Trotz Milliardenüberschüssen im Gesundheitsfonds erschreckende Rückgänge bei Ausgaben für Reha-Leistungen

Veröffentlicht am 15.03.2012 12:49 von Redaktion RehaNews24.de

Pressemitteilung

Die vom BMG vorgelegten Jahresergebnisse der Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 2011 zeigen erneut, dass die Krankenkassen ihre Ausgaben für Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen einsparen. Die Ausgaben sind gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent gesunken.

Berlin, 9.3.2012 – Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Privatkliniken (BDPK), Thomas Bublitz, erklärt: „Die Ausgaben für medizinische Reha liegen immer noch auf dem Niveau von 1995. Das ist eine bedenkliche Fehlentwicklung, die die Gesundheit und Selbstbestimmung der Versicherten gefährdet. Deshalb muss der Zugang zu Reha-Leistungen dringend verbessert werden.“

Im Vergleich zu den sinkenden Reha-Ausgaben sind die Ausgaben für Krankenhausbehandlungen seit 1995 um 53 Prozent  und die für Arzneimittel im selben Zeitraum sogar um 92 Prozent gestiegen. Eine Studie belegt, dass der Anspruch an die Rehabilitationskliniken seit Einführung der DRGs im Jahr 2003 gestiegen ist, da sich der Gesundheitszustand der Patientinnen und Patienten zu Beginn einer Reha spürbar verschlechtert hat.

„Es reicht nicht aus, die Patienten im Fall drohender Pflegebedürftigkeit über notwendige Rehabilitationsleistungen zu informieren. Man muss den Versicherten den Zugang zu diesen Leistungen auch ermöglichen“, so Bublitz. Der größte Teil der Rehabilitationsleistungen wird von Patienten benötigt, die älter als 65 Jahre sind, und  dadurch befähigt werden, sich länger selbst zu Hause zu versorgen. Allerdings wird der im SGB XI verankerte Grundsatz „Reha vor Pflege“ nicht bedarfsgerecht umgesetzt. Bislang lehnen die Krankenkassen häufig Rehaleistungen ab, da sie nicht selbst von den Erfolgen vermiedener oder verschobener Pflegebedürftigkeit profitieren, sondern die Pflegekassen. Die Ausgaben der Pflegeversicherung haben sich seit 1996 verdoppelt.

Der BDPK hält Änderungen im derzeit diskutierten Pflegeneuordnungsgesetz für dringend erforderlich: Es bedarf einer Erstattungsregelung der Kosten für Rehabilitationsleistungen von der Pflege- an die Krankenversicherung. Die Krankenkasse erbringt – wie schon bisher vorgesehen – in ihrer Zuständigkeit Leistungen zur Rehabilitation. Sofern ein Antrag auf Pflegebedürftigkeit gestellt wurde, erstattet die Pflegeversicherung der Krankenkasse die für die Rehabilitation angefallen Kosten. So wird für die Krankenkassen ein Anreiz geschaffen, die notwendigen  Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen zu erbringen.
Ihr Ansprechpartner:

Thomas Bublitz
Hauptgeschäftsführer des
Bundesverbandes
Deutscher Privatkliniken e.V.
Friedrichstraße 60
10117 Berlin
Tel.: 0 30 – 2 40 08 99 -0
Fax: 0 30 – 2 40 08 99 -30
mailto:Thomas.Bublitz@bdpk.de
http://www.bdpk.de

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