Umfrage zur Familien-Pflegezeit: Sechs Monate sind zu kurz

Veröffentlicht am 20.05.2010 11:51 von Redaktion RehaNews24

Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege, Donnerstag, 20. Mai 2010, 11:43 Uhr

PRESSEMITTEILUNG

Repräsentative Umfrage zur Familien-Pflegezeit: Sechs Monate sind zu kurz /
Bundesbürger sehen Staat und Arbeitgeber auch finanziell in der Pflicht

Berlin – Jeder zweite Deutsche wünscht sich eine Pflegeauszeit für den Fall, dass ein Angehöriger plötzlich pflegebedürftig wird. Eine Begrenzung auf sechs Monate halten sechs von zehn Bundesbürgern dabei allerdings für zu kurz. Nur jeder Vierte vertritt die Ansicht, die jetzige Regelung  sei ausreichend. Das ergibt eine repräsentative Studie der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP). Befragt wurden im Mai 2010 mehr als 1.000 Bundesbürger.

“Die Pläne des Bundesfamilienministeriums, die Pflegeauszeit zu verlängern, gehen daher grundsätzlich in die richtige Richtung”, sagt Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender des ZQP. “Zusätzlich gilt es für die Unternehmen, flexible Regelungen zu finden, die auch die längere Pflege eines Angehörigen zu Hause ermöglichen. Dies ist beispielsweise mit Hilfe von Betriebsvereinbarungen möglich. ”

Pflege ist Fulltime-Job

Denn die durchschnittliche Pflegezeit beträgt inzwischen mehr als acht Jahre. Die Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger kommt dabei de facto einem Vollzeitjob gleich: Denn auf die häusliche Pflege entfallen pro Woche durchschnittlich 37 Stunden. Jeder dritte Bundesbürger traut sich die  Betreuung deshalb grundsätzlich nur zu, wenn er  Unterstützung durch eine professionelle Pflegekraft erhält.
Zumal mehr als die Hälfte derer, die einen Angehörigen zu Hause betreuen, inzwischen weiter berufstätig sind.

Doch die Betreuung von Familienangehörigen ist nicht nur aufwändig, sondern auch teuer – vor allem wenn die Pflegenden dafür auf Gehalt verzichten müssen. Für 43 Prozent der Befragten ist eine Pflegeauszeit daher nur machbar, wenn der Staat oder Arbeitgeber sie unterstützen.
Einen Verdienstausfall können sie sich nicht leisten.

Über das ZQP:
Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) ist eine im November 2009 errichtete gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Berlin. Ziel der Stiftungsarbeit ist die Wissenschaftsbasierung und strukturelle Weiterentwicklung von Qualität in der Pflege sowie in der Versorgung älterer und hilfebedürftiger Menschen.

Stifter des ZQP ist der Verband der privaten Krankenversicherung e.V.
Das ZQP ist die einzige derartige Einrichtung in Deutschland, welche multidisziplinär und berufsgruppenübergreifend ausgerichtet ist. In seine Arbeit bindet es ausgewiesene Experten aus Pflegepraxis und Wissenschaft sowie Verbraucher und Patientenorganisationen ein. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Stiftungsarbeit ist die wissenschaftliche Bearbeitung von bisher unzureichend geklärten Fragestellungen rund um das häusliche Versorgungsgeschehen.

Kontakt:
Pressekontakt:

Faktenkontor GmbH
Torben Lenz
Normannenweg 30
20537 Hamburg
Tel.:  +49 40 22703 6073
Mail: Torben.Lenz@faktenkontor.de
http://www.zqp.de/

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Repräsentative Umfrage zur Familien-Pflegezeit: Sechs Monate sind zu kurz /
Bundesbürger sehen Staat und Arbeitgeber auch finanziell in der Pflicht

Berlin – Jeder zweite Deutsche wünscht sich eine Pflegeauszeit für den Fall, dass ein Angehöriger plötzlich pflegebedürftig wird. Eine Begrenzung auf sechs Monate halten sechs von zehn Bundesbürgern dabei allerdings für zu kurz. Nur jeder Vierte vertritt die Ansicht, die jetzige Regelung  sei ausreichend. Das ergibt eine repräsentative Studie der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP). Befragt wurden im Mai 2010 mehr als 1.000 Bundesbürger.

“Die Pläne des Bundesfamilienministeriums, die Pflegeauszeit zu verlängern, gehen daher grundsätzlich in die richtige Richtung”, sagt Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender des ZQP. “Zusätzlich gilt es für die Unternehmen, flexible Regelungen zu finden, die auch die längere Pflege eines Angehörigen zu Hause ermöglichen. Dies ist beispielsweise mit Hilfe von Betriebsvereinbarungen möglich. ”

Pflege ist Fulltime-Job

Denn die durchschnittliche Pflegezeit beträgt inzwischen mehr als acht Jahre. Die Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger kommt dabei de facto einem Vollzeitjob gleich: Denn auf die häusliche Pflege entfallen pro Woche durchschnittlich 37 Stunden. Jeder dritte Bundesbürger traut sich die  Betreuung deshalb grundsätzlich nur zu, wenn er  Unterstützung durch eine professionelle Pflegekraft erhält.
Zumal mehr als die Hälfte derer, die einen Angehörigen zu Hause betreuen, inzwischen weiter berufstätig sind.

Doch die Betreuung von Familienangehörigen ist nicht nur aufwändig, sondern auch teuer – vor allem wenn die Pflegenden dafür auf Gehalt verzichten müssen. Für 43 Prozent der Befragten ist eine Pflegeauszeit daher nur machbar, wenn der Staat oder Arbeitgeber sie unterstützen.
Einen Verdienstausfall können sie sich nicht leisten.

Über das ZQP:
Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) ist eine im November 2009 errichtete gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Berlin. Ziel der Stiftungsarbeit ist die Wissenschaftsbasierung und strukturelle Weiterentwicklung von Qualität in der Pflege sowie in der Versorgung älterer und hilfebedürftiger Menschen.

Stifter des ZQP ist der Verband der privaten Krankenversicherung e.V.
Das ZQP ist die einzige derartige Einrichtung in Deutschland, welche multidisziplinär und berufsgruppenübergreifend ausgerichtet ist. In seine Arbeit bindet es ausgewiesene Experten aus Pflegepraxis und Wissenschaft sowie Verbraucher und Patientenorganisationen ein. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Stiftungsarbeit ist die wissenschaftliche Bearbeitung von bisher unzureichend geklärten Fragestellungen rund um das häusliche Versorgungsgeschehen.

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