Zusammenarbeit niedersächsischer Berufsförderungswerke und Jugendhilfeträger schafft Perspektiven für unbegleitete minderjährige Ausländer

Veröffentlicht am 15.06.2016 14:23 von INN-tegrativ gGmbH

Die niedersächsischen Berufsförderungswerke sowie die Jugendhilfeeinrichtung Leinerstift in Großefehn starten ein Unterstützungsangebot für unbegleitete minderjährige Ausländer.

Im Angebot bündeln die Partner ihre Kompetenzen aus der beruflichen Qualifikation und Integration mit den Erfahrungen aus der Jugendhilfe. Sie werden ausländischen Menschen im Alter von 16-18 Jahren, die ohne Begleitperson nach Niedersachsen flüchteten, Orientierung in der für sie ungewohnten Umgebung geben, sprachliche und soziale Hemmnisse überwinden helfen und auf dem Weg in die schulische und berufliche Integration geeignete Maßnahmen anbieten.

Die Umsetzung beginnt mit Beteiligung des Berufsförderungswerkes Weser-Ems, etwas später dann auch im Berufsförderungswerk Goslar und ist in fünf je drei Monate dauernde fachliche Schwerpunkte gegliedert: Nach Vermittlung von Sprachkenntnissen und Orientierungstrainings (wie z.B. Einkaufen, Verhalten im Straßenverkehr, Erlernen üblicher Umgangsformen) werden die vorhandenen fachlichen Kompetenzen ermittelt. In der darauf folgenden Erprobungsphase fokussiert die Arbeit auf die Findung beruflicher Perspektiven. Die Ergebnisse dienen dann als Entscheidungsgrundlage für Einstieg in die wichtige letzten Phase: Integration in Bildung, Ausbildung oder Beschäftigung.

„Das Konzept geht über eine reine Unterbringung und Wohnbetreuung für unbegleitete minderjährige Ausländer hinaus, die für das Miteinander an unseren Berufsförderungswerken ungeeignet wäre. In dieser Zusammenarbeit hingegen, verknüpfen wir unsere Bildungs- und Integrationsangebote optimal, um den jungen Menschen strukturiert zusätzlich notwendige sprachliche, soziale und kulturelle Kompetenzen zu vermitteln. Insbesondere werden die Qualifikations- und Integrationsangebote der Berufsförderungswerke dazu beitragen, dass die jungen Menschen am Ende der 15-monatigen Förderung idealerweise in eine Ausbildung, einen Arbeitsplatz oder einen weiterführenden Bildungsweg gelangen. Eine reelle Beschäftigungschance ist die erfolgversprechendste Integrationsoption“, erklärt Pierre Noster von der Geschäftsleitung der niedersächsischen Berufsförderungswerke die Ausrichtung des Bündnisses.

Laut Angaben des Landes sind zum März 2016 mehr als 5.000 unbegleitete minderjährige und teils traumatisierte Ausländer bei niedersächsischen Jugendämtern registriert. Die ganzheitliche Ausrichtung der Kooperation ist ein Baustein, diese gesellschaftliche Herausforderung zu bewältigen.

Zu den Kooperationspartnern:

Das Leinerstift bietet als Einrichtung der Jugendhilfe  jungen Menschen vielfältige, individuelle Hilfen im Bereich der Hilfen zur Erziehung an. Ziel unserer Arbeit ist es, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in ihrer Persönlichkeit zu stärken. Es gilt gemeinsam mit ihnen, ihren Eltern, den zuständigen Mitarbeitern des Jugendamtes und allen weiteren Beteiligten neue Perspektiven zu entwickeln, zu realisieren und sichere Orte zu schaffen (www.leinerstift.de)

Die niedersächsischen Berufsförderungswerke an den Standorten Bad Pyrmont, Goslar und Weser-Ems sowie 6 weiteren Geschäftsstellen in Braunschweig, Göttingen, Hannover, Hildesheim, Leer und Osnabrück fördern den beruflichen Wiedereinstieg nach Krankheit oder Unfall z.B. durch Qualifizierung, Umschulung oder integrative Unterstützung. (www.bfw-weser-ems.de)

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