Waldburg-Zeil Kliniken präsentieren „Kompetenzzentrum Lunge“ in Lindau

Veröffentlicht am 12.10.2012 12:34 von Claudia Beltz

Wangen/Lindau – „Individuell angepasst muss die Behandlung von Lungenerkrankungen sein“ – das forderten die Referenten anlässlich einer Fortbildung für Pneumologen und Thoraxchirurgen  in Lindau  vom 5. bis 6. Oktober 2012. Die Waldburg-Zeil Fachkliniken Wangen hatten zu dieser Tagung an den Bodensee geladen.  

Schwerpunkt des ersten Veranstaltungstages für Ärzte lag auf der chronisch-obstruktiven Bronchitis, dem so genannten „Raucherhusten“. Bei dieser Lungenerkrankung sind die Bronchien dauerhaft verengt, sie verkrampfen, verschleimen und entzünden sich permanent. Nahezu fünfzehn Prozent der deutschen Bevölkerung leiden daran, Hauptursache ist das Rauchen. Prof. Hans-Werner Duchna, Chefarzt  der Medizinischen Klinik an den Fachkliniken Wangen, und seine Kollegen des Kompetenzzentrums Lunge in Wangen stellten die besten und neuesten Behandlungsstrategien für die chronisch-dauerhafte Lungenerkrankung vor, sprachen über interventionelle bronchologische Therapieverfahren und legten dar, wie bei Lungenemphysemen operativ geholfen werden kann.

Duchna wies in seinen Ausführungen darauf hin, dass bei COPD das Aufhören mit dem Rauchen das Wichtigste sei – gefolgt von einer Behandlung mit bronchialerweiternden, entzündungshemmenden und somit exazerbationsverhindernden Medikamente, Physiotherapie zur Atmungserleichterung, Sauerstofftherapie, bronchoskopischen oder chirurgischen Lungenvolumenverkleinerungen, nichtinvasiven oder invasiven Beatmungstherapie zur Überbrückung der schweren Symptome und gegebenen falls Lungentransplantation. Die Pneumologen aus Bayern und Baden-Württemberg diskutierten intensiv die Aussagen der Behandlungsleitlinien.

Der zweite Tag war der Behandlung des Bronchialkarzinoms gewidmet. PD Dr. Robert Scheubel, Chefarzt Thoraxchirurgie an den Waldburg-Zeil Fachkliniken Wangen, und seine Fachkollegen, unter anderem aus Ulm, Biberach und Ravensburg, stellten die individuelle Abstimmung der Krebsbehandlung in den Mittelpunkt. Das beginnt bereits bei der Diagnose. Mithilfe moderner bildgebender Verfahren wie dem PET-CT gelingt es mittlerweile sehr genau, mögliche Fernmetastasen aufzuspüren, die dann durch wenig invasive diagnostische Verfahren wie dem endobronchialen Ultraschall oder der Videomediastinoskopie feingeweblich gesichert werden können.

Neue molekularbiologische Untersuchungen ermöglichen schließlich eine auf den einzelnen Patienten angepasste individuelle Therapieplanung  –  eine verbesserte Behandlung mit vertretbaren Nebenwirkungen durch die Zusammenarbeit von Thoraxchirurgen, Strahlentherapeuten und Onkologen.

Am Ende der zwei Kongresstage waren die Zuhörer wie Veranstalter sehr zufrieden. „Wir haben wohnortnah ein hochkarätiges Fortbildungsprogramm bieten können“, zeigten sich Scheubel und Duchna zufrieden. „Es wurde klar, dass sowohl die Behandlung der COPD wie auch des Bronchialkarzinoms nur im interdisziplinären Dialog zum größtmöglichen Erfolg für den Patienten führen kann. Hierzu ist es wichtig, dass niedergelassene Allgemeinmediziner sowie Lungenfachärzte und Onkologen in engen Kontakt mit Strahlentherapeuten, Radiologen, Pathologen und Thoraxchirurgen treten, um so im Verbund mit hochspezialisierten Kliniken wie den Fachkliniken Wangen die beste Versorgung für die Patienten zu erreichen. Das Fachsymposium hat gezeigt, dass dies in der Bodenseeregion wie im Allgäu und in Oberschwaben bereits gelebte Realität zum Nutzen unserer teilweise schwer kranken Patienten ist.“ Eine ausführliche Darstellung der Ergebnisse der Tagung finden Interessierte im Internet unter http://www.thoraxchirurgische-klinik-wangen.de/153.html?id=6981.

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Claudia Beltz

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