Vorreiter: Bezirksregierung Köln verbessert die Versorgung schwerstbetroffener Patienten

Veröffentlicht am 22.11.2016 11:04 von admin

 

Für die Umsetzung des Krankenhausplans NRW 2015 hatte das Gesundheitsministerium NRW unter Ministerin Barbara Steffens die Bezirksregierungen in NRW aufgefordert, sogenannte regionale Planungskonzepte u. a. für die Versorgung schwerstbetroffener Patienten zu erstellen. Dem war eine zielführende Diskussion unter Beteiligung aller Interessensgruppen vorangegangen. Die Bezirksregierung Köln hat jetzt als erste in NRW der Diskussion konkrete Taten folgen lassen und für den Großraum Köln / Bonn insgesamt 120 neue neurologische Frührehabetten bewilligt.

 

Wer sich wie Michael Schumacher bei einem Unfall eine schwere Kopfverletzung zuzieht oder wie Gaby Köster einen Schlaganfall erleidet, der ist – im Anschluss an seine Akutversorgung im Krankenhaus – auf neurologische Frührehabilitation angewiesen. Die Betroffenen erfahren hier eine fachspezifische, intensiv medizinische Betreuung in speziell dafür ausgestatteten Einrichtungen. Bleibt die Frührehabilitation aus, drohen Folgeschäden und ein unnötiges Abgleiten in die Pflegesituation. Versicherte haben einen gesetzlichen Anspruch auf diese leistungsintensive Behandlung, sofern sie erforderlich ist. Die Versorgungsstrukturen für eine solche Frührehabilitation variieren jedoch in Deutschland je nach Bundesland deutlich.

 

NRW mit Nachholbedarf

Nordrhein-Westfalen hatte gegenüber anderen Bundesländern hier einen deutlichen Nachholbedarf. Auf 55.000 Einwohner kam hier gerade mal ein neurologisches Frührehabett. Zum Vergleich: In Thüringen ist es ein Bett pro 12.000 Einwohner. An der Auflösung dieses Missverhältnisses haben jetzt alle Beteiligten gemeinsam gearbeitet.

 

Bezirksregierung Köln bewilligt 120 neue Frührehabetten

Die Landesregierung NRW ging jetzt einen ersten wichtigen Schritt zur Verbesserung der Situation. Das Gesundheitsministerium unter Barbara Steffens forderte die Akteure aus der Gesundheitsbranche und die Bezirksregierungen in NRW auf, sogenannte regionale Planungskonzepte für die Versorgung neurologisch-neurochirurgisch erkrankter Patienten durchzuführen. Die Bezirksregierung Köln hat darauf als erste reagiert. 120 neue Frührehabetten wurden von ihr Mitte des Jahres für den Großraum Köln / Bonn bewilligt.

 

„Jetzt nicht stehen bleiben“

„Die Bezirksregierung Köln ist damit Vorreiter für das Land NRW. Ein erster wichtiger Schritt ist gemacht. Wir dürfen jetzt nur nicht stehen bleiben“, kommentiert Dr. Ursula Becker, Sprecherin und Gründungsmitglied der Landesarbeitsgemeinschaft Neurorehabilitation NRW (LAG), die Entwicklung. Ihr Dank gelte heute insbesondere dem Ministerium und der Bezirksregierung Köln, die sich für eine Verbesserung der Versorgungssituation neurologischer Patienten in NRW eingesetzt haben.

 

Die LAG hatte sich 2012 gegründet, um sich für bessere neurologisch-neurochirurgische Versorgungsstrukturen in Nordrhein-Westfalen einzusetzen.

 

Mehr Informationen unter: http://neuroreha-nrw.de/

 

Kontakt:

Als Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Neurorehabilitation NRW

Dr. Ursula Becker

Dr. Becker Klinikgesellschaft mbH & Co. KG
Parkstraße 10
50968 Köln (Marienburg)

 

Tel.: (02 21) 93 46 47-0
E-Mail: LAG.NeuroReha.NRW@gmail.com

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