Montag, April 7th, 2014

 

Gesundheitsausgaben 2012 übersteigen 300 Milliarden Euro

Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

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Nr. 126 vom 07.04.2014

WIESBADEN – Die Ausgaben für Gesundheit überstiegen in Deutschland im Jahr 2012 erstmals die Marke von 300 Milliarden Euro. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Weltgesundheitstages mitteilt, waren sie mit einem Wert von 300,4 Milliarden Euro um 6,9 Milliarden Euro oder 2,3 % höher als 2011. Auf jeden Einwohner entfielen gut 3 740 Euro (2011: 3 660 Euro).  

Die Gesundheitsausgaben betrugen 11,3 % des Bruttoinlandsproduktes. In den Vorjahren lag dieser Wert bei 11,2 % (2011) beziehungsweise 11,6 % (2010). Der leichte Anstieg gegenüber 2011 ist auf das geringere Wachstum der Wirtschaftsleistung und den höheren Anstieg der Gesundheitsausgaben zurückzuführen.  

Die gesetzliche Krankenversicherung war 2012 der größte Ausgabenträger im Gesundheitswesen. Ihre Ausgaben beliefen sich auf 172,4 Milliarden Euro und lagen somit um 3,9 Milliarden oder 2,3 % über den Ausgaben des Vorjahres. Der von der gesetzlichen Krankenkasse getragene Ausgabenanteil blieb im Vergleich zum Vorjahr konstant bei 57,4 %. Nahezu unverändert blieb auch der Anteil der privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck mit 13,5 % (2011: 13,6 %). Sie gaben mit 40,6 Milliarden Euro rund 0,6 Milliarden Euro oder 1,6 % mehr aus als im Vorjahr. Auf die private Krankenversicherung entfielen rund 28 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 0,2 Milliarden Euro oder 0,9 %.  

Die Ausgaben für Güter und Dienstleistungen im ambulanten Bereich betrugen 147 Milliarden Euro und machten wie im Jahr 2011 mit 49 % fast die Hälfte der Ausgaben aus. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Ausgaben im ambulanten Bereich mit + 2,1 % leicht unterdurchschnittlich. Dies ist auf den geringen Anstieg der Ausgaben in Apotheken zurückzuführen, die im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 % oder 0,2 Milliarden Euro auf 40 Milliarden Euro wuchsen. Hintergrund sind die Maßnahmen zur Begrenzung der Ausgaben im Arzneimittelbereich, die Anfang 2011 mit dem Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes in der gesetzlichen Krankenversicherung in Kraft traten. Die stärksten Anstiege waren in den ambulanten Pflegeeinrichtungen mit + 6,9 % (+ 0,7 Milliarden Euro auf 11,3 Milliarden Euro) und bei den Praxen sonstiger medizinischer Berufe wie zum Beispiel physio-, sprach- oder ergotherapeutischen Praxen mit + 3,3 % (+ 0,3 Milliarden Euro auf 9,9 Milliarden Euro) zu verzeichnen.  

Auf den (teil-)stationären Sektor entfielen wie im Vorjahr 37 % der gesamten Gesundheitsausgaben. Hier stiegen die Ausgaben um 2,8 Milliarden Euro oder 2,6 % auf 110,3 Milliarden Euro. Die wichtigsten (teil-)stationären Einrichtungen waren die Krankenhäuser (+ 2,5 % auf 78,8 Milliarden Euro), gefolgt von den Einrichtungen der (teil-)stationären Pflege (+ 2,5 % auf 22,8 Milliarden Euro) sowie den Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen mit 8,7 Milliarden Euro (+ 4,0 %).  

Die vorgestellten Ergebnisse folgen dem Konzept des „System of Health Accounts“, welches von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Statistischen Amt der Europäischen Union (Eurostat) zum Zweck der internationalen Vergleichbarkeit von Gesundheitsausgaben empfohlen wird. Gemäß den dort enthaltenen Definitionen umfassen die Gesundheitsausgaben sämtliche Güter und Leistungen mit dem Ziel der Prävention, Behandlung, Rehabilitation und Pflege, die Kosten der Verwaltung sowie Investitionen der Einrichtungen des Gesundheitswesens. Aufwendungen für Forschung und Ausbildung im Gesundheitswesen sowie Ausgaben für krankheitsbedingte Folgen (zum Beispiel Leistungen zur Eingliederungshilfe) und Einkommensleistungen, wie die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, sind darin nicht enthalten. Begründet durch diese Abgrenzung weichen die Gesundheitsausgaben in der Gesundheitsausgabenrechnung von den Ausgaben der einzelnen Sozialversicherungsträger, insbesondere der gesetzlichen Krankenversicherung, ab. 

Detaillierte Daten und lange Zeitreihen zu den Gesundheitsausgaben sind über die Tabellen zur Gesundheitsausgabenrechnung (23611) in der Datenbank GENESIS-Online abrufbar. Viele weitere gesundheitsbezogene Daten und Tabellen zu den Gesundheitsausgaben mit tieferen Gliederungen finden sich auch im Informationssystem der Gesundheitsberichterstattung des Bundes.
 

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Gesundheitsausgaben 2012 übersteigen 300 Milliarden Euro (PDF, 73KB, Datei ist nicht barrierefrei) 

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Die vollständige Pressemitteilung (inklusive PDF-Version) sowie weitere Informationen und Funktionen sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/presseaktuell  zu finden.

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Kostentransparenz mit dem BWKG Reha-Benchmark 2014 (Datenjahr 2013)

Für die Unternehmenssteuerung im Allgemeinen sowie für regelmäßige Vergütungsverhandlungen im Besonderen ist es wichtig, Transparenz über die eigenen Kosten- und Leistungsstrukturen zu haben und die Positionierung im Vergleich zu Wettbewerbern zu kennen. Das bundesweite Reha-Benchmark der BWKG bereitet diese wichtigen Informationen kostengünstig auf.

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Mögliche zusätzliche Auswertungen

Es können Gruppenauswertungen erstellt werden, die entweder eine offene Einzelhausgegenüberstellung beinhalten oder lediglich gruppenbezogene Kennzahlen generieren. Auf diese Weise wird es möglich, Einrichtungsgruppen mit Kennzahlen den anderen teilnehmenden Einrichtungen gegenüberzustellen. Das Benchmark kann damit für den kollegialen Austausch eine wertvolle Grundlage liefern.

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Weitere Informationen zum Ablauf und zu den Inhalten des Benchmarks können auf der BWKG-Homepage (www.bwkg.de) unter der Rubrik „Projekte / Reha-Benchmark“ entnommen werden. Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie weitere Fragen haben oder sich für Sonderauswertungen interessieren:

–       Sabrina Kammerer,          Tel. 0711 25777-54,            kammerer@bwkg.de

–       Dr. Sabrina Bleich,            Tel. 0711 25777-44,            bleich@bwkg.de

Die Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft e.V. (BWKG) ist ein Zusammenschluss von 430 Trägern mit ihren Einrichtungen. Sie verfügen über insgesamt 109.088 Betten sowie ambulanten Behandlungskapazitäten. Die BWKG steht Krankenhäusern, Rehabilitations- und Pflegeeinrichtungen sowie ambulanten Diensten und Behinderteneinrichtungen unabhängig von deren Rechtsform und Trägerstruktur offen. Die Mitgliedschaft ist freiwillig.

Zu den Mitgliedern gehören 221 Krankenhäuser, 119 Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie 478 Pflegeeinrichtungen, davon 58 ambulante Pflegedienste und 30 Einrichtungen der Behindertenhilfe.

Die vorrangige Aufgabe der BWKG ist es, die Interessen ihrer Mitglieder gegenüber dem Staat, den Krankenkassen und der Öffentlichkeit zu vertreten. Dabei reicht das Leistungsspektrum von der Erfüllung hoheitlicher Aufgaben über die Beratung der Mitglieder bis zur Bearbeitung grundsätzlicher Fragen des Gesundheitswesens.

Im Jahr 2008 hat die BWKG als alleinige Gesellschafterin die „Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft – Wirtschaftliche Geschäftsbetriebe GmbH“ mit Sitz in Stuttgart gegründet. In der GmbH sind wirtschaftliche Geschäftsbetriebe wie beispielsweise der BWKG Reha-Benchmark angesiedelt.

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