Zwei von drei Schlaganfällen in Deutschland könnten verhindert werden

Veröffentlicht am 25.06.2014 14:51 von Redaktion RehaNews24

Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2014

„Initiative Schlaganfallvorsorge. Bei Vorhofflimmern handeln“ stellt ihre Ziele für eine bessere Schlaganfallprävention vor

Berlin, 25.06.2014. Rund 270.000 Menschen in Deutschland erleiden jährlich einen Schlaganfall, die Mehrzahl der meist älteren Betroffenen ist danach dauerhaft behindert.1 Zwei von drei Schlaganfällen können jedoch verhindert werden, wenn die wichtigsten Risikofaktoren, zum Beispiel das Vorhofflimmern, bekannt wären – und sich gleichzeitig die Vorsorgelandschaft für Betroffene verbessern würde.2 Darauf machten die Vertreter der neu gegründeten „Initiative Schlaganfallvorsorge. Bei Vorhofflimmern handeln“ jetzt auf dem Hauptstadtkongress in Berlin aufmerksam und stellten ihre Ziele vor.

„Wir möchten die Zahl der Schlaganfälle bis 2024 deutlich verringern“, so Dr. Michael Brinkmeier, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Neben der Schlaganfall-Hilfe sind die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e. V. (BAGSO) sowie die forschenden Pharmaunternehmen Bristol-Myers Squibb und Pfizer Gründer der Initiative. Die Initiative möchte einen Beitrag dazu leisten, die Versorgungslandschaft in der Schlaganfallprävention zu verbessern und die Partner im Gesundheitswesen enger miteinander zu vernetzen.

Die Initiative konzentriert sich hierbei zunächst auf die Schlaganfallvorsorge bei Vorhofflimmern. Gerade diese Herz-Kreislauf-Erkrankung erhöht als Risikofaktor die Gefahr eines Schlaganfalls deutlich. Diese Schlaganfälle verlaufen meist besonders schwerwiegend und führen überdurchschnittlich oft zu Behinderung, Pflegebedürftigkeit oder Tod.3 Die Gefahr, einen Schlaganfall zu erleiden steigt mit zunehmendem Alter;  etwa 80 Prozent der an Schlaganfall Erkrankten sind 60 Jahre und älter. Neben einer medizinischen Behandlung kann auch jeder Einzelne das Risiko verringern. „Hinreichende körperliche Bewegung, gesunde Ernährung, geistige und soziale Aktivität mindern das Risiko. Bluthochdruck, Diabetes, erhöhte Cholesterinwerte oder gar Herzrhythmusstörungen, das sogenannte „Vorhofflimmern“,  sind Risikofaktoren, gegen die man angehen kann. Wir können selbst sehr viel dazu beitragen, dass wir gesünder älter werden“,  ermuntert Professor Dr. Ursula Lehr, Vorsitzende der BAGSO, zu einer herzgesunden Lebensweise.

Die  Initiative unterstützt Patienten und Ärzte dabei, Risikofaktoren für Schlaganfälle frühzeitig zu erkennen und wichtige Vorsorgemaßnahmen rechtzeitig einzuleiten. Daher hat sie im ersten Schritt in Zusammenarbeit mit Betroffenen sowie unter fachlicher Beratung von Experten* Informationen entwickelt, die dem Patienten den Risikofaktor Vorhofflimmern erklären und ihn dabei unterstützen, ein mögliches Vorhofflimmern zu erkennen – und sich über ein potentiell erhöhtes Schlaganfallrisiko zu informieren. Ferner unterstützen die Informationen Ärzte und Patienten dabei, nach erfolgter Diagnose zu besprechen, wie eine dauerhafte, lückenlose Vorsorge realisiert werden kann.

 

„Patienten haben das Recht auf eine optimale gesundheitliche Versorgung – um Krankheiten zu bewältigen oder um späteren Erkrankungen vorzubeugen“, so Peter Albiez, Geschäftsführer von Pfizer Pharma GmbH. Mit unserem Engagement in der Initiative möchten wir dazu beitragen, jedem Menschen mit Vorhofflimmern die individuell bestmögliche Schlaganfallvorsorge zu ermöglichen“, ergänzt Han Steutel, Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA.

Die Zusammenarbeit der Initiative ist langfristig angelegt. In weiteren Schritten möchte sie unterschiedliche, an der Vorsorge beteiligte Akteure im Gesundheitswesen einladen, um gemeinsam über die Bedürfnisse des Patienten und über die Versorgungsstrukturen zu diskutieren und Lösungen zu suchen. Dazu strebt die Initiative einen breiten multiprofessionellen und interdisziplinären Dialog mit allen Beteiligten an.  

Weitere Informationen auf

www.schlaganfall-verhindern.de.

*  Professor Dr. Ulrich Laufs, (Homburg) und Professor Dr. Joachim Röther, (Hamburg)

Über die Partner der Initiative

Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe

Seit ihrer Gründung durch Liz Mohn 1993 verfolgt die Stiftung das Ziel, möglichst viele Schlaganfälle zu verhindern und den Folgen dieser Erkrankung entgegenzutreten. In unterschiedlichen Projekten kümmert sie sich erfolgreich um eine Verbesserung der Prävention, der Therapie, der Rehabilitation und der Nachsorge des Schlaganfalls. Unterstützt wird die Aufklärungs- und Informationsarbeit der Stiftung von rund 200 sogenannten Regionalbeauftragten, die meist Ärzte aus Kliniken und Rehabilitations-Einrichtungen sind. Unter dem Dach der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe sind inzwischen über 470 Schlaganfall-Selbsthilfegruppen entstanden.

Auch in der Akuttherapie hat die bundesweite Stiftung Zeichen gesetzt: Heute gibt es deutschlandweit mehr als 250 Schlaganfall-Spezialstationen, so genannte Stroke Units, die unter der Schirmherrschaft der Stiftung und der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft zertifiziert werden, um ihre Qualität zu gewährleisten.

 

Die BAGSO – Aktiv für die Älteren

Die BAGSO ist die Lobby der älteren Menschen in Deutschland. Unter ihrem Dach haben sich rund 110 Verbände mit etwa 13 Millionen älteren Menschen zusammengeschlossen. Die BAGSO vertritt deren Interessen gegenüber Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, wobei sie die nachfolgenden Generationen immer mit im Blick hat. Sie setzt sich unter anderem ein für:

  • ein selbstbestimmtes Leben im Alter
  • ein gesundes, aktives Altern
  • für eine aktive Teilhabe

 und eine hochwertige gesundheitliche und pflegerische Versorgung.

Durch ihre Publikationen und Veranstaltungen zeigt die BAGSO Wege für ein möglichst gesundes und kompetentes Altern auf. Aus diesem Grund ist sie der „Initiative Schlaganfallvorsorge. Bei Vorhofflimmern handeln“ beigetreten und informiert sowohl ältere Menschen als auch Seniorenorganisationen über die verschiedenen Risikofaktoren und auch  über den Risikofaktor “Vorhofflimmern”.

 

Über die Allianz von Bristol-Myers Squibb und Pfizer

Im Jahr 2007 schlossen die forschenden Pharmaunternehmen Bristol-Myers Squibb und Pfizer eine internationale Allianz, um die langjährige Erfahrung und Kompetenz beider Unternehmen auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu bündeln. Neben der Erforschung und Entwicklung von modernen Medikamenten gehört es zum Selbstverständnis beider Unternehmen, sich als verantwortungsvoller Partner im Gesundheitswesen auch für eine optimale Versorgung der Patienten zu engagieren. Gemeinsam setzen die Unternehmen ihre Kompetenz und Kraft in der „Initiative Schlaganfallvorsorge. Bei Vorhofflimmern handeln“ für eine verbesserte Schlaganfallprävention ein  – mit dem Ziel, die Zahl der Schlaganfälle in Deutschland bis 2024 deutlich zu verringern.

 

 

 

Kontakt und weitere Informationen:

Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe

Mario Leisle

Pressestelle

Carl-Miele-Straße 210

33311 Gütersloh

Tel: 05241/9770-12

Fax: 05241/9770-712

Mail: presse@schlaganfall-hilfe.de

Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO)

Ursula Lenz

Pressereferat

Bonngasse 10

53111 Bonn

Tel: 0228/24 99 93-18

Fax: 0228/24 99 93-20

Mail: lenz@bagso.de

Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA

Eszter Viragh

Public Affairs

Arnulfstraße 29

80636 München

Tel: 089/12142-70 36

Fax: 089/12 142-262

Mail: eszter.viragh@bms.com

Pfizer Deutschland GmbH

Dr. Henry Werner

Unternehmenskommunikation

Linkstraße 10

10785 Berlin

Tel: 030/550055-510 88

Mail: presse@pfizer.com

 Quellen:

  1. Heuschmann PU et al. Schlaganfallhäufigkeit und Versorgung von Schlaganfallpatienten in Deutschland. Frequency and care of stroke in Germany. Akt Neurol 2010; 37: 333­340.
  2. Willett WC, Balancing Life-Style and Genomics Research for Disease Prevention. Science 296, 695 (2002); doi: 10.1126/science.1071055.
  3. Camm AJ et al. Guidelines for the management of atrial fibrillation: the Task Force for the Management of Atrial Fibrillation of the European Society of Cardiology (ESC). Europace 2010; 12:1360-1420.
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