Mittwoch, April 22nd, 2015

 

Synthetische Drogen auf dem Vormarsch

Pressemitteilung

Drogenbeauftragte der Bundesregierung und BKA-Präsident stellen die Rauschgiftlage und die Zahlen der Drogentoten 2014 vor.

 Die Zahl der polizeilich erfassten Fälle von Rauschgiftkriminalität ist im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr um fast zehn Prozent gestiegen und hat mit 276.734 Fällen wieder das Niveau des Jahres 2005 erreicht.

Die Anzahl der Erstauffälligen Konsumenten harter Drogen (EKhD) nahm um rund fünf Prozent (20.120 Konsumenten), die der Tatverdächtigen um knapp zehn Prozent (228.110 Tatverdächtige) zu.

Ebenso stieg die Zahl der Drogentoten um drei Prozent auf 1.032 Personen leicht an. Während die Anzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Konsum von Heroin, Kokain und Crack seit Jahren zurückgeht, steigt die Anzahl der Todesfälle nach dem Konsum von Amphetaminen und Metamphetaminen. Auffällig ist die um das Fünffache gestiegene Anzahl der Todesfälle nach dem Konsum Neuer Psychoaktiver Stoffe (NPS), so genannter „Legal Highs“.

Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Quelle: BPA/ Denzel

Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Quelle: BPA/ Denzel

Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung: “Der zuletzt leichte Anstieg der Drogentodeszahlen trübt den Blick auf die langfristig positive Entwicklung. Denn die Anzahl der Drogentoten hat sich seit 2000 halbiert. Das ist ein Erfolg der Drogen- und Suchtpolitik der Bundesregierung. Dennoch ist jeder Todesfall ein Todesfall zu viel. Ich habe in diesem Jahr verschiedene Initiativen auf den Weg gebracht. Wir haben nunmehr zusätzliche finanzielle Mittel für die Prävention im Bereich ‘Crystal Meth’ zur Verfügung und wir erarbeiten neue gesetzliche Regelungen, um den Handel mit Neuen Psychoaktiven Substanzen besser zu unterbinden. Außerdem sollen die Bedingungen der Substitutionsbehandlung für Ärzte verbessert werden. Denn eine gelungene Substitution ist der beste Schutz vor einem Drogentod bei einer Opiatabhängigkeit.“

Der Anstieg der Todesfälle zeigt, dass die Bundesregierung in ihren Aktivitäten gegen Drogen und Sucht nicht nachlassen darf. Um die Gründe für den Anstieg herauszufinden, werden aktuelle Trends analysiert. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Gründe vielschichtig sind. Dies gilt auch für die regionalen Unterschiede. Auffällig ist neben dem Anstieg der Todesfälle durch Crystal Meth und NPS der Anstieg der Suizide von Drogenabhängigen. Hinzu kommen Todesfälle durch Langzeitschäden des Drogenkonsums, etwa auf Grund einer Leberschädigung durch eine Hepatitis-Infektion; letztere liegt oft über 30 Jahre zurück und führt erst viele Jahre später zum Tod.

In enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Landesbehörden erzielte das BKA im Jahr 2014 besondere Ermittlungserfolge: Im September 2014 konnten 330 Kilogramm Heroin mit einem geschätzten Straßenhandelspreis von mehr als 50 Millionen Euro sichergestellt werden. Anfang November 2014 beschlagnahmten Ermittler des BKA 2,9 Tonnen Chlorephedrin, geeignet zur Herstellung von rund 2,3 Tonnen Crystal mit einem geschätzten Straßenverkaufswert von 184 Millionen Euro.

„Die großen Sicherstellungsmengen dieser beiden Substanzen sind einmalig in Deutschland“, sagt BKA-Präsident Holger Münch. „Die Sicherstellungen verdeutlichen die wichtige Rolle Deutschlands als Transitland und als Absatzmarkt für Rauschgift. Der Drogenhandel gehört nach wie vor zum Kerngeschäft Organisierter Kriminalität“.

Trotz des weiterhin hohen Zufuhrdrucks von Heroin und Kokain aus dem Ausland ist eine sukzessive Veränderung des Rauchgiftmarktes festzustellen: Die Zahlen der EKhD von Heroin und Crack, etwas schwächer ausgeprägt auch von Kokain, gehen seit zehn Jahren zurück. Während im Jahr 2004 noch 5.324 EKhD von Heroin registriert wurden, waren es im vergangenen Jahr 1.648. Heroin spielt heute in Europa eine geringere Rolle als noch vor zehn Jahren, wohingegen Stimulanzien, synthetische Drogen, Cannabis und Arzneimittel immer mehr an Bedeutung gewinnen.

„Synthetische Drogen werden bei Rauschgift-Konsumenten immer beliebter. Die Verfügbarkeit von Amphetaminen und Metamphetaminen ist ungebrochen hoch.“, sagt BKA-Präsident Holger Münch. Die in Deutschland am häufigsten festgestellte synthetische Droge bleibt Amphetamin. Ecstasy weist nach Jahren rückgängiger Fall- und Sicherstellungszahlen wieder deutlich steigende Tendenzen auf.Mitverantwortlich hierfür ist die große Zahl der illegalen Amphetamin- und Ecstasylaboratorien mit ihren hohen Produktionskapazitäten in den Niederlanden und in Belgien.

Darüber hinaus gewinnt auch die Droge Crystal weiter an Bedeutung. Die hohe Verfügbarkeit aufgrund zunehmender Produktionskapazitäten überwiegend in der Tschechischen Republik führt zur weiteren Ausbreitung von Crystal in Deutschland.

Holger Münch erklärt: „So genannte „Legal Highs“ etablieren sich mehr und mehr in der Rauschgiftszene.“
In Deutschland sind mittlerweile über 1.500 verschiedene Produkte mit rund 160 unterschiedlichen NPS festgestellt worden. Allein im vergangenen Jahr wurden 58 neue Wirkstoffe erstmals auf dem deutschen Markt festgestellt. Problematisch ist, dassder Handel mit neuen Stoffen nicht unmittelbar unter Strafe gestellt ist, dies erfolgt erst durch die zeitaufwendige Aufnahme jedes einzelnen Stoffes in die Anlagen zum Betäubungsmittelgesetz. „Ich spreche mich klar für eine andere Verfahrensweise aus. Es müssen ganze Stoffgruppen unter Strafe gestellt werden“, betont Holger Münch.

Auf dem europäischen Markt ist Cannabis das am häufigsten sichergestellte Betäubungsmittel. Dies bestätigt sich 2014 auch in Deutschland. Bei knapp der Hälfte aller Sicherstellungsfälle (63.519) wurde Marihuana beschlagnahmt. Dass Marihuana bei den Konsumenten beliebter ist als Haschisch dürfte auch auf den seit zehn Jahren zu beobachtenden Zuwachs von Indoorplantagen in Deutschland zurückzuführen sein.

Eine zusätzliche Herausforderung für die Strafverfolgung ist der Handel und Vertrieb von Drogen über das Internet. Hersteller, Lieferanten, Einzelhändler, Website-Hoster und Zahlungsabwicklungsdienste sind häufig in verschiedenen Ländern ansässig. Die Kontrolle und Eingriffsmöglichkeiten werden dadurch sowie durch die zunehmende Nutzung von Anonymisierungsdiensten erheblich erschwert.

Ergänzende Zahlen und Informationen zur Rauschgiftlage können über die Homepage des BKA unter www.bka.de und auf der Internetseite der Drogenbeauftragten der Bundesregierung unter www.drogenbeauftragte.de abgerufen werden.

Bundeskriminalamt
Pressestelle
Thaerstraße 11
65193 Wiesbaden
Tel.: 0611-55-13083
Fax.: 0611-55-12323
Email: Pressestelle@bka.bund.de
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung
Geschäftsstelle
Friedrichstraße 108
10117 Berlin
Tel.: 030/018 441-4412
Fax.: 030/018 441-4960
Email: drogenbeauftragte@bmg.bund.de

Aufrufe: 19


2. Networking-Dinner von Softsolution am 16. März 2015 in Augsburg

 

 

 

Verfasser: Staatssekretär a. D. Neithart Neitzel

Das 2. Networking Dinner mit 170 Teilnehmern war geprägt durch zwei hoch interessanten Referaten von:
• Herr Thomas Keck: “Prävention und Rehabilitation 2015 – Bestandsaufnahme trifft auf Zukunftsperspektive”.
• Prof. Wallesch, BDH Elzach: “Die neurologische Frührehabilitation an der Schnittstelle zwischen Intensivmedizin und Rehabilitation”.

Rund 170 Vertreterinnen und Vertreter von Reha-Einrichtungen waren am 16. März 2015 bei Softsolution anlässlich des Rehawissenschaftlichen Kolloquiums der DRV zu Gast. Die Moderation hatte der erfahrene Reha-Experte Max Lux. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen zwei Referate.

Erster Referent war Thomas Keck, Erster Direktor der Deutschen Rentenversicherung Westfalen, zum Thema „Prävention und Rehabilitation 2015 – Bestandsaufnahme trifft auf Zukunftsperspektive“. Er wies dabei in einigen Punkten neue Wege, die aufhorchen ließen. Als Beispiel sei seine Auffassung genannt, dass statt eines starren Renteneintrittsalters eine Festlegung auf 45 Versicherungsjahre erfolgen sollte; das ermögliche einen flexiblen Renteneintritt.
Zu Beginn seines Vortrages skizzierte Keck zunächst die Rahmenbedingungen, denen der Reha-Sektor ausgesetzt sei: Infolge steigender Lebenserwartung bei sinkender Geburtenrate gehe das Erwerbstätigenpotential kontinuierlich zurück; der Anteil älterer Arbeitnehmer steige. Gleichzeitig verändere sich das Patientenklientel hin zu multimorbiden und chronisch erkrankten Menschen. Bis 2017 würden die Baby-Boomer das reharelevante Alter erreichen, was in den nächsten Jahren zunächst einen steigenden Anstieg an Reha-Bedarf erwarten lasse und ab 2018 einen starken Abfall. Die Anzahl von Anträgen auf Erwerbsminderungsrente nehme zu, der drohende Fachkräftemangel verschärfe sich – nicht zuletzt aufgrund der Frühverrentungswelle infolge der abschlagsfreien Rente mit 63 Jahren. Ab 2033, wenn die Baby-Boomer in das Pflegealter rücken würden, seien steigende Wachstumsraten bei den Pflegebedürftigen zu erwarten. „Reha vor Pflege“ gewinne damit künftig zunehmend an Bedeutung.
Keck stellte sodann die Entwicklung der Antrags- und Bewilligungszahlen im Hinblick auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation wegen allgemeiner Erkrankungen für die Deutsche Rentenversicherung Westfalen und die gesamte Deutsche Rentenversicherung dar: Im Vergleich zu 2013 seien die Anträge bei der Deutschen Rentenversicherung Westfalen im Jahr 2014 um + 8,2 % auf 67.289 Anträge gestiegen, die Bewilligungen um + 4,8 % auf 45.025 Bewilligungen. Bundesweit habe sich im Vorjahr zwar auch ein Anstieg der Antrags- und Bewilligungszahlen gezeigt, dieser sei mit + 3,6 % Antrags- (1.565.574 Anträge) und + 5,1 % Bewilligungssteigerung auf 1.025.888 Bewilligungen jedoch weniger drastisch ausgefallen. Muskuloskeletale Erkrankungen, psychosomatische Erkrankungen sowie Neubildungen seien im stationären Bereich die häufigsten Reha-Indikationen.
Derzeit seien die Antragszahlen bei der Deutschen Rentenversicherung Westfalen mit – 5,7 % rückläufig. Vor dem Hintergrund des starken Anstiegs um gut + 8 % im Vorjahr befänden sich die Antragszahlen damit aber immer noch auf sehr hohem Niveau.
Der Anteil ganztägig ambulant erbrachter Leistungen habe 2014 in Westfalen 18,26 % betragen, der AHB-Anteil 32,88 % (Deutschen Rentenversicherung Westfalen), bundesweit 34 %. Keck plädierte für ein integratives Reha-Verständnis: Drei Wochen Reha reichten oft nicht aus, eine Kombination von stationär und ambulant sei sinnvoll.
Die Anträge auf Leistungen zur Kinder- und Jugendlichen-Rehabilitation seien in Westfalen seit 2009 kontinuierlich auf 2.936 Anträge und 1.608 Bewilligungen gesunken. Bundesweit habe sich seit 2008 eine ähnliche Entwicklung gezeigt, wobei im Jahr 2014 ein leichter Anstieg auf 63.050 Anträge und 37.457 Bewilligungen zu verzeichnen gewesen sei. Derzeit seien die Antragszahlen bei der Deutschen Rentenversicherung Westfalen mit – 8,5 % weiterhin stark rückläufig.
Häufigste Indikationen seien in Westfalen 2014 Adipositas, psychische Erkrankungen und Atmungserkrankungen gewesen.
Aufgabe der Rentenversicherung sei es, die (älteren) Beschäftigten beim Verbleib im Erwerbsleben bis zum 67. Lebensjahr zu unterstützen. Hierfür bedürfe es neben einer umfassenden, qualitativ hochwertigen Beratung eines möglichst frühzeitigen Einsatzes von Maßnahmen der Sicherstellung eines möglichst nahtlosen Übergangs von der medizinischen in die berufliche Rehabilitation, einer auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittene, passgenaue und beruflich orientierte Rehabilitationsleistung (MBOR) sowie eines funktionierenden Netzwerkes unter Einbeziehung insbesondere auch der Sozialdienste der Reha-Einrichtungen als wichtige Kooperationspartner.
Ziel der Medizinisch-Beruflich Orientierten Rehabilitation (MBOR) sei die Stärkung der beruflichen Ressourcen sowie die nachhaltige berufliche (Re-)Integration. Für die Leistungserbringer bedeute dies die Schaffung individualisierter Rehabilitationsangebote, einen erhöhten Aufwand aufgrund von berufsbezogener Diagnostik durch die verschiedenen Berufsgruppen, berufsbezogene Gruppen und Arbeitsplatztraining. Damit würden an die internen Organisationsprozesse (z.B. bei Therapieplanung und Personaleinsatz sowie durch Intensivierung der Teamstrukturen) hohe Ansprüche gestellt.
Für die Leistungsträger erforderten erweiterte Angebote eine angemessene Anpassung der Vergütung an die Leistung und einen möglichst effizienten Mitteleinsatz bei begrenztem Budget.
In der Kinder- und Jugendlichen-Rehabilitation gelte es mangels eines konkreten Arbeitsplatzes, die Schul- und Ausbildungsfähigkeit stärker in den Fokus zu rücken. Reine Verhaltenstherapie ohne Betrachtung der Verhältnisse, in denen das betroffene Kind lebe, könne keine nachhaltige Lebensstiländerung anstoßen. MBOR in der Kinder- und Jugendlichen-Rehabilitation bedeute Verhältnistherapie im Sinne von Einbeziehung der Eltern sowie des häuslichen Umfeldes (u.a. Essen) und die Einbeziehung der Schule bzw. des Ausbildungsplatzes (Schulvermeider, psychische Verhältnisse).
Keck ging schließlich auf Modellprojekte der DRV Westfalen ein: So werde im Rahmen von „Reha Futur Real“ auch die berufliche Rehabilitation von Arbeitslosen angeboten. Dabei sei der Netzwerkgedanke ein Schlüsselaspekt. Für bestimmte Rehabilitandengruppen sei ein Case Management eingeführt worden.

Keck schloss mit dem Appell: „Nur gemeinsam können wir die Herausforderungen erfolgreich meistern!“ Für eine erfolgreiche berufliche (Re-)Integration gelte es die Beratungsqualität weiter auszubauen, die Optimierung von Schnittstellen weiter voranzutreiben, Netzwerke aufzubauen, Kooperationen auszubauen und ein umfassendes Case-Management fest zu etablieren.

 

Den zweiten Vortrag hielt Professor Dr. Claus-W. Wallesch, Ärztlicher Direktor der BDH-Klinik Elzach, zum Thema: „Die Neurologische Frührehabilitation an der Schnittstelle zwischen Intensivmedizin und Rehabilitation“. Der Referent sagte, dass in dieser Phase B der neurologischen Rehabilitation die Erlangung der Reha-(Kooperations-)Fähigkeit im Mittelpunkt stehe, nach der der Patient in eine Rehabilitation der Phase C übergeleitet, in ein Akut-Haus verlegt, ins Pflegeheim oder nach Hause entlassen werde. Die Statistik für Elzach sah 2010 bei 657 Patienten eine Verlegung in die Reha für 56%, Verlegung in ein anderes Krankenhaus für 19%, in eine Pflegeinrichtung für 15%, nach Hause bzw. in ambulante Pflege für 7% vor; 3% der Patienten seien verstorben.
Die Betten für die neurologische Frühreha seien in den Krankenhausplänen der Bundesländer ausgewiesen, wobei es von Land zu Land erhebliche Unterschiede gebe.
Prominentester Fall sei nach seinem Skiunfall der Rennfahrer Michael Schumacher, der monatelang im Rahmen der Frührehabilitation in der Uniklinik Lausanne behandelt worden sei. Wesentliche Voraussetzung für die an die Akutversorgung anschließende Frührehabilitation sei, daß die Akutversorgung abgeschlossen, der Patient aber noch nicht kooperationsfähig sei. Die Fachplanung für Phase B in Baden-Württemberg sehe vor, dass alle Betten intensiv überwacht würden. In der Phase C sei der Patient bereits kommunikations- und interaktionsfähig, teilmobilisiert; er bedürfe nicht mehr der intensivmedizinischen Überwachung. In Elzach gebe es 15 Beatmungsplätze für Phase B.
Die Früheha – so Wallesch weiter – unterliege als Krankenhausbehandlung dem DRG-System unter OPS 8-552. Dieser sehe als Mindestmerkmale vor:

1. ein Frührehateam unter Leitung eines Facharztes für Neurologie,
2. ein standardisiertes Frühreha-Assessment,
3. eine wöchentliche Teambesprechung mit wochenbezogener Dokumentation bisheriger Behandlungsergebnisse und weiterer Behandlungsziele,
4. aktivierend-therapeutische Pflege durch besonders geschultes Pflegepersonal,
5. das Vorhandensein und den Einsatz vielfältiger spezifischer Therapiebereiche, darunter Physiotherapie, Neuropsychologie, Wasch-, Anzieh-, Ess- und Schlucktraining.

Wallesch bemängelte, daß die Pflegewissenschaft die aktivierend-therapeutische Pflege bisher kaum bearbeitet habe. Deshalb sei 2011 das „Elzacher Konzept und Leistungskatalog der Therapeutischen Pflege in der neurologischen Frührehabilitation“ gemeinsam mit dem MDK Baden-Württemberg erarbeitet worden. Der BDH-Bundesverband habe darüber hinaus zwei Promotionsstipendien in der Pflegewissenschaft ausgeschrieben.
Wallesch schloss mit mehreren möglichen, jedenfalls zu diskutierenden Zukunftsvisionen:
1. Ausweitung der Frühreha auf (allgemeine) Akut-Krankenhäuser als „Lazarette“ und interventionelle Spezialversorger,
2. Ausbau nicht interventioneller therapeutischer Medizin in speziellen Einrichtungen,
3. Ambulantisierung der stationären AHB-Rehabilitation (Phase D), falls nicht der Nachweis gelingt, dass Patienten durch stationäre Rehabilitation schneller an ihren Arbeitsplatz zurückkehren.
Diese Anregungen wurden von den Teilnehmern an den Tischen diskutiert.

 

Sollten Sie noch Fragen zu den Themen/Referaten haben, können Sie sich gerne melden bei: uschalles@softsolution.de

Ute Schalles

E-Mail:   uschalles@softsolution.de Mobil:   +49 (0)179 155 15 80

Softsolution International Ltd.
Adolf Tegtmeier Allee 11
99438 Bad Berka
www.softsolution.de

Zentrale
Softsolution International Ltd.
Ratsumiehenkatu 1
15830 Lahti / FIN
Tel:     +358 (0)37800331
Geschäftsführer: Roland Tolksdorf

Aufrufe: 30