Wenn Einsamkeit im Alter krank macht

Veröffentlicht am 06.04.2018 08:13 von Redaktion RehaNews24.de

Pressemitteilung

 

Bad Hersfeld, 06.04.2018

  

16. Hersfelder Forum „Alter und Sucht“ diskutiert Ursachen und Auswege bei Abhängigkeitserkrankungen durch Einsamkeit / Experten gewinnen Einblicke in Theorie und therapeutische Praxis

 

MEDIAN Klinik Wigbertshöhe, Bad Hersfeld

Eine höhere Lebenserwartung bei gleichzeitig immer weniger Familienanschluss und Kontakten zu anderen Menschen prägen zunehmend das Leben alter Menschen in unserer Gesellschaft. Die Folge: Einsamkeit, die Senioren oftmals schnell zu Alkohol und Medikamenten greifen lässt. Unter dem Titel „Einsamkeit – Verbreitung, Folgen und Auswege“ stand beim 16. Hersfelder Forum „Alter und Sucht“ in diesem Jahr ein brisantes und aktuelles Thema auf dem Programm. 70 Experten aus Wissenschaft und therapeutischer Praxis waren dazu am 21. März in die MEDIAN Klinik Wigbertshöhe nach Bad Hersfeld gekommen.

 

Einsamkeit mit gravierenden Folgen

Dipl. Psychologin Dr. Kerstin Kammerer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Gerontologische Forschung e.V., Berlin, machte am Vormittag in ihrem Vortrag deutlich, wie weit verbreitet das Phänomen „Einsamkeit“ mittlerweile ist und welche Folgen es für die Gesellschaft hat. Dazu gehört zunehmender Suchtmittelmissbrauch gerade bei der älteren Bevölkerung, wie der Missbrauch von Medikamenten, aber auch von Alkohol und als jüngstes Phänomen das Pathologische Glücksspiel. Gleichzeitig gab Dr. Kammerer Verhaltenshinweise, um nicht einsam zu werden: Neugierig bleiben, bereit für Neues sein, aktiv bleiben, in die Öffentlichkeit gehen, Angebote für ältere Menschen nutzen (z.B. Mehrgenerationenhäuser oder in Kirchengemeinden). Und nicht zuletzt sollten Betroffene die Möglichkeiten nutzen, die das Internet auch für ältere, vielleicht immobile Menschen bietet. Nach dem Vortrag gab es Gelegenheit zur Diskussion mit der Referentin.

 

Therapie zeigt Auswege

Am Nachmittag standen dann die Begegnung und das Gespräch mit älteren suchtkranken Menschen (Alkohol-, Medikamenten- und Glücksspielabhängige Männer und Frauen) im Mittelpunkt, die in der MEDIAN Klinik Wigbertshöhe im Rahmen des +50-Konzeptes „Sucht im Alter“ eine stationäre Langzeitentwöhnungstherapie absolvieren. Chefärztin Dr. med. Dipl.- Psych. Heike Hinz und Gruppentherapeutin Kristin Weißmüller informierten die Teilnehmer über die Besonderheiten des Therapieangebotes. Die Klienten der Gruppe, deren Durchschnittsalter bei 65 Jahren liegt, verbindet das Erleben, mit der Suchterkrankung nicht allein zu sein. Gleichzeitig stärkt die Gemeinschaft in der Gruppe die Kontakt- und Beziehungsfähigkeit der Klienten. Altersspezifische Themen wie Trauer und Verlust, Einsamkeit, Langeweile, Verlust der Vitalität etc. können angesprochen und geteilt werden. Begleitende Therapien (Beschäftigungstherapie, Sport, Freizeittraining) werden in der MEDIAN Klinik Wigbertshöhe passgenau auf die Bedürfnisse der älteren Patienten ausgerichtet und dienen zur Mobilisierung und Gewinnung neuer Lebensfreude. Spezielle Sondergruppen (Hirnleistungstraining, Rückenschule, Yoga, Nordic Walking, Rückfallprophylaxe etc.) sowie Fachvorträge zum Thema Sucht runden das Therapieangebot ab.

 

Über MEDIAN

MEDIAN ist ein Gesundheitsunternehmen mit 120 Rehabilitationskliniken, Akutkrankenhäusern, Therapiezentren, Ambulanzen und Wiedereingliederungseinrichtungen in 14 Bundesländern. Als größter privater Betreiber von Rehabilitationseinrichtungen mit 18.000 Betten und Behandlungsplätzen und ca. 15.000 Beschäftigten besitzt MEDIAN eine besondere Kompetenz in allen Therapiemaßnahmen zur Erhaltung der Teilhabe und gestaltet die Entwicklung der medizinischen Rehabilitation in Deutschland aktiv mit.

 

 

 

Kontakt:

MEDIAN Klinik Wigbertshöhe

Leiter des Bereiches Sucht im Alter
Sozialtherapeut Jean-Christoph Schwager*
Am Hainberg 10-12

36251 Bad Hersfeld

Tel.: 06621/18522

Fax: 06621/18585

E-Mail: Jean-Christoph.Schwager@median-kliniken.de

www.median-kliniken.de

 

 

*Jean-Christoph Schwager ist Gruppentherapeut einer „+50“ Gruppe für ältere, suchtkranke Patientinnen und Patienten und arbeitet seit 25 Jahren im stationären Bereich mit Suchtkranken.

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