Was hilft wirklich bei Fibromyalgie? Verbraucherstudie der Deutschen Rheuma-Liga und neue Therapieleitlinie geben Auskunft

Veröffentlicht am 04.09.2012 20:35 von redaktion

Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.

Pressemitteilung
Experten beraten vom 10. – 17. September 2012 zu neuen Erkenntnissen im Internet

Bonn – Eine ausgewogene Mischung aus körperlicher Aktivität und Entspannung, Wärmeanwendungen und Patientenschulung, das hilft Patienten mit
Fibromyalgie-Syndrom (FMS) nach eigenen Angaben wirklich. Als negativ bewerten die meisten Betroffenen hingegen medikamentöse Therapien mit Opioden,
Antiepileptika, Antidepressiva aber auch Kälteanwendungen. Dies ist das Ergebnis einer soeben veröffentlichten wissenschaftlichen Studie, die Privatdozent
Winfried Häuser am Klinikum Saarbrücken durchgeführt hat. 1.661 Fibromyalgiebetroffene bewerteten in einem umfangreichen Fragenkatalog die
verschiedenen Therapiemethoden nach Nutzen und Schaden. Es ist der erste Verbraucherbericht dieser Art für FMS in Deutschland. Die Befragten waren Frauen
im mittleren Alter und kamen mehrheitlich aus der Selbsthilfebewegung. Sie litten langjährig unter Schmerzen in mehreren Körperregionen
(Fibromyalgie-Syndrom).

Neue Erkenntnisse zur Diagnostik und Therapie von FMS erbrachte auch die aktuelle Überarbeitung der wissenschaftlichen Leitlinie durch die
Arbeitsgemeinschaft der medizinischen Fachgesellschaften. Ausdauertraining wie Walking, Schwimmen, Fahrradfahren, ein niedrig dosiertes Krafttraining,
Funktionstraining sowie Tai Chi, Yoga und Qi-Gong haben sich laut Leitlinie bewährt. Nicht zu empfehlen sind hingegen Tenderpoint-Injektionen, operative
Verfahren oder transkutane elektrische Nervenstimulation.

Winfried Häuser: „Wichtig wäre, die Wirksamkeit der von Patienten selbst als positiv eingeschätzten Verfahren wie Lymphdrainage, Osteopathie sowie Musik- und
Tanztherapie in größeren randomisierten kontrollierten Studien zu überprüfen.“

Vom 10. – 17. September 2012 können sich Rat Suchende zudem im Internet mit Experten und erfahrenen Betroffenen austauschen. Eine Übersicht der aktuellen
Therapie-Empfehlungen und weiterführende Informationen zum Verbraucherbericht sowie die FMS-Patientenleitlinie sind auf den Internetseiten der Deutschen
Rheuma-Liga verfügbar: www.rheuma-liga.de/fibromyalgie

Die Verbände der Deutschen Rheuma-Liga bieten Fibromyalgiebetroffenen in ganz Deutschland Beratung, Bewegungsangebote und Selbsthilfegruppen an. Die Deutsche
Rheuma-Liga ist mit 260.000 Mitgliedern der größte Selbsthilfeverband im Gesundheitswesen. Der Verband berät und informiert frei von kommerziellen Interessen.

Kontakt:
Susanne Walia
Referentin für Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.
Maximilianstr. 14
53111 Bonn
Tel. 0228 – 766 06-11
Fax 0228 – 766 06-20
E-Mail: bv.walia@rheuma-liga.de
www.rheuma-liga.de

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