Freitag, Juli 29th, 2011

 

Stationäre Behandlung für Menschen mit psychischen Erkrankungen oft ohne Alternative

Presse-Information

Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN)

Der diesjährige Krankenhausreport der Barmer GEK macht einmal mehr deutlich: Psychische Erkrankungen nehmen in unserer Gesellschaft zu und stellen das Gesundheitssystem vor große Herausforderungen. Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) nimmt Stellung.

Der jüngst erschienen Krankenhausreport 2011 der Barmer GEK wirft einen Blick auf die Versorgungssituation von Menschen mit psychischen Erkrankungen. Demnach werden immer mehr Menschen mit psychischen Erkrankungen stationär behandelt. Ihre Zahl stieg in den letzten zwanzig Jahren um 129 Prozent. Laut Bericht ließen sich im Jahr 1990 rund 3,7 von tausend Versicherten im Krankenhaus behandeln, im Jahr 2010 waren es schon 8,5. Ein noch drastischeres Bild zeige sich bei Patienten mit Depressionen. Hier betrüge das Plus seit dem Jahr 2000 rund 117 Prozent. Auch sei die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Krankenhausaufenthaltes bei Patienten mit psychischen Störungen besonders hoch: Mehr als zwei Drittel der Patienten begeben sich innerhalb der ersten zwei Jahre erneut in stationäre Behandlung. Davon werde ein Drittel bereits in den ersten 30 Tagen wieder aufgenommen, knapp die Hälfte in den ersten drei Monaten. Laut Bericht sei die Verkürzung der Liegezeiten aber nicht ursächlich.

In diesem Zusammenhang bezweifelte die Barmer GEK, ob das Krankenhaus der richtige Ort für die Behandlung von Menschen mit psychischen Erkrankungen ist. Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) sieht diese Schlussfolgerung kritisch. DGPPN-Präsident Professor Peter Falkai stellt richtig: „In den Krankenhäusern wird mit den Patienten intensiv gearbeitet und sie für die Zeit nach dem Aufenthalt in einer stationären Einrichtung vorbereitet. Die hohe Zahl der Wiedereinweisungen, d.h. der sogenannte Drehtüreffekt kommt auch dadurch zustande, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen es schwer haben, die normalen Alltagsbelastungen zu bewältigen. In einer komplexer gewordenen Welt der Kommunikation und der Globalisierung ist weniger Raum sich zurückzuziehen oder die Widrigkeiten des Alltags abzufedern“. Darüber hinaus, so Falkai weiter, habe die ökonomisch bedingte Verkürzung der Liegezeiten um 70 Prozent sehr wohl dazu geführt, dass sich die Rückfallquoten erhöht haben. Eine gute Betreuung im Nachgang der stationären Behandlung sei also notwendig. Insofern unterstütze die DGPPN die Forderung der Barmer GEK nach einer besseren integrierten und möglichst schnittstellenfreien Versorgung, um die Behandlung  noch stärker auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten abstimmen zu können.

„Wir können auf sehr erfolgreiche Projekte der Integrierten Versorgung für einzelnen psychische Erkrankungen blicken. Leider hat sich in Deutschland bislang kein flächendeckendes integriertes Versorgungsnetz gebildet. Dies liegt auch an der bisherigen Finanzierung psychiatrisch-psychotherapeutischer Leistungen, die nur wenig Anreize zu einer besseren Vernetzung der stationären und ambulanten Sektoren bietet“, sagt Professor Falkai. Man setze hohe Erwartungen in die Entwicklung des neuen Entgeltsystems. Die DGPPN engagiere sich deshalb in der Gesundheitspolitik und treibe als medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft derzeit die Entwicklung des neuen Entgeltsystems intensiv voran.

Kontakt:
Prof. Dr. med. Peter Falkai
Präsident DGPPN
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Universitätsklinikum Göttingen
von-Siebold-Str. 5
37075 Göttingen
Telefon: 0551-396601
Fax: 0551-3922798
E-Mail: pfalkai[at]gwdg.de


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4. Dresdner REHA-Gespräch im Zentrum für ambulante Rehabilitation Herz & Kreislauf Dresden

REchtzeitig HAndeln – REHA ist Vielfalt

… unser Programm anlässlich des Reha-Tages 2011 spiegelt diese Vielfalt wider. Ein Themenkomplex sind die kardiovaskulären Risikofaktoren und deren Behandlung. Häufige Krankheitsbilder in der Rehabilitation sind die Herzinsuffizienz und die pAVK bzw. das Bauchaortenaneurysma. Die Behandlungsstrategien bei diesen Erkrankungen bilden einen weiteren Schwerpunkt. Ferner wenden wir uns der Problematik von Wundheilungsstörungen nach Sternotomie zu. Das Wundmanagement nimmt in der Rehabilitation einen wichtigen Stellenwert ein.

Weiter Informationen zum Programm und die Anmeldung finden Sie auf www.reha-herz.de

Zentrum für ambulante Rehabilitation Herz & Kreislauf Dresden

Dr. med. Hermann M. Fischer

Forststraße 5

01099 Dresden

Tel.: (0351) 80 64 170

Fax.: (0351) 80 64 171

E-Mail: info@reha-herz.de

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4. Dresdner REHA-Gespräch im Zentrum für ambulante Rehabilitation Herz & Kreislauf Dresden

REchtzeitig HAndeln – REHA ist Vielfalt

… unser Programm anlässlich des Reha-Tages 2011 spiegelt diese Vielfalt wider. Ein Themenkomplex sind die kardiovaskulären Risikofaktoren und deren Behandlung. Häufige Krankheitsbilder in der Rehabilitation sind die Herzinsuffizienz und die pAVK bzw. das Bauchaortenaneurysma. Die Behandlungsstrategien bei diesen Erkrankungen bilden einen weiteren Schwerpunkt. Ferner wenden wir uns der Problematik von Wundheilungsstörungen nach Sternotomie zu. Das Wundmanagement nimmt in der Rehabilitation einen wichtigen Stellenwert ein.

Weiter Informationen zum Programm und die Anmeldung finden Sie auf www.reha-herz.de

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Dr. med. Hermann M. Fischer

Forststraße 5

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Stabwechsel an der Schussental-Klinik:Dr. Matthias Schoof übergibt Leitung des Rehabilitationsbereiches an Dr. Artur Hatzfeld

Aulendorf – Dr. Matthias Schoof, Chefarzt Rehabilitation der Schussental-Klinik, einem Gemeinschaftsunternehmen der Waldburg-Zeil Kliniken und des ZfP, wurde am 29. Juli feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Frank Kuhn, Geschäftsführer der Schussental-Klinik, sowie Ellio Schneider, Geschäftsführer der Waldburg-Zeil Kliniken, würdigten anlässlich eines Empfangs das berufliche Wirken und den großen Einsatz, mit dem sich Dr. Matthias Schoof in den zurückliegenden dreieinhalb Jahrzehnten für seine Patienten stark gemacht hat.

 1947 in Eppstein geboren, studierte Matthias Schoof Medizin in Freiburg, Heidelberg und Wien. Erste berufliche Stationen führten ihn nach Freiburg, Elzach, Krumbach – und schon einmal an die Schussental-Klinik nach Aulendorf.

Von dort wechselte Dr. Matthias Schoof 1980 als Stationsarzt an die Waldburg-Zeil Klinik Alpenblick in Isny-Neutrauchburg. Mit dem so genannten „Psychiatrischen Jahr“ komplettierte Schoof seine Ausbildung zum Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychoanalyse und kehrte 1984 an die Klinik Alpenblick zurück. Fortan behandelte er dort als Oberarzt Patienten der psychosomatischen Rehabilitation. Als Stellvertretender Leitender Chefarzt trug Dr. Matthias Schoof über lange Jahre dazu bei, den hervorragenden medizinischen Ruf dieser Klinik mit seinem analytischen Verständnis von Krankheit und Genesung bundesweit zu festigen. Nach Vorarlberg pflegte Schoof gute Kontakte und gewann österreichische Patienten für eine Behandlung in der nahegelegenen deutschen Klinik. Mitarbeiter und Kollegen schätzten die freundliche Art und das ausgewogene Urteil Schoofs. Im Rahmen von Coachings und Beratungsaufträgen gab er sein Wissen auch an Unternehmen weiter.

 Im 60. Lebensjahr stellte sich Dr. Matthias Schoof einer ganz neuen Herausforderung: Er baute den Bereich Rehabilitation der frisch renovierten und „umgezogenen“ – also gewissermaßen unter neuen Gesichtspunkten wieder gegründeten Schussental-Klinik in Aulendorf auf. Seine Erfahrungen in der Rehabilitationsbehandlung psychosomatischer Patienten und in der Organisation des Klinikbetriebes flossen nun in das neue Haus – mit dem Ergebnis, dass die Rehabilitiationsklinik seit einem Jahr nahezu voll belegt und damit auch wirtschaftlich erfolgreich ist.

 „Eigentlich ist ein Haus so voller Potential wie die neue Schussental-Klinik nicht der rechte Rahmen für einen Abschied“, beschrieb Ellio Schneider das Gefühl von Mitarbeitern und Kollegen der Einrichtung. Matthias Schoof geht  in den Ruhestand – und er hat sein Haus gut bestellt. Das sei wichtig, denn  „letztlich strahlt so ein Klinikbetrieb auf die ganze Stadt Aulendorf aus“, sagte Ellio Schneider. Diese Signalwirkung sei eine Verpflichtung für alle Beteiligten – so auch für den „Neuen“! Dr. Matthias Schoof nutzte die Gelegenheit der Abschiedsrunde, um seinen Nachfolger, Dr. Artur Hatzfeld vorzustellen. Der designierte Chefarzt ist seit 2010 im Haus und in die anstehenden Aufgaben gut eingearbeitet worden. Am 1. August 2011 wird er das Ruder im Bereich Rehabilitation der Schussental-Klinik übernehmen.

 Info

Die Schussental-Klinik ist ein Fachkrankenhaus und eine Rehabilitationsklinik für internistische Psychosomatik und Psychotherapie. Die ist ein Gemeinschaftsunternehmen des Zentrums für Psychiatrie Südwürttemberg (ZfP) und der Waldburg-Zeil Kliniken. Seit 2006 sind letztere zu 49 Prozent an der Aulendorfer Klinik beteiligt, übrigens eine einzigartige Kooperation zwischen einem staatlichen – ZfP – und einem privaten – Waldburg-Zeil Kliniken – Träger.

 Vier Partner nutzen aktuell das Gebäude der Schussental-Klinik am Safranmoos.

  • 78 Betten Fachkrankenhaus für akutstationäre psychosomatische Behandlung von Patienten
  • 99 Betten psychosomatische Rehabilitation
  • 10 Tagesplätze der Abteilung für Kinder– und Jugendpsychiatrie (bisher ZfP Weissenau)
  • 24 Betten SINOVA Klinik (Schwerpunkt: Psychosomatische Schmerztherapie, bisher Bad Schussenried)

 Wolfgang Rieger ist Geschäftsführer des ZfP. Ellio Schneider ist Geschäftsführer der Waldburg-Zeil Kliniken.

 Frank Kuhn ist Geschäftsführer der Schussental-Klinik.

Medizinische Geschäftsführerin und Medizinische Leiterin des Akut-Bereiches der Schussental-Klinik ist PD Dr. Cornelia Albani.

Chefarzt der Schussental-Klinik, Bereich Rehabilitation ist ab 01.08.2011 Dr. Artur Hatzfeld.

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