Donnerstag, August 21st, 2014

 

6. Business Dinner von Softsolution: Neue Entwicklungen in der medizinischen Rehabilitation

Verfasser: Herr Staatssekretär a.D. Neithart Neitzel

Anlässlich des Hauptstadtkongresses veranstaltete die Firma Softsolution in den Nordischen Botschaften in Berlin ihr 6. Business Dinner, das hervorragend besucht war.

Im Mittelpunkt standen drei Statements, die neue Entwicklungen in der medizinischen Rehabilitation aufzeigten.

Zu Beginn referierten Thomas Bublitz, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Privat-Kliniken (BDPK), und der neue Vorstandsvorsitzende der MediClin, Volker Feldkamp, über aktuelle Fragen der medizinischen Rehabilitation. Die beiden Redner waren für Frau Widmann-Mauz, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium,  eingesprungen, die aus Termingründen hatte kurzfristig absagen müssen. Bublitz berichtete insbesondere über das Rentenpaket der Großen Koalition, in dem eine Anhebung des Reha-Deckels bei der Deutschen Rentenversicherung vorgesehen ist. Diese Regelung sei zwar zu begrüßen, dürfe aber nach dem „Durchwachsen“ der Babyboomer-Generation durch das rehafähige Alter nicht wieder aufgegeben werden, weil die Vergütungen im Reha-Bereich immer noch nicht leistungsgerecht seien. Feldkamp berichtete von ersten Erfahrungen bei der Verzahnung von Akutbehandlung in Krankenhäusern mit der medizinischen Rehabilitation in Reha-Kliniken: Hier tue sich ein spannendes Arbeitsfeld auf, das im Rahmen eines Konzerns wie MediClin  gut gelöst werden könne.

Ellio Schneider, Geschäftsführer der Waldburg-Zeil-Kliniken und Vorsitzender des Fachausschusses Rehabilitation im BDPK, sprach in einem Grundsatzreferat über „Leistungsorientierte Vergütung für die medizinische Rehabilitation“. Er berichtete zunächst über die Ausgabenentwicklung bei den Leistungsträgern: Während in der Rentenversicherung 1995 bis 2012 eine Steigerung der Ausgaben um 13,6 % erfolgt sei, habe dies bei der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nur bei 3 % gelegen, was einen realen Rückgang bedeutet habe. Im Referenzzeitraum seien die gesamten Gesundheitsausgaben der GKV nämlich  um 47 % gestiegen! Seit Jahren – so Schneider – wüchsen die Kosten der Reha-Einrichtungen schneller als die Vergütungen, was zu wirtschaftlichen Problemen bei einer Reihe von Einrichtungen bis hin zur Insolvenz geführt habe. Reale Preissteigerungen, z. B. für Energie, notwendige Investitionskosten, gesteigerte Personalkosten würden zu wenig berücksichtigt. Das vom BDPK eingeholte aktiva-Gutachten verlange Tagessätze zwischen 139 und 146 EURO – jede Reha-Einrichtung könne an diesem Maßstab ihre eigene Stellung ablesen. Anhand einer Reihe von Details forderte Schneider ein leistungsgerechtes Vergütungssystem, zu dessen Ermittlung er eine Vielzahl methodischer Ansätze lieferte.

Aus der Sicht der Leistungsträger beleuchtete Dr. Ina Ueberschär, stellvertretende Geschäftsführerin der DRV Mitteldeutschland, die  Frage „Der richtige Patient zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Klinik – Utopie oder Wirklichkeit ?“  Als Beispiel für das Auseinanderklaffen von Reha-Bedarf und tatsächlich erfolgter medizinischer Rehabilitation nannte sie die Erwerbsminderungsrenten, bei denen 42 % auf psychische Erkrankungen zurückzuführen sind, während weniger als die Hälfte der entsprechenden Rentenbezieher in den letzten fünf Jahren vor der Rentenbewilligung  eine medizinische Rehabilitation wahrgenommen hätten. Diese Fehlsteuerung müsse durch ein Bündel von Maßnahmen bekämpft werden: Bessere Einbindung der Arbeitgeber sowie der Betriebs- und Werksärzte sei ebenso erforderlich wie Sensibilisierung der Krankenhausärzte und  der niedergelassenen Haus- und Fachärzte für Fragen der medizinischen Rehabilitation. Dr. Ueberschär problematisierte auch die Praxis der GKV, wonach Reha zu Lasten der Krankenkassen von niedergelassenen Ärzten nur mit einer besonderen Qualifikation (in der Regel Genehmigung der Kassenärztlichen Vereinigung) verordnet werden dürfe. Bei dem richtigen Zeitpunkt für eine Reha-Maßnahme stellte Dr. Ueberschär die Motivation des Patienten in den Mittelpunkt. Nur wer zur „Mitarbeit“ im Rahmen der Reha bereit sei, trage zum Erfolg der Maßnahme bei. Die sorgfältige Auswahl der Reha-Einrichtung schließlich stelle unabhängig vom Wunsch- und Wahlrecht des Versicherten, das in der Regel berücksichtigt werde, eine Hauptaufgabe der Leistungsträger dar: Wichtig sei es, daß die ausgewählte Einrichtung die Reha-Ziele des Leistungsträgers mittrage.

Die gehörten „Dinner speeches“ hatten bei den Teilnehmern des Business Dinners eine gute Resonanz; sie wurden an den Tischen lebhaft diskutiert.

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Für Versicherte der DRV Rheinland kommt Gesundheit nach Hause

Mit Hilfe moderner Technik können Patienten der Aggertalklinik in den ersten sechs Wochen nach ihrem Reha-Aufenthalt zu Hause weiter betreut werden. Die hierfür entwickelte teletherapeutische Nachsorge „EvoCare“ hilft dem Patienten, das in der Klinik Erlernte auf den häuslichen und beruflichen Alltag zu übertragen. Unterstützt wird er dabei von dem Therapeutenteam der Aggertalklinik, das ihn auch während der Rehabilitation betreut hat.

Die Aggertalklinik in Engelskirchen ist ein renommiertes Rehabilitationszentrum mit 256 Betten. Die Klinik ist spezialisiert auf Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates. Als Reha-Zentrum der gesetzlichen Rentenversicherung gehört es zu ihren Aufgaben, die Erwerbsfähigkeit der Versicherten wiederherzustellen und zu erhalten.

Mit „EvoCare“ findet die Nachsorgetherapie direkt in den eigenen vier Wänden statt. Dabei können Patienten täglich etwas für ihre Genesung tun – und das bei freier Zeiteinteilung.

Nach Ihrer Abreise aus der Aggertalklinik erhalten Patienten, die bereits während ihres Reha-Aufenthaltes die EvoCare-Behandlung mit dem Telemedizingerät trainiert haben, einen „EvoLino“ per Zustelldienst direkt nach Hause geliefert. Er zeigt die vom Therapeuten verordneten Physiotherapieübungen an. Jede Übung zur Kräftigung, Mobilisation, Stabilisierung und Dehnung wird in einem kurzen Film erklärt.

Der EvoLino ist sehr einfach zu bedienen und begleitet den Patienten bei seinen Übungen zuhause. Er registriert die Übungsausführungen und überträgt diese an den betreuenden Therapeuten in der Reha-Klinik, der für das häusliche Training eine Rückmeldung geben kann.

Der Austausch mit dem „Tele-Therapeuten“ motiviert enorm, auch zu Hause aktiv zu bleiben. Die Patienten sind zeitlich ungebunden und können ihr Training so durchführen, wie es in den eigenen Tagesablauf passt. Trainiert wird ausschließlich nach individuellem Therapieplan und unter Supervision des „Tele-Therapeuten“ aus der Aggertalklinik.

Der telemedizinische Einsatz knüpft keinerlei Voraussetzungen an die EDV-Infrastruktur der Patientenwohnung. Die Patienten erhalten für den Versorgungszeitraum alles Erforderliche unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Die Kosten für die Nutzung des Systems werden seitens der Deutschen Rentenversicherung Rheinland für ihre Versicherten übernommen.

Nach der DRV Bayern Süd ist die Deutsche Rentenversicherung Rheinland der zweite deutsche gesetzliche Rentenversicherungsträger, der seinen Versicherten dieses neue Nachsorgeangebot zur Verfügung stellt.

Die Nachsorge mit EvoCare wird von den Patienten sehr gut angenommen. Neben der Trainingshäufigkeit wird besonders positiv bewertet, dass die Weiterversorgung zuhause durch das bereits bekannte Fachteam erfolgt und Fahrzeiten und Wegstrecken entfallen. Mit der TeleReha kann die Deutsche Rentenversicherung Rheinland für Versicherte einen Zugang zur effizienten Nachsorge sicherstellen, die wohnortnah keine Versorgungsmöglichkeit finden würden.

Wenn sich der Einsatz der teletherapeutischen Behandlung aus Sicht der Patienten und der Aggertalklinik bewährt, wird die Deutsche Rentenversicherung Rheinland EvoCare auch in anderen Reha-Einrichtungen einsetzen.

Kontakt:

EvoCare Telemedizin ECT eG
Muggenhofer Str. 136
D-90429 Nürnberg
Tel.: +49 911 32380-0
E-Mail: presse@telemedizin.de

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Telemedizingenossenschaft:

www.EvoCare-Telemedizin.de

Zugelassene telemedizinische Gesundheitsleistung:

www.telemedizin.de

Aggertalklinik
Verwaltungsdirektor Jörg Tober
Am Sondersiefen 18, 51751 Engelskirchen
Tel.: 02263 / 93-4310
E-Mail: joerg.tober@aggertalklinik.de
Internet: www.aggertalklinik.de

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