Mittwoch, Januar 30th, 2013

 

G-BA setzt Prioritäten beim Entlassungsmanagement !

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat in seiner Sitzung am 17. Januar 2013 fünf Handlungsfelder benannt, die in Zukunft mit besonderer Priorität untersucht werden sollen. Neben den Versorgungsbereichen diabetischer Fuß, Schlaganfall, minimalinvasive Herzklappen-Eingriffe und Tonsillektomie wurde das Entlassungsmanagement nach Krankenhausaufenthalt als besonders verbesserungsbedürftig anerkannt.

Der Themenvorschlag Entlassungsmanagement wurde von zwei Vorschlagsberechtigten beim Gemeinsamen Bundesausschuss eingereicht. Die Auswahlkriterien für alle Themenbereiche waren u.a. die Krankheitshäufigkeit und vor allem das vermutete Verbesserungspotenzial und der Versorgungsbedarf.

Bisher wurden laut G-BA für das Entlassungsmanagement keine Standards entwickelt, obwohl in den Krankenhäusern ein Entlassungsmanagement gesetzlich vorgeschrieben sei. Gerade aufgrund der durch den Kostendruck weiter sinkenden Verweildauer im Krankenhaus werde der Übergang zwischen stationärer Behandlung und ambulanter Versorgung beziehungsweise Rehabilitation immer wichtiger.

Akzeptanz und Bedarf bei den Patienten werde gemäß G-BA außerordentlich hoch eingeschätzt. Für die angrenzenden Versorgungssektoren rechne man ebenfalls mit einer hohen Akzeptanz, da sie direkt von Lücken im bestehenden Entlassungsmanagement betroffen seien. Widerstand sei von jenen Krankenhäusern zu erwarten, die ihrem Entlassungsmanagement in der Vergangenheit wenig Aufmerksamkeit oder Ressourcen haben zukommen lassen.

Als Hauptaufgabe sieht der G-BA die Überprüfbarkeit der gesetzlichen Vorgaben des § 39 (1) SGB V, die Vermeidung von Negativwirkungen und die Prüfung auf unterbleibendes oder lückenhaftes Fehlermanagement. Deutliche Hinweise auf Defizite in der Versorgung liefern Patientenberichte und die Rückmeldungen der Betroffenenverbände. Zunächst müsse die Erhebung des Status quo des Entlassungsmanagements aufgezeigt werden, wo krankenhausintern Defizite bestünden, um über ein Benchmarking und eine öffentliche Berichterstattung Anreize zur Verbesserung zu setzen.

Eine wichtige Frage bei der Qualität des Entlassungsmanagements wird laut G-BA auch sein, welche Personalgruppen zu welchem Anteil die entsprechenden Tätigkeiten übernehmen und ob es spezialisiertes Personal gebe. Insbesondere bemängelt der G-BA den Trend der Personalreduktion in Krankenhäusern, der sich auch auf die mit dem Entlassungsmanagement betrauten Kräfte erstrecke.

Als Aufgabenschwerpunkt fordert der G-BA ein datengestütztes Qualitätssicherungsverfahren mit besonderer Notwendigkeit von Patientenbefragungen sowie der Ergebniserhebung in nachfolgende Versorgungssektoren (z.B. ambulante Ärzte und Pflege). Besondere Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Erhebungsaufwand ergeben sich dabei an die Ausgestaltung einer zuverlässigen, gleichzeitig aber datensparsamen Dokumentation. Der G-BA fordert daher, dass mindestens die Einschätzung des Unterstützungsbedarfs (Assessment-Ergebnisse) von den Krankenhäusern für jeden Patienten dokumentiert werden müssten.

„Es hängt von der intelligenten Gestaltung der Dokumentationsanforderungen in Kombination z.B. mit Patientenbefragungen und anderen Methoden ab, welcher konkrete Aufwand mit der Erhebung verbunden ist“, so der Gemeinsame Bundesausschuss in seinem Beschluss vom 17. Januar 2013. Ein zusätzlicher Aufwand mit der Umsetzung des Entlassungsmanagements selbst erwartet der G-BA nur bei solchen Krankenhäusern, die bislang ihren gesetzlichen Vorgaben nicht ausreichend nachkommen.

Zusammenfassung und Übersicht zum G-BA Beschluss.

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AlterEgo: Virtueller Zwilling soll soziale Interaktion benachteiligter Menschen verbessern

Unternehmenskommunikation   DFKI Kaiserslautern
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI
29.01.2013

Schwierigkeiten im Sozialverhalten und der Interaktion mit anderen Menschen sind charakteristisch für soziale Pathologien wie Schizophrenie, Autismus und manische Ängste. Sowohl bei den Patienten als auch deren Mitmenschen verursacht das zumeist viel Leid. Im europäischen Forschungsprojekt „AlterEgo“ wird eine neuartige Rehabilitationsmethode zur Behandlung solcher Defizite unter der Verwendung virtueller Realität und humanoider Roboter erforscht. Die Grundidee des Forschungsprojekts, an dem Wissenschaftler aus Frankreich, Deutschland, England und der Schweiz gemeinsam arbeiten, beruht auf einer neuen interdisziplinären Theorie im Bereich der Neuro- und Kognitionswissenschaften: der Theorie der Gleichartigkeit. Diese Theorie besagt, dass es einfacher ist mit jemandem sozial zu interagieren, der einem ähnlich ist. Die Ähnlichkeit kann dabei auf der Form und dem Aussehen, dem Verhalten oder der Kinematik (Art der Bewegung) des Gegenübers beruhen.

Das Konzept von AlterEgo sieht vor, diese Ähnlichkeitsmerkmale in Echtzeit zu nachzuahmen. Zu Beginn sollen die Patienten mit einem virtuellen Charakter auf einem Bildschirm interagieren, später mit einem menschenähnlichen, “humanoiden” Roboter. Merkmale und Veränderungen des Verhaltens während der Interaktion werden dabei beobachtet und nach und nach auf den Avatar übertragen. Die Patienten sollen so spielerisch zur Kommunikation mit Ihrem Gegenüber angeregt werden. Anhand von mehr oder weniger sozial neutralen, künstlichen Agenten soll die damit entwickelte neue Rehabilitationsmethode soll die Defizite betroffener Patienten verbessern und die Interaktion mit realen Personen erleichtern.

Um ein auf Ähnlichkeiten basierenden virtuellen Charakter zu kreieren, müssen die verschiedenen Merkmale der Patienten präzise erfasst werden. Der Forschungsbereich Erweiterte Realität des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern beschäftigt sich im Rahmen des Projektes daher mit Body-Scanning-Techniken welche das Aussehen registrieren. Des Weiteren kümmert sich das Team um Prof. Dr. Didier Stricker um die Erfassung der Bewegungen der Patienten anhand verschiedener Sensoren, sowie die Analyse der gesamten Szenerie.

AlterEgo ist eines von 17 ausgewählten Projekten unter 250 Einreichungen zum Aufruf der Europäischen Union – „ICT 2.9 Cognitive Sciences an Robotics“ im Jahr 2012. Die Leitung obliegt Prof. Benoit Bardy, Direktor des EuroMov Zentrums an der Universität Montpellier 1. Das Projekt läuft ab dem Frühjahr 2013 und wird während seiner dreijährigen Laufzeit mit 2,9 Millionen Euro gefördert. Weiter sind Mathematiker der Universität Bristol (UK), Robotiker der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (CH), sowie Pflegekräfte, Psychologen und Psychiater der Universität Montpellier beteiligt.

Kontakt:
Prof. Dr. Didier Stricker
Leiter Forschungsbereich Erweiterte Realität
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) GmbH
Trippstadter Straße 122
67663 Kaiserslautern
Tel: +49 (0)631 20575-3500
E-Mail : Didier.Stricker@dfki.de

Pressekontakt:
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) GmbH
Unternehmenskommunikation
Trippstadter Straße 122
67663 Kaiserslautern
Tel. : +49 (0)631 20575-1710
E-Mail: uk-kl@dfki.de

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DEGEMED-Veranstaltungen 2013

Der aktuell erschienene Flyer gibt einen Gesamtüberblick über Seminare und Fachtagungen der DEGEMED im Veranstaltungsjahr 2013. Mit diesem erweiterten Programm spricht die DEGEMED die verschiedenen in der Rehabilitation tätigen Berufsgruppen an, möchte zum fachlichen Austausch anregen und zur Vernetzung der verschiedenen Akteure des Gesundheitswesens beitragen.

Das Jahresprogramm steht Ihnen hier als Download zur Verfügung.

Weitere Details zu den Veranstaltungen finden Sie im Veranstaltungskalender der Internetseite und in den DEGEMED-News.

Oder rufen Sie uns einfach an.

Wir würden uns freuen, Sie bei unseren Tagungen und Seminaren begrüßen zu dürfen!

Ihre DEGEMED

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2011: Beschäftigung im Gesundheitswesen um 1,8 % gestiegen

Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

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Nr. 037 vom 30.01.2013

WIESBADEN – Zum 31. Dezember 2011 waren rund 4,9 Millionen Menschen in Deutschland und damit etwa jeder neunte Beschäftigte im Gesundheitswesen tätig. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, gab es 2011 rund 87 000 mehr Arbeitsplätze im Gesundheitswesen als 2010. Das entspricht einem Beschäftigungswachstum von 1,8 %.

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Die vollständige Pressemitteilung (inklusive PDF-Version), sowie weitere Zusatzinformationen und -funktionen, ist im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de/presseaktuell zu finden.

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Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.

Herausgeber: (c) Statistisches Bundesamt, Pressestelle Gustav-Stresemann-Ring 11, 65189 Wiesbaden

Telefon: +49 (0) 611 / 75 – 34 44, Telefax: +49 (0) 611 / 75 – 39 76 www.destatis.de/kontakt

Sie erreichen uns montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 15 Uhr.

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2. Cardio-Diabetologisches Forum – Samstag, 20. April 2013

Bad Driburg. Das Cardio-Diabetologische Forum am 20.04.2013 (9-13 Uhr) mit dem Thema “Therapierelevante Kontroversen in der Cardio-Diabetologie“ in die Knappschafts-Klinik Bad Driburg, einer kardiologischen Rehabilitations- und AHB-Klinik richtet sich an interessierte Ärzte, Diabetesberaterinnen und Diätassistentinnen.
Das rege Interesse an unserer Cardio-Diabetologischen Fortbildung vor 2 Jahren hat uns ermutigt, dieses Fortbildungsangebot fortzusetzen. Unser Wunsch ist es, im Rahmen dieser Fortbildungsveranstaltung in einen Meinungsaustausch zu kommen zu praxisrelevanten und zurzeit noch kontrovers diskutierten Themen (CGM, postprandiale BZ-Ausschläge), Therapieformen bei denen wir keinen rechten Erfolg verzeichnen können (Risikofaktor Übergewicht) und letztlich auch leicht vergessene, aber dennoch praxisrelevante Nebenschauplätze (Parodontitis). Hierfür haben wir überregional anerkannte Experten gewinnen können. Nach jedem Vortag wird genügend Zeit zur Verfügung stehen, um Ihre Fragen, Anregungen und auch kritische Bemerkungen aus der Sicht des Versorgungsmediziners zu diskutieren.

Themen:

Übergewicht als Risiko bei Diabetes und KHK – Warum haben wir kaum Erfolge im Kampf gegen das Übergewicht? Schuld der Ärzte oder der Patienten?

Parodontitis: Risiko für Diabetes, Herz und Gefäße

Evidenz und Konsens für CGM – V. a. bei cardio-vaskulären Erkrankungen

Pro und Kontra: Postprandiale Blutzuckerausschläge – Welche Bedeutung haben Sie für cardio-vaskuläre Erkrankungen? Therapie erforderlich, schon jetzt?

Die Veranstaltung ist mit 4 Punkten der Ärztekammer Westfalen-Lippe zertifiziert. Das Programm entnehmen Sie dem Flyer. Zur besseren Planung der Veranstaltung bitten wir, uns Ihre Teilnahme vorab mitzuteilen. Das Veranstaltungsprogramm senden wir Ihnen gern zu. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Information & Anmeldung
Frau Schmidt, Chefarzt-Sekretariat

Knappschafts-Klinik Bad Driburg
Georg-Nave-Str. 28
33014 Bad Driburg
Tel. 05253 83-447
Fax 05253 83-525
Mail: driburg-info@kbs.de
www.knappschafts-klinik-driburg.de

Einladung & Programm Cardio-Diabetologisches ForumDiagnostik in der Knappschafts-Klinik Bad Driburg

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