbessert und der Pflegezuschlag auch für Rehabilitationskliniken gezahlt werden.

Als wichtiges Leistungsmerkmal der deutschen Kliniklandschaft befürwortete der als Ehrengast geladene Jens Spahn in seiner Rede die Trägervielfalt und die Stärken eines wettbewerblich orientierten Gesundheitssystems für eine qualitativ hochwertige medizinische und pflegerische Versorgung der Patienten. Die innovative Kraft privater Klinikträger würde „zu oft verschrien“. Weiter ging Spahn auf die geplanten Pflegeinitiativen der Bundesregierung und die gesundheitspolitischen Schwerpunkte ein wie die sektorenübergreifende Versorgung und Maßnahmen zur Verbesserung der digitalen Infrastruktur.

In der anschließenden Diskussion betonten die BDPK-Präsidentin Dr. Katharina Nebel und BDPK- Hauptgeschäftsführer Thomas Bublitz, bei der Verbesserung der Situation der Pflege dürfen Reha-Kliniken nicht vergessen werden. Gezielte Förderprogramme in Krankenhäusern und Pflegeheimen würden ansonsten zu einem massiven Abwerben der Pflegekräfte aus Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation führen. Rehabilitationseinrichtungen müssen die steigenden Tariflöhne refinanzieren können. Deshalb muss die Geltung der Grundlohnrate für Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation in § 111 SGB V explizit außer Kraft gesetzt werden. Gesundheitsminister Spahn erklärte seine Bereitschaft, sich in der laufenden Amtszeit einer Reform für bessere Rahmenbedingungen des Reha-Bereichs zu widmen.

Die aktuellen Herausforderungen für das deutsche Gesundheitswesen stellte Prof. Dr. Boris Augurzky, Leiter des Kompetenzbereichs Gesundheit beim RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Aufgrund der demografischen Entwicklung spielt unternehmerisches Handeln und damit einhergehend der effiziente Umgang mit begrenzten Ressourcen für eine gesamtgesellschaftlich finanzierbar bleibende Gesundheitsversorgung künftig eine immer größere Rolle. Als Autor des neuaufgelegten Faktenbuchs „Krankenhäuser in privater Trägerschaft 2018“ beim RWI betonte Augurzky, dass private Kliniken wirtschaftlich besser abschneiden als öffentlich-rechtliche und freigemeinnützige Krankenhäuser. Bei der Zufriedenheit der Patienten wurden keine signifikanten trägerspezifischen Unterschiede festgestellt.

Einen praxisnahen Einblick in das staatlich regulierte dänische Gesundheitssystem und den laufenden Reformprozess der dänischen Krankenhäuser gab Matthias Kretzler, Seniorberater für Gesundheitspolitik an der Dänischen Botschaft in Berlin. Zu den Reformergebnissen gehören neben einer starken Zentralisierung und Spezialisierung die Schließung vieler kleiner und mittelgroßer Krankenhäuser. Diese Reform verlief nicht ohne Kritik in der Bevölkerung, bei Hausärzten und Krankenhausbeschäftigten. Einher ging diese Entwicklung mit einem Masterplan zur Digitalisierung des Gesundheitsbereichs sowie einem engen Zusammenwirken zwischen ambulanter und stationärer Versorgung.

Eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung hat im finnischen Gesundheitssystem oberste Priorität und nicht die schnelle Erreichbarkeit von Akutkrankenhäusern, betonte Dr. Uwe Preusker und lenkte den Blick der Kongressteilnehmer in eines der flächenmäßig größten europäischen Länder. Der Publizist und Herausgeber von „Klinik Markt inside“, der seinen Lebensmittelpunkt in Helsinki hat, sprach über die in Finnland voranschreitende Spezialisierung von Krankenhäusern, das interdisziplinäre Zusammenwirken medizinischer Fachkräfte an den Übergängen von der stationärer zu ambulanter Versorgung und den selbstverständlichen Einsatz von Telemedizin und digitalem Fortschritt.

Das französische Gesundheitssystem sucht genau wie Deutschland sinnvolle Lösungen für eine sektorenübergreifende Versorgung chronisch kranker Menschen. Bislang sei dies nur punktuell gelungen, beispielsweise mit französischen Disease Management Programmen und einer Art Innovationsfonds für neue Versorgungsangebote mit qualitativ hohen medizinischen Routinen, berichtete Dr. Gilles Hebbrecht aus dem Ministerium für Soziale Angelegenheiten und Gesundheit in Frankreich.

Eine enge Verzahnung zwischen ambulanten und stationären Leistungserbringern ist in der medizinischen Versorgung in Spanien selbstverständlich, betonte Dr. Mate Ivančić, Geschäftsführer der Region Mitte-Nord und Mitglied der erweiterten Geschäftsführung der Helios Kliniken GmbH. Kürzere Krankenhausverweildauer, geringe Wartezeiten und ein verstärkter Einsatz von medizinischen Apps gehören zum Erfolgsrezept privater Kliniken in Spanien.

Anders als in Deutschland wird in der Schweiz rechtlich nicht zwischen Akutkrankenhäusern und Rehabilitationskliniken unterschieden, erklärte Dr. Willy Oggier, Geschäftsführer der Gesundheitsökonomischen Beratungen AG in der Schweiz. Dementsprechend werden Reha-Patienten genau wie Krankenhaus-Patienten eingewiesen, ohne dass es einer Genehmigung durch die Krankenhäuser bedarf. Auch ist die Vergütung der Leistungserbringer nicht reglementiert wie im deutschen Versorgungssystem.

In Österreich unterliegt die medizinische Rehabilitation, im Gegensatz zu Deutschland, der Bedarfsplanung. Dadurch können sich die Kliniken auf faire Belegungsverfahren verlassen. Das derzeit in der Umsetzung befindliche Ausschreibungsverfahren für Leistungen der Rehabilitation sorge nicht für Unruhe bei den Kliniken, so Mag. Stefan Günther, Generalsekretär des Verbandes der Privatkrankenanstalten Österreich, der in seinem Vortrag Erfahrungen mit dem Reha-Ausschreibungsverfahren in Österreich schilderte.

Ihr Ansprechpartner:

Thomas Bublitz
Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes
Deutscher Privatkliniken e.V.
Friedrichstraße 60
10117 Berlin
Tel.: 0 30 – 2 40 08 99 -0
Fax: 0 30 – 2 40 08 99 -30

presse@bdpk.de
http://www.bdpk.de

Der Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V. (BDPK) vertritt seit über 60 Jahren die Interessen von mehr als 1.000 Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken in privater Trägerschaft. Als deutschlandweit agierender Spitzenverband setzt er sich für eine qualitativ hochwertige, innovative und wirtschaftliche Patientenversorgung in Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken ein.

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IQMP-Anwendertreffen am 09.11.2018 in Berlin

Das Institut für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen (IQMG) lädt die Vertreter der IQMP-zertifizierten Reha-Einrichtungen zum interaktiven Anwendertreffen nach Berlin ein. Im Zentrum der Diskussion soll die Weiterentwicklung der IQMP-Verfahren als praxis- und ergebnisorientierte Qualitätsmanagement-Verfahren stehen.

Seit neun Jahren lassen stationäre Reha-Einrichtungen ihr internes Qualitätsmanagement (QM) erfolgreich zertifizieren. Seitdem sind die QM-Anforderungen bei den meisten Qualitätsverantwortlichen in den Reha-Einrichtungen in Fleisch und Blut übergegangen. Was aber kommt jetzt?

  • Kann das etablierte Qualitätsmanagement in der Praxis auch weiterhin für eine tatsächliche Verbesserung der Rehabilitandenversorgung sorgen oder müssen wir uns in eine andere Richtung weiterentwickeln?
  • Kann QM in der vorgegebenen Form von den Mitarbeitern der Einrichtungen wirklich gelebt werden oder führt es oft zu sinnlosem Dokumentationsaufwand?
  • Wie sollte sich das praxis- und ergebnisorientierte Qualitätsmanagement weiterentwickeln? Wie kann ein QM im richtigen Maß und in zielführender Art und Weise gestaltet werden?

Diese Fragen sollen im Rahmen eines eintägigen IQMP-Anwendertreffens am 09.11.2018 in Berlin mit Qualitätsmanagement-Beauftragten aus Reha-Einrichtungen diskutiert werden, um gemeinsam Ideen und Visionen zur Weiterentwicklung des IQMP-Reha und des IQMP kompakt-Verfahrens zu sammeln. Weitere Informationen zum konkreten Veranstaltungsablauf und zur Anmeldung finden Sie zeitnah auf der Homepage des IQMG unter www.iqmg-berlin.de.

Ansprechpartnerin:

Konstanze Zapff

Institut für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen GmbH (IQMG)

Friedrichstraße 60

10117 Berlin

Tel.:  +49 30 2400899-0

E-Mail: info@iqmg-berlin.de

 

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Noch ein Preis für das Wir-Gefühl

Johannesbad Gruppe gewinnt den Deutschen Preis für Onlinekommunikation 2018 in der Branche Tourismus

Ralf Müller, Leiter Johannesbad Hotels, Simon Pink, Leiter Marketing und Unternehmenskommunikation Johannesbad Gruppe, und Christian Mösbauer, Marketing und Unternehmenskommunikation Johannesbad Gruppe, (von links nach rechts) freuen sich über den Deutschen Preis für Onlinekommunikation – passend zur Sommerparty in Berlin in Hawaiihemden.
Foto: Laurin Schmid, Quadriga

BERLIN/MÜNCHEN. Die Johannesbad Gruppe überholte die Deutsche Bahn und die Dominikanische Republik. Das Familienunternehmen aus Niederbayern sicherte sich jetzt den Deutschen Preis für Onlinekommunikation in Berlin. In der Branche Tourismus überzeugte die Gruppe, die neun Fachkliniken und sieben Hotels unter einem Dach ver-eint, mit der Kampagne „Sei dabei!“ und ihrem Karriereportal johannesbad.de/karriere. Simon Pink, Leiter Marketing und Unternehmenskommunikation der Johannesbad Gruppe, freute sich bei der Preisverleihung in Berlin am Donnerstag, 14. Juni 2018: „Wir sind hier nicht nur dabei, sondern stehen ganz vorne mit unserer Marketingstrategie und dem neuen Karriere-Portal. Nicht nur im Tourismus, also mit unseren Hotels, sondern auch in den anderen Geschäftsbereichen.“

Seit 2016 verfolgt die Johannesbad Gruppe eine neue Markenstrategie. „Sei dabei!“ lautet die einfache und ebenso einleuchtende Botschaft für die neu ins Leben gerufene Dachmarke „Johannesbad“. Damit erreichte das Unternehmen ein besseres Wir-Gefühl unter den Mitarbeitern und schaffte es bereits 2017 auf die Shortlist zum „digital communications award 2017“ in der Kategorie „brand relationship“. Die Kampagne aus einer komplexen Kombination interner und externer Kommunikationsmaßnahmen, bei der die Mitarbeiter der Johannesbad Gruppe im Mittelpunkt stehen, wurde im vergangenen Jahr weiterentwickelt. Nach der Gestaltung einer gemeinsamen Weihnachtskarte 2016, deren Entstehung über die sozialen Medien zu verfolgen war, folgte jetzt ein neues Karriere-Portal. „Wir sind nach wie vor im roll-out Modus. Es werden noch einige weitere wichtige Bausteine folgen“, kündigt Simon Pink an.

27 Sekunden Vielfalt

Auf dem Karriere-Portal repräsentieren Mitarbeiter das Familienunternehmen. „Diese Stimmen machen uns als Arbeitgeber lebendiger“, sagt Simon Pink. „Unseren Mitarbeitern glauben Bewerber mehr als den Informationen in einer Stellenanzeige oder auf unseren Webseiten.“ Ein eigens entwickelter Film zeigt die Zusammenarbeit innerhalb der Johannesbad Gruppe in nur 27 Sekunden: Arzt, Therapeut, Bademeister, Servicepersonal in den Kliniken und Hotels – sie arbeiten Hand in Hand. Weitere Schritte sind bereits geplant – wie Simon Pink erklärt: „Interessenten können sich schon heute direkt über das Portal bewerben. Wir planen aber auch die Vernetzung mit Xing oder LinkedIn.“ Das spart langwieriges Ausfüllen von mehrseitigen Formularen.

Vorne dabei

Die Johannesbad Gruppe überzeugte bereits mehrfach: Sie erhielt den Stevie Award in Gold in der Kategorie „Jugend Marketing Kampagne des Jahres“ und den HR Excellence Award für ein Azubi-Projekt. Die neue Markenstrategie wurde mit dem dritten Platz beim Award der Fachzeitschrift „KU Gesundheitsmanagement“ ausgezeichnet. Bei Focus Business gehört die Gruppe zu den Top-Arbeitgebern Deutschlands; bei Focus Money ist der Geschäftsbereich Hotellerie bester Ausbildungsbetrieb seiner Branche. Dieser ist auch bei kununu ein Top-Arbeitgeber – mit einer Weiterempfehlungsquote von 96 Prozent. Vorstandsvorsitzender Dr. York Dhein freut sich: „Schön, dass unsere konsequente Arbeit zur Zukunftssicherung der Johannesbad Gruppe beiträgt und ein erfolgreiches Miteinander auch außerhalb der Branche wahrgenommen wird!“

Der Deutsche Preis für Onlinekommunikation wird seit 2011 jährlich vom Magazin pressesprecher veranstaltet, um herausragende Projekte, professionelle Kampagnenplanung und zukunftsweisende Strategien digitaler Kommunikation auszuzeichnen. Über 50 Jurymitglieder aus Unternehmenskommunikation, Wissenschaft und Forschung und Online-PR nominieren die Finalisten und wählen am Tag der Preisverleihung die Sieger. Weitere Informationen zum #dpok finden Sie unter www.onlinekommunikationspreis.de.

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