Tag der Rückengesundheit am 15.03. – "Der Rücken beginnt im Kopf" – Maßnahmen um den Rücken zu stärken.

Veröffentlicht am 02.03.2011 14:35 von Redaktion RehaNews24

Bad Driburg. Unter dem Motto „Der Rücken beginnt im Kopf“ findet am 15. März der Tag der Rückengesundheit statt, um über die Prävention von Rückenschmerzen und die Therapie zu informieren. Initiiert wurde der bereits zum 10. Mal stattfindende bundesweite Aktionstag von der Aktion Gesunder Rücken e.V. (AGR) und dem Bundesverband der deutschen Rückenschulen e.V.

Die Organisatoren stellen fest, dass jeder Dritte in Deutschland unter regelmäßigen Rückenschmerzen leidet. Betroffen sind bei den über 35-Jährigen rund ein Drittel und bei den 60-Jährigen schon jeder zweite. Dazu kommen im Alter sehr häufig auch Verschleißerscheinungen an der Wirbelsäule. Mit dem Motto machen die Organisatoren deutlich, dass nicht nur mangelnde Bewegung und falsche körperliche Belastungen zu Verspannungen und Rückenschmerzen führen können, auch psychische Belastungen wie Stress oder Depressionen können mögliche Ursachen sein.

Physio- und Sporttherapeut Jörg Zumwinkel, seit Januar 2011 neuer Therapieleiter der Knappschafts-Klinik Bad Driburg, einer Reha-Klinik mit integriertem ambulanten Therapiezentrum, gab Auskunft.

Was bedeutet eigentlich Rückenschmerz?

Jörg Zumwinkel: In der Mehrzahl der Fälle stellen Rückenschmerzen ein in komplexe Schmerzsyndrome eingebundenes unspezifisches Beschwerdebild dar. Die ursächlichen Beschwerden sind oft nicht auffindbar. Allein für Kreuzschmerzen gibt es über 100 Diagnosemöglichkeiten.

Was sind die Ursachen? Wie entstehen Rückenschmerzen?

Zumwinkel: Ursachen für vielfach auch chronische Rückenschmerzen sind neben Bewegungsmangel, falsche Bewegungsmuster und einer monotonen, ungünstigen Körperhaltung auch Stress, psychische Überlastung mit depressiver Grundstimmung. Weitere Ursachen können Belastungen im sozialen und beruflichen Umfeld sowie eine falsche Lebensweise und Ernährung sein.

Rückenschmerzen sind demnach meist das Ergebnis einer Vielzahl pathogen wirksamer und aus unterschiedlichen Ursachen herrührender Faktoren. Vereinfacht lässt es sich auf eine Überlastung oder Fehlbelastung einzelner Körperstrukturen zurückführen.

Welche Rückenschmerzen sind besonders häufig?

Zumwinkel: Am häufigsten treten Schmerzen im unterem Wirbelsäulensegment auf, da dieser Bereich großen statischen, als auch dynamischen Belastungen ausgesetzt ist. Gerade hier kommt es dann zu Verschleißerscheinungen, die mit Rückenschmerzen im unteren Lendenbereich verbunden sind.

Wie kann ich mich bei Rückenschmerzen verhalten?

Zumwinkel: Insbesondere andauernde Rückenschmerzen sollten immer ärztlich abgeklärt werden. Der erste Schritt ist daher die ärztliche Untersuchung. Diese führt in der Regel ein Orthopäde durch. Aufgrund der gestellten Diagnose wird vom Arzt die entsprechende Therapieoption eingeleitet.

Welche Therapie ist die Beste? Können Rückenbandagen helfen?

Zumwinkel: Eine wichtige Funktion bei der Vorbeugung und der Behandlung von Rückenbeschwerden nimmt die Physiotherapie ein, sie bietet ein breites Therapieangebot mit vielfältigen individuellen Behandlungsansätzen. Daneben sind Fango oder Massagen bewährte Therapieformen. Hilfreich ist Bewegung zur Muskelentspannung und -stärkung. Zusätzlich können auch orthopädische Hilfsmittel wie Bandagen eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Rückenschmerzen spielen und unterstützend eingesetzt werden.

Da auch psychische Belastungen wie Stress oder Depressionen mögliche Ursachen seien können, sollten auch Stressfaktoren im Alltag abgebaut werden.

Jede alleinige Therapie ist jedoch wenig effizient. Sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung von Rückenbeschwerden ist deshalb ein ganzheitliches Konzept notwendig, das neben Bewegung und der Schaffung eines rückengerechten Arbeits- und Freizeitumfeldes auch Entspannungsübungen und die Reduzierung von Stressfaktoren umfasst. Eine Behandlung sollte grundsätzlich aus mehreren Teilbereichen bestehen und den bio-psycho-sozialen Aspekt berücksichtigen. Eine Kombination aus einer allgemeinen Aktivierung und Schmerz lindernden Maßnahme begünstigen die Heilungstendenzen nachweislich. Letztlich liefert diese Therapieoption die besten Langzeitergebnisse. Eine interdisziplinäre Kooperation zwischen Arzt und Physiotherapeut ist somit von entscheidender Bedeutung und auch ein wesentliches Merkmal des Behandlungskonzeptes eines Therapiezentrums einer spezialisierten Rehabilitationsklinik.

Rücken-Infos unter www.ruecken-tag.de

Klinik-Infos unter www.knappschafts-klinik-driburg.de


Print Friendly, PDF & Email

Redaktion RehaNews24

----------------------
Angaben gemäß § 5 TMG
Christian Kocura
Langenfelder Straße 51d
51371 Leverkusen

Vertreten durch: Christian Kocura

Redaktionsleitung: Susann Kocura
Telefon: 0151 - 12237994
E-Mail: redaktion@rehanews24.de

Umsatzsteuer-ID:
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß §27a Umsatzsteuergesetz: DE 314962335

Hits: 11



« (Vorheriger Beitrag)