Wien: „Rehabilitation alter Menschen – eine Illusion?“

Veröffentlicht am 04.12.2010 14:53 von Redaktion RehaNews24.de

4.12.2010 PID Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien

Am 5. ExpertInnenforum des Fonds Soziales Wien nahmen ca. 150 Personen teil

Wien. „Rehabilitation alter Menschen – eine Illusion?“ – unter diesem provokanten Titel fand das von Dr.in Angelika Rosenberger-Spitzy, Chefärztin des Fonds Soziales Wien (FSW) und SeniorInnenbeauftragte der Stadt Wien, moderierte 5. ExpertInnenforum des FSW statt, diesmal in Kooperation mit dem Kuratorium Wiener Pensionistenwohnhäuser (KWP). Im Haus Leopoldau diskutierten im Rahmen dieses Forums namhafte ReferentInnen mit rund 150 TeilnehmerInnen.

Kooperationsprojekt zwischen AKH und dem Kuratorium Wiener Pensionistenwohnhäuser

Prim.a Dr.in Katharina Pils, Sozialmedizinisches Zentrum Sophienspital, hält die Zielvereinbarung für den
Rehabilitationsprozess für eminent wichtig: „Im Rehabilitationsteam muss unter Einbeziehung der Angehörigen, jedoch immer gemeinsam mit dem Patienten stetig hinterfragt werden, was erreicht werden soll.“
Dr. Karl Tanzmeister, leitender Arzt des KWP, stellte ein Kooperationsprojekt zwischen AKH und KWP vor. Tanzmeister erläuterte: „Das AKH habe die Technik, um zu operieren, das Kuratorium die Zeit, um zu rehabilitieren.“ Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussion war die Problematik Älterer, die aufgrund von psychischen Erkrankungen Rehabilitationsziele schwer erreichen können. Prim. Dr. Kurt Sindermann vom Krankenhaus und Geriatriezentrum Ybbs ortete Defizite in den Angeboten für Menschen mit chronischen psychischen Leiden oder auch einer langjährigen Suchtproblematik. Dr. Georg Psota, Chefarzt
des Psychosozialen Dienstes, wies darauf hin, dass die Demenz der häufigste Grund für die Inanspruchnahme einer stationären Pflegeeinrichtung sei. Aber auch die Depression führe nicht selten dazu, ergänzte der Chefarzt.

Klicka: „Jeder ältere Mensch bekommt in Wien die Betreuung, die er braucht!“

Prof. Dr. Rudolf Müller, Chefarzt der Pensionistenversicherungsanstalt (PVA), präsentierte beeindruckende
Zahlen über die Zunahme sogenannter Heilverfahren auch für PensionistInnen, die laut ASVG „keinen gesetzlichen Anspruch auf Kostenübernahmen einer Rehabilitation haben“. Trotzdem gibt die PVA für die Gesundheitsvorsorge älterer Personen Hunderte Millionen Euro aus. Im Rahmen der Podiumsdiskussion unterstrich die Dritte Landtagspräsidentin und Vorsitzende der Gemeinderätlichen Geriatriekommission, Marianne Klicka, dass gerade Wien sehr viele differenzierte Angebote für die ältere Generation zur Verfügung stellen, und dass durch das neue Geriatriekonzept mit der Schaffung moderner Wohn- und Pflegeplätze sichergestellt sei, dass jeder ältere Mensch die Betreuung bekomme, die er benötige. Klicka betonte: „In den Geriatriezentren der Stadt Wien wird in den sogenannten Kurzzeitpflegestationen hochprofessionell im interdisziplinären Team rehabilitiert, um die Lebensqualität der SeniorInnen dieser Stadt zu gewährleisten und zu verbessern, wo es nötig ist.“

Rückfragehinweis:

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www.wien.gv.at/rk/
Mag. Horst Lassnig
Mediensprecher der Dritten Landtagspräsidentin Marianne Klicka
Telefon: 01 4000-81043
Mobil: 0676 8118 81043
E-Mail: horst.lassnig@wien.gv.at

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