Mittwoch, Juli 27th, 2011

 

Krankschreibungstage: Depression übernimmt den ersten Platz

Hamburg.  “Ich fühlte mich antriebslos und trotzdem angespannt. Alles war unglaublich schwer, selbst das Heben eines Kaffeebechers schien unmöglich, fast wie bei einer Lähmung. Dazu hatte ich starke Konzentrationsschwächen”, so beschreibt Anne Hoffmann die schwierige Zeit ihrer Erkrankung. Die Berlinerin litt lange Jahre an psychischen Erkrankungen, unter anderem an Depressionen. Wie der aktuelle Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt, sind psychische Krankheiten in Deutschland weiterhin auf dem Vormarsch. Bei keinem anderen Diagnosekapitel verzeichnete die Krankenkasse im letzten Jahrzehnt derartige Anstiege bei den Fehlzeiten. Unter TK-versicherten Erwerbspersonen (Berufstätige und Arbeitslosengeld-I-Empfänger) gab es 2010 einen Zuwachs psychisch bedingter Fehlzeiten von fast 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Depressionen sind inzwischen eine Volkskrankheit in Deutschland. Im Jahr 2010 belegte die Diagnose “Depressive Episode” (F32) erstmals den traurigen Spitzenplatz bei den Fehltagen, noch vor Rückenschmerzen und Erkältungen. Professor Dr. Norbert Klusen, Vorsitzender des TK-Vorstandes: “Wir beobachten die Zunahme psychischer Erkrankungen mit Sorge. Die aktuellen Auswertungen zeigen, dass inzwischen auch immer mehr junge Menschen betroffen sind.” So wurde unter TK-versicherten Studierenden und jungen Erwerbstätigen (20 bis 34 Jahre) eine deutliche Zunahme der Antidepressiva-Verschreibungen festgestellt. Von 2006 bis 2010 stiegen die verordneten Tagesdosen bei den Studierenden um 79 und bei den Erwerbspersonen um 70 Prozent.

Auffällig ist auch der Anstieg psychisch bedingter Ausfallzeiten bei den Berufstätigen. Seit Beginn der TK-Gesundheitsberichterstattung im Jahr 2000 sind die Fehltage wegen Psychischer und Verhaltensstörungen um 57 Prozent gestiegen. Psychische Störungen spielen bei den Fehlzeiten eine besonders große Rolle, weil Krankschreibungen aufgrund von Depression, Angst- oder Belastungsstörungen mit durchschnittlich 41 Tagen sehr lange dauern. “Das bedeutet für die Unternehmen enorme Produkti-onsausfälle, für die Krankenkassen hohe Kosten und für die Patienten meist eine wochen- oder monatelange Leidenszeit”, so Klusen.

Wie häufig psychische Diagnosen gestellt und Antidepressiva verschrieben werden, ist regional sehr unterschiedlich. So erhalten 20- bis 34-jährige Erwerbspersonen und Studierende in den neuen Bundesländern seltener eine psychische Diagnose, die Berliner, Hamburger und Saarländer hingegen besonders oft. Trotz überdurchschnittlich vieler psychisch Kranker werden in Berlin und Hamburg verhältnismäßig wenig Antidepressiva verschrieben. Ein Grund für diesen auf den ersten Blick überraschenden Befund könnte die größere Anzahl von Psychotherapeuten in den Großstädten sein. Die Auswertung von Kontakten zu Psychotherapeuten bestätigt diese Theorie: Hamburger und Berliner zwischen 20 und 34 liegen überdurchschnittlich häufig auf der Couch eines Therapeuten.

“In Deutschland orientiert sich die Versorgung psychisch kranker Men-schen meist an den Therapieangeboten vor Ort und leider nur selten an den spezifischen Bedürfnissen der Patienten” bemängelt Klusen. Insbesondere schwere Fälle werden meist stationär behandelt. Damit werden die Menschen jedoch aus ihrem gewohnten Lebensumfeld herausgerissen. Nach der Entlassung fehlt vielen Patienten konkrete Unterstützung, so dass sie bei der nächsten Krise wieder in der Klinik vorstellig werden. Um diesen negativen Kreislauf zu unterbrechen und den Erkrankten ein individuelles Therapieangebot zu machen, hat die TK das “Netzwerk psychische Gesundheit” ins Leben gerufen. Das Konzept sieht vor, dass die Patienten mithilfe von aufsuchender Betreuung zu Hause (home treatment), Rückzugsräumen und qualifizierten Ansprechpartnern rund um die Uhr in ihrem gewohnten familiären, beruflichen und sozialen Umfeld bleiben können.

Bisher steht das Angebot in München, Stuttgart, Berlin, Bremen, Augs-burg, Lübeck, Kiel, dem Kreis Plön, in Neumünster und Umgebung sowie in mehreren niedersächsischen Regionen zur Verfügung. Anne Hoffmann, die wegen Depressionen 18 Monate im Krankenhaus verbracht hat, ist sich sicher: “Ein Projekt mit home treatment und Krisenpension hätte meine Klinikaufenthalte wahrscheinlich überflüssig gemacht. In jedem Fall wäre es wesentlich leichter geworden, einen Umgang mit meiner Erkrankung zu finden.” Inzwischen arbeitet die Berlinerin selbst in einer Krisenpension und hilft psychisch Kranken und ihren Angehörigen, mit akuten Krisen umzugehen.

Weitere Informationen zum Netzwerk psychische Gesundheit finden Sie auf www.tk.de, einfach in der Suchmaske den Webcode 5235 eingeben.

Hinweis für die Redaktionen:

Weitere Informationen, Pressefotos und Infografiken enthält die Juli-Ausgabe des TK-Medienservice “So krank ist Deutschland” unter www.presse.tk.de.

Pressekontakt:

Michaela Hombrecher
TK-Pressestelle
Tel.:   040-6909-2223
E-Mail: michaela.hombrecher@tk.de
Social Media Newsroom: www.newsroom.tk.de
Twitter:               www.twitter.com/TK_Presse

Aufrufe: 20


Neuerscheinung: “Das deutsche Gesundheitswesen in 100 Stichworten”

medhochzwei Verlag GmbH, Mittwoch, 27. Juli 2011

100 Stichworte zum Verständnis des deutschen Gesundheitswesens

Heidelberg . Einen ganz neuen Weg zum Verständnis des deutschen Gesundheitswesens beschreitet diese Neuerscheinung: In genau 100 Stichworten wird dem Leser das deutsche Gesundheitswesen in unterschiedlichster Richtung aufgeschlüsselt und erklärt. Damit bekommt der Nutzer dieses Buches die Möglichkeit, sich Stück für Stück in das Gesundheitssystem hineinzufinden und es sich ganz nach dem aktuellen persönlichen Bedarf in Teilschritten zu erschließen.

Zusätzlich bietet “Das deutsche Gesundheitswesen in 100 Stichworten” natürlich – wie jedes gute Lexikon – die Möglichkeit, bestimmte Begriffe nachzuschlagen, um sich so einen schnellen Überblick zu verschaffen. Kurz: wer die wichtigsten Institutionen, Regelungen und Rahmenbedingungen kennenlernen will, die für das deutsche Gesundheitswesen besonders relevant sind, kann dies mit diesem Buch tun.

Herausgeber und Autor der meisten Stichworte ist der renommierte Fachjournalist und Publizist Dr. Uwe K. Preusker, von dem auch das Buch “Das deutsche Gesundheitssystem verstehen” stammt. Preusker ist seit vielen Jahren als Fachmann für Themen rund um das Gesundheitswesen aktiv. So gibt er seit mehreren Jahren den Hintergrund-Informationsdienst “Klinik markt inside” heraus, dessen Chefredakteur er ist. Außerdem ist er Mit-Herausgeber der Buchreihe “Zukunft Gesundheitswirtschaft” und des Standardwerkes “Management-Handbuch DRGplus”.

Die im neu erschienenen Buch “Das deutsche Gesundheitswesen in 100 Stichworten” zusammengestellten Stichworte stellen eine Auswahl der für das Verständnis des deutschen Gesundheitssystems wichtigsten Stichworte aus dem umfassenden Standardwerk “Lexikon des deutschen Gesundheitssystems” dar, das 2010 bereits in der dritten Auflage erschienen ist und mittlerweile insgesamt rund 650 Stichworte umfasst.

Bibliographische Informationen:
Uwe K. Preusker (Hrsg.), Das deutsche Gesundheitswesen in 100 Stichworten;2011 medhochzwei Verlag,VIII, 82 Seiten, Softcover,  Euro 19,95. ISBN: 978-3-86216-065-5

Kontakt:
Julia Rondot
Alte Eppelheimer Str. 42/1

69115 Heidelberg
E-Mail: info@medhochzwei-verlag.de
Tel. 06221/91496-0
http://www.medhochzwei-verlag.de

Aufrufe: 24


Neuerscheinung: "Das deutsche Gesundheitswesen in 100 Stichworten"

medhochzwei Verlag GmbH, Mittwoch, 27. Juli 2011

100 Stichworte zum Verständnis des deutschen Gesundheitswesens

Heidelberg . Einen ganz neuen Weg zum Verständnis des deutschen Gesundheitswesens beschreitet diese Neuerscheinung: In genau 100 Stichworten wird dem Leser das deutsche Gesundheitswesen in unterschiedlichster Richtung aufgeschlüsselt und erklärt. Damit bekommt der Nutzer dieses Buches die Möglichkeit, sich Stück für Stück in das Gesundheitssystem hineinzufinden und es sich ganz nach dem aktuellen persönlichen Bedarf in Teilschritten zu erschließen.

Zusätzlich bietet “Das deutsche Gesundheitswesen in 100 Stichworten” natürlich – wie jedes gute Lexikon – die Möglichkeit, bestimmte Begriffe nachzuschlagen, um sich so einen schnellen Überblick zu verschaffen. Kurz: wer die wichtigsten Institutionen, Regelungen und Rahmenbedingungen kennenlernen will, die für das deutsche Gesundheitswesen besonders relevant sind, kann dies mit diesem Buch tun.

Herausgeber und Autor der meisten Stichworte ist der renommierte Fachjournalist und Publizist Dr. Uwe K. Preusker, von dem auch das Buch “Das deutsche Gesundheitssystem verstehen” stammt. Preusker ist seit vielen Jahren als Fachmann für Themen rund um das Gesundheitswesen aktiv. So gibt er seit mehreren Jahren den Hintergrund-Informationsdienst “Klinik markt inside” heraus, dessen Chefredakteur er ist. Außerdem ist er Mit-Herausgeber der Buchreihe “Zukunft Gesundheitswirtschaft” und des Standardwerkes “Management-Handbuch DRGplus”.

Die im neu erschienenen Buch “Das deutsche Gesundheitswesen in 100 Stichworten” zusammengestellten Stichworte stellen eine Auswahl der für das Verständnis des deutschen Gesundheitssystems wichtigsten Stichworte aus dem umfassenden Standardwerk “Lexikon des deutschen Gesundheitssystems” dar, das 2010 bereits in der dritten Auflage erschienen ist und mittlerweile insgesamt rund 650 Stichworte umfasst.

Bibliographische Informationen:
Uwe K. Preusker (Hrsg.), Das deutsche Gesundheitswesen in 100 Stichworten;2011 medhochzwei Verlag,VIII, 82 Seiten, Softcover,  Euro 19,95. ISBN: 978-3-86216-065-5

Kontakt:
Julia Rondot
Alte Eppelheimer Str. 42/1

69115 Heidelberg
E-Mail: info@medhochzwei-verlag.de
Tel. 06221/91496-0
http://www.medhochzwei-verlag.de

Aufrufe: 20


Innovatives Modellprojekt pflegen-und-leben.de gestartet

Catania gemeinnützige GmbH – pflegen-und-leben.de, Mittwoch, 27. Juli 2011

PRESSEMITTEILUNG

Psychologische Online-Beratung bietet pflegenden Angehörigen Hilfe bei seelischer Belastung

Berlin. Einen pflegebedürftigen älteren Menschen zu Hause zu betreuen, ist eine anspruchsvolle und anstrengende Arbeit. Leicht überschätzen pflegende Angehörige dabei ihre Kräfte und erkennen die Überforderung erst, wenn sie selbst eindeutige Krankheitssymptome zeigen. Dass es so weit nicht kommt, will das in Deutschland bislang einzigartige Modellprojekt pflegen-und-leben.de erreichen. Kernstück der neuen Internetplattform ( http://www.pflegen-und-leben.de ) ist eine persönliche psychologische Online-Beratung für pflegende Angehörige bei seelischer Belastung – anonym und kostenfrei.

Das Projekt pflegen-und-leben.de wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. “Pflegende Angehörige leisten großartige und verantwortungsvolle Arbeit. Es ist uns sehr wichtig, sie dabei zu unterstützen”, so Staatssekretär Josef Hecken.
“Pflege ist keine leichte Aufgabe. Daher können pflegende Angehörige an ihre eigenen Grenzen kommen. Das Angebot von pflegen-und-leben.de kann dann eine nützliche Hilfe sein. Denn nur, wem es selbst gut geht, kann auch mit voller Kraft für jemand anderen da sein.”

Wenn die Pflege eines älteren Menschen das Leben eines Angehörigen so stark beeinflusst, dass dessen eigene Wünsche und Bedürfnisse keinen Platz mehr finden, bahnen sich Probleme an. “Das Gefühl ständigen Zeitmangels, zunehmender sozialer Rückzug und besonders das Fehlen von sozialer Anerkennung sind der Nährboden für Erschöpfung und Burnout”, sagt Projektleiterin Imke Wolf. Dem will die Online-Beratung von pflegen-und-leben.de vorbeugen.

Der Zugang zur Online-Beratung ist einfach: Nach der Einrichtung eines anonymen Benutzerkontos auf der Internetplattform pflegen-und-leben.de können pflegende Angehörige ihre Fragen und Sorgen direkt und datensicher an das speziell geschulte Psychologinnen- und Psychologen-Team richten, das zur Verschwiegenheit verpflichtet ist.
Kostenfrei wird mit den Ratsuchenden an individuellen Lösungen gearbeitet, die den seelischen Druck aus dem Pflegealltag nehmen.

Das niedrigschwellige Online-Angebot pflegen-und-leben.de versteht sich als fachkompetenter Beistand, wenn den Angehörigen die Zeit fehlt oder die Hemmschwelle für ein persönliches Gespräch in einer Beratungsstelle vor Ort zu groß ist. “Die Anonymität der Kommunikation erleichtert es vielen, auch schambesetzte und tabuisierte Aspekte zu thematisieren”, sagt Psychologin Wolf.

Kontakt:
Pressekontakt:

Catania gemeinnützige GmbH – Hilfe für Helfer Modellprojekt pflegen-und-leben.de
Imke Wolf
Turmstraße 21
10559 Berlin
Telefon 030 – 30 39 06 70
Telefax 030 – 30 61 43 71
Mail: i.wolf@pflegen-und-leben.de
http://www.catania-online.org
http://www.pflegen-und-leben.de

Aufrufe: 14


HolsingVital lädt zum Tag der Gesundheit ein

Rehabilitation präsentiert sich bundesweit zum achten Mal der Öffentlichkeit / HolsingVital in Bad Holzhausen lädt am 11.09.2011 zum Tag der Gesundheit ein.

Bad Holzhausen. Unter dem Motto „REchtzeitig HAndeln – Reha ist Vielfalt“ wird der 8. Deutsche Reha-Tag am 24. September 2011 zeigen, dass erfolgreiche Rehabilitation eine Vielzahl engagierter Menschen mit hoher Fachkompetenz unterschiedlichster Professionen braucht und ein hohes Maß an Zusammenarbeit und Vernetzung erfordert. Durch diese im Gesundheits- und Sozialwesen einmalige Vielfalt können Betroffene mit unterschiedlichsten Anliegen, Nöten und Erkrankungen die für sie bestmögliche Beratung, Behandlung und Unterstützung erhalten. Ein Aktionsbündnis von 24 Organisationen und Verbänden der Rehabilitation ruft bundesweit alle Kliniken und Einrichtungen der Rehabilitation auf, sich am Aktionstag der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Auch die HolsingVital GmbH präsentiert ihr Leistungsspektrum und ihre Qualität
Die HolsingVital GmbH in Bad Holzhausen nimmt in diesem Jahr erneut am Deutschen Reha-Tag teil. Ca. 1700 Rehabilitanden werden jährlich in der auf orthopädische Erkrankungen spezialisierten Klinik erfolgreich behandelt. Beim Tag der Gesundheit am 11. September können sich interessierte Besucher ein genaues Bild von der Ausstattung, der Leistungsfä-higkeit und der Behandlungsqualität unserer Klinik machen. Auf dem Programm stehen Vor-träge und Workshops rund um das Thema „Kniegelenk“, Fettkiller in der Lehrküche, die Besichtigung der neu eröffneten Salzgrotte, Koordinationstraining u.v.m. Als Gastreferenten erwartet HolsingVital Herrn Prof. Dr. Hartmuth Kiefer, Chefarzt der Unfall- und orthopädischen Chirurgie im Lukas Krankenhaus Bünde. Wer sich selbst ein Bild von den Angeboten machen möchte, den heißt die HolsingVital von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr herzlich willkommen.
Zu den Workshops ist eine Anmeldung erforderlich.

Besucher-Informationen im Internet
Neuigkeiten und Hinweise zu weiteren aktuellen Veranstaltungen unserer Klinik finden Sie stets im Internetportal unter www.holsingvital.de unter „Aktuelles“. Oder besuchen Sie den Reha-Tag im Internet unter www.rehatag.de. Hier finden Sie alle Informationen zum Aktionstag, den Initiatoren und teilnehmenden Kliniken und Einrichtungen sowie allgemeine Informa-tionen zu Rehabilitation und Teilhabe.

Kontakt und Nachfragen:
HolsingVital GmbH • Frau Schnabel
Brunnenallee 3
32361 Pr. Oldendorf – Bad Holzhausen
Tel.: 05741-275446
Fax: 05741-275444
schnabel@holsingvital.de,
www.holsingvital.de

Aufrufe: 15