Dienstag, Dezember 16th, 2014

 

„In Reha investieren!“

Presseinformation

 

 

 

DEGEMED und Fachgruppe Reha des VKD fordern auf DKI-Konferenz Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Reha

 

Berlin, 16. Dezember 2014 – Die wirtschaftliche Situation vieler Reha-Kliniken in Deutschland ist prekär. Es drohen Insolvenzen und Strukturabbau. Trotz Anhebung des Reha-Budgets der Deutschen Rentenversicherung (DRV) wird sich die Lage nach Einschätzung zahlreicher Experten kaum ändern. Das wurde heute bei der Konferenz „Wirtschaftliche Erfolgsfaktoren für Rehabiltationskliniken“ des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) in Berlin deutlich.

„Viele Kliniken kämpfen heute um die Erhaltung ihrer Substanz. Heute wären an vielen Stellen Investitionen nötig. Das Reha-Budget der DRV sinkt aber ab 2018 wieder. Wenn das so bleibt, steht spätestens dann unsere Infrastruktur auf dem Spiel“, warnt Achim Schäfer, Vorsitzender der Fachgruppe Reha des Verbandes der Krankenhausdirektoren.

„Die Reha-Träger fordern zu Recht hohe Strukturstandards. Die müssen aber auch finanziert werden. Stattdessen verlagern Krankenkassen immer mehr sachfremde Kosten auf die Reha-Kliniken, etwa für Fahrdienste und Krankentransporte. Das muss aufhören“, fordert DEGEMED-Geschäftsführer Christof Lawall. Die neuen Landesschiedsstellen seien bislang keine Hilfe.

Die DEGEMED setzt sich mit ihrer im Frühjahr gestarteten Kampagne „Meine Reha – Mein Leben.“ für eine bedarfsgerechte Finanzierung der medizinischen Reha ein. Inzwischen unterstützen zahlreiche Reha-Einrichtungen, Klinik-Mitarbeiter und Rehabilitanden die Kampagne und die Forderungen der DEGEMED.

 

Meine Reha-mein Leben 

Weitere Informationen:

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V. (DEGEMED)

Katharina Ruppelt

Fasanenstraße 5, 10623 Berlin

Tel.: 030 28 44 96 6, Fax: 030 28 44 96 70

E-Mail: k.ruppelt(at)degemed.de

Internet: www.degemed.de; www.meinereha-meinleben.de

Social Media: Facebook; Twitter

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Deutsche Tinnitus-Liga e. V. warnt: Silvesterknaller können Schwerhörigkeit und Ohrgeräusche verursachen

Tinnitus CMYKZum Jahreswechsel wird es wieder laut: Punkt Mitternacht werden zahllose Raketen und Knaller angezündet. Der Brauch, mit dem viele Menschen das alte Jahr verabschieden und das neue willkommen heißen, ist jedoch gefährlich: Böller und Raketen können schwere Gehörschäden verursachen. Ein solches Knalltrauma kann eine lebenslange Schwerhörigkeit sowie Tinnitus auslösen, warnt die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL).

Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) rät daher, sich von Silvesterknallern und -raketen fernzuhalten und die Ohren zu schützen. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO KHC) erleiden jedes Jahr rund 8.000 Menschen hierzulande eine Verletzung des Innenohres durch explodierende Feuerwerkskörper. Die Folgen können lebenslang bestehen bleiben: Tinnitus und Schwerhörigkeit, insbesondere bei hohen Tönen. Besonders oft sind Kinder, Jugendliche sowie junge Erwachsene zwischen sechs und 25 Jahren von Knalltraumen betroffen. Dabei werden männliche Personen dreimal so oft verletzt wie weibliche.

Vor einigen Jahren wurde im Zuge der Harmonisierung europäischer Gesetze die deutsche Sprengstoffverordnung gelockert, was zur Folge hat, dass mitunter mehr als doppelt so viel Sprengmasse verwendet werden darf als zuvor – und zum Teil sogar Sprengstoffmengen auf dem Markt sind, die vorher nur Pyrotechnikern zur Verfügung standen. Dies stellt eine noch größere Gefahr für die Ohren dar, denn: Je mehr Sprengstoff, desto lauter sind die Knallkörper.

Wenn Raketen oder Böller weniger als zwei Meter entfernt von den Ohren explodieren, wirken laut DGHNO KHC etwa 25 Millisekunden lange Schallimpulse auf das Gehör. Sie erreichen Spitzen von bis zu 160 Dezibel Schalldruckpegel. Da sich Lautstärke aus einer Kombination von Schalldruck und Dauer ergibt, nimmt das Ohr diese kurzen Spitzenpegel weniger als Lärm wahr und ist für Hörschäden besonders anfällig, weshalb Innenohrverletzungen gerade an Silvester besonders häufig entstehen. Durch Knalltraumen werden die Hörsinneszellen, Stützzellen und andere Teile der sogenannten Hörschnecke im Innenohr bleibend geschädigt, die Spätfolgen sind oft nur noch durch ein Hörgerät auszugleichen. Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. warnt daher vor dem Gebrauch der Silvesterknaller und fordert eine bessere Aufklärung über die Gefahren, beispielsweise in Schulen und Jugendeinrichtungen.

Über die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL)

Die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. (DTL) vertritt als gemeinnützige Selbsthilfeorganisation die Interessen der Patienten mit Tinnitus, Hörsturz, Hyperakusis und Morbus Menière sowie ihrer Angehörigen. Rund 13.000 Mitglieder machen die DTL zum größten Tinnitus-Zusammenschluss in Europa und zum anerkannten Partner des Gesundheitswesens in Deutschland. Über 800 Fachleute gehören der DTL als Partner und fördernde Mitglieder an, darunter renommierte Wissenschaftler, HNO-Ärzte, Ärzte weiterer Disziplinen, Hörgeräteakustiker, Psychologen und Therapeuten. Außerdem werden rund 90 Selbsthilfegruppen in Deutschland durch die DTL betreut. Gegründet wurde die Deutsche Tinnitus-Liga e. V. 1986 in Wuppertal.

 

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DFKI-Projekt Recupera: Reha-Roboter helfen Menschen mit motorischen Einschränkungen

DFKI_Schrift_deDer Einsatz von Robotern ist längst medizinischer Alltag und auch in der Rehabilitation spielen robotische Systeme eine immer größere Rolle. Das Robotics Innovation Center (RIC) des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) arbeitet zusammen mit der rehaworks GmbH an Methoden zum Aufbau eines Ganzkörper-Exoskeletts und eines mittelfristig für die Rehabilitation einsetzbaren robotischen Teilsystems.

Das Forschungsprojekt Recupera Reha wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Projektträger Softwaresysteme und Wissenstechnologien (PT-SW) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) über drei Jahre und mit knapp drei Millionen Euro gefördert. Ziel des Projekts ist es, ein innovatives und mobiles Ganzkörper-Exoskelett für die Bewegungsassistenz des menschlichen Bewegungsapparates zu entwickeln und aus dieser Entwicklung ein mittelfristig zu rehabilitativen Zwecken einsetzbares robotisches Teilsystem zu definieren und als Demonstrator aufzubauen. Das projektierte Gesamtsystem soll kinematisch annähernd den gesamten menschlichen Körper erfassen, sich selber tragen und energieautark agieren können. Im Teilsystem sollen die Neuerungen aus dem Gesamtsystem aufgegriffen werden und hinsichtlich verschiedener Ansätze der Therapie und Rehabilitation evaluiert werden.

Zum Aufbau der Systeme erarbeiten die RIC-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler neue Methoden zum Leichtbau sowie auf dem Gebiet der Antriebstechnologie und der Regelungstechnik. Die mechatronischen Ansätze kombinieren sie mit einem neuen System zur Online-Auswertung von Elektroenzephalografie- und Elektromyografie-Signalen (EEG-/EMG-Signalen), sodass eine Einschätzung des Zustands des bedienenden Patienten und eine mehrstufige Unterstützung der Regelung sowohl des Ganzkörper-Exoskeletts als auch des Teilsystems ermöglicht werden.

Ziel der Bremer Forscherinnen und Forscher ist es, das Recupera-Teilsystem bei der Rehabilitation von Patienten mit motorischen Einschränkungen im Bereich des Oberkörpers einzusetzen. Dafür entwickeln sie mögliche Therapieverfahren, die exemplarisch umgesetzt und in einer Evaluationsstudie zur Anwendernähe überprüft werden sollen. Der Verbundpartner rehaworks GmbH wird dabei von Anfang an die Anforderungen an medizinische Geräte betrachten und das entstehende System dahingehend kontinuierlich evaluieren. Auf diese Weise eröffnen sich neue Perspektiven in der Entwicklung und Anwendung von robotischen Rehabilitationsgeräten.
Ansprechpartner
Dr. Elsa Andrea Kirchner
DFKI Bremen
Robotics Innovation Center
E-Mail: elsa.kirchner@dfki.de
Tel.: (0421) 178 45 4113

Pressekontakt
DFKI Bremen
Team Unternehmenskommunikation
E-Mail: uk-hb@dfki.de
Tel.: (0421) 178 45 4120

 

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