Wilhelm Stiftung fördert Forschung über Rehabilitation und Nachsorge an der Jacoby University

Veröffentlicht am 16.05.2012 09:24 von redaktion

Rehabilitation ist ein wichtiger Teil des Genesungsprozesses. Langfristig ist es ausschlaggebend, wie gut Patienten in der Reha gelernte Verhaltensweisen und Fähigkeiten in ihren Alltag einbringen. Ein Nachwuchsforscherteam unter der Leitung von Sonia Lippke, Professorin für Gesundheitspsychologie an der Jacobs University, will herausfinden, wie wirksam eine internetbasierte Nachsorge ist, die Patienten nach der Reha zu Hause unterstützt und anleitet. Die Nachsorge wird in Deutschland, den Niederlanden und China getestet. Drei Jahre lang wird die Wilhelm Stiftung für Rehabilitationsforschung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft die Nachwuchsforscher fördern.

Patienten in der Rehabilitationsphase lernen, einen gesunden Lebensstil anzunehmen. Besonders wichtig ist regelmäßige körperliche Bewegung und eine gesunde Ernährung. Die Behandlungserfolge sollen später beibehalten werden, um die Patienten wieder arbeitsfähig und belastbar zu machen. Allerdings fällt es vielen schwer, die Empfehlungen aus der Rehabilitationsphase in ihren Alltag zu integrieren. Bisher ist eine Nachsorge nur begrenzt verfügbar und gerade Patienten in dezentralen Wohngegenden haben wenig oder keine Unterstützung.

Hier setzt die Forschung von Sonia Lippke und ihrem Team an: Die Nachsorge findet zu Hause per Internet statt und soll die selbstregulativen Fähigkeiten der Patienten so erhöhen, dass sie selbstständig regelmäßig körperlich aktiv sind und sich gesund ernähren. Um förderliche Verhaltensweisen zu forcieren, sind positive Verstärker sehr wichtig. Die Patienten werden ermutigt, es als Belohnung zu empfinden, wenn sie sich wohler fühlen oder besser schlafen.
Die Studie, an der drei Nachwuchswissenschaftler beteiligt sind, soll klären, welche Methoden der Nachsorge bei älteren Menschen effektiv sind, denn immer mehr ältere Arbeitnehmer sollen und wollen nach der Reha wieder arbeiten und aktiv am Leben teilnehmen. Die jungen Wissenschaftler erwarten zudem Hinweise darauf, welche Anreize und Vorschläge von den Patienten am besten aufgenommen werden.

Sonia Lippke kommentiert: “Wir erwarten, durch dieses Projekt besser zu verstehen, wie ein gesundheitsförderlicher Lebensstil in den Alltag nach der Reha integriert werden kann. Wir haben Hilfeangebote für Rehabilitanden in 3 Ländern und überprüfen deren Wirksamkeit. Anschließend können wir besser sagen was, wo und bei wem wirkt.“

Fragen zum Forschungsprojekt beantwortet:
Sonia Lippke | Professorin für Gesundheitspsychologie
Email: s.lippke@jacobs-university.de| Tel.: +49 421 200- 4730

Weitere Informationen:
http://stiftungen.stifterverband.info/t115_wilhelm/index.html

Quelle: idw

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