Dezember, 2014

 

Chefsache Inklusion

Akteure des Expertenforums Chefsache Inklusion (von links): Ludger Peschkes (BV BFW), Prof. Dr. Klaus Zimmermann (IZA), Christina Ramb (BDA), Michael Müller (Fraport), Dietmar Welslau (Telekom), Dr. Rolf Schmachtenberg (BMAS) und Adolf Bauer (SoVD)

Ende 2014 kamen in Berlin 60 Spitzenvertreter aus Wirtschaft, Politik und Institutionen zusammen, um die Chancen von Inklusion für die Arbeitswelt zu diskutieren. Im Mittelpunkt des Expertenforums standen die Erfahrungen und Erwartungen von Unternehmen, Verbänden und Netzwerken, die wissen, dass Inklusion Chefsache ist. Gastgeber der Veranstaltung war der Bundesverband Deutscher Berufsförderungswerke.

Akteure des Expertenforums Chefsache Inklusion (von links): Ludger Peschkes (BV BFW), Prof. Dr. Klaus Zimmermann (IZA), Christina Ramb (BDA), Michael Müller (Fraport), Dietmar Welslau (Telekom), Dr. Rolf Schmachtenberg (BMAS) und Adolf Bauer (SoVD)

Akteure des Expertenforums Chefsache Inklusion (von links): Ludger Peschkes (BV BFW), Prof. Dr. Klaus Zimmermann (IZA), Christina Ramb (BDA), Michael Müller (Fraport), Dietmar Welslau (Telekom), Dr. Rolf Schmachtenberg (BMAS) und Adolf Bauer (SoVD)

Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales gab der Bundesverband Deutscher Berufsförderungswerke (BV BFW) am 20. November 2014 den Startschuss für eine neue Veranstaltungsreihe. In der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom AG führte das erste Expertenforum „Chefsache Inklusion – Neue Wege und Konzepte zur Fachkräftesicherung“ Entscheidungsträger aus führenden Unternehmen, Netzwerken der Wirtschaft und Wirtschaftsverbänden zusammen. Gemeinsam mit hochrangigen Vertreterinnen und -vertretern des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, der Leistungsträger, der Spitzenorganisationen von Menschen mit Behinderung und des Bundesverbandes Deutscher Berufsförderungswerke diskutierten sie über die Chancen von Inklusion für die Wirtschaft und den aktuellen und künftigen Beitrag der 28 Berufsförderungswerke.

Hochkarätige Personalverantwortliche wie Dr. Wolfgang Fassnacht (HR Director Germany SAP SE), Ursula Fuggis-Hahn (Geschäftsführerin Boehringer Ingelheim), Klaus Nussbaumer (Vice President Shared Services und Personalwirtschaft BASF SE), Michael Müller (Mitglied des Vorstands und der Dietmar Welslau (Geschäftsführer Personal Deutsche Telekom AG), Arbeitsdirektor der Fraport AG) brachten ihre guten Beispiele und Erfahrungen in das Expertenforum ein, gaben Empfehlungen und wiesen auf Hemmnisse für Unternehmen in Sachen Inklusion hin.

Den 60 Gästen boten sich während der Veranstaltung vielfältige Möglichkeiten, sich zum Thema zu informieren und auszutauschen. Impulse gaben die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales Gabriele Lösekrug-Möller, Annelie Bundenbach (DGB) und Christina Ramb (BDA) im Dialog zum Thema Inklusion in Unternehmen – aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmersicht und Sozialpartner sowie der Präsident des Sozialverbandes Deutschland Adolf Bauer. Welche Auswirkungen Psychische Erkrankungen in der Arbeitswelt haben können, machte Prof. Dr. Klaus Zimmermann vom Institut zur Zukunft der Arbeit in seinem Vortrag deutlich.

Von besonderem Wert für alle Beteiligten war die Arbeit in den drei Workshops. Hier brachten die Akteure ihre individuellen Erfahrungen ein, formulierten Empfehlungen an die Politik, die Leistungsträger und die Berufsförderungswerke und trafen Vereinbarungen für künftiges gemeinsames Handeln.

„Mit dem Expertenforum Chefsache Inklusion haben wir den Grundstein für eine Veranstaltungsreihe gelegt.“ stellt Ludger Peschkes, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Berufsförderungswerke, in Aussicht. „Unser Ziel ist es, die gesammelten Erfahrungen und wichtigen Empfehlungen in die Regionen zu tragen, so dass auch Unternehmen des Mittelstandes und Partner vor Ort von dem neuen Format profitieren.“

Die Veranstaltungsdokumentation mit Bildern, Präsentationen und Vorträgern sowie die Termine der Regionalveranstaltungen finden Sie unter www.chefsache-inklusion.de.

Die Ergebnisse und Erkenntnisse der Auftaktveranstaltung „Chefsache Inklusion – Neue Wege und Konzepte zur Fachkräftesicherung“ hat der Bundesverband Deutscher Berufsförderungswerke in einer Publikation aufbereitet. Diese steht unter www. bv-bfw.de zum Download bereit. Die gedruckte Version kann über die Geschäftsstelle des BV BFW kostenfrei bezogen werden.

Über den BV BFW

Der Bundesverband Deutscher Berufsförderungswerke e. V. – ehemals Arbeitsgemeinschaft Die Deutschen Berufsförderungswerke e.V. (ARGE BFW) – ist der bundesweite Zusammenschluss von 28 Berufsförderungswerken mit sitz in Berlin. Erklärtes Ziel ist es, Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen dauerhaft in das Erwerbsleben zurück zu bringen. Das Kompetenznetzwerk mit ca. 100 Standorten und aktuell etwa 12.000 Ausbildungsplätzen bündelt Know-how und langjährige Erfahrungen in den Bereichen Prävention, Beratung, Diagnostik, berufliche Qualifizierung und Personalvermittlung. Als Partner der Wirtschaft unterstützen der Bundesverband und seine Mitglieder Unternehmen bei der Bewältigung der demografischen Herausforderungen am Arbeitsmarkt und  bei der Sicherung ihrer Fachkräfte.

Pressekontakt:

Ellen Krüger
Bundesverband Deutscher Berufsförderungswerke e. V.
Arbeitsgemeinschaft i. S. d. § 19 SGB IX
Knobelsdorffstr. 92 · 14059 Berlin
Telefon 030 3002-1253 · Telefax 030 3002-1256 · E.Krueger@bv-bfw.de
www.bv-bfw.de

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Waldburg-Zeil Klinik Schwabenland und Argentalklinik erhalten Auszeichnung für Hygiene

Isny – Als erste Waldburg-Zeil Kliniken haben die Klinik Schwabenland und die Argentalklinik im Rahmen der „Aktion Saubere Hände“ das „Bronze-Zertifikat“ erhalten.

Die Auszeichnung bescheinigt, dass erfolgreiche Maßnahmen und Qualitätsstandard zur Verbesserung der Händedesinfektion umgesetzt wurden. Die teilnehmenden Einrichtungen setzen sich besonders für die Händedesinfektion ein. Eine professionelle Händedesinfektion verhindert die Übertragung und Ausbreitung von Infektionskrankheiten, die meist im Krankenhaus erworben wurden.

Seit 2012 beteiligen sich beide Kliniken an der bundesweiten Kampagne, die das Ziel hat, die Händehygiene in Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen zu verbessern und somit den Patientenschutz und –sicherheit zu verbessern.

„Unsere Patienten reagieren während oder nach einer belastenden Erkrankung besonders sensibel. Deshalb sind wir uns als Rehabilitationsklinik der Verantwortung für Patientensicherheit und qualitativ hochwertige medizinische Behandlung besonders bewusst“, erläutert Gisela Rasch, Hygienefachfrau an den Waldburg-Zeil Kliniken Neutrauchburg. Daher freuen sich die Klinikleitung und die Mitarbeiter der Projektgruppe „Aktion Saubere Hände“, dass die getroffenen Maßnahmen in Form von Schulungen und Aktionsveranstaltungen bereits mit Bronze belohnt wurden.

Hygiene SL AT IMG_3634Die Zertifikate werden vom Institut für Hygiene und Umweltmedizin in Berlin vergeben. Getragen wird die „Aktion Saubere Hände“ vom Aktionsbündnis Patientensicherheit, der Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung und dem Nationalen Referenzzentrum für die Surveillance von nosokomialen Infektionen.

 

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Schlanke Dokumentation im Recht

Pressemitteilung

20. Pflege-Recht-Tag auf dem Kongress Pflege 2015 am 30. und 31. Januar in Berlin | Vereinfachte Pflegedokumentation: noch offene rechtliche Fragen I Juristische Arbeitsgruppe begleitet das neue Modell des Bundesgesundheitsministeriums

Berlin | Heidelberg, 04. Dezember 2014

Eine schlanke Pflegedokumentation soll bundesweit in allen Altenpflegeeinrichtungen Realität werden. Doch noch herrscht Unsicherheit in einigen rechtlichen Fragen. So befürchten viele Pflegefachkräfte, haftungsrechtlich belangt zu werden, wenn sie nicht alles dokumentieren. „In der Pflege herrscht ein großes Sicherheitsbedürfnis, was dazu führt, dass die Pflegedokumentation ausufert“, betont Prof. Thomas Weiß, Fachanwalt aus Kiel. Der auf Pflegerecht spezialisierte Anwalt gehört einer Arbeitsgruppe von Juristen an, die das Projekt des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) zum Abbau der Bürokratie in der Pflegedokumentation begleitet. „Wir wollen die juristischen Fragen so weit klären, dass jede Pflegeeinrichtung sich traut, eine vereinfachte Dokumentation einzuführen.“ Auf dem 20. Pflege-Recht-Tag im Rahmen des Berliner Kongresses Pflege 2015 – veranstaltet von Springer Medizin – werden die sozial-, heim- und haftungsrechtlichen Grenzen einer effizienteren Pflegedokumentation abgesteckt.

„Was nicht dokumentiert ist, ist auch nicht gemacht worden.“ Mit diesem Mythos räumte bereits die sogenannte „Kasseler Erklärung“ der Arbeitsgruppe im Januar 2014 auf. Damit geben die Fachjuristen dem neuen Dokumentationsmodell Rückendeckung. Das Prinzip des Modells, das vom BMG unter Führung der damaligen Ombudsfrau Elisabeth Beikirch erfolgreich getestet wurde: Es soll nur noch das, was von der Routine abweicht, aufgezeichnet werden. Die Autoren der ‚Kasseler Erklärung‘ betonen allerdings, dass sich die Entlastung nur auf die Grundpflege bezieht – während die diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen weiterhin aufgezeichnet werden müssen.

Doch das wirft weitere Fragen auf: „Angesichts möglicherweise hochkomplexer Maßnahmen in der Grundpflege und einfacher Aufgaben in der Behandlungspflege muss diese Differenzierung konkretisiert werden“, hebt Weiß hervor. Auch sei noch nicht vollständig geklärt, wo die verschlankte Dokumentation im ambulanten Bereich umgesetzt werden kann, da dort Einzelleistungen als Abrechnungsgrundlage nachgewiesen werden müssen. Weitere zu präzisierende Details betreffen das Zusammenspiel mit der Dokumentation im Qualitätsmanagement und die Einordnung von Prophylaxen und Betreuungsleistungen. „Unsere Arbeitsgruppe wird sich mit diesen Punkten befassen – mit dem Ziel, eine herrschende Meinung zu etablieren, an der sich die Gerichte orientieren werden“, so Weiß.

Unter dem Überbegriff Pflege und Recht am 31. Januar bietet der Kongress Juristische Fachveranstaltungen für Fachanwälte an. Neben verschiedenen pflegerechtlichen Themen wird sich der Kongress Pflege 2015 mit Fragen des Pflegemanagements und der Pflegebildung beschäftigen. Auch pflegepraktische Themen wie Thrombose, Hygiene, Frühmobilisation kritisch kranker Patienten oder Tipps für den Nachtdienst stehen auf dem Programm des Kongresses, der zum 20-jährigen Jubiläum von Lutz Stroppe, Staatssekretär im BMG, und von Dr. Norbert Blüm, Bundesminister a.D., eröffnet wird. Mehr Informationen zum Kongress finden Sie hier.

Kongressorganisation und Anmeldung:

Andrea Tauchert |

Springer Medizin |

tel +49 30 82787-5510

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Fortbildungsseminar: Soziale Arbeit in der medizinischen Rehabilitation – Basiswissen und Reha-Update

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Die Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG) bietet am 30. und 31. Januar 2015 in Berlin das Fortbildungsseminar: Soziale Arbeit in der medizinischen Rehabilitation – Basiswissen und Reha-Update an.

Um den fachlichen Anforderungen der Beratung unter wechselnden Rahmenbedingungen gewachsen zu sein, werden im Basisseminar grundlegende Kenntnisse des Rehabilitationsrechts vermittelt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten in kompakter Form einen Überblick der sozialrechtlichen-und methodischen Grundlagen.

Einen Schwerpunkt am ersten Tag bilden die aktuellen Änderungen:

  • Klassifikation Therapeutischer Leistungen, KTL 2015
  • neues Rentenpaket

Am zweiten Tag stehen rechtliche Aspekte bei der Beratung von erkrankten Arbeitnehmern/Arbeitsuchenden  im Vordergrund. Der hohe Anwendungsbezug des Seminars wird in Kleingruppen durch praktische Übungen erreicht, die sich an konkreten Fragestellungen des beruflichen Alltags der Teilnehmerinnen und Teilnehmer orientieren.

Das Basisseminar der DVSG wendet sich an neue Kolleginnen und Kollegen, die sich auf ihre Arbeit in der medizinischen Rehabilitation vorbereiten möchten. Ebenso an erfahrene Praktiker, die ihren Wissensbestand überprüfen, ihr spezifisches Rehawissen erweitern möchten oder neue Impulse durch den kollegialen Austausch wünschen.

Weitere Informationen:

DVSG-Bundesgeschäftsstelle
Haus der Gesundheitsberufe
Alt-Moabit 91
10559 Berlin
T (030) 39 40 64 540
fortbildung@dvsg.org

Die Anmeldung erfolgt im Onlineverfahren auf der DVSG-Homepage unter:

 

www.dvsg.org (DVSG-Fortbildungen)

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DVSG-Rehabilitationsfachtagung 2015

Die DVSG veranstaltete in Kooperation mit der Deutschen Rentenversicherung Westfalen und der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation (DEGEMED) am 5. Februar 2015 in Münster die Fachtagung Rehabilitation 2015 zum Schwerpunktthema “Kooperation und Vernetzung im Rehaprozess: Strategien und Konzepte”.

Kooperation und Vernetzung sind neben guter Therapie und Beratung die Basis für eine nachhaltige, gelingende Rehabilitation. Die Umsetzung in die reale Rehabilitationspraxis gestaltet sich erfahrungsgemäß nicht so leicht. Sie ist geprägt von zahlreichen Hürden und Barrieren innerhalb der Institutionen, zwischen den Professionen und in den Verwaltungsabläufen. Rehabilitanden beklagen insbesondere im ambulanten Sektor einen fehlenden Ansprechpartner, der im Behandlungs- und Rehabilitationsverlauf als Koordinator fungiert und sie bei Problemen unterstützt.

Im Rahmen der Fachtagung Rehabilitation 2015 der DVSG wird dieses Thema aufgegriffen und unter verschiedenen Blickwinkeln aus Theorie und Praxis diskutiert. Den Fokus bilden dabei die Themenschwerpunkte der beruflichen Integration und die indikationsspezifischen Konzepte der Onkologie sowie der psychischen Erkrankungen.

Weitere Informationen:

DVSG  e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Haus der Gesundheitsberufe
Alt-Moabit 91
10559 Berlin
Telefon: 030 394064540
Telefax: 030 394064545
E-Mail: info@dvsg.org

Programm und Online-Anmeldung unter www.dvsg.org (Veranstaltungen – DVSG-Fachtagungen Rehabilitation)

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Gesetzliche Unfallversicherung begrüßt Präventionsgesetz

Übt aber Kritik an ungenügender Beteiligung der Sozialpartner

10.12.2014

DGUVBerufsgenossenschaften und Unfallkassen begrüßen grundsätzlich die Gesetzesinitiative der Bundesregierung zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention. Das geht aus der Stellungnahme zum Gesetzentwurf hervor, die ihr Verband, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), heute auf ihrer Website veröffentlicht hat. In der Stellungnahme unterstreicht die DGUV, dass die Zusammenarbeit der verschiedenen Sozialversicherungszweige eine bedeutende Rolle für eine wirksame Prävention von Erkrankungen und Unfällen hat. Kritik übt die DGUV an der unzureichenden Einbindung der Sozialpartner.

Gesetzlicher Auftrag der Unfallversicherung ist es seit jeher, Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren durch eine umfassende Prävention zu verhindern. “Unsere Arbeit zeigt, wie erfolgreich Prävention sein kann, wenn sie in die Lebenswelten der Menschen eingebunden wird”, erklärt der stv. DGUV-Hauptgeschäftsführer Dr. Walter Eichendorf mit Verweis auf die seit Jahren sinkende Zahl der Arbeitsunfälle. Dieser Grundgedanke soll mit dem Gesetz auf alle Lebensbereiche ausgedehnt werden.

Um eine nationalen Präventionsstrategie aufzubauen, kommt der Kooperation der verschiedenen Zweige der Sozialversicherung eine besondere Bedeutung zu. Gesetzliche Unfallversicherung und Krankenkassen haben hier bereits wertvolle Erfahrungen gesammelt. Die Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) ist ein Beispiel gelungener Zusammenarbeit auf Bundesebene. “Ziel muss es künftig sein, die betriebliche Gesundheitsförderung und den Arbeitsschutz in Betrieben und Bildungseinrichtungen noch enger zu verzahnen”, so Eichendorf.

Die gesetzliche Unfallversicherung hat allerdings auch kritische Anmerkung zum vorlie-genden Gesetzentwurf. Bislang haben die Sozialpartner in der geplanten Nationalen Präventionskonferenz lediglich eine beratende Stimme. “Das erscheint nicht angemessen”, sagt der DGUV-Hauptgeschäftsführer Dr. Joachim Breuer. “Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften spielen bei der Gesundheitsvorsorge in Betrieben und Bildungseinrichtungen eine zentrale Rolle und müssen bei diesem Thema Einfluss nehmen können.”

Auf Kritik stößt auch, dass eine nachgeordnete Bundesbehörde wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) über Beiträge der Unternehmen und Versicherten finanziert werden soll. Breuer: “Die BZgA soll künftig Leistungen zur Prävention durchführen und dafür von den Krankenkassen eine Finanzierung erhalten. Damit wird einer selbstverwalteten Sozialversicherung Spielraum genommen. Bundesbehörden müssen aus dem Bundeshaushalt finanziert werden.”

Weiterführende Informationen auch in DGUV Kompakt, 11/2014 .

 

Kontakt:

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) – Spitzenverband der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen
Mittelstraße 51
10117 Berlin

Tel.: 030 288763800
Fax: 030 288763818

E-Mail: newsletter@dguv.de
Internet: http://www.dguv.de
Infoline der gesetzlichen Unfallversicherung: Allgemeine Informationen zu Arbeitsunfällen, Wegeunfällen und Berufskrankheiten sowie Berufsgenossenschaften und Unfallkassen unter
Telefon: 0800 60 50 40 4 und per E-Mail unter info@dguv.de

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iX – Institut für Gesundheitssystem-Entwicklung gegründet

Dienstag, 09. Dezember 2014, 10:06 Uhr

iX – Institut für Gesundheitssystem-Entwicklung

PRESSEMITTEILUNG

 

Berlin – In Berlin ist Ende November das „Institut für Gesundheitssystem-Entwicklung“ an den Start gegangen. Die Einrichtung setzt sich zum Ziel neue Versorgungsideen und Strukturansätze zur kontinuierlichen Weiterentwicklung unseres Gesundheitssystems vorzustellen, im politischen Raum zu diskutieren und gegebenenfalls zur Implementierung in den Versorgungsablauf zu verhelfen.

„In diesen Bereichen besteht in Deutschland deutlicher Optimierungsbedarf,“ so Dr. Albrecht Kloepfer, Gründer und Leiter des Instituts: „Unser im Kern protektionistisches selbstverwaltetes Gesundheitssystem wehrt sich seit Jahren erfolgreich gegen jeden grundlegenden Strukturwandel, während außerhalb das Systems die Idee für neue Impulse und Versorgungsansätze sprießen – und aufgrund fehlender Erstattungsmöglichkeiten teilweise auch wieder verkümmern,“ so der Publizist, Moderator und Gesundheitsnetzwerker. Beispielhaft verweist Dr. Kloepfer in diesem Zusammenhang auf die stockenden Entwicklungen zu abgestimmten Prozessen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung, auf die mangelhafte Koordination in der Versorgung chronischer Erkrankungen, auf die bislang erfolglosen Bemühungen um die Implementierung wirksamer Präventionsansätze und auf die konsequente Verweigerung der Akteure zu einer digitalen Vernetzung, mit der sich Behandlungsabläufe und Arzneimittelmanagement deutlich verbessern ließen. „Hier zerschellen buchstäblich seit Jahrzehnten Milliardenbeträge an den Systemmauern, ohne dass sich an den Versorgungsstrukturen und an unseren Behandlungsabläufen irgendetwas ändern würde,“ so Kloepfer. „Wir müssen deutlich besser werden, wenn wir den Herausforderungen der Zukunft, die sich aus dem demographischen Wandel und dem medizinisch-technischen Fortschritt ergeben, gewachsen sein wollen.“

Das Institut für Gesundheitssystem-Entwicklung macht es sich mit seiner Web-Plattform und mit kontinuierlichen öffentlichen und halb-öffentlichen Veranstaltungen zur Aufgabe, genau in diesem Bereich Menschen und Ideen zusammenzuführen, um Politik und Medien über neue Versorgungspotentiale zu informieren und den politischen Druck zu deren Umsetzung zu erhöhen. „Wir freuen uns, dass sich diesen Zielen bereits eine Reihe potenter und etablierter Partner angeschlossen haben, die sich glaubhaft schon seit geraumer Zeit für einen Systemwandel einsetzen. Mit diesem Netzwerk wird es möglich sein, Politik und Öffentlichkeit klar zu machen, dass wir besser und effizienter versorgen können, als wir es bislang tun,“ so die Überzeugung des Institutsgründers.

Kontakt:

Jean-Paul Neuling

iX – Institut für Gesundheitssystem-Entwicklung

Wartburgstr. 11

D-10823 Berlin

E-Mail: neuling@gesundheitssystem-entwicklung.de

www.gesundheitssystem-entwicklung.de

Tel.: 030 – 784 41 92

Mobil: 0172 – 7485835

 

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Wildwuchs beim Patientencoaching befürchtet

Pressemitteilung

                                       

Berlin, 8. Dezember 2014. Mit Patientencoaching lassen sich in Deutschland jährlich Kosten in Höhe von 38 bis 75 Milliarden Euro einsparen. Experten der Deutschen Gesellschaft für bürgerorientiertes Versorgungsmanagement e.V. (DGbV) mit Sitz in Berlin befürchten einen Wildwuchs und negative Auswirkungen für Patienten und deren Empowerment.

Anlässlich der Arbeitsgruppensitzung “Versorgungsmanagement, Finanzierung und Verträge” der DGbV hob der Präsident Dr. John N. Weatherly hervor, dass es unzählige Interaktionsmaßnahmen im deutschen Gesundheitswesen gibt. Sie bezeichnen sich als Patientencoaching, ohne das es dafür festgelegte Qualitäts- oder Handlungsparameter gibt.

Patientencoaching soll den Patienten befähigen, eine aktive Rolle bei der Krankheitsbewältigung zu leisten. “Seit 2008 leistet die DGbV auf diesem Gebiet Pionierarbeit”, so Weatherly.
Ein Wildwuchs beim Patientencoaching ist gefährlich, denn negative Auswirkungen – gerade im Bereich psychisch kranker Menschen – wird viel zu spät entdeckt.

Die DGbV fordert von der Bundesregierung in Zusammenarbeit mit Experten und Kostenerbringern dem Wildwuchs Einhalt zu gebieten. Es müssen klare und nachprüfbare Parameter mit gewissen Grund- und Ausbildungsqualitäten entwickelt werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass bei den Patienten die Coaches eine bessere Outcome-Qualität erzielen.

Die Methode “Patientencoaching” ist, wenn sie richtig eingesetzt und durchgeführt wird, eine sehr effiziente und effektive Möglichkeit die erzielten Behandlungserfolge deutlich zu erhöhen. Und das bei gleichzeitiger Reduktion der anfallenden Kosten.

Die Deutsche Gesellschaft für bürgerorientiertes Versorgungsmanagement e.V. (DGbV) begleitet und entwickelt Konzepte für Verbesserungen des Versorgungsmanagements im deutschen Gesundheitswesen unter Berücksichtigung der Komplexität des gesamten Systems und der wichtigen Rolle der Bürger, also der Versicherten und Patienten. Die DGbV ist unabhängig, fachübergreifend und gemeinnützig.

 

Deutsche Gesellschaft für bürgerorientiertes Versorgungsmanagement  DGbV e.V.
Pressesprecher Jürgen Bause
c/o AGS Medienservice  Geschäftsstelle
Panoramastr. 38  Heerstraße 12 -14
89608 Griesingen/Ulm  14052 Berlin
Tel.: + 49 (0)7391 – 77 73 819  Tel.: + 49 (0)30 – 45 47 54 66
Fax: + 49 (0)7391 – 7 18 19  Fax: + 49 (0)30 – 45 47 58 01
Mail:     presse@dgbv-online.de
Web:     www.dgbv-online.de

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Vorstand der DGPPN neu aufgestellt

Presseinformation Nr. 46 | 09.12.2014

Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN)

 

Die Mitglieder der DGPPN haben im Rahmen der Mitgliederversammlung am 27. November 2014 den Vorstand der Fachgesellschaft für die Jahre 2015/2016 gewählt. Insgesamt 18 Expertinnen und Experten aus Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik werden ab Januar 2015 das Vorstandsteam unter der Leitung der neuen DGPPN-Präsidentin, Dr. Iris Hauth, bilden. Turnusgemäß wurde von den Mitgliedern der President Elect der Fachgesellschaft, Prof. Dr. Arno Deister, gewählt.

Die neue Präsidentin der DGPPN, Dr. Iris Hauth, ist Ärztliche Direktorin des Alexianer St. Joseph Krankenhauses Berlin Weißensee. Sie wird den Vorstand der Fachgesellschaft während den nächsten zwei Jahren leiten. Dieser repräsentiert mit seinen 18 Mitgliedern die gesamte Breite des Fachgebiets. Inhaltlich wird sich der Vorstand schwerpunktmäßig mit dem Erhalt und der Verbesserung der ambulanten und stationären Versorgung inklusive der Prävention und Rehabilitation psychisch erkrankter Menschen beschäftigen. Zu den weiteren zentralen Themen gehören die Weiterbildung und Nachwuchsförderung, die Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie deren Translation in den praktischen Alltag.

Der neue President Elect der DGPPN (Präsident in der Amtszeit 2017/2018), Prof. Dr. Arno Deister, ist Chefarzt des Zentrums für Psychosoziale Medizin des Klinikums Itzehoe. Mit Dr. Nahlah Saimeh erhält die forensische Psychiatrie im Vorstand eine neue Stimme. Dr. Saimeh ist seit 2004 ärztliche Direktorin im Zentrum für Forensische Psychiatrie in Lippstadt-Eickelborn. Seit 2011 ist sie die stellvertretende Leiterin des DGPPN-Referates „Forensische Psychiatrie“. Prof. Dr. Martin Driessen ist im DGPPN-Vorstand neu für den Bereich „Psychosomatik“ verantwortlich. Er ist Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Evangelischen Krankenhaus Bielefeld (EvKB).

Kontakt
DGPPN-Pressestelle
Reinhardtstraße 27 B
10117 Berlin
Tel.: 030.2404 772-11
E-Mail: pressestelle[at]dgppn.de
Download:
Pressemitteilung: Vorstand der DGPPN neu aufgestellt [PDF; 271KB]

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Lungenzentrum der Waldburg-Zeil Kliniken mit neuem Chefarzt: Prof. Dr. Christian Kähler leitet die renommierte Klinik für Pneumologie an den Fachkliniken Wangen ab 1. Januar 2015

Wangen – Der renommierte Lungenspezialist Prof. Christian M. Kähler (49) wird neuer Chefarzt an den Waldburg-Zeil Fachkliniken Wangen. Der Facharzt für Innere Medizin mit den Schwerpunkten Pneumologie und Internistische Intensivmedizin tritt mit der Leitung der Medizinischen Klinik (Pneumologie) an den Fachkliniken Wangen die Nachfolge von Prof. Hans-Werner Duchna an, der sich beruflich ins Ausland verändert hat. „Wir haben mit Prof. Kähler unseren Wunschkandidaten gewinnen können, der in der pneumologischen Fachgesellschaft als absoluter Experte und Spezialist für Lungenheilkunde anerkannt ist“, freut sich Krankenhausdirektor Harald Becker. „Die Pneumologische Klinik ist somit zusammen mit den beiden Kliniken der Thoraxchirurgie und der Anästhesie/Intensivmedizin, die gemeinsam DAS Schwerpunktzentrum für Atemwegs- und Lungenerkrankungen im Raum Oberschwaben-Allgäu-Bodensee bilden, personell optimal aufgestellt. Mit diesem `Neuzugang’ werden wir auch zukünftig unserem Anspruch gerecht, hier in Wangen Medizin auf hochspezialisiertem medizinischen Niveau anbieten und eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung fortsetzen zu können.“

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Der gebürtige Kemptner Kähler arbeitet derzeit als Leiter des Schwerpunktes Pneumologie des Departements für Innere Medizin an der Medizinischen Universität Innsbruck (MUI) und unterrichtet an der dortigen Universität als Fachverantwortlicher Pneumologie angehende Mediziner. Kähler hat in Innsbruck Medizin studiert und an der dortigen Universität seine Facharztausbildung sowie eine Ausbildung zum Krankenhausmanager abgeschlossen. Nach Aufenthalten am Zürcher Universitätsklinikum sowie an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald hat er die Lungenheilkunde am Universitätsklinikum Innsbruck intensiv ausgebaut und dort insbesondere die Schwerpunktzentren für Pulmonale Hypertonie (Lungenbluthochdruck) sowie interstitielle Lungenerkrankungen (Erkrankungen im Lungengerüst) konzipiert und geleitet.

Prof. Dr. Christian Kähler freut sich auf die Stadt im Allgäu und seine neue Aufgabe: „Ich sehe die Fachkliniken Wangen als DAS Zentrum für Lungenerkrankung und Allergien im südwestdeutschen Raum. Ihren guten Ruf möchte ich noch weiter in die Öffentlichkeit tragen. Mit den langjährig bestehenden Auszeichnungen als Thoraxzentrum und als Weaningzentrum haben wir dafür wunderbare Grundlagen.“ Prof. Christian Kähler ist in den letzten Wochen bereits mehrere Male an den Fachkliniken Wangen gewesen, um sich sukzessive einzuarbeiten und die strategischen wie medizinischen Planungen für das neue Jahr abschließend zu konzeptionieren und umzusetzen.

Seine Aufgaben antreten wird der neue Chefarzt Kähler am 1. Januar 2015.

 

Foto (Manuela Hofer): Prof. Dr. Christian Kähler (Mitte) mit Krankenhausdirektor Harald Becker (rechts) und Stv. Krankenhausdirektor Alwin Baumann (links)

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