vdek fordert veränderte Vergütungsstrukturen in deutschen Krankenhäusern

Veröffentlicht am 11.04.2013 10:51 von Redaktion RehaNews24

Donnerstag, 11. April 2013,

Verband der Ersatzkassen e. V.

PRESSEMITTEILUNG

Berlin – Konferenz des BMG und der OECD

OECD-Bericht belegt eindrucksvoll: Immer mehr Geld löst die Probleme in deutschen Krankenhäusern nicht

vdek: Nur wer gute Behandlungsqualität liefert, sollte Anspruch auf volle Vergütung haben!

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) fordert veränderte Vergütungsstrukturen in deutschen Krankenhäusern. Anlässlich des – auf der gemeinsamen Konferenz des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) und der OECD – vorgestellten Berichts zur Mengenentwicklung im Krankenhausbereich erklärt Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des vdek: “Der Bericht belegt eindrucksvoll, dass wir ein gravierendes Mengenproblem in deutschen Krankenhäusern haben. Es wird zu viel und zu schnell operiert, das schadet den Patienten und den Beitragszahlern.” Daher mache es auch keinen Sinn, allen Krankenhäusern Jahr für Jahr mehr Geld in die Hand zu geben. “Damit verfestigen wir unwirtschaftliche Strukturen, anstatt die Versorgung der Versicherten zu verbessern.” Das Geld müsse zielgenauer dort eingesetzt werden, wo Qualität objektiv gemessen wird. Um dafür einen Anreiz zu setzen, sollten künftig nur Krankenhäuser mit einer guten Behandlungsqualität einen Anspruch auf die volle Vergütung haben. Hierzu müssen valide Daten und Qualitätsergebnisse herangezogen werden. Das heutige Vergütungssystem belohne Krankenhäuser, die statt Qualität Masse produzierten. “Das muss ein Ende haben”, fordert die vdek-Vorstandsvorsitzende. Stattdessen müsse Überversorgung in den Ballungsgebieten abgebaut und die Versorgung in ländlichen Regionen – wo nötig – verbessert werden. Die Bundesländer forderte sie auf, endlich auch volle Verantwortung für die Finanzierung in baulichen Maßnahmen und für die Ausbildung der Mediziner zu übernehmen.

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist Interessenvertretung und Dienstleistungsunternehmen aller sechs Ersatzkassen, die zusammen mehr als 25 Millionen Menschen in Deutschland versichern:

– BARMER GEK

– Techniker Krankenkasse

– DAK-Gesundheit

– Kaufmännische Krankenkasse – KKH

– HEK – Hanseatische Krankenkasse

– hkk

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist die Nachfolgeorganisation des Verbandes der Angestellten-Krankenkassen e. V. (VdAK), der am 20. Mai 1912 unter dem Namen “Verband kaufmännischer eingeschriebener Hilfskassen (Ersatzkassen)” in Eisenach gegründet wurde. In der vdek-Zentrale in Berlin sind rund 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

In den einzelnen Bundesländern sorgen 15 Landesvertretungen und eine Geschäftsstelle in Westfalen-Lippe mit insgesamt weiteren rund 340 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die regionale Präsenz der Ersatzkassen.

Kontakt:

Ansprechpartnerin:

Michaela Gottfried Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)

Pressesprecherin und Abteilungsleiterin Kommunikation

Askanischer Platz 1

10963 Berlin

Tel.: 0 30 / 2 69 31 – 12 00

Fax: 0 30 / 2 69 31 – 29 15

Mobil: 01 73 / 25 13 13 3

michaela.gottfried@vdek.com

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