vdek feiert sein 100-jähriges Bestehen: Festakt in der Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund

Veröffentlicht am 21.03.2012 11:40 von redaktion

Verband der Ersatzkassen e. V., Mittwoch, 21. März 2012

PRESSEMITTEILUNG

Berlin. Etwa 250 geladene Gäste aus der Gesundheitspolitik waren am 20. März 2012 in die Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund in den Ministergärten gekommen, um den 100-jährigen Geburtstag des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek) zu feiern. Der vdek-Verbandsvorsitzende, Christian Zahn, würdigte auf der Festveranstaltung die Arbeit des Verbandes, der am 20. Mai 1912 in Eisenach als „Verband Kaufmännisch Eingeschriebener Hilfskassen (Ersatzkassen)“ gegründet wurde. Zur Geburtsstunde vertrat der Verband zehn Ersatzkassen, die wiederum 120.000 Mitglieder versicherten. Heute sind sechs Ersatzkassen Mitglied im Verband, die Zahl der Mitglieder ist auf rund 19 Millionen angewachsen. Zusammen mit den Familienmitversicherten sind jetzt rund 25,6 Millionen Menschen bei den Ersatzkassen versichert. Zu den wesentlichen Aufgaben des Verbandes gehören: die politische Interessenvertretung der Mitgliedskassen, die Verhandlung und Gestaltung von Verträgen mit Ärzten und anderen Leistungserbringern sowie die Vertretung der Interessen der Ersatzkassen im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) und im GKV-Spitzenverband. Darüber hinaus übernimmt der Verband zahlreiche Dienstleistungsaufgaben für seine Mitgliedskassen.

„Der Verband hat dazu beigetragen, dass die medizinische Versorgung der Versicherten dem neuesten Stand der medizinischen Forschung entspricht und von hoher Qualität ist“, betonte Zahn. 1919 wurde der erste Vertrag zur zahnärztlichen Versorgung, 1920 dann zur ärztlichen Versorgung geschlossen. Zur ersten Schiedsamtsverhandlung mit den Zahnärzten kam es 1921. Oft haben der Verband und seine Mitgliedskassen auch neue Impulse für die Weiterentwicklung der Versorgung gegeben, wie z. B. durch die Vereinbarungen zur Früherkennung von Krebserkrankungen, zur Diabetesversorgung, zur psychotherapeutischen Versorgung oder durch die Modellprojekte zur Akupunkturbehandlung. Zahn setzte sich für den Erhalt der solidarischen Krankenversicherung ein. „Dass unser Krankenversicherungssystem 100 Jahre trotz extremer Krisen überlebt hat, verdanken wir meines Erachtens vor allem den Grundwerten „Solidarität, soziale Gerechtigkeit, Pluralität und Selbstverwaltung. Diese Prinzipien sorgen für Stabilität und geben den Menschen Vertrauen.“

Gesundheitsminister Daniel Bahr hob in seinem Grußwort hervor, dass der vdek immer als Gesprächspartner der Politik gesucht und geschätzt worden sei, und dass er auf Grund seines erfolgreichen Wirkens als Interessenvertretung der Ersatzkassen einen wichtigen Anteil daran habe, dass die Ersatzkassen die mitgliederstärkste Kassenart seien.

Auch Prof. Dr. Wolfgang Huber, Theologie-Professor an der Berliner Humboldt-Universität und ehemaliger Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, ging in seiner Festrede auf die Bedeutung von Solidarität und Selbstverwaltung im Gesundheitswesen ein. Die Krankenversicherung in Deutschland folge dem biblischen Grundsatz:

„Einer trage des anderen Last.“ Huber würdigte die Gründe dafür, für das solidarische System der Krankenversicherung in Deutschland dankbar zu sein und es angesichts neuer Herausforderungen weiterzuentwickeln.

Er beschrieb die Gesundheitsverantwortung des Einzelnen als ein notwendiges Element von Solidarität und hob hervor, dass die Selbstverwaltung im Krankenversicherungssystem ein wichtiger Beitrag zu einer lebendigen Bürgergesellschaft sei.

Auf der Festveranstaltung wurde zudem die Preisverleihung zum vdek-Fotowettbewerb „WIEDER GSESUND?“ vorgenommen, den der Verband anlässlich seines 100-jährigen Bestehens an deutschen Hoch- und Fachschulen für Fotografie und Design ausgeschrieben hatte und für den die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr.

Kristina Schröder, die Schirmherrschaft übernommen hat.

Der Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, Josef Hecken, würdigte die Arbeiten der jungen Fotodesigner. „Die höchst unterschiedlichen und sehr gelungenen Beiträge der Fotodesignerinnen und -designer belegen eindrucksvoll die Macht der Bilder. Die Darstellungen bringen uns zum Nachdenken über unsere Gesundheit, die wir manchmal vielleicht für geradezu selbstverständlich halten und dabei trotzdem nicht genug für ihren Erhalt tun.“

Der erste Preis im Wert von 2.000,- Euro ging an Jacob Kaliszewski (Ecosign Akademie für Gestaltung, Köln).

Der zweite Preis im Wert von 1.500,- Euro ging an Susanne Paasch (Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Hamburg).

Der dritte Preis im Wert von 1.000,- Euro ging an Benny Holm (Ostkreuzschule für Fotografie und Gestaltung, Berlin).

Daneben wurden sechs Auszeichnungspreise im Wert von je 100 Euro verliehen.

Aus den rund 360 Einsendungen der jungen Fotodesigner wurde eine Wanderausstellung konzipiert, die am 22. März 2012 um 14:00 Uhr im Rahmen eines Presseevents in den Räumen des Berliner Tagesspiegels eröffnet wird und bis Ostermontag, 9. April 2012, dort zu sehen sein wird. Anschließend wird sie bis zum April 2013 an vielen prominenten Orten in Deutschland gezeigt werden. Die Fotoausstellung wird unterstützt vom Berliner Tagesspiegel und von „selected views“, Buchpublikation und Internetplattform für professionelle Fotografen.

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist Interessenvertretung und Dienstleistungsunternehmen aller sechs Ersatzkassen, die zusammen mehr als 25 Millionen Menschen in Deutschland versichern:

– BARMER GEK

– Techniker Krankenkasse

– DAK-Gesundheit

– KKH-Allianz

– HEK – Hanseatische Krankenkasse

– hkk

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist die Nachfolgeorganisation des Verbandes der Angestellten-Krankenkassen e.

V. (VdAK), der am 20. Mai 1912 unter dem Namen „Verband kaufmännischer eingeschriebener Hilfskassen (Ersatzkassen)“ in Eisenach gegründet wurde. In der vdek-Zentrale in Berlin sind rund 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

In den einzelnen Bundesländern sorgen 15 Landesvertretungen und eine Geschäftsstelle in Westfalen-Lippe mit insgesamt weiteren rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die regionale Präsenz der Ersatzkassen.

Kontakt:

Ansprechpartnerin:

Michaela Gottfried

Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)

Pressesprecherin und

Abteilungsleiterin Kommunikation

Askanischer Platz 1

10963 Berlin

Tel.: 0 30 / 2 69 31 – 12 00

Fax: 0 30 / 2 69 31 – 29 15

Mobil: 01 73 / 25 13 13 3

michaela.gottfried@vdek.com

http://www.vdek.com

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