Weltdiabetestag 2017 – Vortrag über Behandlung und Therapie von Diabetes und Herzinsuffizienz

Veröffentlicht am 08.11.2017 15:26 von Alexander Schunicht

Bad Driburg. Der Weltdiabetestag macht seit 1991 jedes Jahr auf die immer stärkere Verbreitung von Diabetes mellitus aufmerksam. Diabetes mellitus Typ 2 hat sich zu einer Volkskrankheit entwickelt. In Deutschland gibt es laut Deutscher Diabetes Gesellschaft über 6 Millionen Patienten mit der Diagnose Diabetes mellitus, dabei weiß rund ein Viertel nichts von der Erkrankung. Jährlich kommen ca. 300.000 Patienten hinzu.

Bei einem Stimmgabeltest überprüft der Arzt die Empfindlichkeit der Füße (Untersuchung nach Stoffwechselstörungen wie Diabetes).

Der Vortrag „Diabetes und Herzinsuffizienz“ am 14.11.2017 um 16:00 Uhr in der Knappschafts-Klinik Bad Driburg, Reha- und AHB-Klinik für Kardiologie und Angiologie, soll dazu anregen, sich mit Vorbeugung und Therapie des Diabetes zu befassen. Referent ist Professor Dr. Andreas Holstein vom Klinikum Lippe Detmold, unterstützt wird er durch Dr. Martin Hohmann, Oberarzt und Diabetologe der Knappschafts-Klinik.

Die Herzinsuffizienz ist eine der häufigsten Begleiterkrankungen bei Diabetikern. Fast jeder zweite Patient mit einem Typ-2-Diabetes leidet auch an einer Herzinsuffizienz („Herzschäche“).

„Bei Menschen mit Diabetes Typ 2 treten die Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Stoffwechselstörungen und Übergewicht häufiger auf als bei Nichtdiabetikern.“ berichtet Dr. Martin Hohmann, Diabetologe der Knappschafts-Klinik Bad Driburg und ergänzt, dass auch Faktoren wie höheres Alter, Insulintherapie, schlechte Durchblutung des Herzmuskels das Auftreten einer Herzinsuffizienz begünstigen können.

Bei der Herzinsuffizienz sind zwei Formen zu unterscheiden, die jeweils isoliert, aber auch zusammen auftreten können. Bei der systolischen Herzinsuffizienz handelt es sich um eine Pumpschwäche. Bei der diastolischen Herzinsuffizienz ist die Füllung des Herzens in der Entspannungsphase vermindert.

Herzschwäche verursacht keine Beschwerden zu Beginn der Erkrankung, daher wird Herzinsuffizienz häufig übersehen oder zu spät erkannt. Unscheinbare Beschwerden wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Erschöpfung und Atemnot nach einer Aktivität oder sogar bereits in der Phase der Ruhe sollten ernst genommen werden und dem Hausarzt mitgeteilt werden. Durch rechtzeitiges Erkennen der Herzschwäche und eine abgestimmte Behandlung können Lebenserwartung und Lebensqualität verbessert werden. Untersuchungen wie Elektrokardiogramm, Echokardiografie und Laborparameter zur Bestimmung von Herzinsuffizienz ermöglichen, die Herzschwäche in einem frühen Stadium zu erkennen und dann zu behandeln. Die Therapie des Diabetes mellitus erfolgt durch eine gute Blutzuckereinstellung, Blutdruckeinstellung, Blutfetteinstellung sowie regelmäßiger Bewegung, einer Gewichtsreduzierung und gesunde Ernährung. Die medikamentöse Therapie der Herzinsuffizienz erfolgt häufig mit ACE-Hemmer, Betablocker, Blutverdünner und wassertreibendem Mittel. Diese Medikamente stellen die Grundlagentherapie dar.

Für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger gibt es am 14.11.2017 bereits ab 14:00 Uhr in der Knappschafts-Klinik Bad Driburg ein zusätzliches Programm mit Blutdruckmessung, Blutzuckermessung und Tests zur Bestimmung der Durchblutung der Beine, des Vibrationsempfindens zum Ausschluss einer Nervenstörung bei Diabetes mellitus und die Möglichkeit einer individuellen Ernährungsberatung.

Weitere Informationen: www.weltdiabetestag.de und www.knappschafts-klinik-driburg.de

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Alexander Schunicht

Alexander Schunicht, Verwaltungsleiter

Knappschafts-Klinik
Georg-Nave-Str. 28, 33014 Bad Driburg
Tel.:05253 / 83 - 440, Fax:05253 / 83 - 210

email:vl.kkbd@t-online.de
web:www.knappschafts-klinik-driburg.de

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