Theorien, Techniken, Trends – Wie Neurorehabilitation Patienten mit Schädigungen des Nervensystems hilft

Veröffentlicht am 12.11.2018 20:51 von Redaktion RehaNews24

Tagungsankündigung: 7. Gemeinsame Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurorehabilitation e. V. und der Deutschen Gesellschaft für Neurotraumatologie und Klinische Neurorehabilitation e. V.

Erlangen. Unter dem Motto „Theorien, Techniken, Trends“  findet die 7. Gemeinsame Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurorehabilitation (DGNR) e. V. und der Deutschen Gesellschaft für Neurotraumatologie und Klinische Neurorehabilitation (DGNKN) e. V. vom 06.-08.12.2018 in Erlangen statt. „Die Rehabilitation von Neurologischen und Neurochirurgischen Erkrankungen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem dynamisch wachsenden Fachgebiet entwickelt“, betonen die Tagungspräsidenten Prof. Dr. med. Dennis Nowak, Chefarzt HELIOS Klinik Kipfenberg und Dr. med. Wilfried Schupp, Chefarzt m&i-Fachklinik Herzogenaurach. „Längst sind die Zeiten vorüber, als man Kollegen, die sich aktiv für die Arbeit in der Rehabilitation entschieden hatten, das Ende der Karriere prophezeite.“ Ein erster Höhepunkt des Kongresses ist der Vortrag „Plasticity of brain networks and relationship to recovery after injury“ des international renommierten Gastredners Randolph J. Nudo, PhD, FAHA, FASNR aus Kansas, US, zur Kongresseröffnung.

Experten, die in der Neurologisch-Neurochirurgischen Rehabilitation tätig oder an ihr interessiert sind, diskutieren gemeinsam über den aktuellen Stand, neue Erkenntnisse und  die Zukunft. In 22 Symposien werden aktuelle Fragestellungen zur Neurorehabilitation aufgegriffen. Wichtige

Schwerpunktthemen sind unter anderem Neurologische Frührehabilitation und Gesundheitspolitik, Intensivmedizin in der neurologischen Frührehabilitation und akute Komplikationen, Neue Medien und Technik in der Neurorehabilitation und Langzeitbetreuung, . Ein weiterer Fokus liegt auf der multiprofessionellen Zusammenarbeit bei in der Neurorehabilitation wichtigen erworbenen Hirnschäden (Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, Hirntumor, entzündliche Hirnerkrankungen, zerebrale Hypoxie).

Auch bei den Themen Multiple Sklerose, Parkinson und Parkinson-Plus-Syndrom, Rückenmarkschädigungen, akut aufgetretene Polyneuropathien und autoimmunvermittelte neuromuskuläre Erkrankungen liegt ein wichtiger Fokus auf Innovationen. Im Bereich „Trachealkanülenmanagement“ werden neue Untersuchungen dazu vorgestellt, inwieweit bei Schluckstörungen in der neurologischen Frührehabilitation Neurostimulation wirkungsvoll einzusetzen ist und wie eine erfolgreiche Dekanülierung bei tracheotomierten Patienten nach Langzeitbeatmung gelingen kann. Außerdem werden neue Studienergebnisse zur Ernährung von Patienten mit neurogener Dysphagie präsentiert. Das breitgefächerte Tagungsprogramm verdeutlicht, dass Deutschland im internationalen Vergleich beste Möglichkeiten einer individualisierten medizinischen Versorgung für eine frühe Rehabilitation von Patienten auch mit schweren Schädigungen des zentralen und peripheren Nervensystems bietet.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auch diesmal wieder auf den nicht-ärztlichen Berufsgruppen. Dazu werden 12 Workshops zu allen Bereichen der Neurorehabilitation durchgeführt: vom „Der multimorbide Intensivpatient“ über „Trachealkanülenmanagement“ über „Dysphagie beim kritisch kranken Patienten“ bis hin zur „Spiegeltherapie“, deren Wirkung nach Schlaganfall und bei Schmerzsyndromen gut belegt ist und zu „Selbstwirksamkeitserwartungen – ein Schlüssel zu mehr Eigenaktivität der Betroffenen“.

Vor dem Hintergrund, dass das Verständnis der Mechanismen stetig wächst, die der Funktionserholung im peripheren und zentralen Nervensystem zugrunde liegen und in Kooperation mit Universitäten haben sich klinische Rehabilitationszentren und Forschungsschwerpunkte formiert. „Rehabilitationseinrichtungen arbeiten erkenntnisgetrieben und evidenzbasiert“, betonen die beiden Kongresspräsidenten Prof. Nowak, und Dr. Schupp. „Nur in der Rehabilitation kann man noch heute Behandlungsverlauf und Behandlungsergebnis neurologischer Erkrankungen längerfristig verfolgen. Teilhabeorientierung öffnet den Blick über den medizinischen Teil hinaus hin zur beruflichen und gesellschaftlichen Reintegration und Inklusion. Die 7. Gemeinsame Jahrestagung der DGNR und der DGNKN möchte dieser Entwicklung Raum geben.“

Kurzvortragssitzungen zu allen Bereichen der Neurorehabilitation sowie Sessions der Berufsverbände runden das Programm ab, das von einer umfassenden Industrieausstellung begleitet wird. Weitere Informationen sowie das wissenschaftliche Programm gibt es unter www.dgnr-dgnkn-tagung.de.

Medienvertreter sind herzlich eingeladen, die Jahrestagung in der Heinrich-Lades-Halle Erlangen zu besuchen, sich über die aktuellen Themen zu informieren und darüber zu berichten. Gern sind wir Ihnen bei der Vermittlung von Experten für Interviews behilflich! Akkreditierungen sind direkt über den Pressekontakt möglich.

Pressekontakt:
Kerstin Aldenhoff
Tel.: +49 172 3516916
Kerstin.Aldenhoff@conventus.de
www.dgnr-dgnkn-tagung.de
Hintergrund: Neurologische Rehabilitation
Der Bedarf an Neurorehabilitation steigt weiter an und gewinnt rasant an Bedeutung, insbesondere die Neurologische Frührehabilitation. Der Grund sind therapeutische Fortschritte in der Neurologie sowie die wachsende Anzahl von Patienten. Nach Schlaganfällen oder Unfällen überleben infolge der rasanten Weiterentwicklung der akutmedizinischen Versorgung in den letzten Jahren immer mehr Patienten mit schweren Schädigungen des zentralen und peripheren Nervensystems und benötigen umfassende Rehabilitationsmaßnahmen, die ihnen die Rückkehr in ihren Alltag ermöglichen.
Deshalb ist die Weiterentwicklung von Methoden und Verfahren in der neurologischen Rehabilitation von immenser Bedeutung. Für jeden Patienten wird ein individueller Neurorehabilitationsplan erstellt, nachdem festgestellt wurde, wie schwer die Schäden an Gehirn und Nervensystem sind. Frührehabilitation beginnt häufig schon im Krankenhaus mit speziellen Maßnahmen, gefolgt von der stationären Rehabilitation, die ggfs. im ambulanten Rahmen fortgesetzt werden kann. Ziel von Physio- und Ergotherapie, Logopädie und neuropsychologischem Training ist die bestmögliche Rückbildung der entstandenen Schäden und die Kompensation von Funktionseinbußen, etwa Lähmungen, Schluck- und Sehstörungen, kognitive Störungen, Wahrnehmungs- oder Verhaltensstörungen.
Weiterentwicklung der Methoden und Verfahren in der Neurologischen Rehabilitation mit Forschung, Fortbildung und Nachwuchsarbeit  sowie der besondere Wert des interdisziplinären Austauschs auch im Klinikalltag sind zentrale Anliegen der beiden veranstaltenden Fachgesellschaften (Deutsche Gesellschaft für Neurorehabilitation DGNR und Deutsche Gesellschaft für Neurotraumatologie und klinische Neurorehabilitation DGNKN), die bei der Jahrestagung  die neuesten wissenschaftlichen Standards vorstellen und den Teilnehmern die fachliche Diskussion in allen Bereichen der neurologischen Rehabilitation ermöglichen.

Print Friendly, PDF & Email

Redaktion RehaNews24

----------------------
Angaben gemäß § 5 TMG
Christian Kocura
Langenfelder Straße 51d
51371 Leverkusen

Vertreten durch: Christian Kocura

Redaktionsleitung: Susann Kocura
Telefon: 0151 - 12237994
E-Mail: redaktion@rehanews24.de

Umsatzsteuer-ID:
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß §27a Umsatzsteuergesetz: DE 314962335

Hits: 128