Dienstag, Oktober 1st, 2013

 

Gesundheit in Ausbildung in Beruf – DGUV startet Fachgruppe im sozialen Netzwerk XING

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat im sozialen Netzwerk XING eine Fachgruppe mit dem Titel “Gesundheit in Ausbildung und Beruf” gegründet. Die Gruppe bietet allen Verantwortlichen für den Arbeitsschutz und betriebliches Gesundheitsmanagement in Unternehmen eine Plattform für den Austausch zu Themen wie Arbeitssicherheit, Arbeitsmedizin, Prävention, Gesundheitsförderung oder Ergonomie. Darüber hinaus werden in regelmäßigen Abständen Expertendialoge zu verschiedenen Schwerpunktthemen mit Sachverständigen der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen sowie der DGUV stattfinden. Der thematische Fokus liegt mit Blick auf die aktuelle Präventionskampagne “Denk an mich. Dein Rücken” zunächst auf dem Themenbereich „Rückengesundheit“.

Das erste Expertenthema in der Gruppe wird ab dem 30. September 2013 zum Thema “Psychische Belastungen und Muskel-Skelett-Erkrankungen” mit Informationen und Grafiken starten. Dr. Marlen Cosmar, Referentin im Bereich “Psychische Belastungen und Gesundheit” des Instituts für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IAG) steht den Gruppenmitgliedern ab dem 7. Oktober im Expertendialog für Fragen zur Verfügung.

Die Gruppe ist hier zu finden: www.xing.com/net/gesundausbildungberuf

Pressekontakt:

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)
Pressestelle
Stefan Boltz
Tel.: 030 288763768
Fax: 030 288763771
E-Mail: presse@dguv.de

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Versuch’s mal mit Kooperationsgemeinschaften !

Für Arzt, ambulanten Pflegedienst, Physiotherapeut oder Sanitätshaus rechtfertigt seit Jahren die pure Existenz eine Finanzierung ihrer Dienstleistungen nicht mehr. Wer nicht nachweisen kann, dass er ein sinnvoller und nützlicher Teil der sektorenübergreifenden Wertschöpfungskette im Gesundheitswesen ist, wird Probleme bekommen und aus dem Markt ausscheiden. Wenige werden sich bisher mit § 23b der Musterberufsordnung für Ärzte (MBO) befasst haben, wenn diese Form der kooperativen Berufsausübung überhaupt bekannt ist. Spätestens mit den Neuregelungen zur Delegation ärztlicher Tätigkeiten könnten aber gerade diese medizinischen Kooperationsgemeinschaften mit ihrem gleichgerichteten und integrierenden therapeutischen Zweck der Heilbehandlung zum Erfolgsmodell werden. Die Ausweitung von Kooperationen der Gesundheitsberufe ab 1. Oktober 2013 durch Aufgabenübertragung an nicht-ärztliche Mitarbeiter und geriatrische Betreuungskomplexe für Hausärzte verlangen räumlich nahes und koordiniertes Zusammenwirken der Leistungserbringer.

Im Gutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen aus dem Jahr 2007 erfolgte eine ausführliche Bestimmung des Begriffs Delegation ärztlicher Tätigkeiten und der Gesetzgeber wurde aufgefordert entsprechende Regelungen zu schaffen. Vier Jahre später regelte die Bundesregierung mit dem GKV-Versorgungsstrukturgesetz die vorgesehene Vereinbarung der Partner der Bundesmantelverträge zur Aufgabenübertragung im § 28 Absatz 1 SGB V. Dem Wortlaut des Gesetzes nach gehöre zur ärztlichen Behandlung auch die Hilfeleistung anderer Personen, die von dem Arzt angeordnet und von ihm zu verantworten sei. Die Partner der Bundesmantelverträge sollten eigentlich bis Ende Juni 2012 beispielhaft für die ambulante Versorgung festlegen, bei welchen Tätigkeiten Personen ärztliche Leistungen erbringen können und welche Anforderungen an die Erbringung zu stellen sind. Eine Einigung zwischen Kassenärztlicher Bundesvereinigung und dem GKV-Spitzenverband Bund konnte aber erst zum 1. Oktober 2013 erzielt werden.

Ab Oktober können u.a. die Anlage oder Wiederanlage von Verbänden und Orthesen, die Dokumentation von Bewegungseinschränkungen, die Anleitung zur Durchführung von Bewegungsübungen und die Koordination mit Berufen der Hilfsmitteltechnik delegiert werden. Im Sinne eines Versorgungsmanagements nennt die Anlage 24 des Bundesmantelvertrages auch die Delegation unterstützender Maßnahmen zur Diagnostik und Therapieüberwachung, administrativer Tätigkeiten sowie die Dokumentation von Untersuchungsergebnissen und Therapieerfolgen.

Die Anlage 24 des Bundesmantelvertrages ergänzt somit die seit Jahren praktizierte Anlage 8, nach der nicht-ärztliche Praxisassistenten, die im Auftrag des Arztes angeordnete Hilfeleistungen in Abwesenheit des Arztes in der Häuslichkeit der Patienten, in Alten- oder Pflegeheimen oder in anderen beschützenden Einrichtungen erbringen. Bisher mussten die nicht-ärztlichen Mitarbeiter in der Arztpraxis angestellt sein und entsprechende Qualifikationsvoraussetzungen erfüllen. Außerdem durften Hilfeleistungen von nicht-ärztlichen Praxisassistentinnen nur erbracht und abgerechnet werden, wenn der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen für den Ort der Leistungserbringung eine ärztliche Unterversorgung oder eine drohende Unterversorgung oder einen zusätzlichen lokalen Versorgungsbedarf im hausärztlichen Versorgungsbereich festgestellt hatte.

Die neue Anlage 24 spricht nur von Hilfeleistungen anderer Personen, die von einem Vertragsarzt angeordnet und von ihm zu verantworten seien und dass die Qualifikation des Mitarbeiters ausschlaggebend für den Umfang der Anleitung und der Überwachung sei. Zudem bestehe zwischen dem nichtärztlichen Mitarbeiter und dem delegierenden Vertragsarzt ein dienstvertragliches Verhältnis.

Der Einheitliche Bewertungsmaßstab (EBM) für Hausärzte führt zusätzlich ab 1. Oktober das hausärztlich-geriatrisches Basisassessment, den hausärztlich-geriatrischen Betreuungskomplex und die palliativmedizinische Ersterhebung des Patientenstatus inklusive Behandlungsplan ein. Als obligate Leistungsinhalte definiert der EBM u.a. die Erstellung und Dokumentation eines palliativmedizinischen Behandlungsplans, die Beurteilung der Selbstversorgungsfähigkeiten mittels standardisierter, wissenschaftlich validierter Testverfahren und die Beurteilung der Mobilität und Sturzgefahr durch standardisierte Testverfahren.

Folgt man der Auffassung der Bundesärztekammer aus dem Jahr 2008, dass die Durchführung eines Case Managements an speziell ausgebildete oder fortgebildete Mitarbeiter delegiert werden dürfe, ergeben sich neue Tätigkeitsfelder für die ambulante Pflege und HomeCare Unternehmen. Ein Case Management umfasse laut Bundesärztekammer die Planung, Koordination, Steuerung und Evaluation der Behandlung eines komplexen Einzelfalls über die Sektoren hinweg und unter Einbeziehung aller Leistungserbringer. Bisher wurde klargestellt, dass in den Fällen, in denen nichtärztliche Mitarbeiter zulässiger Weise delegierte ärztliche Leistungen erbringen, der Arzt sich grundsätzlich in unmittelbarer Nähe (Rufweite) aufzuhalten habe. In welcher Zeit der Arzt im Fall der Delegation ärztlicher Leistungen in der Lage sein muss, am Ort der Leistungserbringung zu erscheinen, hänge aber stets von der jeweiligen Maßnahme und deren Gefahrenpotenzial ab.

Bei der Delegation von Leistungen zur spezialisierten ambulanten Palliativ-Versorgung (SAPV) sei z.B. zu beachten, dass sich der Arzt hierbei in der Regel nicht vor Ort oder in unmittelbarer (Ruf)Nähe des Patienten befinde, da die Leistungserbringung im HomeCare Bereich erfolge und somit ein Eingreifen eines Arztes im Falle von Komplikationen nicht sofort gewährleistet werden könne. Unter welchen besonderen Maßgaben davon abweichend Leistungen im Bereich der SAPV an nichtärztliche Pflegekräfte delegierbar wären, wurde bisher nicht ausdrücklich beantwortet. In Rechtsprechung und juristischer Literatur ist es umstritten, ob der Arzt auf Grund der ihm obliegenden Überwachungspflicht während der Durchführung einer delegierten Maßnahme durch das nichtärztliche Hilfspersonal anwesend sein muss oder nicht. Die tatsächliche Handhabe in der Praxis bestimmt sich nach den spezifischen Besonderheiten der delegierten Maßnahmen und der konkreten Gesamtsituation, wie die Vereinbarung zwischen Kassenärztlicher Vereinigung Berlin und den Ersatzkassen über delegierte vertragsärztlicher Leistungen in Schwerpunktpraxen für Onkologie und AIDS im Rahmen der HomeCare Betreuung aus dem Jahr 2001 zeigt.

Vor dem Hintergrund des Schutzzwecks der Überwachungspflicht des Arztes, die allein dem Schutz des Patienten dienen soll, müssen vor allem risikoärmere Untersuchungen, Assessment-Verfahren und das Anlegen von Orthesen delegiert werden dürfen, wenn die Delegation immer nur zu einer Assistenz im Einzelfall und nie zu einer eigenständigen Ausübung der Heilkunde neben oder anstelle des Arztes führt.

Die neuen Anforderungen an die Delegation ärztlicher Leistungen offenbart die Abhängigkeit des deutschen Gesundheitssystems von intakter Kommunikation, flachen Teamstrukturen und einer Entkopplung von funktionalen und hierarchischen Befugnissen. Das Selbstverständnis aller Gesundheitsberufe muss sich dahingehend wandeln, dass flache, vernetzte Teamstrukturen als sinnvoll und tragfähig angesehen werden. Die Versorgung und die in Teams kooperierenden Berufsgruppen müssen dabei gleichermaßen den Gesichtspunkt der Qualität sowie der Kosteneffektivität berücksichtigen. Leistungen sind stets dort zu erbringen, wo dies mit dem jeweils geringsten Ressourceneinsatz bei hoher Versorgungsqualität möglich ist.

Es bietet sich also die Möglichkeit professionenübergreifende Teamansätze aufzubauen und Versorgungsmodelle zu entwickeln, die einerseits Arztpraxis oder MVZ berücksichtigen, andererseits die von der gesetzgeberischen Seite und vom Sachverständigenrat geforderte regionale und intersektorale Versorgung sicherstellen.

Es sind gesetzliche Bestimmungen und Richtlinien, aus denen heraus Ärzte und andere Leistungserbringer aufgefordert werden, den Behandlungsprozess gemeinsam zu organisieren, zu optimieren und Kooperationsmodelle zu entwickeln. So müssen zunehmend medizinische Kooperationsgemeinschaften mit Angehörigen anderer Heil- und Hilfsberufe gemäß § 23b MBO etabliert werden, da schon der Bundesgerichtshof in seinem Diabetes Teststreifen Urteil aus dem Jahr 2005 (I ZR 317/02) ausgeführt hat, dass ein Arzt eine weitergehende Zusammenarbeit mit einem Leistungsanbieter in Form einer medizinischen Kooperationsgemeinschaft i.S. des § 23b MBO eingehen könne, soweit die Berufsordnung des Landes eine entsprechende Regelung enthalte.

Weiterführende Informationen

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Wechsel in der Selbstverwaltung der Deutschen Rentenversicherung Bund

  

Berlin, 1. Oktober 2013

Der Vorsitz in den Selbstverwaltungsgremien der Deutschen Rentenversicherung Bund wechselt heute turnusgemäß zwischen den Versicherten- und den Arbeitgebervertretern.

 Auf der Bundesebene übernimmt Alexander Gunkel den Vorsitz im Bundesvorstand. Der Vertreter der Arbeitgeber löst die bisherige Vorsitzende Annelie Buntenbach ab. Sie gehört als alternierende Vorsitzende der Gruppe der Versicherten an.

 In der Bundesvertreterversammlung übernimmt der Versichertenvertreter Rainer Bliesener den Vorsitz. Sein Stellvertreter wird Martin Hoppenrath.

Er vertritt die Gruppe der Arbeitgeber.

 Bundesvorstand und Bundesvertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Bund nehmen Aufgaben wahr, die alle 16 Rentenversicherungsträger in Deutschland betreffen. Sie vertreten unter anderem die Interessen der Deutschen Rentenversicherung gegenüber der Politik und klären grundsätzliche Rechtsfragen, um eine einheitliche Rechtsanwendung bei allen Rentenversicherungsträgern sicherzustellen.

 Gleichzeitig tritt die Deutsche Rentenversicherung Bund als Rentenversicherungsträger auf, der für seine Versicherten und Rentner Leistungen erbringt, zum Beispiel Renten auszahlt und Rehabilitationsmaßnahmen durchführt. Entscheidungen, die die Rentner und Beitragszahler betreffen, werden in der Vertreterversammlung und im Vorstand getroffen. Sie beschließen unter anderem den Haushalt und entscheiden über wichtige Finanz-, Organisations- und Personalfragen.

Vorsitzender des Vorstands ist ab heute Dr. Hartmann Kleiner. Er gehört der Gruppe der Arbeitgeber an. Sein Stellvertreter wird Cord Peter Lubinski aus der Gruppe der Versicherten.

 Vorsitzender der Vertreterversammlung wird der Versichertenvertreter Herbert Neumann. Er löst Martin Hoppenrath aus der Gruppe der Arbeitgeber ab.

 Alle Mitglieder der Selbstverwaltung der Deutschen Rentenversicherung Bund arbeiten ehrenamtlich. Sie werden in Sozialwahlen gewählt. Die nächste Sozialwahl findet 2017 statt.

Deutsche Rentenversicherung Bund
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation

Ihr Kontakt:

Dr. Dirk von der Heide
Telefon 030 865-89178, Telefax 030 865-27379
dirk.heide@drv-bund.de

Ruhrstraße 2, 10709 Berlin
Postanschrift: 10704 Berlin
Telefon 030 865-0, Telefax 030 865-27240
www.deutsche-rentenversicherung-bund.de 

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Fachverband veröffentlicht aktualisierte Fachliste Medizin mit 300 Dolmetschern und Übersetzern

Berlin 01.10.2013. Wer einen qualifizierten Dolmetscher oder Übersetzer im medizinischen Bereich sucht, dem hilft die jetzt aktualisierte “Fachliste Medizin 2013/2014”: In dem kostenlosen Verzeichnis des Bundesverbandes der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) stehen die Kontaktdaten von 300 Sprachexperten für mehr als 30 Sprachen. Sie sind auf die Branchen Medizin, Pharmazie und Medizintechnik spezialisiert. Erstmals gibt es in diesem Jahr auch Dolmetscher und Übersetzer für die Sprachen Amharisch, Koreanisch, Kurdisch und Litauisch. Die Fachliste ist nach Sprachen und innerhalb einer Sprache nach Postleitzahlen sortiert. So lässt sich beispielsweise schnell ein Dolmetscher mit Fachgebiet Chirurgie oder Kardiologie vor Ort finden. Die Fachliste steht auf der BDÜ-Website unter www.fachlisten.bdue.de zum Herunterladen bereit. Interessenten können die Liste auch kostenlos als Broschüre per E-Mail anfordern: service@bdue.de.

Die Fachliste Medizin ist für Privatleute ebenso interessant wie für Ärzte, Krankenhäuser oder Unternehmen aus dem Bereich der Medizin. Darin sind Dolmetscher und Übersetzer für insgesamt 21 Fachgebiete innerhalb der Medizin verzeichnet – von Allergologie bis Zahntechnik. Die Liste erscheint bereits im dritten Jahr. Jeder Eintrag enthält die direkten Kontaktdaten des jeweiligen Experten, Informationen zu seinen Fachgebieten und der Muttersprache. Darüber hinaus gibt es Angaben dazu, ob ein Übersetzer beispielsweise allgemein beeidigt und ermächtigt ist. Das ist für all jene von Bedeutung, die eine beglaubigte Übersetzung benötigen.

Die verzeichneten Sprachexperten sind Mitglied im Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer. Sie mussten vor Aufnahme in den Verband ihre Qualifikation für den Beruf nachweisen. Da die Berufsbezeichnungen “Dolmetscher” und “Übersetzer” nicht geschützt sind, gilt eine BDÜ-Mitgliedschaft in Fachkreisen als Qualitätssiegel. Herausgeber der Fachliste Medizin ist die BDÜ Weiterbildungs- und Fachverlagsgesellschaft mbH, ein Tochterunternehmen des Verbandes. Sie gibt weitere Fachlisten heraus, so zum Beispiel auch die beliebte “Exotenliste” mit Dolmetschern und Übersetzer für in Deutschland wenig verbreitete Sprachen. Alle Fachlisten lassen sich kostenlos von der BDÜ-Website herunterladen: www.fachlisten.bdue.de.

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