Weaning ist bei den Waldburg-Zeil Kliniken Teamarbeit von Spezialisten – adäquate Rehazentren sind gefordert

Veröffentlicht am 28.07.2014 08:15 von Claudia Beltz

Wangen – Als eines der großen Weaningzentren Deutschlands haben die Waldburg-Zeil Fachkliniken Wangen erfolgreich die Rezertifizierung durchlaufen und sind ausgezeichnetes Mitglied im Kompetenznetzwerk Deutscher Zentren für Beatmungsentwöhnung. Das Beatmungsmedizinische Zentrum an den Fachkliniken in Wangen trägt damit weiterhin die Bezeichnung “zertifiziertes Weaningzentrum der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin“. 

Eine moderne, leistungsstarke Intensivmedizin ist ohne die Möglichkeit der künstlichen Beatmung nicht vollwertig. Für das Gros der Patienten ist die Beatmung eine passagere Organersatztherapie , solange bis die eigene Atmung wieder ausreichend arbeitet. Ein kleinerer Teil von Patienten, insbesondere solche mit schweren chronischen Lungenerkrankungen, muskulären Erkrankungen, nach großen, vor allem kardio-chirurgischen Eingriffen, mit schwerer Herzinsuffizienz, aber auch mit maximalem Übergewicht sind jedoch einer längeren künstlichen Beatmung bedürftig. Gerade diejenigen, die im Rahmen ihrer Langzeitbeatmung schwierig zu entwöhnen sind, gehören in ein spezialisiertes Weaningzentrum, wie es in den Fachkliniken Wangen seit 2001 bestens etabliert ist. 

In den letzten dreizehn Jahren wurden mehr als 2000 Patienten mit einem hohen Maß an Qualität behandelt. Ein geringer Prozentsatz ist nicht entwöhnbar und braucht eine fortgesetzte intermittierende oder kontinuierliche außerklinische Beatmung. Um diese hohe Qualität zu erreichen bedarf es eines interdisziplinären und interprofessionellen Ansatzes in der Zusammenarbeit von Pneumologen, Intensivmedizinern, Neurologen und Anästhesisten sowie Krankenpflege, Physio- und Ergotherapie. Um dem zunehmend spezialisierten Bedarf gerecht zu werden, hat sich in Anlehnung an den angelsächsischen „respiratory therapist“ das Berufsbild des Atmungstherapeuten entwickelt. In den Fachkliniken Wangen sind mittlerweile vier Atmungstherapeutinnen tätig.

Der Projektleiter sowohl der Erst- als auch der Rezertifizierung, Dr. Armin Schneider, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin, ist mit dem Erreichten sehr zufrieden. „Beatmungsentwöhnung ist Teamarbeit“ sagt der erfahrene Anästhesist und Pneumologe, „nur im effektiven Zusammenspiel aller beteiligten Fachgruppen kann ein für den Patienten optimales Ergebnis erzielt werden“. Ziel muss es immer sein, den Patienten möglichst frei von beatmungstechnischer Unterstützung zu bekommen. „Sollte eine solche dennoch nötig sein, so streben wir an, diese in einer nichtinvasiven Form zu leisten“, so Dr. Armin Schneider.

Ein großes Problem stellt die Weiterversorgung sowohl erfolgreich entwöhnter Patienten, aber auch solcher, die einer weiteren beatmungstechnischen Unterstützung bedürfen, dar. In den meisten Fällen ist eine unmittelbare Rückkehr ins heimische Umfeld nicht möglich, so dass verschiedenste Formen der Rehabilitation nötig sind. Oft fehlt hierfür die für die individuellen Probleme des Patienten geeignete Einrichtung. In dieser Beziehung ist es erforderlich, Kostenträger und Politik zur Mitarbeit an der Entwicklung geeigneter Versorgungseinrichtungen zu bewegen. „Darüber hinaus streben wir eine Betreung außerklinisch beatmeter Patienten in unmittelbarer Nähe zum Weaningzentrum an – auch auf diesem Gebiet muss  viel Überzeugungsarbeit geleistet werden“, erläutert der Chefarzt des Weaningzentrums.

Weaning ist ein hoch spezialisiertes medizinisches Verfahren, bei dem nur das Handeln in einem erfahrenen, geschulten Team mit langjähriger Erfahrung zum Erfolg führt. Bei absehbaren Problemen in der Beatmungsentwöhnung ist die Chance auf einen diesbezüglichen Erfolg umso größer, je früher der Patient einem Weaningzentrum zugeführt wird.

Dr. Schneider betont, welche großen Fortschritte die Beatmungsmedizin in den vergangenen Jahrzehnten gemacht habe. Viele Patienten, deren Lebenserwartung vor 20 oder 30 Jahren gleich null war, können Dank der Erkenntnisse der modernen Intensivmedizin und verwandter Disziplinen heute am Leben teilhaben.

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Claudia Beltz

Claudia Beltz
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