Freitag, März 20th, 2015

 

Fachtagung zur medizinischen Versorgung betagter und hochbetagter Patienten

Frühjahrstagung 2015 des Bundesverbandes Geriatrie am 23./24.03.2015 in Berlin

Berlin, 20.03.2015. 150 Fachvertreter aus dem Bereich der Altersmedizin beraten im Rahmen der diesjährigen Frühjahrstagung des Bundesverbandes Geriatrie über aktuelle Entwicklungen bei der Versorgung betagter und hochbetagter Patienten. Im Mittelpunkt stehen innovative Versorgungskonzepte, die Aktivierend-therapeutische Pflege in der Geriatrie sowie zentrale Fragen der Qualitätssicherung.

In der kommenden Woche findet die jährliche Frühjahrstagung des Bundesverbandes Geriatrie in Berlin statt. Am 23. und 24. März kommen mehr als 150 Fachvertreter aus dem Bereich der Geriatrie (Altersmedizin) in Berlin zusammen und erörtern mit mehr als 20 Fachreferenten von verschiedenen Institutionen des Gesundheitswesens, zentrale Fragen der fachspezifischen medizinischen Versorgung betagter und hochbetagter Patienten.

Wie der Geschäftsführer des Bundesverbands, Dirk van den Heuvel, in Berlin mitteilte, werde es insbesondere um die Weiterentwicklung innovativer Versorgungskonzepte gehen, mit denen auf die Herausforderungen des demografischen Wandels reagiert werde. Die Geriatrie ist vor diesem Hintergrund ein zentrales Element bei der fachspezifischen medizinischen Versorgung älterer Menschen. „Ganz aktuell kommt ihr zudem eine besondere Bedeutung bei der Vermeidung von Pflegebedürftigkeit zu“, so Dirk van den Heuvel.

Die Fachvertreter werden unter anderem eine umfassende Bestandsaufnahme der Aktivierend-therapeutischen Pflege in der Geriatrie (ATP-G) vornehmen. Ziel dieses ganzheitlichen Konzeptes ist die Aufrechterhaltung oder Wiedererlangung der größtmöglichen Selbstständigkeit älterer Patienten in einem weitgehend eigenbestimmten Alltag.

Auf der Tagesordnung steht auch der Auf- und Ausbau eines Netzes Geriatrischer Institutsambulanzen. Dieses neue Versorgungsinstrument stellt eine Ergänzung zur wohnortnahen qualifizierten geriatrischen Versorgung dar und unterstützt dabei temporär fachspezifisch die niedergelassene Ärzteschaft bei der Betreuung geriatrischer Patienten. Die Entwicklung wird mit Vertretern aus dem KV-System diskutiert.

Nicht zuletzt geht es um die Weiterentwicklung der Versorgungsqualität. Hier wird unter anderem mit Vertretern des GKV-Spitzenverbandes die Frage erörtert, wie bei multimorbiden Patienten im Bereich der Geriatrie, sachgerechte Qualitätsindikatoren entwickelt und diese auch für eine qualitätsorientierte Vergütung herangezogen werden können. In diesem Zusammenhang wird ebenfalls das Qualitätsnetzwerk Geriatrie (QNG) erörtert, bei dem durch ein geleitetes Visitationssystem der direkte Wissenstransfer zwischen den Beteiligten organisiert und gefördert wird. So kann sehr effektiv die Versorgungsqualität „aus der Praxis“ heraus ausgebaut und gesichert werden.

Selbstverständlich werden auch die aktuellen gesundheitspolitischen Gesetzesvorhaben Gegenstand der Tagung sein. Insbesondere im Rahmen der anstehenden zweiten Stufe der Pflegereform kommt der Geriatrie als wichtiges Instrument zur Pflegevermeidung eine besondere Rolle zu.

„Der fachliche Austausch ist insbesondere in dem innovativen Bereich der Altersmedizin besonders wichtig“, so Dirk van den Heuvel. „Ich bin mir sicher, dass wir mit unserer Frühjahrstagung auch in diesem Jahr wieder wichtige Impulse zur Weiterentwicklung geriatrischer Versorgungsstrukturen leisten werden.“

Pressekontakt:

Bundesverband Geriatrie e.V.
Pressereferent Uwe H. Sattler
Reinickendorfer Str. 61
13347 Berlin
Tel.: 030 339 88 76-13
Fax: 030 339 88 76-20
E-Mail: uweh.sattler@bv-geriatrie.de
Internet: www.bv-geriatrie.de

Vorstandsvorsitzender: Dipl.-Kfm. Ansgar Veer
Geschäftsführer: RA Dirk van den Heuvel

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BamR und DEGEMED: Prävention betriebsnah organisieren!

Symposium in Leipzig zeigt Möglichkeiten und Schwächen des neuen Präventionsgesetzes

Leipzig, Berlin, 20.03.2015. Wenige Tage vor der ersten Lesung des Präventionsgesetzes im Deutschen Bundestag stand die Prävention auch im Mittelpunkt des Symposiums „Betrieb – Prävention – Rehabilitation“ im Congress Centrum Leipzig. Mit diesem Symposium eröffneten der Bundesverband ambulanter medizinischer Rehabilitationszentren (BamR) und die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation (DEGEMED) die Messe therapie Leipzig 2015.

Die sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz Barbara Klepsch unterstrich in ihrem Grußwort die Herausforderungen und die Erwartungen der Landespolitik deutlich. Es sei nun bereits der vierte Anlauf für das Präventionsgesetz. Der aktuelle Entwurf sieht die Aufstockung der finanziellen Mittel der Krankenkassen für Prävention auf etwa 500 Mio. Euro pro Jahr vor. Diese sollen künftig auch stärker in betriebliche Gesundheitsförderung fließen.

Wie sich durch die Impulsbeiträge aus verschiedenen Blickwinkeln zeigte, bestehen bei der Ausgestaltung von Präventionsprogrammen in und mit Betrieben aber offenkundig noch erhebliche Hürden. Vor allem kleine und mittlere Betriebe wüssten nicht, wie es geht oder sie scheuen nach Aussage von Holger Kammann (Paracelsus Gesundheitszentrum Bad Gandersheim) und Dr. Jan Henkel (Top Life Gesundheitszentrum Berghaupten) den Aufwand. Zur Unterstützung kündigte Dr. Ina Ueberschär (DRV Mitteldeutschland, Leipzig) einen Arbeitgeberservice der Rentenversicherung an. Künftig sollen sich alle Arbeitgeber mit ihren Fragen an eine bundesweit einheitliche Telefonnummer wenden können, wenn sie Fragen zur Prävention oder Rehabilitation für Mitarbeiter haben.

Ob das neue Präventionsgesetz betriebliche Gesundheitsstrategien tatsächlich messbar unterstützen wird, ist nach Einschätzung der Veranstalter noch offen. Joscha Brunßen, Vorstandsvorsitzender des BamR, betont, „ein Gesetz alleine bringt noch keine größere Akzeptanz für das Thema der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) in den Betrieben. Hierfür ist wichtig, dass alle Akteure einbezogen werden und Transparenz über die Vorteile von BGF hergestellt wird.“ „Der aktuelle Entwurf für das Präventionsgesetz ist nur eine kleine Lösung, die tatsächlichen Präventionspotentiale werden nicht ausgenutzt“, bemängelt DEGEMED-Geschäftsführer Lawall den aktuellen Entwurf. Die DEGEMED und der BamR fordern daher vor allem die systematische Einbindung der sozialmedizinischen Kompetenz in Reha-Einrichtungen und Prävention mit den Methoden der Rehabilitation.

Bildunterzeile: Die Teilnehmer des Symposiums v.l. Christof Lawall (DEGEMED), Ulrike Steinecke (Moderation), Dr. Jan Henkel (TOP Life), Olaf Liebig (Bundesministerium für Gesundheit), Dr. Ina Ueberschär (DRV Mitteldeutschland), Holger Kammann (Paracelsus Gesundheitszentrum Bad Gandersheim), Dr. Guido. Engelhardt (BMW Group) und Joscha Brunßen (BamR).

Weitere Informationen:

BamR
Bundesverband ambulanter medizinischer Rehabilitationszentren e. V.
Kerstin Toussaint
Lortzingstraße 19
04105 Leipzig
Tel.: 0341 2466525
E-Mail: post@bamr.de
Internet: www.bamr.de

DEGEMED
Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V.
Katharina Ruppelt
Fasanenstraße 5
10623 Berlin
Tel.: 030 28 44 96 6
Fax: 030 28 44 96 70
E-Mail: k.ruppelt@degemed.de
Internet: www.degemed.de
www.meinereha-meinleben.de

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