Wie kommen Innovationen in die Reha – und welche werden es sein?

Veröffentlicht am 31.07.2018 22:02 von Redaktion RehaNews24

17. Europäischer Gesundheitskongress München | 25. und 26. Oktober 2018

Für die medizinische Rehabilitation stellt die digitale Revolution eine besondere Herausforderung dar, denn die Vergütungssituation erlaubt nur begrenzte Investitionen. Die Reha droht daher von großen Innovationen abgekoppelt zu werden. Kann der milliardenschwere Innovationsfonds der Reha überhaupt helfen? Oder sind andere Maßnahmen nötig? Dies wird Thema beim Europäischen Gesundheitskongress in München – mit einem hochkarätig besetzten Podium.

Der Vorsitzende des Innovationsausschusses, Professor Josef Hecken, wird in der Kongressveranstaltung erläutern, welche Bedeutung Rehabilitation bei den vom Innovationsfonds geförderten Projekten derzeit hat. Ein wichtiges Ziel ist beispielsweise, dass der Erfolg einer Reha möglichst lange sichergestellt bleibt. So zielt ein Projekt darauf ab, bei Patienten, die wegen Rückenschmerzen eine medizinische Reha erhalten haben, die Nachsorge zwischen Reha-Einrichtung und niedergelassenem Hausarzt intensiver abzustimmen. Denn an der Sektorengrenze ist diese Abstimmung heute oft mangelhaft und beeinträchtigt den langfristigen Erfolg der Reha. Ein anderes gefördertes Projekt zielt darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen Klinik, Reha-Einrichtung und Hausarzt bei Hüft- und Knieprothesen zu optimieren. Daten belegen hier derzeit eine Schwäche in der Versorgung der Patienten nach der OP – ebenfalls an den Sektorengrenzen.

Professor Gordon Cheng, weltweit anerkannter Spezialist für Neuro-Engineering, hat bereits vor zehn Jahren erstmals ein Gehirn-Maschine-System entwickelt, bei dem die Beine eines Roboters mittels Gedanken eines Menschen gesteuert werden konnten. Dazu werden per Elektroenzephalografie Signale der Neuronen im Gehirn aufgezeichnet und die für die Motorik verantwortlichen Befehle extrahiert. Schließlich werden sie in Bewegungen übersetzt. Cheng hat es bereits geschafft, dass Querschnittsgelähmte mittels eines so gesteuerten Systems im Versuch wieder laufen können – und zwar in einem Exoskelett, einem roboterbetrieben Außenskelett. Man geht davon aus, dass sich mit Gehirn-Maschine-Systemen beschädigte Rückenmarksnerven teilweise reaktivieren lassen. Cheng wird Beispiele präsentieren, was das für die Reha bedeuten könnte.

Auch der größte Kostenträger im Reha-Bereich, die Deutsche Rentenversicherung, ist mit Andreas Konrad auf dem Podium der Veranstaltung vertreten. Die Rentenversicherung hat im Jahr 2016 knapp 1,8 Milliarden Euro allein für medizinische Rehabilitation ausgegeben und damit etwa eine halbe Million Reha-Maßnahmen finanziert. Konrad widmet sich in einem Vortrag der Frage: „Wie kommen Innovationen in die Reha?“ Dabei geht es auch darum, welchen Herausforderungen sich die Reha stellen muss und was das konkret für die Gestaltung von Prozessen, insbesondere mit IT-Unterstützung, bedeutet.

Das Thema “Innovationsmanagement in der Reha“ diskutieren auf dem Europäischen Gesundheitskongress München: Prof. Dr. Gordon Cheng, Ordinarius für Kognitive Systeme an der Technischen Universität München, Prof. Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses, Andreas Konrad, Direktor der Abteilung Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung Bund, und – als Moderator – Dr. Ulrich Mauerer, Vorstandsvorsitzender der Medical Park AG.

Zu dem zweitägigen Kongress werden rund 1.000 Teilnehmer aus dem Krankenhaussektor, den Reha-Einrichtungen, der Ärzteschaft, der Pflege, den Krankenversicherungen sowie der Gesundheitspolitik erwartet. In 33 hochkarätig besetzten Kongress-Sessions diskutieren 150 Referenten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Estland und den Niederlanden zukunftsrelevante Fragen der Gesundheitspolitik. Nutzen Sie die Gelegenheit, mit den wichtigsten Entscheidern aus Politik, Verbänden, Versicherungen, Wissenschaft, Medizin, Pflege und Gesundheitswirtschaft zu diskutieren.

Registrierung:
www.gesundheitskongress.de/registrierung-und-tarife.html

Programm:
www.gesundheitskongress.de/programm.html

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