Dienstag, Februar 11th, 2014

 

„Hirnverletzte Menschen schreiben über ihren Weg“ Tag der offenen Tür mit Buchlesung im TagesTrainingsZentrum (TTZ) Oschatz

Oschatz – Das TagesTrainingsZentrum (TTZ) der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) im nordsächsischen Oschatz beteiligt sich auch in diesem Jahr wieder an der brainWEEK. Die Aktionswoche lenkt die Aufmerksamkeit auf die Situation von Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen. Am 15. März gewährt das TTZ im Rahmen eines Tages der offenen Tür von 14 bis 17 Uhr Einblicke in seine Arbeit. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr eine Lesung aus dem Buch „…wieder leben lernen. Hirnverletzte Menschen schreiben über ihren Weg“.

 

In diesem Projekt des Vereins denkwerk-hirnverletzung aus der Schweiz schildern Betroffene in Form von Erfahrungsberichten eindrucksvoll ihre Erfahrungen im Umgang mit der Verletzung in ihren alltäglichen Lebensbereichen. Gemeinsam mit Traude Loebert, der Präsidentin des Vereins, möchte das Team des TTZ mit seinen  Gästen über die Thematik ins Gespräch kommen, neue Perspektiven einnehmen und Raum für Diskussion und Fragen bieten.

Ein Rundgang durch die verschiedenen Trainingsbereiche des TTZ (alltagspraktisch, fachpraktisch, kognitiv, sozial) wird  Einblicke in Inhalte und Besonderheiten der Arbeit mit den Klienten gewähren. Deren Ziel ist neben der (Re-)Integration ins Arbeitsleben stets die Aktivierung eigener Kompetenzen und Potenziale, um ein Maximum an Autonomie zurückzuerlangen.

 

Das integrative Zentrum TTZ Oschatz öffnet jährlich im Rahmen der brainWEEK, der Aktionswoche des Gehirns, seine Pforten für Interessierte, Betroffene und deren Angehörige sowie Partner aus der Praxis und lädt zum gemeinsamen Austausch ein.

Das TagesTrainingsZentrum (TTZ) Oschatz der FAW zählt seit 2008 zu den Spezialeinrichtungen der Fortbildungsakademie der Wirtschaft im Bereich der beruflichen und sozialen Rehabilitation. Wie das 2013 eröffnete TTZ Kamen (NRW) widmet es sich der Arbeit mit Menschen, die durch Unfall, Schlaganfall, Tumor-OP etc. eine Hirnschädigung erlitten haben. Die FAW schließt damit  erfolgreich die Lücke zwischen der medizinischen Rehabilitation und dem Arbeitsmarkt.

Die Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gemeinnützige GmbH ist als Bildungs- und Personaldienstleister mit 34 Akademien und über 150 Außenstellen in zwölf Bundesländern aktiv. Sie setzt sich intensiv dafür ein, Arbeitslosen und von Arbeitslosigkeit bedrohten Menschen neue Perspektiven zu schaffen oder Arbeitnehmern den beruflichen Aufstieg zu ermöglichen. Im Vordergrund steht das Lernen in der beruflichen Praxis – möglichst wohnortnah und individuell.
Ein Schwerpunkt der Arbeit der FAW liegt auf der erfolgreichen Integration von Menschen mit Behinderung und von Rehabilitanden in die Arbeitswelt. Erfolgreich widmet sich die FAW seit vielen Jahren der Jugendförderung und -bildung.

Eine wichtige Aufgabe der FAW ist die Integration von Langzeitarbeitslosen. Für Menschen, die derzeit keine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt haben, schafft sie in Integrationsbetrieben und -projekten die Möglichkeit zu Beschäftigung und Qualifizierung.

Mit gezielter Fort- und Weiterbildung, Sprachkursen und Fernlehrgängen unterstützt die FAW gGmbH Arbeitnehmer bei ihrem erfolgreichen beruflichen Aufstieg. Bildungskompetenz und enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft ermöglichen passgenaue und nachhaltige Vermittlung.

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Immer mehr Heimbewohner sind auf Sozialhilfe angewiesen

11.02.2014

Immer mehr Heimbewohner sind auf Sozialhilfe angewiesen
bpa fordert umgehende Dynamisierung der Leistungen

   

Berlin. Nachdem das Statistische Bundesamt eine Statistik veröffentlicht hat, derzufolge im vorletzten Jahr 439.000 Menschen in Deutschland Hilfe zur Pflege erhielten, fordert der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) eine spürbare Entlastung für die Heimbewohner durch eine Erhöhung der Leistungen der Pflegeversicherung. “In den letzten Jahren wurden die Zuschüsse der Pflegeversicherung für Heimbewohner nicht angehoben. Sehenden Auges wurden damit alle Kostensteigerungen auf die Bewohnerinnen und Bewohner, auf deren Angehörige und letztlich auch auf die Sozialhilfe abgeschoben”, kritisiert bpa-Präsident Bernd Meurer.

Vor Einführung der Pflegeversicherung im Jahr 1995, die betroffene Menschen davor bewahren soll, nur wegen ihrer Pflegebedürftigkeit zum Sozialfall zu werden, war etwa jeder dritte pflegebedürftige Mensch auf ergänzende Unterstützung durch die Sozialhilfe angewiesen. “Leider haben wir heute genau diese Situation wieder erreicht”, beklagt Meurer.

Schon die Expertenkommission beim Bundesgesundheitsministerium hatte in ihrem Bericht mehrfach deutlich darauf hingewiesen, dass es auch weiterhin ein wichtiges Ziel der Pflegeversicherung bleiben muss, die betroffenen Menschen vor einer rein pflegebedingten Sozialhilfeabhängigkeit zu bewahren. “Jetzt muss auch für die Heimbewohner die lange überfällige Erhöhung der Zuschüsse aus der Pflegekasse kommen”, so Meurer. “Die Pflegeversicherung darf nicht ihre Akzeptanz in der Bevölkerung riskieren, indem die Menschen erst Beiträge zahlen müssen, bei Pflegebedürftigkeit dann aber trotzdem zum Sozialfall werden.”

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) bildet mit mehr als 8.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 245.000 Arbeitsplätze und circa 18.900 Ausbildungsplätze. Das investierte Kapital liegt bei etwa 19,4 Milliarden Euro.

Pressekontakt:

Herbert Mauel, Bernd Tews, Geschäftsführer, Tel.: 030-30878860,
www.bpa.de

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Neujahrsempfang bei der FAW Mainz

Zur vierten Auflage des Neujahrsempfangs der Berufshelfer begrüßte die Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) Mainz die Vertreter von Berufsgenossenschaften, der Deutschen Rentenversicherung und von Netzwerkpartnern in ihren neuen Räumlichkeiten in Mainz-Hechtsheim. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Austausch über Themen der ambulanten Rehabilitation in der Region. Von Seiten des Bildungsträgers standen Mitarbeiter des Reha-Managements aus den Akademien in Hessen und Rheinland-Pfalz und dem Saarland als Ansprechpartner zur Verfügung. Auch FAW-Bereichsleiterin Tanja Karten und Marita Boos-Waidosch, Behindertenbeauftragte der Stadt Mainz, informierten sich vor Ort über die neusten Entwicklungen und suchten das Gespräch mit Berufshelfern und Kostenträgern. In einem Fachreferat informierten die FAW-Psychologinnen Antje Brand, Elisabeth Riebschläger und Susanne Steiner über die individuelle Gestaltung beruflicher Neuorientierung. Ein Schwerpunktthema des Vortrags war die psychologische Seite von Veränderungsprozessen. Referentin Antje Brand stellte ein Phasen-Modell der Veränderung vor und schilderte, welche Form von Unterstützung der Rehabilitand in den verschiedenen Phasen des Prozesses benötigt.

„Unser Reha-Management verfolgt das Ziel einer nachhaltigen Integration in den ersten Arbeitsmarkt. Dabei steht der individuelle Bedarf des Rehabilitanden im Mittelpunkt. Wir helfen ihm dabei, frühzeitig neue Lebens- und Berufsperspektiven zu entwickeln. Im Reha-Management arbeitet die FAW mit mehr als 50 Kostenträgern zusammen, darunter Berufsgenossenschaften, Unfall- und Rentenversicherungen sowie private Versicherungen.“, beschreibt Susanne Steiner die zentrale Bedeutung dieses Geschäftsfelds beim gemeinnützigen Bildungsträger.Impressionen vom diesjährigen Neujahrempfang der Berufshelfer in der Akademie Mainz

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