VdK: Weitere Verbesserungen bei der Rente sind notwendig

Veröffentlicht am 22.05.2014 12:52 von Redaktion RehaNews24.de

22.5.2014

„Das Rentenpaket der Bundesregierung enthält zwar einige Verbesserungen für Rentnerinnen und Rentner, aber es reicht noch nicht aus. Wir vermissen beispielsweise Regelungen für Rentnerinnen, die Grundsicherung beziehen. Aber auch bei der Sicherung des Rentenniveaus und beim Reha-Deckel muss nachgebessert werden“, so Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland.

Der VdK habe mit dafür gesorgt, dass es vor allem bei der Mütterrente zu Verbesserungen kommt: Frauen, die vor 1992 Kinder geboren haben, erhalten mehr Geld. „Diesen Müttern werden nun zwei Erziehungsjahre statt nur einem angerechnet. Das ist erfreulich, aber die Bundesregierung muss einen Schritt weiter gehen: Die vollständige Angleichung der Mütterrenten muss kommen. Das heißt, dass auch bei älteren Müttern drei Jahre für die Rente angerechnet werden müssen“, fordert die VdK-Präsidentin. Kritisch sieht der VdK die Finanzierung: „Kindererziehung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Kinder sind die Zukunft der Gesellschaft. Daher müssen die Mehrausgaben für die Mütterrente aus Steuermitteln finanziert werden. Den Griff in die Rentenkasse zur Deckung der Ausgaben lehnen wir ab“, betont Mascher.

Ein weiteres Problem in diesem Zusammenhang sieht der VdK bei Rentnerinnen mit Grundsicherung. Diese Frauen dürfen nicht benachteiligt werden, indem die Regierung ihnen die erhöhte Mütterrente als Einkommen anrechnet: „Für Rentnerinnen, die auf Grundsicherung angewiesen sind, muss ein Freibetrag von bis zu 100 Euro für die gesetzliche Anrechnung geschaffen werden“, erklärt Mascher.

Die Einführung der „Rente mit 63“ überdeckt nach Meinung des VdK die nach wie vor ungelösten Probleme, die mit der Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre verbunden sind. An der Situation auf dem Arbeitsmarkt hat sich für Ältere und Menschen mit gesundheitlichen Problemen nach wie vor nichts Wesentliches verbessert. Der Sozialverband VdK vermisst deshalb im Rentenpaket Regelungen für den Übergang vom Arbeitsleben in die Rente für Gruppen wie Langzeitarbeitslose und ältere Beschäftigte mit Behinderung.

Zur Vermeidung von Altersarmut fordert der VdK, das Rentenniveau dauerhaft stabil zu halten. „Dafür müssen die Rentenabschläge wegfallen“, stellt Mascher klar. „Wenn der Sinkflug der Neurenten nicht bald gestoppt wird, haben wir demnächst viele Renteneinkommen unter dem Grundsicherungsniveau.“ Darüber hinaus müssen Elemente des sozialen Ausgleichs, also Aufstockungen für Zeiten des Bezugs von Niedriglohn, von Kindererziehungs- und Familienpflegezeiten, aber auch bei chronischen Erkrankungen oder Behinderungen wieder stärker verankert werden. Vor allem bei der Gruppe der Menschen, die eine Erwerbsminderungsrente erhalten, ist die Gefahr hoch, von Altersarmut betroffen zu sein.

Außerdem muss aus Sicht des VdK mehr für die gesundheitliche Prävention und Rehabilitation der Beschäftigten getan werden. Der VdK begrüßt zwar die Anhebung des Reha-Deckels als „Schritt in die richtige Richtung“. Doch weil der Reha-Bedarf in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird, fordert der Sozialverband VdK die vollständige Abschaffung des Deckels.

Komplett abgeschafft werden müsse auch die Zwangsverrentung mit hohen Abschlägen für ältere Langzeitarbeitslose: „Das ist das Ticket in die Altersarmut, und das darf die Bundesregierung nicht zulassen!“, so Ulrike Mascher.

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