Montag, November 12th, 2012

 

„Gesund älter werden – Strategien für Deutschland und Europa“

Bundesministerium für Gesundheit

Gemeinsame Pressemitteilung vom 12.11.2012

Der Bundesminister für Gesundheit Daniel Bahr und Helga Kühn-Mengel, Präsidentin der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG), haben heute in Köln den 5. Gemeinsamen Präventionskongress „Gesund älter werden – Strategien für Deutschland und Europa“ eröffnet.

„Der demografischen Wandel ist eine Herausforderung“, sagt Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr anlässlich der Eröffnung des Kongresses. „In einer Gesellschaft des Alterns müssen auch die Präventionsangebote angepasst werden. Das Gesundheitsziel ‚Gesund älter werden’ ist ein erster Schritt dazu. Es benennt Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention älterer Menschen und insbesondere Menschen mit Demenz. Mit der Präventionsstrategie wollen wir den nächsten Schritt machen und vorhandenes Wissen und Erfahrungen nutzen und im Alltag nutzbar machen. Dazu müssen Bund und Land, Ärzte und Kassen, Vereine und Verbände ihren Beitrag leisten. Nur gemeinsam kann Prävention erfolgreich sein.“

„Die Lebenserwartung ist gestiegen und wird weiter steigen“, erklärt Helga Kühn-Mengel, Präsidentin der BVPG. „Dieses Merkmal der demografischen Entwicklung ist inzwischen in der Öffentlichkeit angekommen und wird breit diskutiert. An Konzepten und Strategien dazu herrscht kein Mangel. Doch um die Strategien auf EU- und nationaler Ebene mit Leben zu erfüllen, bedarf es der Umsetzung – und dafür ist die Einbindung aller verantwortlichen Akteure, insbesondere auch der Zivilgesellschaft, von besonderer Bedeutung.“

Auf dem Kongress sprechen Experten über den demografischen Wandel als Gestaltungsaufgabe für Deutschland und Europa. Sie geben einen Überblick über nationale Ziele und Programme und suchen gemeinsam nach Lösungen für den Alltag. In vier Workshops wird diskutiert, wie Kommunen, Sportvereine, Senioren- und Bildungseinrichtungen zum gesunden und aktiven Älterwerden beitragen können.

Seit 2008 führen das Bundesministerium für Gesundheit und die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. jährlich gemeinsam Präventionskongresse durch. Die Kongresse sollen dazu beitragen, den fachlichen „State of the Art“ im Bereich „Prävention und Gesundheitsförderung“ abzubilden, den bereits erreichten Umsetzungsstand zu klären und insbesondere auch zivilgesellschaftlichen Akteuren eine Plattform für den Austausch zu bieten.

In diesem Jahr nutzen 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung sowie Fachkräfte aus dem Gesundheits-, Sport- und Seniorenbereich, Akteure aus den Bereichen der Sozialen Stadt, Wohnungsunternehmen, Krankenkassen sowie Ehrenamtliche, den Kongress als Möglichkeit, den Diskurs über gesundes Altern aufzugreifen und mit neuen Impulsen fortzuführen.

http://www.gesundheitsziele.de

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der BVPG unter www.bvpraevention.de/8951

Bundesvereinigung  Prävention und Gesundheitsförderung e.V.

Heilsbachstraße 30

53123 Bonn

+49 (0)228 98727-0

www.bvpraevention.de

kongress@bvpraevention.de

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Alwin Baumann wird Stellvertretender Krankenhausdirektor der Waldburg-Zeil Fachkliniken Wangen

Wangen – Alwin Baumann ist  Ende Oktober zum stellvertretenden Krankenhausdirektor der Fachkliniken Wangen ernannt worden. Damit unterstützt der langjährige Leiter der Kinderkliniken den neuen Krankenhausdirektor Harald Becker, der seit September die Geschäfte des Hauses führt.

 Alwin Baumann (rechts) bei der Verabschiedung des ehemaligen Krankenhausdirektors Hans-Jürgen Wolf  (links)

Alwin Baumann (rechts)

Baumann, der im August sein 30-jähriges Dienstjubiläum feierte, begann seine Karriere in den Fachkliniken 1982 als Erziehungsleiter. Der Diplom-Sozialpädagoge wurde 1996 zum Klinikleiter der Rehabilitationsklinik für Kinder und Jugendliche und 2003 zum Klinikleiter der Klinik für Kinder und Jugendliche berufen.

Als stellvertretender Krankenhausdirektor ist er in den Fachkliniken nun auch für die Medizinische Klinik, die Thoraxchirurgie, die Anästhesie und die Neurologie zuständig. Seine leitenden Aufgaben für die beiden Kinderkliniken behält er bei. Harald Becker begründete seine Entscheidung für Baumann mit dessen beruflichen Erfolgen und seiner hohen Identifikation mit den Fachkliniken. Dass Baumann trotz seiner Führungsarbeit die persönliche Arbeit mit den chronisch kranken Kindern und Jugendlichen wichtig ist, registrierte eine Jugendliche in der Patientenbefragung wie folgt: „Herr Baumann ist ein sehr netter Klinikleiter, den man öfters persönlich trifft und der Kontakt zu „seinen Patienten“ hat – cool! Weiter so!“

Baumann vertritt die Rehabilitation auch auf der Bundesebene. Als Vorstandsmitglied des Caritasfachverbandes für die Kinder- und Jugendrehabilitation und als Sprecher der Leiter der Rehakinderkliniken engagiert er sich für die Belange der chronisch kranken Kinder und Jugendlichen. So führte er zuletzt für die Kinder- und Jugendrehabilitation Gespräche bei den Bundesministerien für Gesundheit und Arbeit und Soziales.

INFO

In den Waldburg-Zeil Fachkliniken Wangen tragen 730 Ärzte, Therapeuten, Krankenpfleger und -schwestern, Lehrer und Erzieher Verantwortung für rund 8000 Patienten aller Altersstufen.

Foto: Alwin Baumann (rechts) bei der Verabschiedung des ehemaligen Krankenhausdirektors Hans-Jürgen Wolf  (links)

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Das Fehlen eines Entlassungsmanagements nach Krankenhausaufenthalt wird ab Januar 2013 zum Behandlungsfehler durch Unterlassen !

Mit dem Patientenrechtegesetz ab Januar 2013 werden Dokumentationsversäumnisse beim Entlassungsmanagement die Nichtdokumentation einer ärztlich gebotenen Maßnahme bedeuten. Dies wird zur Folge haben, dass dem Krankenhaus unterstellt wird, dass die Maßnahme “Entlassungsmanagement” unterblieben ist. Hierbei wird es sich zukünftig um die Vermutung eines Behandlungsfehlers durch Unterlassen handeln. Aus diesem Grund müssen alle Prozesse und Leistungen des Entlassungsmanagements mittels valider Bewertungsinstrumente kategorisiert werden, um eine effiziente Fehlervermeidung und eine nachvollziehbare und durchgängige Dokumentation aller Prozessabläufe zu gewährleisten.

Durch das Patientenrechtegesetz wird die Qualität der Dienstleistung “Entlassungsmanagement” als Wettbewerbsfaktor für Krankenhäuser immer wichtiger. Dabei ist die Dienstleistungsqualität in entscheidendem Maße durch die Qualifikation und Beruflichkeit sowie die transsektoralen Dienstleistungsbeziehungen bestimmt.

Dienstleistungen im Krankenhaus folgen anderen ökonomischen Regeln als der Leistungsaustausch in traditionellen Märkten. Dienstleistungsarbeit im Krankenhaus ist Interaktionsarbeit mit Patienten, ambulanten Leistungserbringern und Kostenträgern. Der Wert und die Wertschöpfung von pflegerischen und organisatorischen Arbeiten im Krankenhaus müssen im Hinblick auf die gesetzlichen Anforderungen an ein Entlassungsmanagement transparent und messbar dargestellt werden. Daher sollten Krankenhäuser umgehend eine betriebswirtschaftliche und organisatorische Basis schaffen, um alle Dienstleistungen zum Entlassungsmanagement als eigenen strategischen Management- und Organisationsbereich im Krankenhaus zu erschließen.

Das Angebot eines gut organisierten Entlassungsmanagements wird einen wichtigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit von Krankenhäusern leisten, da die pflegerischen und organisatorischen Aufgaben durch Gesetzesänderungen, Expertenstandards und Richtlinien zwingend vorgeschrieben sind. Zusätzlich müssen Verfahren, Prozesse und Verbindungen zu den Patienten oder Angehörigen so gestaltet sein, dass keine Ressourcen verschwendet werden.

Krankenhäuser stehen auch ein Jahr nach Einführung des gesetzlich vorgeschriebenen Entlassungsmanagements vor der Herausforderung, die Verknüpfung von strategischer und operativer Ebene zu garantieren. Dabei zeigen sich in vielen Krankenhäusern nach wie vor sehr große Defizite, da die notwendigen sektorenübergreifenden Kooperationen meist nicht der Erschließung von Qualitätsstandards und Wirtschaftlichkeitsreserven dienen, sondern die Unabhängigkeit des Arztes gefährden und wirtschaftliche Interessen über die medizinischen Erfordernisse stellen. Entlassungsmanagement wird als unentgeltliche Dienstleistung privater Beratungsunternehmen für das Krankenhaus durchgeführt, die über ein Umlageverfahren refinanziert wird. Das angebotene Entlassungsmanagement richtet sich damit gegen die Interessen des Patienten und ist letztlich auch wettbewerbsschädlich.

Die Etablierung eines hohen Informationsniveaus der Leistungserbringer, die Messbarkeit von Qualität, der Einsatz eines verbindlichen Ordnungsrahmens sowie die Existenz eines funktionsfähigen Qualitätsmanagements müssen beim Entlassungsmanagement im Mittelpunkt stehen. Ein funktionierendes, multiprofessionelles Schnittstellenmanagement wird Wohlfahrtsverluste reduzieren und Ineffizienzen vermeiden, die aufgrund von Koordinationsdefiziten entstehen.

Krakenhäuser müssen zukünftig Ziele und Leitbilder der Gesundheitsversorgung entwickeln, die die Stärkung von Souveränität, Eigenverantwortung und Eigenkompetenz der Patienten gewährleisten. Nur durch die konsequente und transparente Darstellung von allen Kooperationen beim Entlassungsmanagement wird die Wahrung der Autonomie der Patienten gestärkt und ihre Einbindung in gesundheitliche Entscheidungsprozesse ermöglicht.

Weiterführende Informationen zum Entlassungsmanagement.

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Stationäre Krankenhauskosten 2011 auf 3 960 Euro je Behandlungsfall gestiegen

Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

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Nr. 391 vom 12.11.2012

WIESBADEN – Die Gesamtkosten der Krankenhäuser beliefen sich im Jahr 2011 auf 83,4 Milliarden Euro. Umgerechnet auf rund 18,3 Millionen Patientinnen und Patienten, die 2011 vollstationär im Krankenhaus behandelt wurden, betrugen die stationären Krankenhauskosten je Fall im Jahr 2011 durchschnittlich 3 960 Euro. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf der Basis vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das 2,5 % mehr als im Jahr zuvor (3 862 Euro).

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Die vollständige Pressemitteilung (inklusive PDF-Version), mit Tabelle sowie weiteren Zusatzinformationen und -funktionen, ist im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de/presseaktuell zu finden.

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Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.

Herausgeber: (c) Statistisches Bundesamt, Pressestelle Gustav-Stresemann-Ring 11, 65189 Wiesbaden

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