Wartezeiten auf Facharzttermin bei psychischen und neurologischen Erkrankungen: Berufsverbände und Fachgesellschaft stellen Eckpunktepapier vor

Veröffentlicht am 11.03.2014 16:05 von Redaktion RehaNews24

Presseinformation Nr. 7 | 11.03.2014


Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN)

Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN)

Berufsverband Deutscher Psychiater (BVDP) 

Wartezeiten auf Facharzttermin bei psychischen und neurologischen Erkrankungen: Berufsverbände und Fachgesellschaft stellen Eckpunktepapier vor

Wartezeiten auf einen Behandlungstermin beim Facharzt können für Patienten – gerade bei akuten psychischen und neurologischen Erkrankungen – schwerwiegende Folgen haben. In vielen Fällen muss die Abklärung deshalb sogar noch viel rascher erfolgen als in der im Koalitionsvertrag festgehaltenen Vier-Wochen-Frist. BVDN, BVDP und DGPPN haben Konzepte für eine zeitnahe, adäquate fachärztliche Behandlung entwickelt, die sie in einem neuen Eckpunktepapier vorstellen. 

Patienten, die zum Beispiel an einer schweren Depression erkranken oder unter akuten neurologischen Ausfallserscheinungen wie einer Lähmung oder an Sprachstörungen leiden, müssen unverzüglich medizinische Hilfe erhalten. Sie können in diesen Fällen nicht bis zu vier Wochen auf eine Abklärung beim Facharzt warten, wie dies aktuell in der Politik diskutiert wird. Doch in den vergangenen Jahren wurde es für Menschen mit psychischen Erkrankungen immer schwieriger, rasch einen Termin in einer Facharztpraxis zu erhalten. Gerade in der ambulanten Versorgung konnte die Angebotsstruktur dem sich verändernden und steigenden Bedarf bislang nicht gerecht werden. Mehr noch: Das von der ärztlichen Selbstverwaltung vorgegebene starre Vergütungssystem hat zu einem Abbau der psychiatrischen Behandlungskapazitäten geführt.

Dass eine zeitnahe und wirksame Verbesserung der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung möglich ist, zeigen BVDN, BVDP und DGPPN in einem gemeinsamen Eckpunktepapier auf. Wartezeiten lassen sich für Patienten weder durch eine alleinige personelle Aufstockung der Leistungsanbieter noch durch zentrale Koordinationsstellen verkürzen. Vielmehr braucht es eine besser abgestimmte Vernetzung der vorhanden ambulanten und stationären Versorgungsangebote im Sinne sektorenübergreifender Versorgungspfade und vor allem eine sachgerechte Vergütung der gerade für psychisch erkrankte Menschen so wichtigen Gesprächsleistungen in der ambulanten Versorgung.


ZUM ECKPUNKTEPAPIER 

KONTAKT

DGPPN
Prof. Dr. med. Wolfgang Maier
Reinhardtstraße 27 B
10117 Berlin
Telefon: 030 / 240 477 211

BVDN
Dr. med. Frank Bergmann
Am Zollhof 2a
47829 Krefeld 
Tel.: 02151 / 45 46 921

BVDP
Dr. med. Christa Roth-Sackenheim
Am Zollhof 2a
47829 Krefeld
Tel.: 02151 / 45 46 921

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Pressemitteilung: Wartezeiten auf Facharzttermin bei psychischen und neurologischen Erkrankungen: Berufsverbände und Fachgesellschaft stellen Eckpunktepapier vor (PDF; 103KB)

Eckpunktepapier: Lange Wartezeiten auf einen Facharzttermin: Verkürzung nur durch strukturelle Änderungen realisierbar (PDF; 114KB)

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