Mittwoch, Oktober 7th, 2015

 

Großes Interesse an Mitgliedschaft im Bundesverband Geriatrie

 Pressemitteilung 11-2015 (07.10.2015)

Aufnahmeanträge nach Abschluss der diesjährigen Bewerbungsfrist in Prüfung / Mitgliedschaft an Fachkompetenz und Einhaltung hoher Qualitätsstandards geknüpft

Das Interesse an einer Mitgliedschaft im Bundesverband Geriatrie e.V. ist ungebrochen: Nach Ablauf der diesjährigen „Bewerbungsfrist“ liegen der Berliner Geschäftsstelle 25 Aufnahmeanträge von Kliniken und Einrichtungen vor, teilte der Verband mit. „Wir sind derzeit dabei, die Einhaltungen der hohen Qualitätsstandards, die für eine Mitgliedschaft Voraussetzung sind, zu überprüfen“, so Dirk van den Heuvel, Geschäftsführer des Bundesverbands. „Eine endgültige Entscheidung über die Aufnahme wird die Mitgliederversammlung im Dezember treffen.“ Dem Bundesverband Geriatrie gehören derzeit 320 Kliniken und Einrichtungen an, die über ca. 22.000 Betten bzw. Behandlungsplätze verfügen.

„Eine Mitgliedschaft im Bundesverband Geriatrie e.V. belegt die hohe Fachkompetenz der Träger und der von ihnen unterhaltenen Kliniken und Einrichtungen“, so der Verbands-Geschäftsführer weiter. „Mit der Aufnahme weiterer Mitglieder wird der Bundesverband Geriatrie zudem seine Rolle als zentrale verbandspolitische Vertretung der auf die geriatrische Versorgung spezialisierten Einrichtungen und Fachabteilungen weiter stärken können.“

Der Bundesverband Geriatrie e.V. ist einer der wenigen Verbände, die eine Mitgliedschaft an die Erfüllung klar definierter Strukturqualitätskriterien knüpfen und gegebenenfalls Bewerber ablehnen. Diese müssen in einem mehrstufigen Prüfverfahren die Erfüllung der Kriterien belegen. So erfolgt nach einer detaillierten Selbstbewertung eine Visitation durch Vertreter des Bundesverbandes vor Ort. Besonderen Wert legt der Bundesverband auf die Aus-, Weiter- und Fortbildung des Fachpersonals und bietet dazu profilierte Instrumente an. Im vergangenen Jahr beschloss die Mitgliederversammlung zudem die Umsetzung der  Überprüfung im Bestand. Dazu wird jährlich eine feste Zahl von Einrichtungen ausgelost, bei denen eine Qualitätsüberprüfung wie bei einer Neuaufnahme durchgeführt wird.

Einen Überblick über die Träger, Kliniken und Einrichtungen des Bundesverbandes Geriatrie e.V. sowie das Aufnahmeverfahren gibt die Internet-Seite www.bv-geriatrie.de.

Bundesverband Geriatrie e.V.

Vorstandsvorsitzender: Herr Dipl.-Kfm. Ansgar Veer

Geschäftsführer: Dirk van den Heuvel

Reinickendorfer Straße 61

13347 Berlin

Fon: 030 / 339 88 76-10

Fax: 030 / 339 88 76-20

E-Mail: Geschaeftsstelle@bv-geriatrie.de

http://www.bv-geriatrie.de

Der Bundesverband Geriatrie ist ein Verband von Klinikträgern die rund 320 geriatrische Kliniken

bzw. Einrichtungen betreiben und über ca. 22.000 Betten/Rehaplätze verfügen. So sind unter anderem

fast alle größeren Klinikverbünde und -Konzerne mit ihren geriatrischen Einrichtungen Mitglieder des

Bundesverbandes.

Geriatrie, oder auch Altersmedizin, befasst sich mit den speziellen Erkrankungen oder Unfallfolgen älterer

Menschen. Das Besondere an dieser Patientengruppe ist, dass ältere Menschen zumeist mehrfach krank

(multimorbid) sind. Die geriatrischen Kliniken bieten, hierauf abgestimmt, multidimensionale geriatrische

Therapien. Dabei wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der sich auf psychische, funktionelle, soziale

und ökonomische Belange erstreckt. Ziel ist es, die Selbstständigkeit der älteren Menschen zu erhalten,

bzw. soweit wie möglich wieder herzustellen.

Neben der Interessenwahrnehmung als politischer Verband sieht der Bundesverband Geriatrie e.V. seine

besondere Aufgabe in der Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität der Versorgung.

Dazu wurde frühzeitig ein Daten- und Vergleichssystem mit Namen GEMIDAS aufgebaut und zu Gemidas

Pro weiterentwickelt sowie die Erfahrungen für die Entwicklung eines eigenen Qualitätssiegels Geriatrie,

welches von einer unabhängigen Zertifizierungsstelle vergeben wird, genutzt. Finanziell trägt sich der

Verband über die Beiträge seiner Mitglieder. Der Bundesverband ist daher auch aus finanzieller Sicht eine

unabhängige Organisation.

Uwe Sattler_________________
-Pressereferent –
Bundesverband Geriatrie e.V.
Reinickendorfer Str. 61
13347 Berlin
Tel.:      030 / 339 88 76 13
Fax:      030 / 339 88 76 20
Email:    uweh.sattler@bv-geriatrie.de
Internet: www.bv-geriatrie.de

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Schwierige Lebenssituationen als Chance begreifen – wie uns Weisheit hilft, gesund zu bleiben

Kritische Lebensereignisse, schwierige Situation und scheinbar unlösbare Probleme können Betroffene völlig aus der Bahn werfen. Von heute auf morgen werden sie mit ihrem Leben nicht mehr fertig, verzweifeln oder verbittern am Leid. Um solche oft krankheitswertigen Zustände zu behandeln, reichen meist gutgemeinte „Tipps“ zum Umgang mit der Lebenssituation nicht aus. Dann kann psychotherapeutische Hilfe wichtig werden, ambulant oder auch mal stationär.

Aufgrund steigender psychischer Störungen in der Gesellschaft gewinnen Tage wie der Internationale Tag der Seelischen Gesundheit immer mehr an Bedeutung. Er wurde 1992 durch die World Federation for Mental Health mit Unterstützung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufen. Jährlich wird an diesem Tag das Bewusstsein für die aktuelle Situation geschärft.
Psychische Störungen sind derzeit die vierthäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit. Seit 1991 stieg die Zahl der Krankheitstage durch psychische Störungen um etwa 33 Prozent. Laut Fehltage-Statistik entfielen 2014 knapp 17 Prozent aller Ausfalltage auf Depressionen, Angststörungen und andere psychische Leiden.
Dr. med. Barbara Lieberei, Chefärztin der Heinrich-Heine-Klinik, behandelt täglich Patienten mit psychosomatischen und psychischen Erkrankungen, darunter Betroffene mit sogenannten Anpassungsstörungen und Verbitterungsreaktionen nach einschneidende Lebensveränderungen wie Trennung oder Scheidung, Pensionierung oder einem Trauerfall, aber auch belastende Ereignisse wie Unfällen oder schwerer Krankheit. Die Chefärztin beobachtet immer häufiger auch Gründe aus der komplexen Arbeitswelt, die vielfach Belastungen verursachen wie Jobverlust, Mobbing, langdauernde Arbeitslosigkeit, Stress und Zeitdruck.

„Schlimme Lebensereignisse sind oft nicht zu ändern, unsere Haltung hingegen schon“, erklärt sie. So könne es hilfreich sein, günstige Einstellungen zu entwickeln und zu trainieren, die es Betroffene ermöglichen, innere Distanz zum Erlebten aufzubauen, Widrigkeiten zu tolerieren und diese sogar auch als Herausforderungen und Chance für persönliches Wachstum und Veränderung zu betrachten. Die Fachärztin für psychosomatische Medizin und Psychotherapie befasste sich im Rahmen der Forschungsgruppe Psychosomatische Rehabilitation der Charité viele Jahre intensiv mit Verbitterungsreaktionen und neuen Therapieansätzen, die sie heute neben altbewährten Ansätzen im Potsdamer Fachzentrum für Psychosomatik und Psychotherapie etabliert.
Ein Schwerpunkt ist die sogenannte Weisheitstherapie. „Weisheit ist aus psychologischer Sicht eine Reihe von Fähigkeiten, die uns helfen in kritischen Situationen günstige Lösungen zu finden oder sie besser zu ertragen. Aufbauend auf Forschungen zur Weisheitspsychologie konnte unsere Arbeitsgruppe solcher Fähigkeiten näher untersuchen“, so Dr. Barbara Lieberei, die seit Januar dieses Jahres in der Potsdamer Klinik als Chefärztin der Krankenhausabteilung / Akutpsychosomatik tätig ist.

In der Weisheitstherapie werden Kompetenzen trainiert wie zum Beispiel die Fähigkeit zum Perspektivwechsel, das heißt die unterschiedlichen Standpunkte und Motive der am Problem beteiligten Personen wahrzunehmen. Kann ich mich wirklich in die Haut eines Anderen hineinversetzen und das Problem aus seiner Sicht sehen? Und es wird die Fähigkeit zur Selbstrelativierung geübt: Kann ich akzeptieren, dass in der Welt vieles nicht nach meinem Willen läuft, ich selbst nicht immer am wichtigsten bin und andere Menschen auch Probleme haben? Kann ich emotionale Ausgeglichenheit bewahren und meine Schwierigkeiten auch mit innerer Distanz oder sogar Humor betrachten? Bin ich mir darüber bewusst, dass alle Geschehnisse und Handlungen immer negative wie auch positive und kurzfristige wie auch langfristige Konsequenzen haben können, die sich auch mal widersprechen können?
In einer psychotherapeutischen Behandlung in der Potsdamer Heinrich-Heine-Klinik können solche Kompetenzen gezielt eingeübt werden. Vor allem hilft der Austausch mit anderen Betroffenen, wieder einen Weg aus der Krise zu finden. So haben die Untersuchungen und Veröffentlichungen zur Weisheitstherapie zu einem wirksamen und für die Arbeit gerade in Rehakliniken praktischen Therapieansatz geführt, der die Behandlung spezieller Patientengruppen mit Belastungsstörungen und Verbitterungsreaktionen sehr erleichtert hat.

Hintergrundinformation

Die Heinrich-Heine-Klinik Potsdam ist das größte Zentrum für Psychosomatik und Psychotherapie in der Region. Im Rehabilitationsbereich reicht das Behandlungsspektrum von Depressionen, Burnout, posttraumatischen Belastungsstörungen, Angststörungen, Schwindel und Tinnitus über Krisensituationen und Anpassungsstörungen bis hin zu chronischen Schmerzen. Daneben betreibt die Klinik eine eigenständige Krankenhausabteilung für Patienten mit akuten psychischen Störungen. Hier werden Patienten mit affektiven Störungen, Belastungsstörungen, somatoformen Störungen, Angststörungen, Zwangsstörungen, psychischer Symptomatik bei körperlichen Erkrankungen sowie Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen behandelt.
Die Heinrich-Heine-Klinik gehört zur Unternehmensgruppe der Dr. Ebel Fachkliniken – einem Familienunternehmen mit einem bundesweiten Kliniknetz von acht Fachkliniken in sechs Bundesländern und Kompetenzen in Rehabilitation, Prävention, Therapie und Pflege in den Fachbereichen Psychosomatik, Psychotherapie, Orthopädie, Neurologie, Rheuma, Herz-Kreislauferkrankungen, Onkologie, Lymphologie sowie Geriatrie und Naturheilverfahren.

Kontakt: Dr. Ebel Fachkliniken GmbH & Co., Heinrich-Heine-Klinik KG, Am Stinthorn 42, 14476 Potsdam
Telefon: 033208 56-0, Telefax: 033208 56-650, E-Mail: info@heinrich-heine-klinik.de, Internet: www.heinrich-heine-klinik.de, www.ebel-kliniken.com

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