Mittwoch, Mai 23rd, 2018

 

Qualitätsmanagement-Seminare 2018

Das Institut für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen (IQMG GmbH) bietet Schulungen zu den Grundlagen des Qualitätsmanagements im Gesundheitswesen, zu spezifischen Schwerpunktthemen sowie zu den internen Qualitätsmanagement-Verfahren des IQMG (IQMP-Reha und IQMP kompakt) an. Erfahrene Expertinnen und Experten aus der Praxis vermitteln in kleinen Gruppen das Fachwissen, die Kompetenzen und die Fertigkeiten, die für die wachsenden beruflichen Herausforderungen im Qualitätsmanagement notwendig sind. Im Austausch mit den Referentinnen und Referenten und Kolleginnen und Kollegen aus anderen Unternehmen ergibt sich die Chance, aus unterschiedlichen Erfahrungen zu lernen und sich miteinander zu vernetzen. Diese Seminartermine bietet das IQMG für 2018 an:

  • 22. und 23.08.2018: Basis- und Refresherkurs für externe IQMP-Reha-Auditoren
  • 10.09.2018: Selbstbewertung nach IQMP-Reha erfolgreich organisieren, schreiben und bewerten
  • 09. und 10.10.2018: Interne Auditoren-Schulung
  • 29.11.2018: Refresherkurs für externe IQMP-Reha-Auditoren
  • 06. und 07.12.2018: Crashkurs für IQMP-Reha-Qualitätsmanagementbeauftragte

Weitere Informationen zu den Seminaren sowie ein Online-Anmeldetool gibt es auf der Homepage des IQMG unter www.iqmg-berlin.de. Für alle, die für sich noch kein passendes Seminar gefunden haben: Individuelle praxisbezogene Schulungsangebote können nach Bedarf gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen des IQMG geplant und organisiert werden. Anfragen sind zu richten an: info@iqmg-berlin.de.

Informationen zum IQMG:

Die Qualität der Versorgung ist ein zentraler Faktor für den Erfolg von Kliniken in privater Trägerschaft. Mit der Gründung des Institutes für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen (IQMG GmbH) haben die im Bundesverband Deutscher Privatkliniken (BDPK e.V.) organisierten Einrichtungen ihrem hohen Qualitätsanspruch eine Plattform gegeben. Das IQMG setzt sich für die Weiterentwicklung der Qualität in der stationären und rehabilitativen Versorgung in Deutschland ein, berät Reha-Einrichtungen und Krankenhäuser in Fragen der Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagements und bietet mit seinen Seminaren und jährlichen Qualitätstagungen vielfältige Informations- und Vernetzungsmöglichkeiten. Mit dem exzellenzorientierten IQMP-Reha und dem IQMP kompakt bietet das IQMG zwei von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR e.V.) anerkannte interne QM-Verfahren an.

 

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Umgang mit Alzheimer-Patienten: Feste Abläufe helfen Patienten und Angehörigen

Titelbild "Leben mit der Diagnose Alzheimer" (Copyright: Nottebrock / Alzheimer Forschung Initiative e.V.)

Alzheimer Forschung Initiative e.V.

Titelbild "Leben mit der Diagnose Alzheimer" (Copyright: Nottebrock / Alzheimer Forschung Initiative e.V.)

Titelbild “Leben mit der Diagnose Alzheimer” (Copyright: Nottebrock / Alzheimer Forschung Initiative e.V.)

Düsseldorf (ots) – Bei der Alzheimer-Krankheit ist bereits in einem frühen Stadium das Kurzzeitgedächtnis betroffen. Deshalb hilft den Patienten das Festhalten an bekannten Handlungsroutinen und Abläufen. Das empfiehlt die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) in ihrem kostenlosen Ratgeber “Leben mit der Diagnose Alzheimer”, der unter der Telefonnummer 0211 – 86 20 66 0 oder www.alzheimer-forschung.de/diagnose-alzheimer bestellt werden kann.

Was für den Erkrankten in der Vergangenheit wichtig war, sollte so lange wie möglich in dieser Form aufrechterhalten werden. Denn feste Abläufe – zum Beispiel beim Anziehen – können das Gefühl für Sicherheit und Vertrauen stärken. “Menschen mit Alzheimer sollten ermutigt werden, sich selbst anzukleiden, so lange sie dazu in der Lage sind. Aber da die Wahl der Kleidung und die Reihenfolge beim Anziehen oft schwierig sind, sollten Angehörige die Kleidung vorher zurechtlegen”, empfiehlt die AFI in ihrem Ratgeber.

Komplexere Handlungen sollten möglichst in kleinen Schritten vorbereitet und umgesetzt werden, um nicht für Unruhe zu sorgen. Bei einem stufenweisen Vorgehen behält der Patient eher den Überblick über die Situation und Gefühle der Angst und Panik können vermieden werden. Das kann beispielsweise bei der Körperpflege helfen. Hier ist es das Beste, die Aufmerksamkeit immer auf die aktuelle Aufgabe zu richten.

Bestellinformation: Der Ratgeber “Leben mit der Diagnose Alzheimer” kann bestellt werden bei der Alzheimer Forschung Initiative e.V., Kreuzstr. 34, 40210 Düsseldorf; Telefonnummer 0211 – 86 20 66 0; Webseite: www.alzheimer-forschung.de/diagnose-alzheimer

Weitere Informationen zur Alzheimer-Krankheit: https://www.alzheimer-forschung.de/alzheimer/wasistalzheimer/

Über die Alzheimer Forschung Initiative e.V.

Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein. Seit 1995 fördert die AFI mit Spendengeldern Forschungsprojekte engagierter Alzheimer-Forscher und stellt kostenloses Informationsmaterial für die Öffentlichkeit bereit. Bis heute konnte die AFI 230 Forschungsaktivitäten mit über 9,2 Millionen Euro unterstützen und rund 800.000 Ratgeber und Broschüren verteilen. Interessierte und Betroffene können sich auf www.alzheimer-forschung.de fundiert über die Alzheimer-Krankheit informieren und Aufklärungsmaterial anfordern. Ebenso finden sich auf der Webseite Informationen zur Arbeit des Vereins und allen Spendenmöglichkeiten. Botschafterin der AFI ist die Journalistin und Sportmoderatorin Okka Gundel.

Pressekontakt:

Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI)
Dr. Christian Leibinnes
Kreuzstr. 34
40210 Düsseldorf
0211 – 86 20 66 27
presse@alzheimer-forschung.de
www.alzheimer-forschung.de/presse

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Die Polizei löst keine Drogenprobleme

Berlin – BKA-Bericht zur Rauschgiftkriminalität stellt polizeiliche Aktivitäten in den Vordergrund. Was Schäden durch Drogenkonsum stattdessen nachhaltig reduzieren könnte, zeigen Fachverbände in einer neuen Handreichung für die Politik: „Eine moderne Drogenpolitik nützt allen“

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung und das Bundeskriminalamt haben heute mit einer Pressekonferenz in Wiesbaden ihren Bericht zur „Rauschgiftlage“ vorgestellt.

Dazu erklärt Prof. Dr. Heino Stöver, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes akzept e.V.:

„Bei allem Respekt für Polizeiarbeit: Drogenprobleme löst man nicht mit strafrechtlicher Verfolgung von Konsumierenden. Der fortgesetzte Anstieg der Delikte spiegelt einen teuren Kampf gegen Windmühlen, der Unsummen verschlingt, ohne das Problem zu lösen: Illegale Substanzen sind heute so leicht und billig zu bekommen wie nie. Es ist Zeit für neue, wissenschaftlich abgesicherte Wege.“

Lösungen für Individuen und die Gesellschaft

Credit: Deutsche AIDS-Hilfe

Wie individuelle und gesellschaftliche Schäden durch Drogen sich eindämmen ließen, skizzieren Fach- und Selbstorganisationen in einer neuen Handreichung für die Politik. Titel: „Eine moderne Drogenpolitik nützt allen“. akzept, die Deutsche AIDS-Hilfe und JES beschreiben in der Broschüre kurz und prägnant evaluierte Strategien und Best-Practice Beispiele aus anderen Ländern. Das thematische Spektrum reicht von Alkohol und Tabak über „Partydrogen“ bis Heroin.

Winfried Holz, Mitglied im Vorstand der Deutschen AIDS-Hilfe betont:

„Wir können mehr Leben retten, die Gesundheit von Drogen Konsumierenden besser schützen und viele Menschen davor bewahren, abhängig zu werden. Zugleich können wir Folgeschäden des Drogenkonsums für die Gesellschaft erheblich reduzieren. Die Erfolge moderner drogenpolitischer Interventionen sind eindeutig. Es gibt keine Rechtfertigung mehr, einfach weiterzumachen wie bisher.“

Marco Jesse vom Vorstand des Selbsthilfe-Netzwerkes JES erklärt:

„Wer Schäden durch Drogen begrenzen will, muss zunächst akzeptieren, dass manche Menschen Drogen konsumieren. Sie brauchen Unterstützung, um ihre Gesundheit zu erhalten. Damit wird nicht Drogenkonsum gefördert, sondern Gesundheit. Die massenhafte Strafverfolgung von Konsumierenden verschärft gesundheitliche Probleme und schneidet Menschen von Prävention und Beratung ab.“

Repression ist erfolglos und teuer

Der Versuch, Drogen durch Repression in den Griff zu bekommen, gilt mittlerweile international in Fachkreisen als gescheitert. Er marginalisiert nicht nur Konsumierende, sondern führt auch zu Schwarzmärkten und verunreinigten Substanzen. Er fördert kriminelle Strukturen statt sie zu zerschlagen. Zugleich verschlingt der Kampf in Polizei, Justiz und Gesundheitssystem enorme Ressourcen, die sich effektiver einsetzen ließen.

Erprobte Maßnahmen, gute Beispiele

Die Broschüre „Eine moderne Drogenpolitik nützt allen“ gibt Impulse, um Kontrolle zu gewinnen. Aus dem Inhalt:

  • BtMG auf den Prüfstand: Das Gesetz verfehlt seinen Zweck, Individuen und Gesellschaft vor Schaden zu bewahren – eine Reform ist überfällig
  • Keine Werbung für Tabak und Alkohol: Beim Konsum der Volksdrogen ist Deutschland Spitzenreiter, bei den Gegenmaßnahmen Entwicklungsland
  • Ein Nasenspray, das Leben rettet: Ein Notfallmedikament könnte die Zahl der Drogentoten drastisch senken
  • Raum für Sicherheit: Drogenkonsumräume retten Leben, verhindern HIV- und Hepatitis-Infektionen und beruhigen Wohnumfelder
  • Sicher durch die Nacht: Im Nachtleben konsumieren nicht nur viele junge Menschen zeitweilig Drogen. „Safer Nightlife“ schützt sie vor Abhängigkeit und Gesundheitsschäden.

In Deutschland sterben jedes Jahr rund 1.300 Menschen an den Folgen des Konsums illegaler Substanzen. Hinzu kommen rund 75.000 Tote durch Alkohol mehr als 120.000 durch Tabakkonsum.

Der Konsum zahlreicher Substanzen, zum Beispiel Cannabis und Crystal Meth, hat in den letzten Jahren zugenommen.

Bestellung / Download der Handreichung

Cover der Handreichung als Pressebild (Credit: Deutsche AIDS-Hilfe)

Keine Entwarnung bei Drogentodesfällen (Pressemitteilung vom 16.6.2018)

Kontakt:

Holger Wicht (Pressesprecher)
Wilhelmstraße 138
10963 Berlin
Tel. (030) 69 00 87 -16/-65
mobil 0171 274 95 11
presse@dah.aidshilfe.de

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Übergewicht löst Nikotin als Hauptrisiko für Tumorerkrankungen bald ab

Kongress ERNÄHRUNG 2018

  1. Dreiländertagung der DGEM, AKE und GESKES, Jahrestagung des VDOE, 19. Jahrestagung des BDEM
  2. bis 23. Juni 2018, Kongress Palais Kassel

 

Mit ausgewogener Ernährung und körperlicher Aktivität Krebs vorbeugen

 

Kassel, Juni 2018 – Mehr als ein Drittel aller Tumorerkrankungen ist nach Schätzungen der WHO auf Lebensstilfaktoren zurückzuführen: Übergewicht und Bewegungsmangel erhöhen das Risiko für viele Krebserkrankungen. Dagegen beugen eine gesunde, ausgewogene Ernährung und körperliche Aktivität Tumorerkrankungen vor und wirken positiv auf Therapie, Überleben und Lebensqualität von Krebspatienten. Wie sich Ernährung und Krebs gegenseitig beeinflussen, erläutern Experten auf der Pressekonferenz im Rahmen des Ernährungskongresses 2018, die am 21. Juni 2018 in Kassel stattfindet.

 

Studien haben gezeigt, dass ein zu hohes Gewicht und geringe körperliche Aktivität Risikofaktoren für viele Krebserkrankungen sind. Bestimmte Tumorarten wie beispielsweise Brustkrebs nach den Wechseljahren, Eierstock- oder Gebärmutterhalskrebs aber auch Dickdarm- und Prostatakrebs treten bei übergewichtigen Menschen verstärkt auf. „Zu viel Essen, zu wenig Bewegung und daraus resultierendes Übergewicht haben einen größeren Einfluss auf die Entstehung und das Voranschreiten von Tumorerkrankungen als Nikotinkonsum“, erklärt Professor Dr. med. Hartmut Bertz, Oberarzt der Klinik für Innere Medizin I (Hämatologie/Onkologie/Stammzelltransplantation) am Universitätsklinikum Freiburg und Sektionsleiter Ernährungsmedizin und Diätetik. „Gewichtszunahme könnte Rauchen als Hauptrisikofaktor für Krebs bald ablösen“, gibt Bertz zu bedenken. So ist die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken für stark übergewichtige Frauen – mit einem Body-Mass-Index (BMI) von über 35 – um ungefähr 90 Prozent erhöht.

 

Übergewicht steigert zudem das Risiko für Rezidive, also für das erneute Auftreten von Tumoren. Regelmäßige körperliche Aktivität reduziert dagegen die Gefahr, Krebs zu bekommen oder dass ein Tumor wiedererscheint. Experten empfehlen fünf bis sieben Stunden moderat anstrengende körperliche Tätigkeit pro Woche, zum Beispiel Fahrradfahren oder zügiges Spazierengehen. „Dass Übergewicht und Bewegungsmangel schlecht für Herz und Kreislauf sind, ist allgemein bekannt“, so Bertz. „Wir wollen die bekannten negativen Auswirkungen auf Tumorerkrankungen aber noch stärker in das Bewusstsein von Ärzten und Bevölkerung bringen“, betont der Experte für Ernährung in der Onkologie.

 

Menschen, die bereits an Krebs erkrankt sind, verlieren oft dramatisch an Gewicht. Dabei handelt es sich vor allem um den Abbau von Muskelmasse, nicht von Fettgewebe. Für Tumorpatienten können Mangelernährung und Gewichtsverlust schwerwiegende Folgen haben: Sie schwächen den Patienten und wirken sich negativ auf Operationserfolg, Chemotherapie, Prognose und nicht zuletzt die Lebensqualität aus. „Jährlich sterben allein 20 bis 30 Prozent aller Krebspatienten nicht an ihrer Grunderkrankung, sondern an den Folgen ihrer Mangelernährung“, betont DGEM-Kongresspräsident Professor Dr. med. Christian Löser, Chefarzt der Medizinischen Klinik der DRK-Kliniken Nordhessen und Experte für Mangelernährung. Die Experten sind sich einig: „Hier müssen wir mit etablierten ernährungsmedizinischen und ernährungstherapeutischen Maßnahmen intensiv gegensteuern.“ Tumorpatienten können von einer individuellen ernährungsmedizinischen Betreuung und bewegungstherapeutischen Maßnahmen enorm profitieren. „Wichtig ist, dass diese Maßnahmen bereits frühzeitig starten und nicht erst dann, wenn sich der Patient bereits in einem Stadium des Auszehrsyndroms (Kachexie) befindet“, ergänzt Bertz. „Sowohl in der Klinik als auch in der ambulanten Betreuung sollte eine individuelle Ernährungstherapie eine Selbstverständlichkeit sein“, fordert Ingrid Acker, VDOE-Kongresspräsidentin und stellvertretende Vorstandsvorsitzende des BerufsVerband Oecotrophologie e.V. (VDOE).

 

Auch in der Nachsorge bleibt das Thema Ernährung aktuell: „Ehemalige Patienten können durch ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung die Folgen der Erkrankung oder Therapie lindern, ihre Widerstandskraft steigern und ihre Lebensqualität verbessern“, so Bertz. Eine aktuelle im Journal of the American Medical Association erschienene Studie kam zu dem Ergebnis, dass ein gesundes Körpergewicht, regelmäßige Bewegung und der Verzehr von Gemüse, Obst und Vollkornprodukten das Sterberisiko um fast 50 Prozent reduzieren. „Beobachtungsstudien belegen für viele Krebserkrankungen, dass ein gesunder Lebensstil mit ausreichend körperlicher Aktivität das Wiederauftreten von Krebs deutlich reduzieren kann“, betont Löser.

 

Welchen Stellenwert die Ernährung in der Krebsprävention und -therapie einnimmt, erklärt Professor Bertz auf der Kongress-Pressekonferenz am 21. Juni 2018. Die Tagung ERNÄHRUNG 2018, die unter dem Motto „Ernährung ist Therapie und Prävention“ steht, findet vom 21. bis 23. Juni 2018 im Kongress Palais Kassel statt.

 

Quellen:

World Health Organization (2018): Cancer Key Facts. http://www.who.int/en/news-room/fact-sheets/detail/cancer

Arends J.: Ernährung bei Krebs: geeignet zur Vorbeugung und Therapie? Aktuel Ernahrungsmed 2018; 43: 86–91, DOI https://doi.org/10.1055/a-0596-5804

Nunez C., Bauman A., Egger S., Sitas F., Nair-Shalliker V.: Obesity, physical activity and cancer risks: Results from the Cancer, Lifestyle and Evaluation of Risk Study (CLEAR). Cancer Epidemiol. 2017 Apr;47: 56-63.

Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. S3-Leitlinie: Klinische Ernährung in der Onkologie.  http://www.dgem.de/sites/default/files/PDFs/Leitlinien/S3-Leitlinien/073-006l_S3_Klin_Ern%C3%A4hrung_in_der_Onkologie_2015-10.pdf

Van Blarigan E. L., Fuchs C. S. Niedzwiecki D. et al.: Association of Survival With Adherence to the American Cancer Society Nutrition and Physical Activity Guidelines for Cancer Survivors After Colon Cancer. JAMA Oncol. 2018 Apr, DOI: 10.1001/jamaoncol.2018.0126

 

 

Terminhinweise:

Kongress ERNÄHRUNG 2018

Termin: 21. bis 23. Juni 2018

Ort: Kongress Palais Kassel

Anschrift: Holger-Börner-Platz 1, 34119 Kassel

 

Kongress-Pressekonferenz

Termin: Donnerstag, 21. Juni 2018, 11.00 bis 12.00 Uhr

Ort: Kongress Palais Kassel, Aschrottsaal

Anschrift: Holger-Börner-Platz 1, 34119 Kassel

 

Vorläufige Themen und Referenten: 

 

Risiko-/Kostenfaktor Mangelernährung – Ernährungsscreening und -therapie reduzieren nachhaltig gesundheitliche Folgen und entlasten das Gesundheitssystem

Professor Dr. med. Christian Löser, Kongresspräsident DGEM, Chefarzt der Medizinischen Klinik der DRK-Kliniken Nordhessen, Kassel

 

Herausforderung Adipositas: Das Verhalten ändern oder die Verhältnisse? Wie können wir Adipositas erfolgreich bekämpfen?

Professor Dr. med. Johannes Georg Wechsler, Kongresspräsident BDEM, Präsident des Bundesverbands Deutscher Ernährungsmediziner e.V. (BDEM), München

 

Krebsprävention und -therapie: Tumorerkrankungen mit der richtigen Ernährung vorbeugen und behandeln

Professor Dr. med. Hartmut Bertz, Oberarzt der Klinik für Innere Medizin I (Hämatologie/Onkologie/Stammzelltransplantation) und Sektionsleiter Ernährungsmedizin und Diätetik am Universitätsklinikum Freiburg

 

Ernährungsversorgung 2030: individuell integriert – ganzheitlich

Ingrid Acker, Kongresspräsidentin VDOE, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des BerufsVerbands Oecotrophologie (VDOE), Bonn

 

Ernährungsmedizin und Ernährungstherapie als wichtiger Teil der Patientenversorgung – was sich noch ändern muss 

Professor Dr. med. Johann Ockenga, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V. (DGEM), Bremen

 

 

Ihr Kontakt für Rückfragen/zur Akkreditierung:

ERNÄHRUNG 2018

Pressestelle

Stephanie Balz

Postfach 30 11 20

70451 Stuttgart

Telefon: 0711 8931-168

Telefax: 0711 8931-167

E-Mail: balz@medizinkommunikation.org

www.ernaehrung2018.de

 

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Krankenkassen trocknen medizinische Reha aus!

AG MedReha veröffentlicht Gutachten zum Finanzbedarf der medizinischen Rehabilitationseinrichtungen und fordert auf Basis der Vorgaben der Krankenkassen erneut eine ausreichende Vergütung durch die Krankenkassen. Es wurde überprüft, welche Vergütungssätze notwendig sind, um die strukturellen und qualitativen Vorgaben zu erfüllen.

Berlin, 23.05.2018 – Die Arbeitsgemeinschaft Medizinische Rehabilitation SGB IX (AG MedReha) hat ein Gutachten über den Vergütungsbedarf von Rehabilitationsleistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung vorgelegt. Das Ergebnis: Das aktuelle Vergütungsniveau liegt deutlich unter dem, was zur Erfüllung der Strukturanforderungen der Krankenkassen notwendig ist. Die in der AG MedReha vertretenen Leistungserbringerverbände beklagen deshalb ein Austrocknen der medizinischen Reha und fordern die Träger der gesetzlichen Krankenversicherung zur Änderung ihrer Vergütungspraxis auf.

Das aktuelle Gutachten „Was kostet die Rehabilitationsleistung? – Kostenberechnung auf Basis struktureller Anforderungen in der gesetzlichen Krankenversicherung“ der aktiva – Beratung im Gesundheitswesen GmbH im Auftrag der AG MedReha geht von den Strukturanforderungen der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e. V. (BAR) aus, die die Verbände der Krankenkassen mit anderen Rehabilitationsträgern gemeinsam beschlossen haben und die etwa für die Personalausstattung in den Reha-Einrichtungen maßgeblich sind. Auf dieser Basis berechnen die Gutachter die notwendigen Tagessätze exemplarisch für die medizinische Rehabilitation orthopädischer, kardiologischer und geriatrischer Patienten. Für die stationäre orthopädische Rehabilitation kalkulieren die Gutachter einen Vergütungssatz von 164 EUR pro Belegungstag. Der kalkulierte Vergütungssatz für die kardiologische Rehabilitation beträgt 157 EUR und für die stationäre geriatrische Rehabilitation 265 EUR pro Belegungstag. Die Gutachter bewerten die Ergebnisse auch für andere, im Rahmen der Studie nicht untersuchte Indikationen, als richtungsweisend.

Die heute im Markt realisierbaren Vergütungssätze im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung liegen aber bis zu 30% unter den im Gutachten ermittelten Werten. Damit wird deutlich, dass sich die Rehabilitationseinrichtungen in einer chronischen Unterfinanzierung befinden. Rehabilitationseinrichtungen müssen im Gegensatz zu Krankenhäusern sämtliche Kosten aus dem Vergütungssatz refinanzieren. Nur wenn die Leistungserlöse die tatsächlichen Personal-, Sach- und Investitionskosten abdecken, können die Rehabilitationskliniken langfristig ihre Aufgaben erfüllen und so den Rechtsanspruch der Versicherten auf medizinische Rehabilitation flächendeckend sichern.

Die AG MedReha fordert daher zum Erhalt der notwendigen Reha-Struktur eine zügige Anpassung der Vergütungssätze in der Rehabilitation, um die notwendige Versorgungsstruktur langfristig und in der geforderten Qualität zu sichern. Durch ihre bisherige Vergütungspolitik trocknen die Krankenkassen die Reha stattdessen aus und riskieren den Abbau notwendiger Angebotsstrukturen. Aktuell zehren die Kliniken ihre Substanz immer weiter aus oder sind gezwungen, die Leistungen zu subventionieren. Erste Klinikschließungen sind bereits erfolgt bzw. Anbieter reduzieren ihre Anzahl an Rehabilitationsplätzen. Die medizinische Rehabilitation wird im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung zukünftig deutlich an Bedeutung gewinnen. Hier spielt vor allem die demografische Entwicklung und die wachsende Anzahl älterer Menschen eine entscheidende Rolle, beispielsweise im Bereich „Reha vor Pflege“ bzw. bei der sachgerechten Anschlussversorgung bei immer kürzeren Krankenhausverweildauern.

Das Gutachten und den Text dieser Pressemitteilung finden Sie auch auf der Homepage der AG MedReha: www.agmedreha.de

Die Arbeitsgemeinschaft Medizinische Rehabilitation SGB IX (AG MedReha SGB IX) ist ein Zusammenschluss von maßgeblichen, bundesweit tätigen Spitzenverbänden der Leistungserbringer in der medizinischen Rehabilitation. Die Mitglieder der AG MedReha vertreten die Interessen von rund 800 Rehabilitations-Einrichtungen mit mehr als 80 000 Betten/Behandlungsplätzen.

Bundesverband ambulanter medizinischer Rehabilitationszentren e.V. (BamR), Berlin

Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V. (BDPK), Berlin

Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe e.V. (buss), Kassel

Bundesverband Geriatrie e.V., Berlin

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e. V. (DEGEMED), Berlin

Fachverband Sucht (FVS), Bonn

 

Kontakt / Weitere Informationen:

Antonia Walch
Arbeitsgemeinschaft Medizinische Rehabilitation SGB IX GbR
Friedrichstrasse 60
10117 Berlin

Tel: 030-2400899-0
Fax: 030-2400899-30
info@agmedreha.de
www.agmedreha.de

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