Donnerstag, April 18th, 2013

 

Deutscher Reha-Tag zeigt zum Jubiläum Rehabilitation als Brücke in Alltag und Beruf

10. Deutscher Reha-Tag

Zehn Jahre Deutscher Reha-Tag, zehn Jahre wachsende Rehabilitation in Deutschland: Anlässlich seines Jubiläums zeigt der Deutsche Reha-Tag in diesem Jahr am 28. September 2013, die Bedeutung der Rehabilitation im Gesundheitssystem und darüber hinaus. Unter dem Motto „REchtzeitig HAndeln: Reha verbindet“, sind alle Kliniken und Einrichtungen der Rehabilitation in Deutschland dazu aufgerufen, sich am Aktionstag zu beteiligen.

Berlin. Wenn am 28. September erneut Kliniken und Einrichtungen der Rehabilitation in Deutschland ihre Türen öffnen und sich mit Aktionen am Deutschen Reha-Tag beteiligen, dann können sie in diesem Jahr auf eine stolze Bilanz verweisen. Denn der Aktionstag findet 2013 bereits zum zehnten Mal statt. Rund eine halbe Million Besucher vom Patienten bis zum Politiker hat der Reha-Tag seit 2004 zu Tagen der offenen Tür und Info-Veranstaltungen der Rehabilitation gebracht. Er hat damit erheblich zum Bild dieses wichtigen Teils des deutschen Gesundheitssystems in der Öffentlichkeit beigetragen. Insgesamt rund 650 Kliniken und Einrichtungen der Rehabilitation beteiligten sich an den jährlich bis zu 200 Veranstaltungen vor Ort. Der Initiatorenkreis wuchs von anfangs fünf auf mittlerweile 24 Organisationen und Verbände, die in diesem Jahr den Aktionstag gemeinsam tragen und unterstützen.

Zehn Jahre an Herausforderungen gewachsen

Doch nicht nur der Reha-Tag kann auf eine Erfolgsgeschichte verweisen. Auch die Rehabilitation selbst hat in den vergangenen zehn Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Denn der demographische Wandel mit einer weiter alternden Bevölkerung, immer komplexeren Krankheitsbildern und einer längeren Lebensarbeitszeit erfordert heute mehr denn je ein multiprofessionelles Expertenwissen bei der Behandlung und Betreuung betroffener Menschen, wie es nur die Rehabilitation bieten kann. Im direkten Austausch mit allen an der Rehabilitation Beteiligten überwindet sie die klassischen Sektorengrenzen des Gesundheitssystems und wissenschaftlicher Fachbereiche. Sie schafft und nutzt neue Verbindungen, um eine umfassende Behandlung und Betreuung der ihr anvertrauten Menschen zu erreichen.

Reha ist Brücke in Alltag und Beruf

Reha fördert die Rückkehr in Alltag und Beruf nach akuten oder bei chronischen Krankheiten. Durch Stärkung der Alltagskompetenz und Training von Lebensstilen und Fertigkeiten, die es chronisch kranken und von Pflegebedürftigkeit bedrohten Menschen ermöglichen, möglichst lange ohne fremde Hilfe oder weitere medikamentöse oder invasive Maßnahmen am Leben in der Gesellschaft teilzunehmen. Mit neuen Konzepten wie MBOR, die mit gezielte Maßnahmen dazu beitragen, die körperliche Leistungs- und Funktionsfähigkeit im Beruf wieder herzustellen.

Das gilt auch für die Vorbereitung der Zeit nach einer Rehabilitation und den Übergang in Alltag und Beruf. Die berufliche (Wieder)eingliederung und die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft können heute als Ziele der Rehabilitation oft nur durch flexible Lösungen zum Wohl der Betroffenen erreicht werden. Neue Konzepte wie die Medizinisch-Beruflich orientierte Rehabilitation (MBOR), praxisgerechte Nachsorge- und Wiedereingliederungsmodelle sowie ein gezieltes Überleitungsmanagement haben hier in den vergangenen zehn Jahren Richtungweisendes geleistet. Der Deutsche Reha-Tag 2013 will anlässlich seines zehnjährigen Bestehens zeigen, wie die Rehabilitation sich ihren umfassenden Aufgaben in den vergangenen Jahren gestellt hat, wie sie an ihnen gewachsen ist und welche verbindende Aufgabe ihr heute als Brücke in Alltag und Beruf zukommt.

Gemeinsam zeigen, wie Reha verbindet

Für den 28. September, den Samstag nach der Bundestagswahl, ruft der Initiatorenkreis des Deutschen Reha-Tages darum alle Kliniken und Einrichtungen dazu auf, sich mit Aktionen vor Ort am zehnten Deutschen Reha-Tag zu beteiligten. Gemeinsam sollen alle Beteiligten mit ihren Veranstaltungen den Betroffenen und deren Angehörigen zeigen, wie Reha die Rückkehr in Alltag und Beruf fördert und welche Konzepte dies unterstützen. Gleichzeitig sollen Ärzten und Unternehmen Wege für den Umgang mit Betroffenen aufgezeigt werden. Und den frisch gewählten Bundestagsabgeordneten soll vor Ort ins politische Stammbuch geschrieben werden, dass verbesserte Schnittstellen im Gesundheitssystem die Initialzündung für einen volkswirtschaftlich wertvollen Prozess sind. Über den gemeinsamen Aufruf zum Deutschen Reha-Tag hinaus lädt der Initiatorenkreis in diesem Jahr für den 14. Juni Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesundheitswesen zu einer zentralen Bundesveranstaltung in die Landesvertretung Nordrhein-Westfalen in Berlin ein.

Anmeldungen sind kostenlos möglich

Alle Kliniken und Einrichtungen der Rehabilitation, aber auch Leistungserbringer anderer Gesundheits- und Teilhabesicherungsbereiche, die am Deutschen Reha-Tag teilnehmen möchten und eine Aktion planen, können sich im Internet unter www.rehatag.de  anmelden. Dort finden sie ein „Vademecum“ und ein Aktionshandbuch zum Download, das Richtlinien und Tipps für die Durchführung von Veranstaltungen enthält. Die Teilnahme am Reha-Tag ist kostenlos. Wer sich für den Besuch einer Veranstaltung des Reha-Tages interessiert, kann sich unter www.rehatag.de ebenfalls online informieren. In dem Internetportal werden bis September alle Informationen zu Teilnehmern und Veranstaltungen gesammelt.

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Kontakt und Nachfragen:

Organisationsbüro Deutscher Reha-Tag
bei der Agentur müller:kommunikation
Stefanie Kaluzynski
Eichhoffstraße 36  •  44229 Dortmund

Tel.: 0231 477988-53  •  Fax: 0231 477988-44
E-Mail: info@rehatag.de  •  www.rehatag.de

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Gesundheitssystem diskriminiert Übergewichtige

 

Interprofessioneller Pflegekongress ist heute in Dresden eröffnet worden | Menschen mit Adipositas haben offiziell keinen Zugang zu einer seriösen Therapie | Deutsches Netzwerk Adipositas fordert bessere VersorgungDresden | Berlin, 18. April 2013. Eine effektive Versorgung von Menschen mit Adipositas ist bisher im Gesundheitssystem nicht gewährleistet. Das bemängeln Experten auf dem Interprofessionellen Pflegekongress, der heute im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden eröffnet wurde. „Erst wenn Übergewichtige so adipös geworden sind, dass eine Operation zur Gewichtsreduktion notwendig ist, zahlen offiziell die gesetzlichen Krankenkassen“, kritisiert Doris Steinkamp, Präsidentin des Verbands der Diätassistenten – Deutscher Bundesverband e.V. (VDD). „Vorher haben Menschen mit krankhaftem Übergewicht keinen regulären Zugang zu einer seriösen Therapie und die Finanzierung ist abhängig von Einzelfallentscheidungen.“ Steinkamp spricht von einer „Stigmatisierung und Diskriminierung durch das System“, nach dem Motto: Wer zu viel wiegt, ist selber Schuld. Doch Adipositas ist nicht primär auf eine Willensschwäche zurückzuführen und gilt als chronische Erkrankung.

Auch die Nachsorge nach einer Therapie oder Operation zur Gewichtsreduktion – etwa durch eine Diätassistentin oder einen Psychologen – ist nicht garantiert, obwohl sich die Therapieergebnisse dadurch nachweislich verbessern, so die Präsidentin des VDD. Der VDD hat sich mit anderen Verbänden und Vereinen kürzlich zum Deutschen Netzwerk Adipositas – D.N.A. zusammengeschlossen, um die Versorgung krankhaft übergewichtiger Menschen zu verbessern. „Im Sinne der Betroffenen müssen die Entscheidungsträger – wie Krankenkassen, Ärzteverbände und der Gemeinsame Bundesausschuss – Lösungen auf den Weg bringen“, fordert Steinkamp.

Adipositas und die Folgekrankheiten stehen im Mittelpunkt des Interprofessionellen Pflegekongresses, der von Springer Medizin und dem Pflegemagazin Heilberufe veranstaltet wird. Der Kongress richtet sich sowohl an Pflegekräfte als auch an das hausärztliche Team, Kooperationspartner sind neben den großen Kliniken der Region und dem Deutschen Pflegerat unter anderem auch die Sächsische Landesärztekammer, der Sächsische Hausärzteverband sowie der Verband medizinischer Fachberufe. Weitere Informationen zum Kongress finden Sie hier. 

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