Freitag, April 10th, 2015

 

28. Heidelberger Kongress des Fachverbandes Sucht e.V.: „Abstinenz als modernes Therapieziel !?“

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17.06.2015 – 19.06.2015

„Abstinenz“, „Konsumreduktion“, „Schadensminimierung/Safer use“, „Verhaltensregulierung“, „Substitution“ – es gibt vielfältige und unterschiedliche Zielsetzungen, welche in der aktuellen Diskussion um die Behandlung substanz-bezogener und stoffungebundener/suchtnaher Verhaltensweisen eine Rolle spielen. Doch welche Zielsetzungen sollen im Einzelfall vom Behandler in seinem jeweiligen Setting dem/der Patienten/in empfohlen werden? Expertenkonsens ist beispielsweise, dass bei Personen mit einer Alkoholabhängigkeit das Anstreben völliger Abstinenz das angemessenste Ziel in Bezug auf Alkoholkonsum ist (Nice, 2011). Menschen mit riskantem bzw. schädlichen Trinkverhalten oder einer moderaten Substanzgebrauchsstörung können möglicherweise das Ziel eines risikoarmen Alkoholkonsums leichter erreichen. Natürlich sind auch individuelle Behandlungsbedarfe wie etwa psychiatrische oder somatische Komorbiditäten oder auch situations- und verhaltensbezogene Risikokonstellationen (z.B. Schwangerschaft, Alter, Einnahme zusätzlicher Medikamente, Teilnahme am Straßenverkehr oder am Arbeitsleben) zu beachten. Zudem stellt sich für die Behandler die Frage, in welchem Setting welche Therapieziele realistischerweise kurz-, mittel- oder langfristig erreicht werden können, inwieweit deren Einhaltung auch überprüft werden kann und ob bezogen auf den Einzelfall durchaus auch weiterführende Behandlungsmöglichkeiten genutzt werden sollten, um übergeordnete Zielsetzungen zu erreichen. Eine differenzierte Diskussion um die jeweils geeignetsten Therapieziele ist auch bei Mischkonsumenten unterschiedlicher Substanzen oder chronifizierten, polyvalent abhängigen Menschen sowie im Bereich des Pathologischen Glücksspiels und Pathologischen PC-Gebrauchs zu führen.Von daher erwartet uns ein spannender Kongress, der Orientierung bieten soll und bei dem in Form von Plenumsvorträgen, Foren, Workshops und Posterbeiträgen folgende Themen behandelt werden:

  • Was ist eine Suchterkrankung? – Zentrale Kriterien von Substanzgebrauchsstörungen in der aktuellen Diskussion
  • Abstinenz als Ziel bei Abhängigkeit – neurobiologische Grundlagen
  • S3-Leitlinie Alkohol – Welche Empfehlungen werden zu Therapiezielen gegeben?
  • Abstinenz von allen Suchtmitteln bei Drogen- und Mehrfachabhängigkeit?
  • Spezifische Therapieziele und deren Erreichbarkeit bei stoffungebundenen und suchtnahen Störungen
  • Einsatz von Medikamenten in der Behandlung der Alkoholabhängigkeit in der Diskussion
  • Abstinenz als Ziel bei Abhängigkeit? – Sichtweise der Selbsthilfe, der Behandler und der Leistungsträger
  • Bedeutung der Abstinenz für die berufliche und soziale Teilhabe
  • Indikationsgeleitete Therapieziele und -planung bei substanzbezogenen Störungen
  • Prävention und Frühintervention bei substanzbezogenen Störungen: Was sind adäquate Zielsetzungen, und wie kann man sie erreichen?
  • Weiterentwicklung von Behandlungsangeboten auf Basis von Schweregraden substanzbezogener Störungen
  • Moderne Drogenrehabilitation – Was zeichnet sie aus?
  • Ziele und Behandlungsmodelle für chronisch mehrfach beeinträchtigte Abhängigkeitskranke

Um den erfahrungsorientierten Ansatz der Veranstaltung zu betonen, werden zudem verschiedene Workshops zum über-geordneten Thema „Genussvolles, freudvolles Leben fördern“ angeboten. Diese richten sich insbesondere auch an Mitarbeiter/innen aus den Bereichen Ergo-, Musik-, Kunst-, Sport- und Bewegungstherapie.

Das Programm ist zu beziehen über:

Fachverband Sucht e. V.
Walramstraße 3
53175 Bonn
Tel. 02 28 – 26 15 55,
Fax 02 28 – 21 58 85
service@sucht.de

 

Wir möchten Sie darauf aufmerksam machen, dass am 21.04.2015 die reduzierte Kongressgebühr endet.

 

  für Mitarbeiter/innen aus Mitgliedseinrichtungen für Nichtmitglieder
bei Teilnahme am Gebühr bei Anmeldung Gebühr bei Anmeldung
bis 21.04.15 ab 22.04.15 bis 21.04.15 ab 22.04.15
17. – 19.06.2015 160,00 180,00 170,00 195,00
Tagesgast 17.06.2015

(ohne Workshop)

50,00 55,00 55,00 60,00
Tagesgast 18.06.2015 105,00 115,00 115,00 125,00
Tagesgast 19.06.2015 50,00 55,00 55,00 60,00
Workshop 17.06.2015 50,00 55,00 55,00 60,00

 

Onlineanmeldung unter:   http://anmeldung.sucht.de/

oder benutzen Sie unser Anmeldeformular im Programmheft.

 

Programm als pdf-Dokument

Plenum

Forenübersicht

Workshops

Zeittafel / Zeitübersicht

Referentinnen/Referenten

Hinweise zur Organisation

Hinweise zur Unterkunft

Hinweise zu Fortbildungspunkten (Zertifzierung)

Anmeldeformular

Onlineanmeldung

Aufrufe: 66


BIVA fordert Freigabe der Daten der MDK-Prüfberichte

 

 

Freitag, 10. April 2015,

BIVA e.V.

STELLUNGNAHME ZM VORSCHLAG DES PFLEGEBEVOLLMÄCHTIGTEN DER BUNDESREGIERUNG ZU EINEM NEUEN KONZEPT FÜR DEN “PFLEGE-TÜV”

BIVA fordert Freigabe der Daten der MDK-Prüfberichte

Bonn – Die Regierung hat die Aussetzung der Pflegenoten zum Ende des Jahres angekündigt. Die Prüfungen durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung werden demnach vorerst beibehalten. Bis ein neuer „Pflege-TÜV“ in Kraft tritt, sollen weiterhin die Einzelprüfergebnisse veröffentlicht werden. Ein Vergleich der Einrichtungen soll in der Überganszeit anhand von Prüfzusammenfassungen ermöglicht werden. Die Bundesinteressenvertretung der Nutzerinnen und Nutzer von Wohn- und Betreuungsangeboten im Alter und bei Behinderung (BIVA) e.V. begrüßt die Beibehaltung der Qualitätsprüfungen. Kritisch sieht der Vorsitzende der BIVA, Dr. Manfred Stegger, dass weiterhin allein die Pflegekassen die Daten veröffentlichen dürfen und die Vorgaben für die Prüfzusammenfassungen erlassen sollen: „Damit erhalten die Kassen die Interpretationshoheit für die Auswertung ihrer eigenen Prüfergebnisse.“ Er fordert stattdessen, dass die Daten ungefiltert allen Verbraucherorganisationen zur Verfügung gestellt werden.

Die bislang gewählte Form der Veröffentlichung beruht auf einer Vereinbarung zwischen Anbietern und Pflegekassen. Dabei stand das Verbraucherinteresse nicht im Vordergrund. Für Pflegebedürftige und deren Angehörige haben sie nur einen geringen Aussagewert und Vergleiche zwischen den Einrichtungen sind kaum möglich. Dies wurde bislang durch die irreführenden Schulnoten kaschiert. In Zukunft müsste jeder Verbraucher 49 bis 77 Einzelergebnisse betrachten oder einer Zusammenfassung durch die Kassen vertrauen. Durch eine Freigabe der Daten kann nach Meinung von Stegger am ehesten durch verbraucherorientierte Organisationen eine neutrale und nutzerfreundliche Darstellung der Prüfergebnisse für die lange Übergangszeit bis 2018 ermöglicht werden.

Als positiv bewertet Stegger, dass erstmalig in dem neuen Pflegequalitätsausschuss, der über die Weiterentwicklung der Qualitätsprüfungen ab 2018 entscheiden soll, auch die Verbände der Pflegebedürftigen mit Stimmrecht beteiligt werden sollen. „Etwa die Hälfte der Gelder, die in die Pflege fließen, wird direkt von den Pflegebedürftigen bezahlt. Deren Interessenverbände hatten aber bislang keinerlei Möglichkeiten über die Qualitätsmessung in der Pflege mitzuentscheiden. Eine Änderung ist lange überfällig.“

……….

Die BIVA ist seit 1974 die einzige bundesweite Interessenvertretung für Menschen, die im Alter Wohn- und Pflegeangebote in Anspruch nehmen. Die BIVA ist gemeinnützig und politisch und konfessionell unabhängig.

Kontakt:

BIVA e.V.

David Kröll

Siebenmorgenweg 6-8

53229 Bonn

Tel: 0228-909048-16

Fax: 0228-909049-22

Email: kroell@biva.de

 

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Gemeinsam verhindern, was krank macht

Um ihre Lebensqualität und Beschäftigungsfähigkeit langfristig zu erhalten, trainieren die Telekommitarbeiter in der Dr. Becker Klinik Juliana das ressourcenorientierte Arbeiten.

Um ihre Lebensqualität und Beschäftigungsfähigkeit langfristig zu erhalten, trainieren die Telekommitarbeiter in der Dr. Becker Klinik Juliana das ressourcenorientierte Arbeiten.

Wuppertal – Mittlerweile weiß man, dass es bestimmte Faktoren gibt, die psychische oder psychosomatische Erkrankungen von Arbeitnehmern befördern können. Dazu zählen zum Beispiel Schichtarbeit, eine hohe Arbeitsdichte oder Publikumsverkehr mit viel Kundenkommunikation. Kommen persönliche Faktoren wie mangelnde Stressbewältigungskompetenzen, Bewegungsmangel oder private Belastungen hinzu, ist das Risiko, ernsthaft zu erkranken, für den Mitarbeiter hoch.

 

Lebensqualität und Beschäftigungsfähigkeit sichern

Zusätzlich zu vielen anderen zielgruppenspezifischen Angeboten der betrieblichen Gesundheitsförderung führt die Deutsche Telekom AG das Präventionsprogramm GUSI® der Deutschen Rentenversicherung durch. „Wir wollen die Lebensqualität und Beschäftigungsfähigkeit unserer Mitarbeiter langfristig sichern. Auch mit dem Programm GUSI® haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht. Jetzt starten wir eine nächste Runde und bieten unseren Beschäftigten das Angebot wiederholt an“, erklärt Dr. Ingeborg Eisenacher-Abelein, Betriebsärztin der Deutschen Telekom AG in Bonn. Ziel sei es, möglichst vielen Mitarbeitern die Gelegenheit zu geben, im Rahmen von GUSI® ihr Gesundheitsrisiko zu minimieren.

Klinik Juliana für Aufgabe gut gerüstet

Der medizinische Partner an der Seite der Telekom ist seit diesem Jahr die Dr. Becker Klinik Juliana in Wuppertal. Die Rehaeinrichtung ist als eine von drei Kliniken deutschlandweit für die Durchführung des Präventionsprogramms zugelassen. Verwaltungsdirektorin Gabriele Mietzner-Liebmann sieht die Klinik für die Aufgabe gut gerüstet: „Wir arbeiten seit Jahren zuverlässig mit Deutschen Rentenversicherung zusammen. Alle unsere Rehabilitationsleistungen zielen darauf ab, die Berufsfähigkeit unserer Patienten wiederherzustellen bzw. zu erhalten. Wir können hier auf eine entsprechend gute Klinikausstattung und ein hervorragendes Know-how unserer Mitarbeiter zurückgreifen.“ Über ein Jahr lang wurden die Ärzte und Therapeuten der Dr. Becker Klinik Juliana für die Durchführung von GUSI® geschult.

 

GUSI®: ein ressourcenorientiertes Selbstmanagement-Training

Im Zentrum der Präventionsmaßnahme steht ein ressourcenorientiertes Selbstmanagement-Training. Unterstützt vom medizinischen Fachpersonal der Dr. Becker Klinik Juliana lernen die Telekom-Mitarbeiter, sich über eigene (Lebens-)Themen klar zu werden, Ziele zu entwickeln und eigene Ressourcen zu aktivieren, die ihnen ein zielorientiertes Handeln ermöglichen. Begleitend dazu werden konkrete Handlungsanleitungen für Entspannung, Körperwahrnehmung, Stressbewältigung, Bewegung und Ernährung mit ihnen erarbeitet. GUSI® ist eine Gruppenmaßnahme und wird berufsbegleitend durchgeführt. Sie umfasst drei ganztägige Anwesenheitstage zu Beginn, eine 6-wöchige Trainingsphase sowie einen „Auffrisch-Tag“ nach der 4- bis 5-monatigen Eigenaktivitätsphase. Die Kosten für das Programm übernimmt die Deutsche Rentenversicherung. Für den Arbeitnehmer und das Unternehmen ist die Teilnahme kostenlos.

 

Wirksamkeit des Präventionsprogramms

Von der Wirksamkeit des Präventionsprogramms, die auch wissenschaftlich bestätigt ist, ist Dr. Ingeborg Eisenacher-Abelein überzeugt: „Auch von unseren Mitarbeitern haben wir das letzte Mal nur positive Rückmeldungen zu GUSI® erhaltenWir freuen uns auf eine nächste Runde GUSI® mit der Klinik Juliana.

 

Telefonisches Beratungsangebot für Unternehmen

Für Unternehmen, die prüfen wollen, ob GUSI® für das eigene betriebliche Gesundheitsmanagement geeignet ist, bietet die Dr. Becker Klinik Juliana einen kostenlosen Beratungsservice unter 0202 /28159-1101.

 

 

 

Das GUSI® Präventionsprogramm
43,9 Milliarden Euro kosten arbeitsbedingt Erkrankte Deutschlands Unternehmen und den Staat jährlich. Vor diesem Hintergrund wundert es nicht, dass die Deutsche Rentenversicherung in Präventionsmaßnahmen investiert. Das GUSI ® Pogramm ist wissenschaftlich evaluiert und von ihr als Präventionsmaßnahme für aktiv Versicherte der gesetzlichen Rentenversicherung anerkannt. Unternehmen, die Interesse an GUSI® haben, wenden sich entweder direkt an die DRV oder an eine der drei Kliniken in Deutschland, die GUSI® durchführen dürfen: die Dr. Becker Klinik Juliana in Wuppertal, die Dr. Becker Klinik Möhnesee in Möhnesee-Körbecke oder das Rehabilitationszentrum in Bad Salzufflen. Das GUSI®-Programm ist für Unternehmen kostenlos. Mehr Informationen unter: www.dbkg.de/behandlungsangebot/besondere_angebote/gusi
 

Die Dr. Becker Klinik Juliana

Die Dr. Becker Klinik Juliana ist eine Rehaklinik für Psychosomatik, Psychiatrie und Psychotherapie für maximal 120 Patienten. Behandlungsschwerpunkte sind psychosomatische Erkrankungen wie Depressionen und Burnout, Mobbing und chronische Schmerzerkrankungen. Sie wurde am 31. Mai 2011 eröffnet und ist die fünfte psychosomatische Einrichtung im Dr. Becker Unternehmensverbund. Die Klinik beschäftigt rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort Wuppertal. Seit November 2014 ist sie von der Deutschen Rentenversicherung zur Durchführung des GUSI® Präventionsprogramms zugelassen. www.dbkg.de/klinik-juliana

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Kontakt und Nachfragen:

Dr. Becker Klinikgesellschaft mbH & Co. KG
Rebecca Jung
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Parkstraße 10 / 50968 Köln

Tel. : (+49) 221 – 934647-48 / Fax : -40

rjung@dbkg.de http://www.dbkg.de

 

 

 

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12.000. Teilnehmer im Reha-Management der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH

Menschen mit Behinderung profitieren vergleichsweise wenig von der positiven Entwicklung des Arbeitsmarktes. Für ihre berufliche Integration sind Konzepte gefragt, die auf die Bedarfe des Einzelnen abgestimmt sind. Schon seit 17 Jahren begleitet die FAW Menschen mit Behinderung mit ihrem speziellen Reha-Management ins Berufsleben. Jetzt konnte sie ihren 12.000 Teilnehmer im Reha-Management verzeichnen: Uwe Haller hatte nach 37 Jahren im Arbeitsleben seinen Beruf als Maler wegen einer chronischen allergischen Hauterkrankung aufgeben müssen. Mit dem Reha-Management hat er wieder eine passende Arbeit gefunden.

Menschen mit Handicap befinden sich in jeweils ganz unterschiedlichen Situationen. Um möglichst schnell eine passende Arbeit zu finden, reichen Gruppenangebote oft nicht aus. Im Mittelpunkt des Reha-Managements stehen deshalb die individuellen Anforderungen des Einzelnen. Die berufliche Reha erfolgt in der Region des Betroffenen, in Betrieben vor Ort. Das Reha-Management folgt also einem ambulanten Ansatz: “Wir sind dort, wo der Versicherte wohnt und auch arbeiten will”, so Björn Hagen, Fachbereichsleiter Reha der FAW. Der Fokus des Reha-Managements liege auf der Teilhabe am ersten Arbeitsmarkt. “Denn berufliche Inklusion kann nur im Unternehmen Wirklichkeit werden”, so Hagen.

Ein Konzept, das auch für den 12.000 Teilnehmer im Reha-Management der FAW, Uwe Haller, zum Erfolg führte. 54 Jahre alt, in der strukturschwachen Region des Vogtlandes: eigentlich keine guten Voraussetzungen für den beruflichen Neubeginn. Doch dank Durchhaltevermögen, aufgeschlossenem Arbeitgeber und Begleitung durch das Reha-Management der FAW im Auftrag der Unfallkasse Sachsen hat Uwe Haller eine passende und erfüllende Arbeit gefunden; und das HELIOS Vogtland-Klinikum Plauen einen wertvollen Mitarbeiter. Lesen Sie seine Geschichte hier.

In den letzten Jahren hat die FAW das Konzept auch für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen (MeH) oder Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) weiterentwickelt. Individualisierte Angebote werden nach der Einschätzung von Björn Hagen zukünftig immer wichtiger werden. Denn die in den Arbeitsmarkt zurückkehrenden Rehabilitanden werden in den Unternehmen dringend gebraucht.

In einem Interview erläutert Björn Hagen, Fachbereichsleiter Reha der FAW, Ablauf und Besonderheiten des Reha-Managements. Lesen Sie das Interview hier.

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Netzwerk Hörbehinderung Bayern: Woche der Kommunikation

“Kommunikation hat viele Farben” – Auftaktveranstaltung zur „Woche der Kommunikation“ am 28. April

Dr. Günther Beckstein, ehemaliger bayerischer Ministerpräsident, Irmgard Badura, Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung, und Volker Albert, Sprecher des Netzwerk Hörbehinderung Bayern (NHB), eröffnen in einem festlichen Rahmen die Woche der Kommunikation im Bayerischen Institut zur Kommunikationsförderung für Menschen mit Hörbehinderung (GIB), Nürnberg, Fürther Str. 212, Gebäude 1.1 um 11.00 Uhr.

Nach den Grußworten und einer kurzen Vorstellung des Netzwerks durch den Sprecher folgt um 12.00 Uhr eine Podiums-Diskussion zum Thema „Kommunikation hat viele Farben – wie bunt ist unsere Zukunft?“ Hier diskutieren Experten in eigener Sache mit der bayerischen Behindertenbeauftragten Irmgard Badura und der Dozentin am GIB Diplom-Psychologin Kerstin Baake, ob die Zukunft wirklich bunt wird oder „Grau in Grau“ bleibt.

Weiter geht es ab 13.00 Uhr mit der Praxis. Das Institut lädt ein zu einem Rundgang, in dem alle Themen, die in irgendeiner Form mit Hörbehinderung im Zusammenhang stehen in Theorie und Praxis dargestellt werden. In den Räumen des GIB finden Interessierte Informationen und Ansprechpartner zum Beispiel zu Gehörlosigkeit, Schwerhörigkeit, Tinnitus, Taubblindheit, technischen Hilfsmitteln, Dolmetschen usw. Auch an einem Mini-Gebärdensprachkurs kann man teilnehmen.

Die Wertigkeit eines funktionierenden Gehörs wird leider immer noch unterschätzt. Das gilt auch für alle Formen einer Hörschädigung. Allein sieben lebenswichtige Funktionen wie zum Beispiel Warnung und Alarmierung oder Kommunikation und Informationsverarbeitung werden über das Ohr und den nachfolgenden Bereichen des Gehirns gesteuert. Eine Störung des Gehörs hat also großen Einfluss auf die Kommunikation und so auf das gesamte soziale Leben und Tun.

Das Netzwerk Hörbehinderung Bayern (NHB), als ein Zusammenschluss aller Hörgeschädigten-Verbände in Bayern, hat sich zur Aufgabe gestellt, in Zusammenarbeit mit der Behinderten-Beauftragen, den zuständigen Ministerien und der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe (LAGS-Bayern) Aufklärung zu betreiben und auf die große Gruppe hörgeschädigter Mitmenschen in Bayern aufmerksam zu machen, die weder gehört noch gesehen wird. Gemeinsam wollen sie es Betroffenen trotz ihres kommunikativen Handicaps ermöglichen, in Alltag, Beruf und Familie ihren Mann oder ihre Frau stehen.

Im Rahmen der „Woche der Kommunikation“ wollen die Aktiven im Netzwerk in vielen Veranstaltungen in Bayern Möglichkeiten bieten, sich in die Welt der Hörbehinderung zu begeben und deutlich machen, wie man trotz Höreinschränkung leben, kommunizieren und auch beruflich tätig sein kann. Der Sprecher des Netzwerks Volker Albert, seit acht Jahren Präsident der Deutschen Tinnitus-Liga, hat selbst seit vielen Jahren Tinnitus und leidet unter einer hochgradigen Schwerhörigkeit. Er sieht es als eine ganz persönliche Herausforderung trotz des eigenen Handicaps immer wieder für die Sache von Menschen mit Hörschädigung einzutreten und auf ihre Qualitäten, aber auch auch ihre Probleme aufmerksam zu machen.

Die Eröffungsveranstaltung wie auch viele weitere Veranstaltungen sind zu finden unter www.nh-bayern.de.

Pressekontakt:
Volker Albert
Tel.: 08841-489 55 18
E-Mail: v.albert@tinnitus-liga.de

 

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